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TheCree

Geteiltes Leid ist doppeltes Leid?

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So, ich melde mich mal wieder mit einem Thema, das mich schon längere Zeit beschäftigt.

„Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ – jeder kennt diesen gängigen Spruch. Gemeint ist, dass ich Sorgen und Leid nur halb so schlimm anfühlen, wenn man jemanden hat, mit dem man darüber reden kann und der einen unterstützt. Soweit so gut. Ich habe allerdings das Gefühl, dass sich in meinen Beziehungen mein Leid regelmäßig verdoppelt. Und das gibt mir zu denken…

Generell bekomme ich mein Leben ganz gut auf die Reihe. Ich hab alles im Griff und die kleinen Komplikationen und Hindernisse, die im Leben immer mal wieder auftreten, bewältige ich im Normalfall ohne große Mühen. Viele meiner Freunde sagen, dass ich mich nicht stressen lasse und ziemlich entspannt wirke. Diese Aussage kann ich soweit unterschreiben, da in meinem Leben einfach kaum Dinge oder Ereignisse auftreten, die mich stressen. Zumindest ist das der Fall, wenn ich single bin.

In jeder meiner längeren Beziehungen war es nun so, dass ich mich nach einer gewissen Zeit gestresst gefühlt habe und auch die jeweiligen Partnerinnen festgestellt haben, dass ich gestresst bin. Das liegt vor allem daran, dass ich nun nicht nur die kleinen Komplikationen und Hindernisse, die in meinem Leben auftreten, bewältigen muss, sondern auch die, die im Leben meiner Partnerin auftreten. Die Probleme verdoppeln sich also.

Mal ein konkretes Beispiel: Ich bewältige meinen Alltag mit meinem Fahrrad. Mein Rad ist mein Fortbewegungsmittel Nr. 1. Hin und wieder hat man Rad mal eine Macke (platter Reifen, abgefahrene Bremsen, einen Achter, verdreckte Kette usw.). Das nervt mich, da ich einfach ungern an meinem Rad rumschraube (ich habe 2 linke Hände…). Insgesamt aber kein großes Problem. Rad ist kaputt, ich organisiere die Mobilität in meinem Alltag kurzzeitig um und repariere das Rad, sobald ich am WE Zeit dafür hab. Das kommt alle paar Monate mal vor und stresst mich somit kaum. Sobald ich aber in einer Beziehung bin, muss ich mich aber nicht nur um mein Rad kümmern, sondern auch um das meiner Partnerin. Meist läuft das so, dass ich sehe, dass ihr Rad in einem katastrophalen Zustand ist, sie das aber ignoriert. Die Bremsen sind z.B. total abgefahren. Wenn ich sie darauf anspreche, heißt es: „Ja, das bremst überhaupt nicht mehr. Aber ich weiß nicht, woran das liegt, kannst du mal gucken und mir dann dabei helfen?“ Da ich mir sorgen mache, wenn sie mit einem solchen Rad durch die Stadt fährt, schau ich mir das natürlich an. Und schon haben sich meine Probleme verdoppelt. Ich muss mich nämlich um 2 Räder kümmern und nicht nur um eines. Selbiges gilt auch für Handy, PC und Co. Wenn da bei mir etwas nicht funktioniert, nervt mich das, ich google, wie man es behebt und behebe das Problem dann. Wenn bei meiner Freundin etwas nicht funktioniert, fragt sie mich um Hilfe. „Du kennst dich doch aus, kannst du da mal gucken, was da los ist?“ Und plötzlich seh ich mich im Jahr mit doppelt so vielen IT-Problemen konfrontiert, wie zu meinen Singlezeiten.

Anderes Beispiel: Ich habe mich kürzlich nach einem neuen Job umgesehen. Also hab ich mich informiert, wie man vernünftige Bewerbungen schreibt. Hab da einiges an Zeit und Energie reingesteckt und mich dann erfolgreich beworben. Davon inspiriert, wollte meine Freundin sich auch auf eine neue Stelle bewerben. „Du kennst dich da jetzt ja aus, kannst du mir da etwas helfen?“ Ich fand das Bewerben ziemlich nervig und jetzt muss ich wieder meinen Feierabend opfern, um ihr bei den Bewerbungen zu helfen. Und wieder verdoppelt sich mein Stress, da ich mich auch noch mit um ihre Bewerbungen kümmern muss.

Weiteres Beispiel: Ihre Familie wohnt knapp eine Stunde von uns entfernt. Kleines Dorf, alle ziemlich konservativ. Ist nicht so meine Welt. Ihre Familie hätte gerne, dass sie so oft wie möglich nach Hause kommt. Wenn sie mal 2 Wochen hintereinander nicht daheim war, fragt ihre Mutter gleich nach, was denn los sei und baut Druck auf („Willst du uns denn gar nicht mehr besuchen? Du fehlst uns doch. Wir würden uns freuen, wenn du mal wieder vorbei kommst…“). Bei meiner Familie ist das ganz anders. Die freuen sich, wenn ich da bin und wenn sie länger nichts von mir hören, wird mal angerufen und gefragt, ob alles in Ordnung ist. Ich kenn das Problem also eigentlich gar nicht. Ihre Familie zieht mich jetzt aber in das Spielchen mit rein. Jetzt wird nämlich nicht nur gefragt, wann sie wieder vorbeischaut, sondern auch, wann sie mich mal wieder mitbringt. Ich hab aber definitiv keinen Bock, dass ich alle 2 Wochen dort auflaufe und einen Teil meines Wochenendes dafür opfere. Wenn ich nicht mitkomme, wird indirekt Druck auf meine Freundin aufgebaut („Mag der uns denn nicht? Wir würden uns so freuen, wenn er mal wieder dabei ist. Das ist so Schade, dass er nie Zeit hat. Bring ihn doch mal wieder mit…“) und dieser Druck auf mich übertragen, da sie will, dass ich mitkomme, damit ihre Familie aufhört, sie damit zu nerven. Man muss dazu sagen, dass ihre Familie wirklich nett ist, da aber einfach ein ganz anders Verständnis von Familie etc. hat, als ich. Denen wäre es am liebsten, wenn wir beide direkt zu ihnen ins Dorf ziehen. Mir reicht es, wenn wir alle 2 Monate mal bei denen vorbeischauen (öfter seh ich meine Familie auch nicht, eher seltener). Hier hab ich also auch wieder einen Stressfaktor, den ich als Single nie hatte.

Das waren jetzt nur ein paar wenige Beispiele aus der aktuellen Beziehung. Letztendlich gäbe es noch viele weitere Beispiele, auch aus anderen Beziehungen. Denn irgendwann kam bis jetzt immer der Punkt in meinen Beziehungen, an dem ich das Gefühl hatte, dass sich meine Sorgen und Probleme verdoppelt haben.

Das Dilemma ist für mich, dass ich einerseits gerne helfe und das auch als selbstverständlich sehe, ich andererseits so aber immer mehr Stress habe. Z.B. bei den Bewerbungen. Da wäre es ja super asi, wenn ich ihr nicht helfen würde. Aber andererseits will ich auch nicht meinen Feierabend/meine Wochenenden mit weiteren Bewerbungen verbringen, wenn ich schon meine letzte Freizeit mit meinen eigenen Bewerbungen verbracht habe. Selbiges bei der Sache mit dem Fahrrad. Natürlich könnte ich das einfach ignorieren. Aber wenn meine Freundin fragt, ob ich mir mal ihr Rad angucken kann, weil das nicht mehr bremst, dann sag ich doch nicht einfach „nein“. Es ist ja schließlich auch meine Partnerin und nicht irgendeine Olle, mit der ich mal gevögelt hab. Und es ist ja auch nicht so, dass sie mir die Sachen dann abgibt und ich die allein machen soll. Sie will ja lediglich, dass ich ihr dabei helfe. Dass ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich auch relativ viel Energie hineinstecken muss.

Kurz gesagt: Ich kann die Hindernisse und Probleme in meinem Leben ohne großen Stress bewältigen. Wenn dann aber auch noch die von meiner Partnerin dazukommen, wird es stressig. Einerseits will ich zwar für sie da sein und sie unterstützen, andererseits nervt es mich, dass ich in einer Beziehung immer so viele zusätzliche Probleme habe, die ich als Single nicht hätte. Im Gegenzug hab ich aber nicht das Gefühl, dass sie mir bei meinen Problemen hilft und mir da das Leben leichter macht. Die lös ich im Normalfall immer selbst, da ich einfach der Typ bin, der seinen Scheiß selbst erledigt.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr damit um? Oder liegt das alles irgendwie an mir, weil ich das falsche Mindset habe und nicht richtig an die Sache rangehe?

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Wenn Du es als Leid ansiehst, Deiner Freundin beim Bewerbungen schreiben zu helfen, ist es entweder die falsche Frau oder Du bist generell nicht besonders sozial. Ich wäre auch genervt, jedem Nachbarn bei seinem Scheiß zu helfen. Aber Familie und Freunde, da hilft man hier und da; und genießt sogar noch die gemeinsame Zeit dabei.

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Die Probleme verdoppeln sich nur dann, wenn man einen Partner hat, der offenbar nicht selbst in der Lage ist seine eigenen Probleme zu lösen. Denn wer nicht mal seine eigenen Probleme lösen kann, kann dann eben auch meist anderen bei ihren Problemen nicht helfen.

Optimalerweise hilft man sich in einer Beziehung nämlich gegenseitig. Wenn aber eine Seite immer Hilfe braucht, im Gegenzug allerdings  selber keine anbieten kann, ergibt sich natürlich ein Ungleichgewicht. Dann ist halt die Frage, ob ich selbst ein Helfersyndrom habe und/oder mir das egal ist - oder ob ich wirklich den richtigen Partner habe.

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„Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ bezieht sich nur auf Leid, nicht auf Alltagsproblemchen (und übrigens auch nicht auf Ärger - geteilter Ärger ist sogar doppelter Ärger). Wenn Du also das Gefühl hast, dass sich durch Deine Beziehungen Deine Probleme verdoppeln, dann liegt das, wie Cliprex bereits sagte, an einem Ungleichgewicht geleisteter gegenüber genommener Hilfe. Menschliche Beziehungen (Mann-Frau- wie andere) sollten ein Geben und Nehmen zum Vorteile aller Beteiligten sein: Du flickst zum Beispiel das Fahrrad Deiner Freundin; sie dafür Deine Hose. Da solltest Du Dich ehrlich erstmal nur mit Dir selbst, dann gegebenenfalls mit Deiner Freundin in einen Kreis setzen und Dir überlegen: Fühlst Du Dich ausgenutzt? Wirst Du tatsächlich ausgenutzt? Geht das vielleicht auch von Dir aus, weil Du denkst, Du müsstest das so machen? Was muss geschehen um das zu ändern?

Und was die Schwiegereltern angeht - hast Du ihnen schon mal ganz unmittelbar gesagt, dass Du nicht öfter als alle zwei Monate kommen kannst, weil Du viel zu tun hast, einfach Dein Wochenende für Dich brauchst und auch Deine eigenen Eltern nicht so oft sehen kannst und das überhauptnichts mit ihnen zu tun hat?

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Ich sehe nur deine Seite dargestellt. Du schreibst ausschließlich darüber was Du für sie zusätzlich tun musst. Da ist aber nicht beschrieben ob sie auch was für Dich tut oder eben nicht und das ist ein großer Unterschied.

Wenn sie gar nichts für Dich tut, dann mag das ja so sein.

Ansonsten ist der Gesamtaufwand der gleiche wie vorher oder sogar weniger, da im Regelfall jeder dass übernimmt was er am Besten kann und es dadurch in der Regel schneller geht.

Was die Schwiegereltern in spe betrifft,  so ist das ein Ausdruck dessen daß sie Dich mögen. Klar fragen die dann nach Dir.

Wenn sie nie nach Dir fragen würden, dann würden sie sich auch ansonsten anders zu Dir verhalten, das würde Dir vermutlich auch nicht passen...

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Du bist überfordert. In erster Linie geht es darum, dass du dich gut fühlst und deine Ziele verfolgen solltest. Wenn Zeit übrig bleibt, kannst du anderen helfen. Auch deiner Freundin oder Ihren Eltern.

Außerdem würde ich nicht komplett Ihre Bewerbung abnehmen. Zeig ihr das Schema, dann kann sie sich selbst bewerben. Sie muss ja auch alleine zum Vorstellungsgespräch. Wie soll sie den da auftreten?

Ich denke du suchst auch irgendwo immer noch da die Bestätigung der anderen, wenn du Leuten hilfst und strebst Perfektion an.

Komm mal zu Ruhe und wäge ab, wie weit du Leuten hilfst. Deine Hilfe sollten deine Ziele nicht kreuzen.

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So ist es. Nimm dich zurück und lass es mal laufen. Wirkt so, als ob du gerne die Zügel in den Händen hältst. Und den Besuchsdruck musst du auch an die abperlen lassen. Fahr nur mit wenn du Bock drauf hast. Niemand wird dich deswegen weniger mögen. :-))

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Vielen Dank für die Antworten, da ist einiges an gutem Input dabei! Auf ein paar Punkte möchte ich noch genauer eingehen:

Am 18.9.2019 um 13:03 schrieb DoktorDaygame:

Da solltest Du Dich ehrlich erstmal nur mit Dir selbst, dann gegebenenfalls mit Deiner Freundin in einen Kreis setzen und Dir überlegen: Fühlst Du Dich ausgenutzt? Wirst Du tatsächlich ausgenutzt?

Ich fühle mich nicht ausgenutzt und werde auch nicht ausgenutzt. Eher im Gegenteil. Meine Partnerin (so wie auch die Mädels, mit denen ich zuvor zusammen war) versucht/versuchten mir durchaus auch öfter bei Dingen zu helfen oder mich zu unterstützen. Das Problem ist nur, dass ich einfach keine (oder zumindest kaum) Hilfe brauche. Eine Ex-Freundin meinte mal, als ich das Thema offen mit ihr angesprochen haben: "Dir kann man ja auch einfach nicht helfen. Du fragst nie nach Hilfe, lehnst ab, wenn man dich fragt und machst alles allein." Und damit hat sie absolut Recht. Das hat für mich mehrere Gründe. Zum einen bin ich einfach sehr selbständig und will nicht von jemanden abhängig sein. Wenn ich single bin, muss ich mein Zeug auch allein hinbekommen. Und wie bereits im Ausgangspost erwähnt, die kleinen Hindernisse, die mir so in meinem Leben begegnen, bekomm ich super gut allein hin. Ein weiterer Grund ist, dass ich andere, die ja grundsätzlich ihre eigene Probleme haben, nicht auch mit meinen belasten will. Wenn ich also etwas selbst erledigen kann, erledige ich es auch selbst, ohne andere damit groß zu nerven. Der Gedanke kommt wohl daher, weil es mich nervt, wenn mir jemand all seine Kleinigkeiten noch zusätzlich auftischt. Und der letzte Aspekt ist, dass ich bei vielen Sachen perfektionistisch bin oder sie einfach so haben will, wie ich sie eben haben will. Bevor das dann jemand anderes für mich macht und ich nicht zufrieden bin, mach ich es lieber selbst.

Am 18.9.2019 um 13:03 schrieb DoktorDaygame:

Du flickst zum Beispiel das Fahrrad Deiner Freundin; sie dafür Deine Hose.

Super Beispiel. Ich habe in meinem Leben noch keine Hose geflickt, hätte also keine Ahnung davon. Meine aktuelle Freundin näht hin und wieder, wüsste also höchstwahrscheinlich besser Bescheid als ich und würde mir definitiv dabei helfen bzw. es sogar komplett für mich übernehmen. Dennoch würde ich sie da nie fragen... Einfach weil ich so nicht ticke. Ich würde feststellen, dass meine Hose kaputt ist, mir auf Youtube ein How-To-Video ansehen und dann versuchen die Hose zu reparieren oder alternativ für ein paar Euro zu einem Schneider bringen. Meine Partnerin würde davon wahrscheinlich nichts mitbekommen. Ich wäre wohl gar nie auf die Idee gekommen, sie da um Hilfe zu bitten. Kann ich selbst lösen, also wird das Problem selbst gelöst, kein Grund irgendwen damit zu stressen.

 

Am 18.9.2019 um 13:03 schrieb DoktorDaygame:

Geht das vielleicht auch von Dir aus, weil Du denkst, Du müsstest das so machen?

Ja, definitiv! Aber ich "muss" es ja auch machen. Weil ich will, dass meine Freundin ein funktionierendes Fahrrad hat, dass sie gute Bewerbungen schreibt usw. Ich will ja, dass sie ihr Zeug gebacken bekommt. Aber es wäre mir eben am liebsten, wenn sie ihr Zeug ganz ohne mich gebacken bekommt, so wie ich mein Zeug ohne sie auf die Reihe bekomme.

 

Am 18.9.2019 um 13:03 schrieb DoktorDaygame:

Was muss geschehen um das zu ändern?

Ich müsste wohl das Gefühl haben, dass ihr Zeug auch ohne mein Zutun ohne größere Probleme hinbekommt. Da bin ich mir aber oftmals nicht sicher, da sie mich ja um Hilfe bittet oder sie offensichtlich Probleme damit hat.

Abgesehen davon sind das aber nicht nur Dinge, bei denen ich ihr helfe etc. sondern einfach auch Probleme, die mit auf mich übertragen werden. So wie die Sache mit ihren Eltern. Ich hatte nie Stress mit meinen Eltern, dass die mich ständig sehen wollen usw. Sie hat das Problem aber mit ihren Eltern, sie nervt das auch und ärgert sich darüber und ich werd da dann mit reingezogen. Und plötzlich hab ich Schwiegereltern, die mir Stress machen, dass sie mich ständig sehen wollen. Oder noch ein weiteres Beispiel: Wir haben einen Freundeskreis, der sich teilweise überschneidet. Ich hatte da nie irgendwelchen Stress mit irgendwem. Bei den Mädels in besagten Freundeskreis gibt es untereinander immer mal wieder ein paar Zickereien. Ich war davon nie betroffen, weil ich mich als Kerl gar nie erst darauf eingelassen hab. Für mich war das also immer total stressfrei. Jetzt gerät sie aber plötzlich in Zickereien mit ein paar ihrer Freundinnen aus besagtem Freundeskreis, ich versteh nichtmal warum bzw. wie man sich wegen solchen Lappalien stressen kann, werd aber auch mit in den Stress hineingezogen, weil ich dann am Ende zwischen den Stühlen stehe. Ich wurde dann z.B. gefragt, ob ich Lust habe auf eine Unternehmung mit Freunden und als ich meine Partnerin gefragt habe, wann wir dort hingehen (ich ging davon aus, dass sie auch dabei ist, da es ja der gemeinsame Freundeskreis ist und wir immer zusammen was unternehmen), sagt sie, dass sie nicht gefragt wurde und deswegen nicht mitgeht. Find ich jetzt natürlich scheiße. Denn einerseits finde ich es total bescheuert, dass sie aufgrund von irgendwelchem Kindergartendrama explizit nicht zur gemeinsamen Unternehmung eingeladen wird, ich aber schon, andererseits habe ich aber auch Lust was mit den Leuten zu unternehmen, denn ich hab ja keinen Stress mit denen. Und schon werde ich wieder in ein Problem reingezogen, dass ich als Single nie hatte. Losgelöst davon, wie das dann ausging und wie man eine solche Situation dann regelt, nervt es einfach, dass ich da überhaupt mit reingezogen werde und zwischen den Stühlen stehe.

Diese Punkte sind auch kein Vorwurf ggü. meiner Partnerin. Sie kann da ja auch nichts dafür. Aber mich stresst es einfach, das ihre Probleme dann auch meine Probleme sind... Und dieses Gefühl hatte ich bis jetzt in jeder längeren Beziehung...

 

Am 18.9.2019 um 13:03 schrieb DoktorDaygame:

Und was die Schwiegereltern angeht - hast Du ihnen schon mal ganz unmittelbar gesagt, dass Du nicht öfter als alle zwei Monate kommen kannst, weil Du viel zu tun hast, einfach Dein Wochenende für Dich brauchst und auch Deine eigenen Eltern nicht so oft sehen kannst und das überhauptnichts mit ihnen zu tun hat?

Ja, das bringt nichts. Einfach, weil die einen ganz anderen Blick aufs Leben haben. Zum einen können die nicht verstehen, dass man so viel Stress unter der Woche hat und das WE für sich braucht, zum anderen ist es für die ein normales Wochenende, wenn man mit der Familie zusammensitzt. Letztendlich machen die ja auch nicht direkt mir gegenüber Stress, sondern gegenüber meiner Freundin und die gibt den dann weiter an mich. Sie will dann eben, dass ich mit ihr mitkomme, damit ihre Eltern sie nicht ständig damit nerven, warum ich denn nicht dabei bin. Und letztendlich muss ich auch sagen, dass es schon auch etwas mit ihnen zu tun hat. Das ist nämlich einfach nicht meine Welt. Ohne dass ich das jetzt werten will: Die Familie kommt seit Generationen aus dem gleichen Dorf und Umland und ist entsprechend konservativ eingestellt. Das ist nicht meine Welt, das sind nicht meine Gesprächsthemen und vor allem sind es zum Großteil einfach nicht meine Ansichten. Hin und wieder wird da auch mal ein politisches Thema angesprochen, wobei es mir bei den dargelegten Ansichten regelmäßig kalt den Rücken hinunter läuft. Ich nehm das niemanden übel, auf dem Dorf ticken die Uhren eben etwas anders. Aber es ist einfach nicht meine Welt.

 

Am 18.9.2019 um 19:26 schrieb Branx90:

Außerdem würde ich nicht komplett Ihre Bewerbung abnehmen. Zeig ihr das Schema, dann kann sie sich selbst bewerben. Sie muss ja auch alleine zum Vorstellungsgespräch. Wie soll sie den da auftreten?

Das ist schon klar. Dennoch kostet es Zeit, wenn man zusammen das Schema durchgeht, dann die ein oder andere Bewerbung nochmal zusammen ansieht oder an Punkten, an denen sie sich schwer tut zusammen nach einer Lösung sucht. Es ist nicht so, dass ich ihre Sachen komplett übernehme. Ich helfe schlicht dabei. Aber auch das geschieht nicht einfach so nebenher, sondern bedarf Zeit und Aufmerksamkeit.

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vor einer Stunde schrieb TheCree:

Eine Ex-Freundin meinte mal, als ich das Thema offen mit ihr angesprochen haben: "Dir kann man ja auch einfach nicht helfen. Du fragst nie nach Hilfe, lehnst ab, wenn man dich fragt und machst alles allein." Und damit hat sie absolut Recht. Das hat für mich mehrere Gründe. Zum einen bin ich einfach sehr selbständig und will nicht von jemanden abhängig sein. Wenn ich single bin, muss ich mein Zeug auch allein hinbekommen. Und wie bereits im Ausgangspost erwähnt, die kleinen Hindernisse, die mir so in meinem Leben begegnen, bekomm ich super gut allein hin. Ein weiterer Grund ist, dass ich andere, die ja grundsätzlich ihre eigene Probleme haben, nicht auch mit meinen belasten will.

Das sag ich mal: "es kommt darauf an". Wenn Du etwas üben musst, ist es klar daß Du jemand nicht damit belasten möchtest. Wenn sie etwas für Dich tun möchte und Du lässt sie nicht obwohl Du es perfekt kannst dann schließt Du sie unter Umständen aus.  Ich habe das früher auch gemacht und halte das mittlerweile für einen Fehler, sofern ich mir nicht sicher bin, daß ich hinterher groß nachbessern muss.

Im übrigen wieso solltest Du abhängig sein, so wie Du schreibst kannst Du das meiste doch alleine, damit kannst Du überhaupt nicht von jemand abhängig sein. Da würde ich mal genauer nachdenken wo dein Problem genau liegt.

Wenn Du häufiger ablehnst und dein Zeug alleine machst, ist es doch klar, daß Du dann dein Ding und ihr Ding auch noch machen musst.

Das Du dann manchmal nicht genug Zeit hast ist doch klar. Es ist auch ein Unterschied ob sie Dich ihr Fahrrad reparieren lässt, das reparieren zu lässt, damit sie es nicht reparieren lassen muss oder ob Du ständig ernsthafte Pflichten erledigen muss oder sie dran erinnern. Das erste kann sie vermutlich locker jemand machen lassen der Geld dafür bekommt, das habt aber nichts damit zu tun, daß sie unselbständig ist. Zweiteres schon.

 

bearbeitet von Nets

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vor 2 Stunden schrieb TheCree:

Ich würde feststellen, dass meine Hose kaputt ist, mir auf Youtube ein How-To-Video ansehen und dann versuchen die Hose zu reparieren oder alternativ für ein paar Euro zu einem Schneider bringen

Nur läuft das dann so ab 

Du schaust Dir n Youtube Video an und probierst das selbst. Zeitaufwand 20 min. Schaffst es nicht. Gehst zum Schneider, lässt es dir für 15 Euro machen. Zeitaufwand 40 Minuten. 

Also 1 Stunde Zeit und 15€, während deine Partnerin es gerne für dich gemacht hätte, und 10 Minuten gebraucht hätte. 

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vor 16 Stunden schrieb Benutzernameundso:

Also 1 Stunde Zeit und 15€, während deine Partnerin es gerne für dich gemacht hätte, und 10 Minuten gebraucht hätte. 

Das ist ein gutes Beispiel. Zumal Du manche Dinge ja auch später noch lernen könntest. Es ist meistens nur eine Frage der inneren Einstellung.

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vor 56 Minuten schrieb Cliprex:

Mal etwas überspitzt ausgedrückt: Klingt, als wärst Du der perfekte Einzelgänger, der keinen Partner, sondern nur ab und zu Sex braucht.

Wozu soll man den einen Partner brauchen ? Ein Partner ist nichts mehr als eine Freundschaft plus Sex.

Das er so viel Sachen übernimmt ist sein Problem. Es zwingt ihn keiner.

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vor 2 Stunden schrieb Cliprex:

der perfekte Einzelgänger, der keinen Partner, sondern nur ab und zu Sex braucht.

+

vor einer Stunde schrieb Branx90:

Wozu soll man den einen Partner brauchen ? Ein Partner ist nichts mehr als eine Freundschaft plus Sex.

Ein Partner unterscheidet sich m.M.n. nur dann von einem Freund+, wenn man unbedingt zusammenwohnen möchte oder Kinder plant. 

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tja lieber cree, du scheinst eher der Einzelgänger typ zu sein.

Es gibt nur zwei Lösungen:

A) Entweder du bleibst alleine und gehst keine ernsthafte Beziehung ein

B) oder du hast eine Beziehung und das bedingt dann halt auch, dass du am Leben deines Partners teilnimmst. Auf der anderen Seite sind viele Sachen ja auch cooler, wenn man sie mit jemand anders machen bzw. teilen kann. (und ich meine nicht nur Sex -:)

und lerne einfach auch NEIN zu sagen. Wenn es dir zu viel wird und du kein bock darauf hast, dann hilf einfach nicht, basta.

Wenn ihr Rad kaputt ist, dann soll sies halt zum Mechaniker bringen basta.

Bei mir hält sich das gut die Waage - sie hilft/übernimmt Dinge die sie gut kann und andere dinge die ich gut kann erledige ich.

Klar nervt es manchmal, vor allem wenn man etwas nicht besonders gut kann (aber besser als der Partner) und es dann doch für ihn machen muss....

 

 

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Perfektionismus macht einem das Alltagsleben schwer; das kann ich Dir als Leidensgenosse bestätigen. Und nicht nur Dir! Auch für Deine Freundin ist das mit Sicherheit nicht immer leicht.

Du hast es auf jeden Fall sehr gut analysiert und für mich wäre der nächste Schritt nun, zu hinterfragen, ob euer Beziehungsmodell wirklich das richtige für Dich ist; gegebenenfalls kannst Du auch nur das Modell „gemeinsame Wohnung“ hinterfragen. Da Du bis jetzt fast nur davon berichtet hast, wie Dir dieses Zusammenleben Probleme verursacht, muss es wohl noch uns unbekannte Gründe geben, warum Du gerne mit Deiner Freundin zusammenlebst, obwohl es alleine viel stressfreier wäre..

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Am 24.9.2019 um 13:00 schrieb IAmLux:

Wie könnte man es dir denn recht machen? 

Indem einfach jeder seinen Scheiß selbst erledigt, ohne dass ich dabei das Gefühl haben muss, den anderen im Stich zu lassen. Das ja auch der Grund, warum ich mein Zeug allein regle. Wenn meine Partnerin nach einem anstrengenden Tag von der Arbeit kommt, will ich sie nicht auch noch mit meiner kaputten Hose nerven.

 

Am 24.9.2019 um 14:09 schrieb Cliprex:

Mal etwas überspitzt ausgedrückt: Klingt, als wärst Du der perfekte Einzelgänger, der keinen Partner, sondern nur ab und zu Sex braucht.

Genau das versuch ich hier herauszufinden. Liegt es einfach an mir, weil ich einfach ein Einzelgänger bin? Liegt es daran, dass die Mädels, die ich mir aussuche immer relativ unselbständig sind und einen Papa-Ersatz brauchen? Oder ist das ganz normal und jeder hat früher oder später mal dieses Gefühl aber ich geh einfach falsch an die Sache ran bzw. falsch damit um?

Am liebsten ist mir eigentlich der Zustand bei einer Freundschaft +. Man kommt sich näher, verbringt Zeit miteinander, das Ganze wird auch intimer aber man hat noch eine gewisse Distanz, sodass jeder sein eigenes Ding macht und man keinerlei Verantwortung für den anderen mit übernimmt. Und das sehe ich dann auch anders als @Branx90 oder @Wildchild. Für einen festen Partner übernimmt man viel mehr Verantwortung als für einen Kumpel/Freund und auch die jeweiligen Leben sind deutlich mehr miteinander verbunden. Um mal bei einem meiner Beispiele von oben zu bleiben: Einer guten Freundin habe ich auf Nachfrage sowohl zwei meiner Bewerbungen als auch meinen Lebenslauf geschickt, damit sie sich daran orientieren kann. Das war ein Aufwand von 5 Minuten. Mehr hatte diese auch nicht verlangt, da wir ja nur Freunde sind. Meiner Partnerin hab ich da deutlich mehr unter die Arme gegriffen, da sie aufgrund unserer engeren Verbindung auch mehr Hilfe verlangt als ein beliebiger Kumpel verlangen würde. Oder das Beispiel mit der Hose. Eure Partnerin würdet ihr durchaus um Hilfe bitten aber einen beliebigen Kumpel würdet ihr wohl kaum fragen, ob er euch die Hose flickt. Für mich gibt es da also durchaus Unterschiede zwischen festem Partner und Freund/Kumpel.

 

Am 26.9.2019 um 11:16 schrieb DoktorDaygame:

Du hast es auf jeden Fall sehr gut analysiert und für mich wäre der nächste Schritt nun, zu hinterfragen, ob euer Beziehungsmodell wirklich das richtige für Dich ist; gegebenenfalls kannst Du auch nur das Modell „gemeinsame Wohnung“ hinterfragen. Da Du bis jetzt fast nur davon berichtet hast, wie Dir dieses Zusammenleben Probleme verursacht, muss es wohl noch uns unbekannte Gründe geben, warum Du gerne mit Deiner Freundin zusammenlebst, obwohl es alleine viel stressfreier wäre..

Ich wohne noch nichtmal mit ihr zusammen :D Ich hatte aber schon überlegt, ob diese Tatsache das Problem vielleicht sogar vergrößert. Denn wenn man zusammenwohnt, lassen sich manche Dinge (vor allem logistisch) einfacher erledigen.

Das Problem besteht ja nicht nur bei meiner aktuellen Partnerin. Früher oder später hatte ich dieses Gefühl bei allen meiner Partnerinnen. Warum ich trotzdem mit ihnen zusammen war/bin? Weil ich die Mädels ja auch mag und toll finde. Ich hab also einen tollen Menschen an meiner Seite und dafür auch mehr Stress/Probleme. Und irgendwie muss doch das eine ohne das andere möglich sein.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in einer Beziehung so viel Verantwortung übernehme. Andererseits finde ich es aber auch schwierig, das nicht zu tun. Wenn meine Partnerin z.B. eine katastrophale Bewerbung schreibt, kann ich ja nicht einfach die Augen schließen und nichts tun. Sie ist mir ja schließlich wichtig und ich will ja, dass sie Erfolg hat. Oder wenn ihr Rad fast auseinander fällt, will ich ja auch, dass es repariert wird und sie sicher unterwegs ist. Bei einer F+ wäre das anders. Der würde ich sagen, dass ich das für gefährlich halte und sie ihr Rad doch zu ihrer eigenen Sicherheit reparieren (lassen) sollte. Wenn die das dann aber nicht tut, ist es ihr Problem, weil ich nicht für sie verantwortlich bin. Bei meiner Freundin fühle ich mich da aber verantwortlich, da sie mir einfach mehr bedeutet und ich nicht will, dass ihr etwas passiert. Und da spielt dann vielleicht auch wieder mein Perfektionismus mir rein. Während sie sich denkt, dass das Fahrrad mit einer halbwegs funktionierenden Vorderbremse sicher genug ist, geb ich mich erst zufrieden, wenn beide zu 100% funktionieren.

Selbiges wohl auch bei so Sachen wie mit ihrer Familie. Ich fühl mich wohl mit verantwortlich, dass sie von ihren Eltern gestresst wird, weil ich nie mit zu ihnen komme. Da tu ich mir auch schwer, die Verantwortung einfach von mir zu weisen und ihr zu sagen, dass das allein ihr Stress ist und sie das mit ihren Eltern klären muss, ich mich da komplett raushalte. Denn wenn es ihr nicht gut geht, fühle ich ja auch immer etwas mit. Bei einer F+ wäre das auch wieder anders. Da würde ich mir denken, dass ich ja richtig froh sein kann, dass meine Eltern da nicht so ein Drama machen und fertig. Da seh ich mich nicht in der Verantwortung bzw. da geht es mir auch nicht so nah, wenn es ihr deswegen nicht gut geht, da ich mich mit ihr einfach nicht so eng verbunden fühle. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich einer F+ da nicht zuhören würde etc. Es würde mir nur einfach nicht so nahe gehen.

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vor 9 Minuten schrieb TheCree:

Um mal bei einem meiner Beispiele von oben zu bleiben: Einer guten Freundin habe ich auf Nachfrage sowohl zwei meiner Bewerbungen als auch meinen Lebenslauf geschickt, damit sie sich daran orientieren kann. Das war ein Aufwand von 5 Minuten. Mehr hatte diese auch nicht verlangt, da wir ja nur Freunde sind. Meiner Partnerin hab ich da deutlich mehr unter die Arme gegriffen, da sie aufgrund unserer engeren Verbindung auch mehr Hilfe verlangt als ein beliebiger Kumpel verlangen würde. 

Dann bist du aber selber schuld, wenn du dich da verantwortlich fühlst ihr so weit zu helfen. Wie gesagt, das Schema hätte ihr auch geholfen, wenn sie sich daran orientieren möchte.

 

vor 9 Minuten schrieb TheCree:

Liegt es daran, dass die Mädels, die ich mir aussuche immer relativ unselbständig sind und einen Papa-Ersatz brauchen? 

Wahrscheinlich. Such dir doch einfach Frauen, die auf deinem lvl sind.

bearbeitet von Branx90

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vor 41 Minuten schrieb DoktorDaygame:

Kann es eigentlich sein, dass sie gerne mehr Zeit mit Dir verbringen möchte?

Interessant... Das könnte nämlich durchaus möglich sein, ja. Wie kommst du denn zu diesem Schluss? Und viel wichtiger: Was schließt du wiederum daraus?

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Die meisten Frauen werden mit Deinem Einzelgängertum nicht glücklich sein, insbesondere nicht, wenn sie familiär auf Nestbauen getrimmt sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr im Grunde sehr unterschiedliche Beziehungsvorstellungen habt und eure Beziehung daran früher oder später zerbrechen wird.

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Am 1.10.2019 um 13:20 schrieb DoktorDaygame:

Die meisten Frauen werden mit Deinem Einzelgängertum nicht glücklich sein, insbesondere nicht, wenn sie familiär auf Nestbauen getrimmt sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr im Grunde sehr unterschiedliche Beziehungsvorstellungen habt und eure Beziehung daran früher oder später zerbrechen wird.

Mag sein, mag aber auch nicht sein. Ist aber auch viel zu sehr auf die aktuelle Situation gemünzt. Letztendlich erkenne ich da ja bei allen meinen bisherigen Partnerinnen ein wiederkehrendes Muster, habe da aber langsam eher das Gefühl, dass das nicht an den Mädels liegt, sondern eher an mir und meiner Einstellung sowie meinem Perfektionismus. Die aktuelle Beziehung ist da nur ne Momentaufnahme, mich interessiert aber eher der ganze Film.

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Ich hab offline ein wenig über dein "Problem" nachgedacht...  und hab es immer noch nicht ganz gerafft...

Alles in allem hast du doch ein Problem damit, deine Energie in die Bewältigung von Problemen anderer, zu investieren.

Ist das so korrekt zusammengefasst?

Ich würde das auch komplett von der Familienstory abkoppeln. Da erkenne ich mich selber in dir wieder... geht mir ähnlich, nur dass meine Freundin jeden Sonntag bei ihrer Mama ist.   Es gibt auch Zeiten in denen ich sehr selten mit war... einfach weil ich keinen Bock hatte oder eben was anderes vor habe.. ist schließlich meine Entscheidung. Und dann muss meine Freundin auch zusehen, wie sie damit klar kommt... letztendlich ist nämlich nicht sie oder ich das Problem, sondern das "Verständnis" Der Eltern... die wollen das naturgemäß am wenigsten ändern, aber who gives a fuck... ?!?

Es scheint, als würdest du dich zu wenig abgrenzen... bist zu unklar in deinen Aussagen... und traust dich einfach nicht "nein" zu sagen...

"Schatz, kannst du dir mal die Bremsen von meinem Fahrrad anschauen"

"Ne, sorry. Das geflicke nervt mich. Geh bitte zu Fahrrad Müller um die Ecke, der macht auch gute Preise"

- Ende -

"Liebling, meine Mutter nervt mich wieder total. Kommst du am Wochenende mit, sie hat dich ja schon seit 3 Wochen nicht gesehen"

"Richte allen liebe Grüße aus, aber ich muss noch X, Y erledigen und hab da aktuell keinen nerv zu."

-Ende-

Wo ist das Problem? Angst davor, dass die abgelehnte Person Drama schiebt? Das du dann noch mehr Stress hast? Den hast du nur, wenn du dich dessen annimmst. Tust du es nicht, hast du ihn nicht.

Ich sag auch nicht gerne Nein, wenn meine Freundin etwas von mir will. Aber ab und an muss es eben sein - und das übrigens nicht nur, wenn ich einfach keine Zeit habe sondern auch dann, wenn ich einfach keinen Bock habe. Ist mir wichtig, es auch dann sagen zu können. Und nicht immer einfach aus Liebe zu allem "ja und Amen" zu sagen.

Kein Plan, ob man dafür einfach die richtige Frau braucht oder die richtige Kommunikation oder einer Mischung aus beiden...

Vielleicht bin ich ja auch auf dme falschen Dampfer... aber wenn du magst, steig drauf ein ;)

 

 

 

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vor 41 Minuten schrieb Exklimo:

Wo ist das Problem? Angst davor, dass die abgelehnte Person Drama schiebt? Das du dann noch mehr Stress hast?

Das und eventuell gepaart mit dem drang nach Perfektionismus, wo es keine Fehler gibt.

Vielleicht siehst du jemanden nicht zu helfen etc. als persönliches Versagen an.

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    • Warum beta? Was muss ich tun damit ich Alpha bin?   Richtig. Nice guys strahlen eben keine Sicherheit aus. Es geht auch um emotionale Sicherheit.   Es geht nicht darum ihr um den Mund zu reden, oder ihr hinter her zu rennen. Das ist eben keine Eigenschaft die Sicherheit ausstrahlt. Frauen suchen sich eben einen Versorger UND einen Beschützer. Nice Guys können sie nicht beschützen.
    • Vollkommen richtig. Es geht mir aber um ihr Denken, nicht um ihr Ergebnis. 
    • Augenblick mal! Nice-Guys bieten keine sonderlich große Sicherheit, weil ihnen das Durchsetzungsvermögen fehlt.
    • Frauen suchen also einen Beschützer.. Naja, kann frau immer gebrauchen. Wenn ich endlich Rockstar bin, freue ich mich auch über Bodyguards. Aber wie TC schon sagt: Wenn das mehr als nur ein spontaner Gedanke war, sondern eine oder die Strategie von Dir, was unterscheidet Dich dann von einem handelsüblichen Nice Guy? Die Kunst des Pick Up ist es m.M.n. gerade von dem gesellschaftlichen Blabla, den Du wundervoll zusammenfasst, zu einem differenzierteren Bild über die weibliche Sexualität zu kommen. Abgesehen davon vermisse ich konkrete Verhaltensvorschläge. Frauen wollen Sicherheit. Schön. Frauen wollen auch essen und müssen mal kacken. Ergo sollte ein Verführer sie zum Essen einladen und ausreichend Klopapier im Haus haben, um dieses Bedürfnis abzudecken? Kann ehrlich gesagt Deinem Text nicht entnehmen, was Du sagen willst. Da steckt nur ein Gedanke hinter, der ungefähr so revolutionär ist wie "Männer wollen nur das Eine!" Nix für ungut.
    • beta in 3.2.1 wenn das das einzige programm ist, dass du fährst und auf das sie anspringt xD  
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