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Pick Up Tipps Forum

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Hey Leute.

Habe ein paar grundsätzliche Probleme, bei denen ich wohl etwas Hilfe gebrauchen könnte. Eingeordnet hab ich das jetzt in die Kategorie Inner Game, auch wenn es sich nicht nur darum dreht.

Vorgeschichte:

Pick Up kenne ich jetzt seit etwa 3 Jahren und hab mich ihm - wie wohl die meisten hier - in erster Linie aus reiner Verzweiflung zugewendet. Zwischenzeitig war ich auch regelmäßig mit dem bewussten Ziel, neue Frauen kennenzulernen unterwegs. Dabei wurde ich durchaus kommunikativer und offener im Umgang mit Frauen. Sie mit nach Hause zu nehmen und zu "layen" empfand ich dabei angesichts meiner sexuellen Unerfahrenheit (23 u. hab erst mit einer Frau geschlafen) als unrealsitisch bzw. als Fernziel. Dazu kam es entsprechend auch nie.

Irgendwann kam außerdem auch eine Phase, wo ich es als Selbstverleugnung zu empfinden begann, mit gekünstelten Kniffen Frauen von mir zu überzeugen und ich verpflichtete mich dem Konzept des "integrierten Mannes", das z.B. auch "Joker" verfechtet.

Dieses Konzept gefällt mir und ich will es Leben. Charaktertransformationen wie man sie von Mystery oder Style kennt, sind nicht das, was ich suche. Nichtsdestotrotz: Begehrt werden ist und bleibt natürlich auch für den integrierten Mann das Ziel.

Zu mir:

Student, vielseitig, engagiert und Führer meiner sozialen Gruppen, außerordentlich sportlich (mache mehrere Trendsportarten), kultiviert, vom Optischen her wohl recht guter Durchschnitt

Nun habe ich allerdings Probleme aus meiner Vegangenheit mit gefühlten Folgewirkungen für die Gegenwart:

- Noch nie ne richtige Beziehung geführt

(durch eine schwierige Kindheit und problematische Sozialisation im Elternhaus ergab sich in meiner Jugend kaum emotionaler Raum, Erfahrungen mit Mädchen zu sammeln. Die katholisch geprägte Erziehung meiner Mutter verankerte eine für unsere Zeit problematische Charakterentwicklung:

- höflich zurückhaltende Art gegenüber dem anderen Geschlecht

- Fernhalten von Körperlichkeit und Sex bzw. vorgezeigen als untugendhaft (Beziehung der Eltern war völlig unleidenschaftlich, wurde stattdessen als ein Krieg der Geschlechter vorgelebt; kein Ansprechpartner zum Thema "Mann und Frau" in der Jugend, da die Eltern offenkundig selbst unfähig waren))

- sexuell bis auf ein mehrwöchiges tet à tet, zu dem ich de facto mehr verführt wurde als verführte, völlig unerfahren -> Konsequenz: limiting beliefs

- Unbehagen, mich neuen Frauen nackt zu zeigen: durch einen Rippenbruch hat sich in meiner Jugend eine nicht unbedingt furchtbare aber in einer perfektionismussüchtigen Zeit eben doch unattraktive Deformierung herausgebildet, die ich aus Geldgründen nie operativ beseitigen lassen konnte. Obwohl ich ausgezeichnet fitt bin und gut trainiert, schüchterte mich das immer etwas ein (bspw. gehe ich ungern schwimmen, obwohl ichs super kann)

- Katholische Erziehung bildete eine romantisierte Vorstellung von Mann und Frau herauf, deren Zusammenfinden schicksalhaft und nicht beeinflussbar oder erlernbar sei. -> Völlig falsche Herangehensweise, die automatisch zu Enttäuschungen führte

- Den 4 Frauen, die mir in meinem Leben emotional wirklich etwas bedeuteten, zeigte ich das seinerzeit immer auf eine romantische Weise und legte meine ganze Hoffnung hinein (Neigung zur Oneitis). Die Abweise, die folgten, rissen mein Selbstwertgefühl völlig in den Keller. Die Folge war eine oft monatelange Melancholie. Flucht in Gedichte und Romane statt bekämpfung der Probleme.

- Es folgte eine Pfadabhängigkeit / Spirale mit dem Gedankenschema: "Frauen tun mir sowieso nur wieder weh". Konsequenz: Abschottung und wenn dann nur strategisches Annähren an eine Frau, so dass sie nie die Chance bekäme, mich zuerst abzuweisen oder abzulehnen (Ich interpretiere das als Selbstschutzmechanik meines Egos, das sich einredete und noch immer regelmäßig tut, keine weiteren Enttäuschungen mehr zu verkraften)

Besserungen erfolgten durch meine Zeit beim Militär und mein Studium sowie die Beschäftigung mit PU-Basiswissen.

Dennoch habe ich auch heute noch Angst vor Abweisung u. projiziere das in den Umgang mit dem anderen Geschlecht. In Konsequenz gehe ich vermutlich viel zu oft viel zu defensiv vor. Prinzip: "Ich führe erst das Gefecht, wenn ich weiß, dass ich gewinne." Irgendwie bin ich auch zu stolz, einer Frau die Macht über mich zu geben, "nein" zu mir zu sagen.

Obwohl ich mich mittlerweile für eine sehr begehrenswerte Partie halte und es mit meiner Vita, meinen Hobbies und meinem Charakter untermauern kann, habe ich das Gefühl, von Frauen ständig Widerstand zu bekommen, sobald ich über Freundschaftlichkeit hinausgehendes Interesse zeige.

Zwangsläufig stelle ich mir dann folgende Fragen:

Warum löse ich trotz meiner Art und meiner Qualitäten keine offensichtlich merkbare Attraction aus?

Warum bin ich im Verhalten zu unfähig, eine Bekanntschaft konstant zu eskalieren und in eine körperliche Bindung zu verwandeln ("kino" ist mir vertraut und ich versuche das auch, werde aber davon eingschüchtert, dass Frauen es i.d.R. nicht eigenständig erwidern)? Wie eskaliere ich besser in Richtung KC (Erkennen von Signalen, offensiv sein ohne abzuschrecken...)

Und so wird aus dem theoretischen Inner-Game-Problem ein auch praktisches.

Zunächst einmal würde ich mich freuen, wenn ihr ein paar Bewertungen hättet, wie ich wohl am besten mit meiner Vorgeschichte umgehen sollte. Ich bin mir der Ausgangspunkte meiner Probleme bewusst und frage mich nun, ob ich sie besser weiter völlig ausblenden versuchen sollte (was offensichtlich nicht so recht gelingt) oder den Versuch unternehmen sollte, sie aktiv aufzuarbeiten (indem ich z.B. auch mit Frauen, die ich will, darüber rede, was allerdings PU-technisch als "Demonstration of lower Value" angesehen werden könnte).

Ebenfalls toll wären ein paar Ratschläge, wie ich bei der Beantwortung der drei genannten Fragen von weiter oben vorgehe.

So einiges läuft noch ganz und gar schief. Ich wills ändern und die Probleme endlich nachhaltig besiegen. Ich will kein PUA werden, aber will die Frauen, die ich will. Die will ich eben. ;)

Freue mich über alle Anregungen, Thread-Verweise und was euch sonst noch hilfreich erscheinen könnte.

Thx

rc

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hey,

die tips die ich dir gebe sind nur meine meinung wie du manche deiner probleme lösen könntest. vielleicht wirst du mit diesen maßnahmen nichts verändern vielleicht viel. kannst ja mal als denkanstoß betrachten.

- höflich zurückhaltende Art gegenüber dem anderen Geschlecht

sei in manchen situationen richtig verletztend/scheiße gegenüber frauen. auch wenn du sie damit nicht verführen wirst sondern sie eher heulend wegrennen werden. so könnte ich mir vorstellen, dass du deine "höfliche zurückhaltende art" langsam ablegst.

- Fernhalten von Körperlichkeit und Sex bzw. vorgezeigen als untugendhaft

warst du schonmal im puff? ne gell!

ich red jetzt nicht von einmal in den puff sondern soviele nutten nacheinander durchficken bis du nicht mehr kannst/dein schwanz droht abzufallen.

- sexuell bis auf ein mehrwöchiges tet à tet, zu dem ich de facto mehr verführt wurde als verführte, völlig unerfahren -> Konsequenz: limiting beliefs

wieder puff

- Unbehagen, mich neuen Frauen nackt zu zeigen:

wieder puff

und regelmäßig sauna, da laufen ja alle nackt rum.

- Katholische Erziehung bildete eine romantisierte Vorstellung von Mann und Frau herauf, deren Zusammenfinden schicksalhaft und nicht beeinflussbar oder erlernbar sei. -> Völlig falsche Herangehensweise, die automatisch zu Enttäuschungen führte

schaust du dir liebesfilme an und liest du liebesromane/gedichte? wenn "ja" lass es erstmal sein.

- Den 4 Frauen, die mir in meinem Leben emotional wirklich etwas bedeuteten, zeigte ich das seinerzeit immer auf eine romantische Weise und legte meine ganze Hoffnung hinein (Neigung zur Oneitis). Die Abweise, die folgten, rissen mein Selbstwertgefühl völlig in den Keller. Die Folge war eine oft monatelange Melancholie. Flucht in Gedichte und Romane statt bekämpfung der Probleme.

- Es folgte eine Pfadabhängigkeit / Spirale mit dem Gedankenschema: "Frauen tun mir sowieso nur wieder weh". Konsequenz: Abschottung und wenn dann nur strategisches Annähren an eine Frau, so dass sie nie die Chance bekäme, mich zuerst abzuweisen oder abzulehnen (Ich interpretiere das als Selbstschutzmechanik meines Egos, das sich einredete und noch immer regelmäßig tut, keine weiteren Enttäuschungen mehr zu verkraften)

In Konsequenz gehe ich vermutlich viel zu oft viel zu defensiv vor. Prinzip: "Ich führe erst das Gefecht, wenn ich weiß, dass ich gewinne." Irgendwie bin ich auch zu stolz, einer Frau die Macht über mich zu geben, "nein" zu mir zu sagen.

geh sargen wie ein irrer. mach durchschnittlich am tag so 3 sets. nicht mit dem ziel "ich will die frau fürs leben zu finden", sondern mehr "mädls, gebt mir körbe!".

irgendwann bist dus gewohnt abfuhren zu kassieren. die sind einfach teil des spiels.

z.b. ich hab dieses jahr ca. 500 abfuhren kassiert und lebe auch noch. das "härtet ab". ich betracht das ganze schon irgendwie als spiel...

Warum löse ich trotz meiner Art und meiner Qualitäten keine offensichtlich merkbare Attraction aus?

vielleicht sind die mädls schon längst attracted und du merkst es nur nicht?

solltest du wirklich keine attraction auslösen... übung macht den meister, hab ich gehört...

Warum bin ich im Verhalten zu unfähig, eine Bekanntschaft konstant zu eskalieren und in eine körperliche Bindung zu verwandeln ("kino" ist mir vertraut und ich versuche das auch, werde aber davon eingschüchtert, dass Frauen es i.d.R. nicht eigenständig erwidern)?

mh, da fällt mir wieder puff ein. ebenfalls würde ich dir raten vor "dates" nicht mehr zu wichsen (so ca. ne woche) und vor dem date nen porno anschauen. während des dates sie dann im kopf durchficken. würde mich sehr wundern, wenn du dann nicht wie ein wilder über sie herfällst.

Wie eskaliere ich besser in Richtung KC (Erkennen von Signalen, offensiv sein ohne abzuschrecken...)

sollte hier im forum einiges zu lesen geben dazu.

meine befummelrichtlinie:

1. schulter oder arm

2. hand

3. kinn oder "haare aus gesicht streichen" oder knie

4. oberschenkel oder hüfte oder bauch

5. arsch

6. küssen

oder zuerst küssen und dann arsch.

meiner meinung nach sind die maßnahmen am wirkungsvollsten, bei denen du dich am schwersten tust bzw. die dir am abwegigsten erscheinen.

ciao, r_o_b

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Nunja, Ruler hat mit der Holzhammermethode nicht ganz unrecht; ich würde aber vorsichtiger an die Sache rangehen, da manches nicht einfach mit einem Satz als Antwort als gelöst dahingestellt werden kann, z.B. die schwierige Kindheit.

Wenn man mit 16 irgendeinen Quatsch erzählt bekommt und nimmt das als Excuse, ist das keiner. Genausowenig im Erwachsenenalter. In der Kindheit sieht das anders aus. Wenn man da mit gewissen Werten aufwächst, lassen sie sich nur schwer "abtrainieren" und gerade, wenn sie als "unmoralisch" hingestellt werden, so wie ich das aufgrund der katholischen Vorbilder rauslese. Dazu gesellt sich die allgemein schwierige Kindheit.

Das sind Dinge, bei denen ich ernsthaft die Lebensberatung zu Rate ziehen würde. Zumindest in erster Instanz.

An deinem Selbstbewusstsein kannst du arbeiten. Du sagst selbst, dass es sich gebessert hat und da reicht auch das "Innergame-einmaleins" aus unserem Forum. Anders sieht es eben mit den Berührungsängsten aus. Die scheinen tiefgreifender und da denke ich nicht, dass die Dirne deiner Wahl auf Anhieb was ändert. Aber das ist meine Meinung. Ob deine Störungen tatsächlich so tiefgreifend sind, kannst du nur selbst rausfinden. Lies dich im Forum sorgfältig ein, gerade im Best-of-Bereich und probiere die Dinge aus. Wenn du nach ernsthaftem Bemühen nach einiger Zeit immer noch deine Hemmungen hast, würde ich qualifizierte Hilfe inanspruch nehmen.

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"Holzhammermethode" finde ich schon trefflich für ein par deiner Hinweise, ruler. Frauen fürs ficken zu bezahlen, ist außerdem nicht so meins. Halte ich für armselig. Außerdem will ich keine Frau knallen, die sich an alles und jeden verkauft.

Ich habe recht hohe Ansprüche an Frauen. Vielleicht ist das auch mitursächlich für meine Probleme. Statt dem dritten oder vierten Platz, den ich frauentechnisch wohl häufiger hätte haben können, habe ich eben lieber ganz entsagt. Eine verfluchte "eine oder keine-Scheiße", die da irgendwie in meinen Kopf geraten ist.

Psychologe? Nun ja. Was soll der mir letztlich mehr erzählen, als ich es nicht eh schon weiß. Ich bin mir ja der Probleme, die ich viel zu lang in mich hineingefressen habe, bewusst. Die standardisierten "glaub an dich selbst"-Sprüche kann ich auch einer X-beliebigen Literatur entnehmen. Klar: Ein solches Gespräch kann aufbauen. Aber die Kosten-Nutzen-Relation der Sache zweifel ich trotz meiner Probleme an.

Nichtsdestotrotz: Ein Vertrauensverhältnis zu jemandem, mit dem man offen über die Sache redet, wäre schon wünschenswert. Deswegen überlege ich ja, ob ich einfach mal mit einer Frau, bei der ich sonst wohl in die Freundschaftszone schlittern könnte, offen über meinen Hintergrund spreche und das dann eben mit der direkten Gefallensbekundung kombiniere (was in diesem Fall sogar der Wahrheit entspräche). Nach dem Schema: "Ich vertraue dir, deshalb erzähle ich dir aus meiner Vergangenheit, über die ich sonst mit niemandem spreche." Frauen wissen nicht von der Scheiße, die ich mit mir herumschleppe (Männer können inneres Chaos halt gut in sich halten) und merken es mir auch nicht an. Vielleicht provoziert ein offener Umgang gegenüber bestimmten (verständnisfähigen) Frauen, dass sich die Nähe intensiviert. Sozusagen: Ihr das Gefühl vermitteln, speziell mit ihr diese verpassten Dinge nacherleben zu wollen. Das ganze dann aber eben nicht mitleidig oder weinerlich dargelegt, sondern eben einfach sachlich und dann mit einem gezielten Eskalationsübergang.

Im Endeffekt glaube ich, dass mir ein Gegenschlag zu den Erlebnissen meiner Jugend in Form einer offenen, leidenschaftlichen und sexuellen Beziehung einen völlig neuen Stoß nach oben geben wird. Vielleicht kennt ja jemand von euch die "how I met your mother"-Folge, in der es um Barneys Erlebnis mit der Männermacherin ging, durch die er das Selbstwertgefühl für die Kette aller weiterer Verführungen seines Lebens bezog. Ich denke, ich brauche einfach auch ein solches Erlebnis (vielleicht auch in Form einer Beziehung), um positivistischer an mein Leben herangehen zu können.

Soweit mein Gedanke.

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Holzhammermethode?

Ist doch noch freundlich formuliert.

Im Prinzip besteht Dein Rat daraus in den Puff zu gehen und

die Frauen die er trifft wie Nutten zu behandeln und zu begrapschen.

Nunja.... das ist eben nicht jedermans Ding.

Einer aus meinem Lair ist mal in die Schwulensauna und hat sich einen blasen lassen!

Der ist HETERO verdammte Scheiße!!!

Aber er hat keinen hoch gekriegt^^

Sagt er. Interesse muß ja wohl da sein, sonst hätte er keinen

Kerl an seinen Schwanz gelassen.

8)

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Zuerst ein mal:

"Die eigene Vergangenheit besiegen" - Also du willst eine Vergangenheit besiegen, vernichten, zerstören, sie eliminieren, so dass nichts mehr davon übrig bleibt?

Ich fang jetzt nicht mit irgendeinem philosophischen Satz an wie "die Vergangenheit existiert sowieso nicht, es existiert nur das Jetzt" an, denn ich glaube dir würde das weniger helfen.

Aber stattdessen lass uns kurz annehmen, wir würden dir verraten, wie du das Schwer Exkalibur aus dem Stein ziehen kannst, womit du dann deine Vergangenheit vernichten könntest.

Frage: Was würde mit dir danach geschehen?

Was für Vorteile hättest du davon? Würde es Schattenseiten geben?

Wieso rate ich dir, dir selbst diese Fragen zu stellen? Nun, nicht alles was der Mensch sich wünscht, ist immer so schön, wie es auf den ersten Blick erscheint und ich weiß wovon ich rede, den ich hegte auch schon diesen Wunsch. :)

Und wie du dir vorstellen kannst, taten das bestimmt noch mehrere hier. ;-)

Lass mich erstmal von deinem Post darstellen und selber meine Vermutungen äußern, was du dir so erhoffst:

- Frauen: Wäre die Erziehung durch deine Eltern nicht "gescheitert" und hättest du ein besseres Weltbild von deinen Eltern übermittelt bekommen, würde das ganze Thema kein Problem für dich sein.

Du könntest Frauen kennenlernen, du wärst der perfekte Mann und Verführer, du könntest immer wenn du willst Sex haben, du wärst offener, du könntest, du hättest, du würdest und so weiter.

- Noch nie ne richtige Beziehung geführt

(durch eine schwierige Kindheit und problematische Sozialisation im Elternhaus ergab sich in meiner Jugend kaum emotionaler Raum, Erfahrungen mit Mädchen zu sammeln. Die katholisch geprägte Erziehung meiner Mutter verankerte eine für unsere Zeit problematische Charakterentwicklung:

- höflich zurückhaltende Art gegenüber dem anderen Geschlecht

- Fernhalten von Körperlichkeit und Sex bzw. vorgezeigen als untugendhaft (Beziehung der Eltern war völlig unleidenschaftlich, wurde stattdessen als ein Krieg der Geschlechter vorgelebt; kein Ansprechpartner zum Thema "Mann und Frau" in der Jugend, da die Eltern offenkundig selbst unfähig waren))

- sexuell bis auf ein mehrwöchiges tet à tet, zu dem ich de facto mehr verführt wurde als verführte, völlig unerfahren -> Konsequenz: limiting beliefs

- Unbehagen, mich neuen Frauen nackt zu zeigen: durch einen Rippenbruch hat sich in meiner Jugend eine nicht unbedingt furchtbare aber in einer perfektionismussüchtigen Zeit eben doch unattraktive Deformierung herausgebildet, die ich aus Geldgründen nie operativ beseitigen lassen konnte. Obwohl ich ausgezeichnet fitt bin und gut trainiert, schüchterte mich das immer etwas ein (bspw. gehe ich ungern schwimmen, obwohl ichs super kann)

- Katholische Erziehung bildete eine romantisierte Vorstellung von Mann und Frau herauf, deren Zusammenfinden schicksalhaft und nicht beeinflussbar oder erlernbar sei. -> Völlig falsche Herangehensweise, die automatisch zu Enttäuschungen führte

- Den 4 Frauen, die mir in meinem Leben emotional wirklich etwas bedeuteten, zeigte ich das seinerzeit immer auf eine romantische Weise und legte meine ganze Hoffnung hinein (Neigung zur Oneitis). Die Abweise, die folgten, rissen mein Selbstwertgefühl völlig in den Keller. Die Folge war eine oft monatelange Melancholie. Flucht in Gedichte und Romane statt bekämpfung der Probleme.

- Es folgte eine Pfadabhängigkeit / Spirale mit dem Gedankenschema: "Frauen tun mir sowieso nur wieder weh". Konsequenz: Abschottung und wenn dann nur strategisches Annähren an eine Frau, so dass sie nie die Chance bekäme, mich zuerst abzuweisen oder abzulehnen (Ich interpretiere das als Selbstschutzmechanik meines Egos, das sich einredete und noch immer regelmäßig tut, keine weiteren Enttäuschungen mehr zu verkraften)

Obwohl ich mich mittlerweile für eine sehr begehrenswerte Partie halte und es mit meiner Vita, meinen Hobbies und meinem Charakter untermauern kann, habe ich das Gefühl, von Frauen ständig Widerstand zu bekommen, sobald ich über Freundschaftlichkeit hinausgehendes Interesse zeige.

- Beruf, Karriere, Studium: Ich schätze du hast einen Beruf, in der du viel analysieren musst. Wieso ich das annehme? Na du hast dich komplett selbst analysiert und so einige Thesen aufgestellt, die durch aus möglich wären und die ein oder andere wird bestimmt auch stimmen. Doch ich schätze dir fehlt das Durchsetzungsvermögen, der Wille. Du hast wahrscheinlich große Ziele, aber setzt doch lieber auf Sicherheit, damit du nicht all zu sehr enttäuscht werden kannst und dir nichts schlimmes passiert. Was studierst du und bist du zufrieden damit?

Du hast eindeutig Angst vor Abweisungen und vor dem Scheitern, nicht nur was Frauen betrifft, diese möchtest du los werden. Du willst erfolgreich sein und eine Führungsposition einnehmen, aber trotzdem willst du in einer Beziehung, dass die Frau auch öfter mal die Hose an hat? Paradox?

Zu mir:

Student, vielseitig, engagiert und Führer meiner sozialen Gruppen, außerordentlich sportlich (mache mehrere Trendsportarten), kultiviert, vom Optischen her wohl recht guter Durchschnitt

- höflich zurückhaltende Art gegenüber dem anderen Geschlecht

- Fernhalten von Körperlichkeit und Sex bzw. vorgezeigen als untugendhaft (Beziehung der Eltern war völlig unleidenschaftlich, wurde stattdessen als ein Krieg der Geschlechter vorgelebt; kein Ansprechpartner zum Thema "Mann und Frau" in der Jugend, da die Eltern offenkundig selbst unfähig waren))

- Unbehagen, mich neuen Frauen nackt zu zeigen: durch einen Rippenbruch hat sich in meiner Jugend eine nicht unbedingt furchtbare aber in einer perfektionismussüchtigen Zeit eben doch unattraktive Deformierung herausgebildet, die ich aus Geldgründen nie operativ beseitigen lassen konnte. Obwohl ich ausgezeichnet fitt bin und gut trainiert, schüchterte mich das immer etwas ein (bspw. gehe ich ungern schwimmen, obwohl ichs super kann)

Besserungen erfolgten durch meine Zeit beim Militär und mein Studium sowie die Beschäftigung mit PU-Basiswissen.

Dennoch habe ich auch heute noch Angst vor Abweisung u. projiziere das in den Umgang mit dem anderen Geschlecht. In Konsequenz gehe ich vermutlich viel zu oft viel zu defensiv vor. Prinzip: "Ich führe erst das Gefecht, wenn ich weiß, dass ich gewinne." Irgendwie bin ich auch zu stolz, einer Frau die Macht über mich zu geben, "nein" zu mir zu sagen.

-Sport: Du hast anscheinend deinen Körper richtig gut trainiert und siehst bestimmt besser aus, als manch anderer in dieser Gemeinschaft hier. Du hast gehofft, dadurch dein Selbstwertgefühl aufpeppeln zu können und dass du dadurch bei Frauen besser ankommst. Aber das funktioniert anscheinend nicht ganz so, wie du es wolltest, denn du fühlst dich trotzdem nicht gut! Du fühlst dich anscheinend nicht perfekt und hast dir deutlich mehr erhofft durch dieses Training. Deine Schüchternheit ist nicht einfach so verschwunden, wie du es dir erhofft hast und das macht dich fertig, deshalb machst du jetzt wieder deine "katholische" Erziehung dafür verantwortlich.

Nun also deine Vergangenheit ist eliminiert worden, du bist eine Tabula Rasa – ein unbeschriebenes Blatt. Was ist anders?

Du hättest deine Erziehung komplett vergessen und könnetst wie ein Kind alles von vorne lernen.

Ich werde mal ein paar Szenarien erdenken.

Frauen: Du hättest keine Vorurteile und irgendwelche Hoffnungen und besonderen Erwartungen von ihr.

Möglichkeit 1: Nun nehmen wir an, dein Weg verläuft gut und du lernst schnell. Du lernst die ein oder andere Frau kennen, hast Spaß mit ihnen und dann belässt ihr es dabei, was dich nicht sonderlich stört. Es könnte dein ganzes Leben so weiter gehen und du lebst viele Affairen aus. Nach den PickUp-Theorien ist das eigentlich der Himmel auf Erden, aber denkst du, du wärst glücklich? Wer weiß, wer weiß. Doch eines kann ich dir sagen, du würdest nie lernen, wie wundervoll eine Beziehung zwischen zwei Menschen sein kann, wenn du nie erfahren hast, wie dein Herz nach einer Beziehung schreit, wenn du keine hast.

Möglichkeit 2: Was ist, wenn du am Anfang bei einigen Frauen scheiterst? Du wirst den Frauen nichts zu erzählen haben, denn du hast keine Vergangenheit. Du wirst unerfahren wie ein Kind sein und Frauen suchen keine Kinder, sondern Männer. Du wirst zwar spielerisch mit ihnen umgehen, was sie lieben, aber über ernsthafte Themen, würdest du dich nicht unterhalten können, denn dir fehlen die Narben, die einen Mann zum Mann machen, mit denen du punkten könntest. Du hast zwar hin und wieder ein paar Beziehungen, aber die Innigkeit wird stets fehlen. Letztendlich könnte es sogar sein, dass du in Hass verfällst und Frauen nur noch wie Dreck behandelst, denn du hast nie zu schätzen und zu lieben gelernt.

Beruf/Karriere/Fitness:

Möglichkeit 1: Deine Unsicherheit ist verschwunden. Du findest dich als Student wieder, der sehr fit und sportlich ist und zudem der Leiter einer Gruppe ist. Du fühlst dich gut und weißt, dass du später eine höhere Position genießen wirst.Du wirst die Karriereleiter sehr hoch steigen können, doch dies erfüllt dich doch nicht so ganz, denn du weißt nicht, was du davon hast. Irgendwann verlässt dich die Motivation. Irgendwann passiert irgendetwas und du fällst von der Leiter, du darfst komplett von vorne anfangen und du weißt nicht, wie es ist von ganz unten anzufangen. Es wird sehr schwer für dich wieder zurück in dein Leben zu finden.

Möglichkeit 2: Nun, du findest dich genau so als Student wieder, fit und sprtlich und Leiter einer Gruppe. Aber du fragst dich, ob dein Studium überhaupt das richtige für dich ist? Dir fehlt der ganze Weg, der dich überhaupt dahin gebracht hat! Gruppenleiter? Du weißt nicht einmal, wie du mit den Leuten umzugehen hast, du könntest entweder zu hart sein oder zu weich. Fit und sportlich? Ha, so bist du doch geboren worden, du hast nicht dafür kämpfen müssen, nichts dafür tun müssen, du bist ja schließlich so aufgestanden und so wird es wohl auch länger bleiben. Die Frauen fliegen auf dich und du lässt dich gehen. Irgendwann schlägt dann die Realität zu und dein Körper ist dahin, wie du wieder fit wirst, weißt du nicht, denn du hast deinen Körper ja als selbstverständlich angesehen.

So, dies sind vier von unendlich vielen Szenarien. Manche negativ, manche positiv. Was zutreffen könnte, hängt von zu vielen Faktoren ab, die ich nicht wissen kann. ;)

Ich hoffe ich konnte dir damit jetzt zeigen, dass selbst wenn du gleich jetzt eine Amnesie erleidest, könnte es schlimm enden.

Doch jetzt komme ich mit einer einfacheren Lösung!!!!

ACHTUNG!!

*Trommelwirbel *: Umarme deine Vergangenheit und schließe Freundschaft mit ihr!

„Was??? Ich soll mich für die Scheisse, die ich durch gemacht habe, noch freuen?!“, fragst du dich bestimmt. Doch ja, genau das sage ich.

Alles, was bisher passiert ist, hat dich zu dem gemacht, der du bist und hättest du das Sauere nie erlebt, würdest du das Süße nie zu schätzen wissen.

„Alles klar, aber was bringt es mir? Ich habe beispielsweise schwer trainiert und das hat mir auch kaum was gebracht?! Ich schäme mich noch immer! Und mit Frauen werde ich wohl auch nicht so schnell klar kommen!“, sagst du womöglich wieder.

Tja, du weißt eben nicht zu schätzen, was du eben schon erreicht hast! Schau dir doch mal an, wie viel Positives dir im Leben wiederfahren ist. Bist du arm? Lebst du irgendwo in Nigeria und hoffst, dass du bald wieder etwas zu trinken bekommst? Schätze nicht. Du bist am Studieren, bist schon mal gebildeter und hast es weitergeschafft als manch anderer. Du hast dir einen guten Körper antrainiert, aber hast du es für dich oder für die anderen gemacht? Fühlst du dich denn nicht besser als früher? Du bist vor 3 Jahren auf PUA gestoßen und hast so einiges gelernt, was viele andere nie lernen werden, auch wenn sie eine „gute Erziehung“ genossen haben. Guck dir mal an, wie viel du in diesen 3 Jahren geschafft hast, was andere in ihrem ganzen Leben nie schaffen werden.

Also das war hier jetzt nur einiges, wofür ich finde, dass du dir selber mal auf die Schulter klopfen solltest und ich wette es gibt noch tausend andere Dinge, für die du dir selbst dankbar sein solltest.

„Warum löse ich trotz meiner Art und meiner Qualitäten keine offensichtlich merkbare Attraction aus?“, fragst du direkt und gleichzeitig sagst du: „Frauen wissen nicht von der Scheiße, die ich mit mir herumschleppe (Männer können inneres Chaos halt gut in sich halten) und merken es mir auch nicht an.“

Ich sage dir, natürlich merken sie es dir an! Aber sei ehrlich, würdest du gerne deine Zeit mit einer Person verbringen, die nicht weiß, was sie an sich selber und letztendlich an anderen Personen hat? Die ihren eigenen Wert nicht kennt? Kann so eine Person die sich selber nicht schätzt, andere Menschen wirklich und wahrhaftig schätzen, ohne sie nur dafür „missbrauchen“ zu wollen, ihren eigenen Wert zu steigern? Ich denke nicht.

„Ich bin mir der Ausgangspunkte meiner Probleme bewusst“, sagst du wieder, aber ich glaube du schaffst dir mehr Probleme, als eigentlich existieren.

Manche würden dir raten, geh raus, sammel den ein oder anderen Korb, damit du dir einen schönen Panzer aufbauen kannst. Sicher, es kann helfen! Aber macht es dich glücklich? Was bringt es dir, den dicksten Panzer von allen zu haben und dich damit wirklich in jede Situation zu trauen, wenn dein inneres ein schwarzes Loch ist?

Und vergiss so Sachen wie „DLV“, verhalte dich so wie du willst, wenn du dich damit gut fühlst, fühlt sich dein Gegenüber ebenfalls gut und das ist letztendlich das genaue Gegenteil von „DLV“, denn wer traut sich heutzutage noch Mensch zu sein? Außerdem musst du nicht jede Frau flachlegen, ich zum Beispiel genieße es auch viele Frauen in meinem Freundeskreis zu haben, die zwar heiß sind, aber mit denen ich nicht unbedingt Sex haben muss, sondern mit denen ich mich mehr emotional und/oder logisch Austausche. :)

Lern zu schätzen was du hast

und

sei einfach ehrlich zu dir selbst und zu anderen!

Dann wirst du auch erkennen, wie einfach deine "Probleme" gelöst werden können.

So und wenn du diesen Monsterpost gelesen hast, dann kannst du mich entweder für meine Meinung steinigen oder mir ein Danke zusenden. Ich nehme beides gerne an :D

bearbeitet von SonoDeVeron

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In der Tat. Danke dafür. Echt nett, dass du dir die Zeit für so eine ausführliche und qualitativ hochwertige Antwort gegeben hast. Gibt mir neben Anknüpfungen an eigene Gedankengänge einige Anregungen. Ich antworte noch etwas ausführlicher später, hab aber leider gerade nur kurz Zeit.

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So. Hier ein paar meiner Gedanken zu deinen Anregungen. :-)

„Aber stattdessen lass uns kurz annehmen, wir würden dir verraten, wie du das Schwer Exkalibur aus dem Stein ziehen kannst, womit du dann deine Vergangenheit vernichten könntest.

Frage: Was würde mit dir danach geschehen?“

Das hab ich wohl missverständlich geschrieben: Die Vergangenheit zu besiegen, hieße für mich, die schädlichen Believes meiner kindlichen und jugendlichen Sozialisation loszuwerden bzw. die vertraulich-intimen Teile der Mann-Frau-Sozialisation nachzuarbeiten, die mir eben immer noch fehlen.

Was sich als Positives herausprägte, weiß ich natürlich zu schätzen.

„Beruf, Karriere, Studium: Ich schätze du hast einen Beruf, in der du viel analysieren musst. Wieso ich das annehme? Na du hast dich komplett selbst analysiert und so einige Thesen aufgestellt, die durch aus möglich wären und die ein oder andere wird bestimmt auch stimmen. Doch ich schätze dir fehlt das Durchsetzungsvermögen, der Wille. Du hast wahrscheinlich große Ziele, aber setzt doch lieber auf Sicherheit, damit du nicht all zu sehr enttäuscht werden kannst und dir nichts schlimmes passiert. Was studierst du und bist du zufrieden damit?“

Ja, ich denke durchaus gerne analytisch (studiere politische Wissenschaften, ein leider sehr frauenarmer Studiengang). ;-) Das muss allerdings nicht heißen, dass ich nicht auch gerne praktisch denke. Ich bin mit meinem Studiengang nicht unzufrieden. Wobei ich gerade schon eine Phase durchmache, wo mir mein Studium weit weniger wichtig als anderes ist. Sport wird priorisiert. Und wenn sich mal endlich was Leidenschaftliches mit einer tollen Frau entwickeln würde, wäre mir das momentan wohl auch wichtiger.

Wie gesagt, und dahingehend hast du völlig Recht: Ich lass mich nicht gerne enttäuschen. Ich hasse es, zu verlieren. Da ich aber hinsichtlich Frauen nur enttäuscht wurde, gehe ich leider dahingehend recht zurückhaltend durch die Welt. Erfolge pushen, Misserfolge bedrücken. Die schlechte Ratio meiner Vergangenheit darin, sorgt leider für große Schwankungen in meinem Inner Game. Denn trotz der Dinge, die mir oft ein „Eigentlich müssten die Frauen auf mich fliegen“-Gefühl geben, habe ich keine dies bestätigenden praktischen Erfahrungen erworben. Und das hat die giftige Wirkung, dass ich mir oft leider ohne das zu wollen denke: „Wenn es doch mit den Frauen bisher nicht klappte, warum dann wohl jetzt mit dieser.“

Hohe Ziele habe ich schon. Und hohe Ansprüche (auch an Frauen).

Durchsetzungsschwach bin ich eigentlich nicht. Auch nicht gegenüber Frauen (nein: sie sollen nicht die Hosen anhaben. Sollen aber wissen, was sie wollen. Manchmal hab ich das Gefühl, dass es Frauen sogar stört, dass ich meinen eigenen (männlichen) Willen habe. Ich bin zwar höflich und zuvorkommend (ja, ich weiß: fucking Nice-Guy-Attribute), bin aber nicht bereit, nach einer femininen Flöte zu tanzen (indem ich mich bspw. ihrer Meinung anpasse oder mich herumkommandieren ließe). Die meisten meiner Kumpels haben ihre mittlerweile mehrjährigen Beziehungen, weil sie sich vor ihrer Freundin zum Fifi machen oder dazu machen lassen (betaisiert). Das lehne ich kategorisch ab und zeige das indirekt auch Frauen. In dieser Hinsicht bin ich wohl für Frauen auch manchmal recht herausfordernd – vielleicht sogar zu herausfordernd (?).

„Du hast eindeutig Angst vor Abweisungen und vor dem Scheitern, nicht nur was Frauen betrifft, diese möchtest du los werden.“

Stimmt.

„Du willst erfolgreich sein und eine Führungsposition einnehmen, aber trotzdem willst du in einer Beziehung, dass die Frau auch öfter mal die Hose an hat? Paradox?“

Die Frau muss nicht die Hose anhaben. Aber sie soll einen eigenen Willen haben und auch zumindest ab und zu selbst etwas Kleines in das gemeinsame Verhältnis oder dessen Zustandekommen investieren. Leider scheint mir diese Erwartungshaltung schon bei vielen Frauen zu weit oben anzusetzen. Ansonsten habe ich kein Problem damit, zu steuern und zu führen.

„-Sport: Du hast anscheinend deinen Körper richtig gut trainiert und siehst bestimmt besser aus, als manch anderer in dieser Gemeinschaft hier. Du hast gehofft, dadurch dein Selbstwertgefühl aufpeppeln zu können und dass du dadurch bei Frauen besser ankommst. Aber das funktioniert anscheinend nicht ganz so, wie du es wolltest, denn du fühlst dich trotzdem nicht gut! Du fühlst dich anscheinend nicht perfekt und hast dir deutlich mehr erhofft durch dieses Training. Deine Schüchternheit ist nicht einfach so verschwunden, wie du es dir erhofft hast und das macht dich fertig, deshalb machst du jetzt wieder deine "katholische" Erziehung dafür verantwortlich.“

Man kann mir in der tat unterstellen: „Hey, du machst es dir aber leicht, das auf deine Sozialisation zu schieben.“ Klar: Die Sozialisation war das Ausgangsproblem. Dass ich sie nicht überwand, das ist insofern meine Schuld.

„ACHTUNG!!

*Trommelwirbel *: Umarme deine Vergangenheit und schließe Freundschaft mit ihr!

„Was??? Ich soll mich für die Scheisse, die ich durch gemacht habe, noch freuen?!“, fragst du dich bestimmt. Doch ja, genau das sage ich.

Alles, was bisher passiert ist, hat dich zu dem gemacht, der du bist und hättest du das Sauere nie erlebt, würdest du das Süße nie zu schätzen wissen.

„Alles klar, aber was bringt es mir? Ich habe beispielsweise schwer trainiert und das hat mir auch kaum was gebracht?! Ich schäme mich noch immer! Und mit Frauen werde ich wohl auch nicht so schnell klar kommen!“, sagst du womöglich wieder.

Tja, du weißt eben nicht zu schätzen, was du eben schon erreicht hast! „

Da denke ich wohl wieder zu kategorisch. Meine Sozialisation hat Ausgangspunkte geliefert. Manches im Leben habe ich erreicht, weil ich gegen sie angekämpft habe. Darauf bin ich stolz. Aber in meiner Vergangenheit ist dank meiner Sozialisation eben auch eine Lücke, deren Probleme mich bis ins heute begleiten. Und mit dieser Lücke muss ich irgendwie umgehen lernen. Aber ich betrachte sie als den Feind. Umarmen kann ich sie nicht.

Das wäre für mich so, als würde während eines wackligen Friedensvertrags gesagt:.“Hey, freut euch über den harten Krieg, sonst wüsstet ihr den Frieden nicht zu schätzen.“

„Ich sage dir, natürlich merken sie es dir an! Aber sei ehrlich, würdest du gerne deine Zeit mit einer Person verbringen, die nicht weiß, was sie an sich selber und letztendlich an anderen Personen hat? Die ihren eigenen Wert nicht kennt? Kann so eine Person die sich selber nicht schätzt, andere Menschen wirklich und wahrhaftig schätzen, ohne sie nur dafür „missbrauchen“ zu wollen, ihren eigenen Wert zu steigern? Ich denke nicht.“

Ich weiß vlt. nicht immer, was ich an mir selbst habe, weiß aber die Gesellschaft anderer schon zu schätzen. Insofern bin ich "normal". Aber es stimmt: jemanden so Beschriebenes würde ich weder großartig achten noch lieben können.

Lern zu schätzen was du hast

Ich schätze mich durchaus für mein Erreichtes. Aber wie soll ich mich für Nichterreichtes schätzen? Dazu fällt mir ein schönes Beispiel aus einem Buch ein:

»Wenn du Zahnschmerzen hast, dann wird es dir nicht helfen, wenn in deinem Garten die schönsten Blumen stehen. Du wirst die Zahnschmerzen nicht gegen die Blumen aufwiegen können, sondern erst dadurch, zum Zahnarzt zu gehen.«

Die Blumen wären hier also Sport, Karriere und Privates, die Zahnschmerzen mein Unvermögen, mit Frauen in engere Verbindung zu treten. Obwohl ich meine Blumenwiese liebe, gehen meine Zahnschmerzen nicht weg. Die Frage ist nur, worin der Zahnarzt Verkörperung findet. Man könnte vlt. sagen, in allem, was ermöglicht, endlich erfolgreicher mit Frauen zu sein (ergo PU etc.).

„Und sei einfach ehrlich zu dir selbst und zu anderen!

Dann wirst du auch erkennen, wie einfach deine "Probleme" gelöst werden können.“

Das hoffe ich. Ich danke dir.

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Wenn ich deine Antwort so lese, lese ich immer die selben Entschuldigungen heraus...

Leider muss ich jetzt gleich noch ein paar Geschenke einpacken und weil meine Antwort womöglich wieder länger ausfällt, werde ich die Antwort auf später verschieben. ;)

@Thakos89 ich überlege es mir, wenn dann werde ich mein Gedankengut in den nächsten Tagen in einen Artikel verwandeln. Danke für deine Wertung :)

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