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    In den meisten Fällen ist es sinnvoller einen neuen Thread zu erstellen als einen alten auszugraben.

    Wer wiederholt sinnlos in alte Threads postet, wird verwarnt!

    Recommended Posts

    Sicher kenn ihr Geschichten, die wenn man sie erzählt, eine unglaubliche Wirkung haben können.

    Ich möchte hier einige posten.

    Schon manch eine hatte Tränen beim Erzählen in den Augen und lauschte wie gebannt...

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    Es war einmal eine junge Frau. Sie fühlte sich sehr einsam. Da kam ein kleiner Junge vorbei und stellte ihr ein Gefäss hin.

    "Ich schenk es Dir", sagt er. "Ich brauch es nicht mehr".

    "Was ist denn darin?" wollte die junge Frau wissen.

    "Es ist gefüllt mit Sternenstaub."

    Da war die junge Frau erstaunt und wollte wissen, was sie denn damit anstellen könnte.

    Da begann der kleine Junge zu erzählen:

    "Es ist eine Art Wunschpulver. Man kann sich damit etwas wünschen. Aber es funktioniert nicht wie die Wünsche der Feen

    oder die von den Sternschnuppen."

    "Wie denn dann?" wollte sie wissen.

    "Du musst Dir damit etwas für andere wünschen. Jedesmal wenn Du das machst, wird das Gefäss etwas leerer werden."

    Da bemerkte die Frau, wie etwas von dem Staub aus dem Gefäss aufstieg und immer höher aufstieg und in der Luft zu glitzern begann.

    Da erschien ein Lächeln im Gesicht des jungen und er nahm ihre Hand in seine und meinte sie solle gut darauf aufpassen.

    Es sei gut, dass er ihr das Gefäss gegeben habe.

    Da sah die junge Frau das Gefäss an und wollte den Jungen fragen, wo er sie denn her habe.

    Aber da war er schon fort.

    Leise wie ein Echo hörte sie noch die Stimme des Jungen der mit ihr Sprach.

    Und da erfuhr sie woher das kleine Gefäss kam.

    Das Gefäss gehört dem Mann im Mond. Wenn er genüsslich an seiner Pfeife zieht, entsteht immer etwas Staub. Sternenstaub. Wenn die Pfeife zu voll wird, verwandelt sie sich in dieses Gefäss.

    "Kann ich mir denn auch etwas für mich selbst wünschen?"

    "Wenn Du mir genau zugehört hast, kannst Du dir diese Frage selbst beantworten".

    "Was ist wenn ich mehrmals den gleichen Wunsch für jemanden habe?"

    Diese Antwort wusste der kleine Junge nicht. Aber die Frau wusste nun genau was sie tun musste.

    Sie wusste sie würde sich so viele Wünsche ausdenken bis das Gefäss leer war.

    Jedesmal wenn sie einen Wunsch aussprach, schien der Mann im Mond etwas mehr zu lächeln und heller zu strahlen.

    Da wusste sie, so lange es noch Menschen gibt, die derartige Wünsche für andere zu geben vermochten,

    würde der Mond nie aufhören, dieses kleine Wunder an die Menschen zu verschenken.

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    Es war einmal in der Nähe der blauen Berge, in einem

    großen grünen Tal.

    Dort wuchs eine Weiße Rose von atemberaubender Schönheit.

    Die weiße Knospse aus den zärtlichsten Blütenblättern wog

    sich im Wind.

    An dem festen Stiel waren viele Blätter, die zur Sonne

    geneigt waren.

    Die weiße Rose war fein, frisch und vergnügte sich unter

    den zärtlichen sonnigen Strahlen.

    Neben ihr wuchsen andere weißen Rosen, aber keine von

    ihnen könnte mit der weißen Rose in Zauber und Schönheit

    mithalten.

    Die weiße Rose war die schönste Blume im ganzen Tal.

    Als die vorbeikommenden Leute die Weiße Rose sahen,

    blieben sie stehen und flüsterten entzückt:

    " Diese weiße Rose… Welch außergewöhnliche

    Schönheit..! ".

    Und kamen mit dem Gesicht der Weißen Rose ganz ganz nahe -

    und betrachteten sie lange,

    begeistert von ihrem Anblick und freuten sich über deren

    Schönheit.

    Und später, noch näher, näher den filigranen,

    feingezeichneten Blättern, ganz nahe der Blume, damit

    man den herrlichen Duft der weißen Rose zu genießen

    vermochte.

    „So eine Rose muß einen außergewöhnlichen Duft

    ausströmen“- dachten die Menschen.

    Aber da war kein Geruch. Nicht ein Hauch von Duft.

    Nichts..

    Die echten Rosen duften! Sie verströmen einen wunderbaren

    Duft, dachte jeder, der in diesem Augenblick daneben

    stand. Aber nicht diese Blume, oder doch?

    Die Leute versuchten, den Duft Der weißen Rose in der Luft

    von den anderen Rosen zu unterscheiden…

    Sie versuchten von verschiedenen Seiten und von

    verschiedenen Abständen ihren Duft zu fangen…

    Aber alles war vergeblich…

    Nichts.Nicht den Hauch eines Geruches vermochten sie zu

    vernehmen.

    Es war so sonderbar, so ungewöhnlich, dass die Leute

    begannen, sie noch aufmerksamer zu beobachten und

    plötzlich bemerkten sie,

    dass über Der weißen Rose keine Bienen zu sehen waren.

    Keine Ameise war an ihrem Stiel zu finden und sogar die

    Schmetterlinge zogen aus einem unerfindlichen Grunde

    benachbarte Blumen vor.

    Die Rose gedieh und blühte für sich allein. Es war nicht

    ihr Bestreben ihre Gattung zu erhalten.

    "Das ist keine echte Rose! Sie ist künstlich", munkelten

    die Leute.

    Enttäuscht schüttelten sie die Köpfe und gingen ihres

    Weges.

    So verging ein Tag und noch ein Tag. Und dann noch ein

    Tag. So verging ein Tag um den anderen.

    Bis dann, eines Tages, die Leute wieder zur Blume gingen

    und sich für sie begeisterten.

    Aber der Anblick reichte ihnen nicht aus. Es war nichts

    besonderes, die Blume hatten ihren Reiz verloren. Und so

    ließen sie die Blume von nun an allein.

    Einige Zeit später betrachteten die Leute die Weiße Rose

    nicht mehr - sie war ihnen gleichgültig geworden...

    Die Rose hatte Kummer…

    Sie dachte, ich bin doch lebendig und ihr war die

    Aufmerksamkeit der Leute angenehm.

    Aber der Tag kam, an dem niemand mehr die Rose besuchte..

    Kein Mensch gab ihr mehr ihre Zuwendung.

    Die Rose wurde in sich gekränkt und schloss die

    Blüte… Sie fing an, zu denken, dass den Leuten,

    offenbar, von der Seite etwas auffällt was sie nicht

    kennt…

    Die Tage der weißen Rose wurden in der Reihe der

    Morgendämmerungen, die dem Untergang ähnlich sind! Das

    Leben der weißen Rose ist stehen geblieben...

    Und einmal ging ein seltsamer Mensch vorbei, ein Fremder,

    der nicht zu den Bewohnern des großen Tals gehörte.

    Auch er sah die weiße Rose, er konnte sich nicht von ihr

    abwenden und entzückt setzte er sich neben sie.

    Er betrachtete sie aufs genaueste. Labte sich an ihrer

    Schönheit und an ihrer Frische.

    Da wurde die Rose fröhlich, zart glättete sie die Blätter,

    um sich von ihrer besten Seite zu zeigen.

    Da sagte der Fremde plötzlich: "Welch entzückende ROTE

    Rose!"

    Und sein Gesicht, direkt der Blume zugewandt und ganz

    nahe, vernahm er mit seiner Nase etwas in der Luft,

    und sprach ein paar Wörter über ihr wunderbares Aroma,

    und über jene frohen und hellen Gefühle, die ihn dabei

    überkamen. Und dann, lächelnd, ist er weggegangen.

    Fröhlich schreitend, ging er die kleine Straße nach unten.

    Dann brach die Nacht herein.

    Es war die Nacht jenes zauberhaften Tages - der Sonnabend.

    Zauberhaft, weil in dieser Nacht etwas geschehen war.

    Am nächsten Morgen sahen die Leute, die der Straße in das

    Tal folgten,

    die helle, scharlachrote Rose auf dem Feld der weißen

    Rosen.

    Sie war so schön… So entzückend... So zart... Und

    sie verströmte einen atemberaubende Duft.

    Und die Leute blieben einfach vor Entzücken stehen,

    lächelten und standen lange lange daneben und betrachteten

    sie.

    Und dann gingen sie langsam, lächelnd, den Weg in das Tal

    entlang und drehten sich noch paar Mal nach dem

    scharlachroten Fleck auf dem Berg um.

    Es war unsere Weiße Rose, die sich den Leuten

    schenkte…

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    Schöne Texte.

    Du scheinst ein sehr tiefgründiger Mensch zu sein, deshalb interessiert es mich auch sehr, was da auf deinem Benutzerbild zu sehen ist.

    Ich wette das hat auch eine tiefgründigen Kontext ...

    Gruss td

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    Es lebte eine Geige, eine alte, wohlmütige Geige aus teurem Holz. Sie hatte einen wunderbaren Klang und viele Musikinstrumente wollten mit ihr zusammen spielen. Manchen verweigerte sie dies und und manche ließ sie mit ihr zusammen spielen. Bevor sie sich entschied, bewertete sie das andere Instrument in allen Kriterien – wie es klingt, wie es aussieht, wie wohlmütig es klingt und vielleicht noch ein paar andere Kriterien. Und sie wählte immer die besten aus, doch nie hatte sie Freude daran gehabt mit diesen Instrumenten zu spielen. Die Melodie war gut, aber es spielten zwei Instrumente gleichzeitig und sie waren nicht im Einklang. Es war kein Duett. Sie fühlte keine Zuneigung zum Partner und der Melodie.

    Eines Tages gab ihr jemand einen kleinen Tipp: sie solle auf ihre Seele hören, wenn sie einen Partner auswählt und nicht auf ihren Verstand, sie solle sich beim Spielen auf die Gefühle verlassen.

    Lange Zeit ignorierte sie diesen Rat. Sie konnte es nicht begreifen, wie man mit einem weniger guten Partner spielen kann. Und schließlich entschied sie sich es auszuprobieren. Sie hörte auf ihre Seele und wählte einen neuen Flügel aus, nicht besonders schön, nicht so wohlmütig, aber dennoch mit gutem Klang. Die beiden fingen an zu spielen, und plötzlich merkte sie eine besondere Verbindung zu dem Flügel, eine besondere Zuneigung zu ihm. Und sie hatte verstanden, dass sie noch nie so Harmonisch mit einem Partner Musik gemacht hatte! Sie hat sich der Musik und dem Flügel komplett hingegeben und spürte dabei ein unbeschreibliches Vergnügen!

    Seit dem suchte sie immer diese besondere Verbindung, wenn sie sich mit einem Musikinstrument unterhielt. Wahrscheinlich klappte es nicht immer, oder vielelicht auch ganz oft, das weiß niemand, aber alle ihre Melodien sind schöner und gefühlvoller geworden.

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    Irgendwo, irgendwann lebte einmal eine Birke. Vielleicht war sie groß, vielleicht auch klein…Vielleicht war sie dick oder schmal, es ist nicht wichtig. Sie hatte zärtliche Blätter, einen Stamm, der eine weiche weiße Rinde besaß und die Birke hatte eine angenehme leise Stimme. Sie war mit einem Wind zusammen. Niemand weiß, ob dieser Wind nur eine leichte Brise war, oder vielleicht ein starker Orkan, es ist auch nicht wichtig. Sie hatte Spaß und Vergnügen daran, mit ihm zusammen zu sein. Er streichelte ihre Blätter, jeden einzelnen Zweig, er flüsterte ihr wunderschöne Wörter zu. Er zwang ihr Herz, so zu schlagen, wie niemand anders zuvor. Sie war glücklich.

    Aber eines Tages fragte sie sich, wo er denn bleibt, wenn er nicht bei ihr war. Die Birke stellte sich vor, wie der Wind sich mit anderen Bäumen vergnügt – mit Fichten, Kiefern, vielleicht auch mit jemand anderem. Sie stellte sich das vor, und war traurig. Der Umgang mit dem Wind hat ihr weniger Freude bereitet – sie quälte sich selbst. Irgendwann hat sie sich entschlossen den Wind zu fragen, ob er andere Bäumchen hat. Und er sagte „Ja“. Die Birke hat angefangen zu weinen, klare Tränen waren auf ihren Blättern und tropften auf den Boden.

    „Ich will, dass du nur mit mir bist!“ – sagte sie. Er antwortete, dass jeder Baum ihm etwas gibt, etwas einzigartiges, und darauf will er nicht verzichten. Sie hat ihn vertrieben und sagte, dass er nie wieder zurückkehren sollte…. Nach einiger Zeit hat sie verstanden, dass sie ihn sehr vermisst und später war sie zu allem bereit, nur damit er zurückkehrt. Der Wind ist dann zurückgekommen. Die Birke war sehr froh, aber zeigte ihre Fröhlichkeit nicht. Sie verlangte wieder von ihm, dass er nur mit ihr sein sollte, und der Wind sagte ab. „Aber, wenn du willst, werde ich wieder zu dir kommen“ - sagte der Wind. Die Birke war einverstanden.

    Die nächsten Treffen fragte die Birke ihn über alles und über jeden, mit dem der Wind, außer ihr Kontakt hatte. Und jedes Mal spürte sie Schmerz, als ob jemand ein Teil von ihr geklaut hatte.

    Auf einmal jedoch erinnerte sie sich an die Zeit als sie den Wind kennen gelernt hat, an ihre ersten Treffen, an die Zeit, in der sie noch nicht über andere Bäume nachgedacht hat.

    Sie erinnerte sich an seine Zärtlichkeiten… und sie merkte, dass alles so war wie früher! Und das nur ihre Gedanken ihre Beziehung stören. Sie beruhigte sich. Sie fragte den Wind wieder über die andern Bäumchen, aber jetzt fühlte sie sich ruhig und sicher – sie wusste, dass der Wind so lange zu ihr wieder zurückkommen wird, bis es ihm gefällt, egal wie viele andere Bäume er hat.

    Niemand weiß, wie dieses Märchen endet - und ob es überhaupt endet. Vielleicht waren die beiden für immer zusammen, vielleicht trennten sie sich nach einiger Zeit, aber die Zeit, in der sie zusammen waren, waren beide GLÜCKLICH...

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    Letzte Nacht hatte ich einen Traum. Ich war in einem unbekannten, kleinen Dorf, in dessen Mitte ein altes unbewohntes Gebäude stand - ich weiß nicht, was es war, vielleicht war es ein Stall oder eine Kornkammer - ich weiß es nicht. Es ist aber auch nicht wichtig - wichtig ist, dass es ein altes, hölzernes Gebäude war, das seinen Dienst schon längst getan hatte.

    Plötzlich kam von irgendwo her ein alter Mann, der genüsslich eine Zigarette rauchte. Er lächelte mir zu, schmiss den Zigarettenstummel weg und verschwand. Die noch glühende Zigarette fiel auf trockenes, ausgedörrtes Sommergras, das einen Funken fing. Ein kleines Feuerchen entfachte, und ich spürte den würzigen Geruch vom Rauch in meiner Nase. Eine Brise blies das Feuerchen in Richtung des alten Gebäudesund ehe ich mich versah, fingen einige trockene Balken ganz tief unten am Haus Feuer. Zuerst unten, dann langsam aber unaufhaltsam kroch die Flamme nach oben, bestärkt von dem Wind. Immer mehr Bereiche des Hauses fingen an zu brennen, immer stärker und stärker. Ich fühlte die Hitze, zuerst in meiner Bauchgegend, dann im ganzen Körper verteilt.

    Durch nichts war das Feuer mehr aufzuhalten - es war ein Feuersturm, ein Naturschauspiel, die Flamme heulte und pulsierte, stieg immer weiter und immer weiter nach oben. Ich war verschwitzt wegen der extremen Hitze, die ich am ganzen Körper spürte. Und als das alte Gebäude komplett vom Feuer umfasst war, stand ich einfach da, fasziniert von dem, was ich in diesem Moment in mir fühlte.

    Ich hörte das Knattern der Balken, das Zischen und Stöhnen des brennenden Holzes, sah, wie sich rote Zungen mit einer unglaublichen Flexibilität räkelten und ineinander Wanden. Die Flamme schlug in einem pulsierenden Rhythmus umher, wurde schneller und schneller, pulsierte wie wild immer weiter, bis aus den Balken heißer Harz herausströmte.

    Es war unglaublich heiß - so heiß, dass es unmöglich wurde, davor zu stehen, Ich schwitzte und der Schweiß perlte von meiner Stirn, meine Kleidung war durchnässt, doch ich stand weiter da wie erstarrt, nicht imstande mich zu bewegen und verfolgte alles mit.

    Und je länger ich da stand, desto mehr ähnelte das Gebäude etwas lebendigem. Ja, es war lebendig, und die Flammen lebten ebenfalls! Ich sah, wie das Haus das Feuer empfing, es verband sich mit ihm, schmolz mit ihm zusammen in einem wilden, infernalischen Tanz. Es gab sich, schenkte sich dem Feuer und es empfing es, nahm alles, was das Gebäude ihm gab. Die beiden laben aneinander gaben sich dem anderen Komplett, ohne zu zögern in einer Harmonie, die ihresgleichen sucht. Als ob sie wüssten, dass es nachher weder das Gebäude noch das Feuer geben würde.

    Sie wurden zu einem einzigen, unzerteilbaren Ganzen, als ob sie sich schon seit langem gesucht und endlich gefunden hätten. Und das war grossartig.

    Denn in diesem Augenblick erwachten beide zum Leben...

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    Schöne Texte.

    Du scheinst ein sehr tiefgründiger Mensch zu sein, deshalb interessiert es mich auch sehr, was da auf deinem Benutzerbild zu sehen ist.

    Ich wette das hat auch eine tiefgründigen Kontext ...

    Gruss td

    Stimmt. Ich wurde schon immer als tiefgründig von Frauen bezeichnet, die mich näher kennenlernen durften, seltener von Männern, deswegen: Danke für das Kompliment.

    Auf meinem Bild ist ein Geflecht von Adern zu sehen. Ein Zentrum der Gefühle. Ein Universum von Verzweigungen. Genau das ist es doch womit wir uns beim Pickup beschäftigen.

    Gefühle. Entscheidungen. Und um nicht zum Social Robot zu werden: es sollte dennoch alles von Herzen kommen.

    Es ist ein Teil des Zentrums des Lebens: Ein Herz.

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    @Satanslittlehelper:

    Ich erfinde manchmal selber welche. Die erste stammt von mir und kam sehr gut an. Und ja, ich erzähle die manchmal beim Pickup, ganz klar. Aber nich gleich zu Beginn.

    Auch die Geschichte "Von Herzen" kommt sehr gut an. Vor allem wenn ihr schon auf der emotionalen Ebene seid. Ich mag es mit Frauen in Rätseln zu reden und ihre Gefühle anzustacheln.

    Frag sie mal bei passender Gelegenheit welche von diesen Sachen:

    "Bist Du eine von den Frauen, die Gegenstände mit Du anredet?"

    "Wenn ich jetzt dieses Gefühl in Dir auslöse und du müsstest auf einer Skala von 1-10 bewerten, wie stark es ist, 10 ist am stärksten..."

    vielleicht sagt sie schon 9 oder 10. und du sagst dann:

    "Auf meiner Skala war das höchstens eine 2. Du kannst noch viel viel mehr empfinden."

    Dann lenkst Du sie noch etwas mehr auf die emotionale Ebene und erzählst z.B. eine dieser Geschichten.

    Diese Geschichten haben schon einigen Frauen Tränen vor Rührung in die Augen gezaubert. Sie wollten natürlich wissen, woher ich die Geschichten habe oder wer ich sei, weil ich so etwas mache. Außerdem hören die Geschichten an einem bestimmten Punkt auf, so dass sie zum nachdenken anregen. Das mögen Frauen sehr.

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    Eines Tages stellte sich ein junger Mann in die Mitte des Ortes und verkündete, er habe das schönste Herz im ganzen Tal. Eine große Menge versammelte sich um ihn, und alle bewunderten sein Herz, denn es sah vollkommen aus. Nicht eine Schramme war daran und nicht die kleinste Delle. Ja, alle stimmten zu, dass dies wirklich das schönste Herz sei, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter mit seinem schönen Herzen.

    Plötzlich trat ein alter Mann aus der Menge heraus und sagte: “Ach was, dein Herz ist lange nicht so schön wie meines.” Die Menge und der junge Mann blickten auf das Herz des Alten. Es schlug stark, doch es war voller Narben. Stücke waren herausgebrochen und andere eingesetzt, aber sie passten nicht genau, und so gab es einige rauhe Kanten. Tatsächlich waren da sogar mehrere tiefe Löcher, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten darauf - wie kann er sagen, dachten sie, sein Herz sei schöner?

    Der junge Mann schaute auf das Herz des Alten, sah seinen Zustand und lachte. “Du machst wohl Witze”, sagte er. “Vergleich dein Herz mit meinem: Meines ist vollkommen und deines ist voller Narben und Löcher!” “Ja”, sagte der alte Mann, “dein Herz sieht vollkommen aus, aber ich würde doch niemals mit dir tauschen. Weißt du, jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich nahm ein Stück von meinem Herzen und gab es ihm, und oft gab er mir dafür ein Stück von seinem eigenen Herzen, das den leeren Platz in meinem ausfüllte. Aber weil die Stücke nicht genau gleich sind, habe ich ein paar Unebenheiten - die ich in Ehren halte, weil sie mich an die Liebe erinnern, die wir geteilt haben.”

    “Manchmal”, fuhr er fort, “habe ich ein Stück meines Herzens weggegeben, und der andere Mensch gab mir kein Stück von seinem zurück. Das sind die Lücken - Liebe zu geben ist immer ein Risiko. Diese Lücken schmerzen, doch sie bleiben offen und erinnern mich an die Liebe, die ich auch für diese Menschen habe, und ich hoffe, dass sie mir eines Tages etwas zurück geben und den leeren Platz füllen, der darauf wartet. Siehst du jetzt”, fragte der Alte, “worin die Schönheit meines Herzens besteht?”

    Der junge Mann stand schweigend und die Tränen liefen ihm über seine Wangen. Er ging zu dem alten Mann, dann griff er nach seinem perfekt schönen jungen Herzen und riss ein Teil heraus. Mit zitternden Händen bot er es dem Alten an. Der alte Mann nahm es an und setzte es in sein Herz, dann nahm er ein Stück seines alten narbigen Herzens und setzte es in die Wunde im Herzen des jungen Mannes. Es passte, aber nicht ganz genau, so blieben einige rauhe Kanten. Der junge Mann schaute auf sein Herz, das nicht mehr vollkommen war, aber doch schöner als je zuvor, weil Liebe aus dem Herzen des alten Mannes hineingeflossen war.

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    Es war einmal ein König. Er war mächtig, hatte eine bildhübsche Frau und regierte über das größte Königreich weit und breit. Er hatte alles, was man sich nur vorstellen konnte und war rundum zufrieden. Eines Tages begab er sich auf eine kleine Reise um die Götter um etwas zu bitten. Nach zwei Tagen erreichte er den besagten Ort und schrie in den Himmel : "Oh Götter, wenn ihr mich hören könnt, so macht, dass die Zeit stehen bleibt und ich für immer so glücklich sein kann wie jetzt"

    Daraufhin kam ein Reiter auf einem weißen Pferd und einer Lanze in der Hand angeritten. Er stach ihm in die Brust. Der König fragte : "Warum tust du mir das an ? Warum nur ?"

    Der Reiter antwortete : "Nun wirst du in den Erinnerungen der Menschen immer das bleiben, was du bist. Du warst nicht bereit für die zukunft zu kämpfen und hattest Angst vor ihr. Diese Angst habe ich dir nun genommen. Lebe wohl" Daraufhin starb der König.

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    Mmh wenn ich sowas erzählt bekomme reagiere ich sicher genauso wie damals bei dem Gedicht was ich bekam. Ich finds rührend, dass sich jemand sowas ausdenkt, quasi "nur für mich", aber insgeheim würde ich zweifeln ob ich mit dem auch wirklich auf einer Wellenlänge bin. Vielleicht bin ich auch einfach viel zu unromantisch ;)

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    Es waren einmal zwei Mönche, die es einfach nicht lassen konnten, während des Gebets zu rauchen. Weil sie aber das schlechte Gewissen plagte, schrieben sie jeder einen Brief an den Bischof, um ihn dazu zu seiner Meinung zu befragen. Als Antwort erhielt der eine Mönch eine Erlaubnis, der andere jedoch einem Verbot. Darüber wunderten sie sich sehr. Der Mönch, dem das Rauchen erlaubt wurde, fragte den anderen: Was hast du denn den Bischof gefragt?

    Ich habe gefragt, ob ich während des Betens rauchen darf.

    Und ich, antwortete der, der eine Erlaubnis bekommen hatte, habe gefragt, ob ich während des Rauchens beten darf.

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    Man begegnet oft Menschen, die unzufrieden sind, nach `Ihrer´ Veränderungsmöglichkeit suchen, und gar nicht wahrnehmen, welche Chancen sich bieten. Es regnet, tagein, tagaus. Das Wasser steigt und läuft in die Häuser. Nur Herr X läßt sich nicht evakuieren. Die Feuerwehr, die mit ihrem schwersten Fahrzeug angerückt war, fährt unverrichter Dinge wieder ab. Am nächsten Tag ist das gesamte Erdgeschoß überflutet, ein Boot des Rettungsdienstes kommt, doch Herr X lehnt ab. Am Tag darauf sitzt er auf dem First des Daches, das Wasser plätschert um seine Füße. Doch auch den Hubschrauber, der ihn retten will, schickt er weg. Der nächste Morgen graut, nur noch ein riesiger Wasserspiegel, der von nichts gebrochen wird. Herr X ist unterwegs zum Himmel... Dort angekommen beschwert er sich bei Gott: "Mein Leben lang hast Du mir versprochen, mich zu retten, ich habe Dir geglaubt, und jetzt das." Und Gott antwortet: "Was hast Du denn? Erst habe ich Dir die Feuerwehr geschickt, dann den Rettungsdienst und sogar noch nen Hubschrauber..."

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    Das darfst du nicht, sagte der Vater. Gläubig blicke der Kleine zu ihm auf und ließ es sein.

    Dafür bist zu klein, erklärte die Mutter. Respektvoll zog er sich zurück.

    Auch dies ist nicht gut erzog ihn der Vater.

    Und jenes nicht recht, erzog ihn die Mutter.

    Wenn große Leute sprechen, sagen Kinder nichts, ermahnte man ihn. Also schwieg er bescheiden.

    Gib dich nicht so dumm!, rügte der Lehrer. Und der Junge ließ das Fragen.

    Er ist so linkisch und gar nicht gesprächig, langweilten sich die Mädchen. Das munterte ihn gar nicht auf.

    Sitz nicht im Hause herum!, rügte der Vater.

    Was suchst du auf der Straße?, rügte die Mutter.

    Er scheint mir verklemmt, meinte der Arzt.

    Verschlossen, sagte der Lehrherr.

    Verträumt. Was soll aus ihm werden?,Kann ich nicht brauchen, urteilte der Chef.

    Vergrämt mir die Kundschaft. Spricht kaum. Keinen eigenen Kopf. Fragt aber auch nichts. Seltsamer Kauz!

    Organisch gesund! sagte der Arzt.

    Und war so ein hübsches Kind, flüsterten die Nachbarn.

    Alles kümmerte sich um ihn: die Familie, die Schule, nichts fehlte ihm. Aber er wird mit dem Leben nicht fertig. Die Armen Eltern.

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    Mmh wenn ich sowas erzählt bekomme reagiere ich sicher genauso wie damals bei dem Gedicht was ich bekam. Ich finds rührend, dass sich jemand sowas ausdenkt, quasi "nur für mich", aber insgeheim würde ich zweifeln ob ich mit dem auch wirklich auf einer Wellenlänge bin. Vielleicht bin ich auch einfach viel zu unromantisch ;)

    Wie hattest Du denn exakt reagiert? Hast ihn danach in den Wind geschossen, á la armes Sensibelchen?

    Oder doch ganz anders? Interessiert mich. Weil ich da neulich auch eine interessante Diskussion darüber hatte, wie da Frauen wohl wirklich darüber denken.

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    Nein ich habe so ein Gesicht gemacht wie einer der zu Weihnachten Socken bekommen hat ^^

    Die Beziehung hat schon noch ein paar Monate gedauert aber der richtige wars nicht für mich!

    Wie verlief deine Diskussion denn?

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    Nein ich habe so ein Gesicht gemacht wie einer der zu Weihnachten Socken bekommen hat ^^

    Die Beziehung hat schon noch ein paar Monate gedauert aber der richtige wars nicht für mich!

    Wie verlief deine Diskussion denn?

    Nein ich habe so ein Gesicht gemacht wie einer der zu Weihnachten Socken bekommen hat ^^

    Tja, dann ist es nur noch die Frage, hast Du ein Gesicht gemacht als wären es teure Socken? Oder Allerweltssocken? Wobei ich mich frage, freust Du Dich überhaupt jemals über Socken als Geschenke?

    Ok, Ernst beiseite.

    Verlauf der Diskussion war ungefähr so:

    AFCs: Was bringen mir die Geschichten? Die sind ja nicht mal abgeschlossen, ich weiss nicht was das bedeuten soll.

    Ich: Probiers einfach mal aus, wenn Du Dich eine Weile mit einer Frau unterhältst und ihr seid gerade sehr emotional, streu mal so eine Geschichte ein.

    AFCs: Quatsch. Das ist doch was für Looser.

    Ich: Ich kann jetzt nicht für alle sprechen, aber ich habe festgestellt Frauen mögen diese Geschichten...

    Ok, Lavie um das ganze abzukürzen, ich hab, wie schon zuvor in diesem Thread angedeutet nur positive Erfahrungen gemacht, es hatten schon einige Frauen Tränen deswegen in den Augen. Und bisher war zumindest bei mir keine dabei, der das nicht gefallen hätte.

    Meine Kumpels habens jedenfalls nicht eingesehen. Aber die waren vielleicht auch noch nie an dem Punkt. Ich finde das ist was schönes und ich streu gerne so was ein, wenn ich der Meinung bin, dass es gerade passt.

    Vielleicht hat dich noch keiner in solche emotionale Stimmung gebracht?

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    Ich bin kein emotionaler Mensch, ich bin sehr sachlich, zynisch, sarkastisch, in meiner Denkweise sehr männlich, ich weine nie vor anderen. Mir ist es auch wichtig mich ein wenig zu verschließen vor Männern mit denen ich nur eine FB haben werde. Auf der erotischen/sexuellen Linie dürfen die Herren sich gerne voll engagieren aber wenn es auf emotionaler ist werden sie auf eine Wand stoßen. Wobei man mich auf emotionaler Ebene eher berühren kann durch nonverbale Dinge, gewisse Gesten, Blicke, keine Geschichten, Gedichte, Abende mit 20 Kerzen oder ähnliches ;)

    Wenn du die Geschichten zum PickUp verwendest solltest du also vorsichtig sein, wenn du nicht gerade eine LTR suchst. Wie du gemerkt hast springen ziemlich viele auf solche Geschichten an und dann sehe ich es vor mir, wie zwei Freundinnen sich unterhalten "Ja, nachdem wir miteinander geschlafen haben ist er einfach abgehauen...ich versteh das alles nicht...er hat mir so süße Geschichten erzählt...ich habe geweint und er hat mich getröstet....er wollte ganz bestimmt nicht nur Sex....wieso nur ist er nun weg?"

    Und man sollte ja eine Frau nie schlechter verlassen als man sie vorfand oder wie heißt der komische PickUp Grundsatz nochmal? ^^

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    @ Lavie:

    Und man sollte ja eine Frau nie schlechter verlassen als man sie vorfand oder wie heißt der komische PickUp Grundsatz nochmal? ^^

    Ganz genau so. Manchmal sag ich den Frauen diesen Grundsatz sogar (natürlich ohne PU zu erwähnen), die meisten finden das toll...

    Und der eine oder andere mag das vielleicht nicht glauben aber ich hatte noch nie ein FB. Hab schon sehr lange über PU gelesen - über 1 Jahr passiv. Weiss also so gesehen ziemlich viel. Und jetzt nach der letzten angebahnten LTR wurde es Zeit endlich mal wieder flirten zu üben und dann gleich sich auf die PU-"Laufbahn" zu begeben.

    Hab neulich ein Angebot bekommen, ich finde LTR viel schöner. Aber so langsam tut sich was bei mir.

    Bin manchmal aber immer noch paralysiert was das Ansprechen angehört, aber des gehört ja woanders hin.

    Lavie? Du hast zu viele Brüder. *fg*

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    In einem kühlfeuchtem Gebiet auf unserer Erde lebten einst kleine gnomartige Fabelwesen. Diese Fabelwesen schützten sich vor der Kälte mit einem Mäntelchen. Unter den Gnomen war es Tradition die Mäntelchen immer sofort zu verschenken, sobald ein Gnom auf einen anderen stiess, der selbst kein Mäntelchen hatte. Kam ein Gnom, ohne Mäntelchen des Wegs, bot ein anderer ihm sofort sein Mäntelchen als Geschenk an. Wenn zwei Gnome mit Mäntelchen, einem Gnom ohne Mäntelchen begegneten, dann entbrannte immer ein Streit, wer derjenige sein durfte, der den anderen mit seinem Mäntelchen beglücken konnte. Auf diese Weise, ging zwar immer ein Gnom ein kurzes Stück des Weges ohne Mäntelchen, aber er konnte sicher sein, der nächste würde auch ihm wieder ein Mäntelchen schenken. So herrschte ein Zustand, in dem niemals ein Gnom länger frieren musste. Alle waren glücklich und zufrieden. Eines Tages kam ein Fremder in die Gnomen-Welt. Er beobachtete das Treiben der Gnomen, und sprach er zu einem Gnom: "Was passiert, wenn du einmal kein Mäntelchen geschenkt bekommst? Dann hast du deines hergegeben und vielleicht bekommst du keines mehr zurück? Besser du behältst vielleicht dein Mäntelchen, dann hast du die Sicherheit, immer eines für dich zu haben." Der Gnom hörte das, wurde unsicher und beschloss, sein Mäntelchen ab sofort nicht mehr zu verschenken. Bei der nächsten Begegnung lief er einfach am anderen frierenden Gnom vorbei. Der andere Gnom war sehr verwundert und wurde unsicher, ob ihm das nicht auch noch einmal passieren könnte und er beschloss, beim nächsten mal, auch das geschenkte Mäntelchen für sich zu behalten. Andere Gnome beobachteten dies und auch sie hielten aus Angst frieren zu müssen ihr Mäntelchen zurück. So zog die neue Sitte immer weitere Kreise und eines Tages begannen einige sogar, die ihnen geschenkten Mäntelchen zu horten. Und so wurden Monat um Monat immer mehr Gnomen angesteckt bis eines Tages niemand mehr sein Mäntelchen verschenkte. Jetzt musste man verhandlen, diskutieren oder sogar Druck ausüben, um wieder in den Besitz eines Mäntelchens zu kommen und so fror der grösste Teil der Gnomen-Bevölkerung, obwohl doch einst für alle genügend Mäntelchen da gewesen waren. Schau so ist es auch hier mit der Runde: Wenn jeder sich immer darum streiten würde, wer heute schenken darf, anstatt sich zu streiten, wer heute schenken muss, dann würde jeder unterm Strich genauso oft bezahlen wie jetzt, nur mit viel mehr Zufriedenheit und weniger frostigen Gefühlen.

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    Es gibt eine Fliegenart, die heisst Eintagsfliege, die lebt nur einen Tag. Sie wird am Morgen geboren und am nächsten Tag zur selben Zeit ist sie schon wieder tot. So eine Fliege, erlebt in ihrem einen Tag des Lebens auch das Wetter. Wenn sie an einem Tag des Sonnenscheins geboren wird und sie stirbt wird sie sagen: "Auf der Erde ist immer warm und trocken" Das ist das, was sie in ihrem Leben erlebt hat. Sie hat nie Regen erlebt - für sie ist es logisch, dass es so etwas gar nicht gibt. Anna-Lena, du lebst jetzt 12 Jahre auf dieser Erde - ich lebe schon fast 40 Jahre hier. Du hast hier erst eine relativ kurze Zeit erlebt. Du hast Freundinnen und Freunde, die dir sehr wichtig sind. Du hälst die Freundschaft vielleicht für immer gültig, weil du deine Freundschaften nie anders erlebt hast. So wie die Eintagsfliege den Sonnenschein für die immergültige Wahrheit hält, so haben viele Kinder den Eindruck, dass die Freundschaften, die sie jetzt haben auch für immer Bestand haben werden. Denn sie haben noch nie etwas anderes erlebt. Ich weiss aber aus der viel längeren Zeit, die ich schon auf der Erde lebe, dass Freundschaften wie Kometen sind. Sie kommen in deine Umlaufbahn, halten sich eine Zeit lang in deinem Anziehungsfeld und gehen dann wieder aus der Umlaufbahn heraus. Dann kommen wieder andere Kometen, die sich auf dich zubewegen, kreisen eine Zeit lang in deiner Umgebung und driften dann auch wieder aus deiner Umlaufbahn weg. Manche kommen wieder zurück, manche bleiben für immer weg. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Dabei gibt es ein Problem: Wenn du eine Entscheidung fürs Leben fällst, wegen der Kometen, die gerade in deiner Umlaufbahn sind, dann muss die Entscheidung für dich auch noch gut sein, wenn sich die Kometen schon längst wieder verzogen haben. Das Problem hast du immer, wenn du etwas entschiedest, weil alle deine momentanen Freunde die selbe Entscheidung gefällt haben. Eins ist sicher: Die Freunde Kommen und Gehen und werden irgendwann nicht mehr da sein, deine Entscheidung aber, die du wegen ihnen gefällt hast, bleibt. Fälle niemals eine Entscheidung, nur wegen der Freunde, die sich gerade in deiner Umlaufbahn befinden. Das wäre so, als ob die Eintagsfliege, für alle Ewigkeit entscheidet, dass man keine Dächer auf den Häusern braucht, weil sie noch keinen Regen erlebt hat. Irgendwann kommt der Regen und dann ist es gut, wenn sie auch noch auf andere Menschen gehört hat, die den Regen schon erlebt haben.

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