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    Sorry das ich hier so reingeschrätsche aber ist der Thread deine persönliche Meinung zum Thema Selbstwert oder die deiner Coachingdame? Wer ist deine Coachingdame wenn ich fragen darf?

    Vielen Aussagen muss ich hier leider widersprechen. Zum Beispiel:

    "Jetzt stellst du dir die frage, ist ja nicht weiter schlimm. Wo ist das Problem? Nun, wenn dein ganzes Leben nur nach Norm läuft, bist du extremst unzufrieden, sehr gestresst und kannst dich in keinster Weise entfalten. Warum? Weil du dich quasi verbiegst."

    Stimmt nicht, wenn die Norm nach der Lebst mit deinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Werten übereinstimmt verbiegst du dich nicht. Als Beispiel sind unsere Gesetze eine Norm welche bei mir keinen Stress auslösen und mich auch nicht in meiner Entfaltung hindern (sofern meine Entfaltung nicht die Freiheit anderer beschränkt).

    "Es ist Montag morgen und der Wecker klingelt um Punkt 06:00 Uhr in der Früh. Du bist hundemüde, möchtest am Liebsten noch weiter schlafen aber die Arbeit beginnt wie jeden Tag um 07:00 Uhr. Hier wird nach einer Norm gelebt. Das Aufstehen ist anstrengend, der Körper wehrt sich fast schon überhaupt in Gang zu kommen. Schließlich ist der Körper aus dem Schlaf gerissen worden und sehnt sich nach der warmen Bettdecke. 
    => Kopf gewinnt den Kampf gegen den Körper, man setzt sich durch und unterdrückt das Schlafbedürfnis."

    In diesem Beispiel hat man sich selbst "die Norm" gesetzt. Niemand zwingt dich einen Beruf zu ergreifen in dem du um 6 Uhr morgens aufstehen musst ausser du selbst. Das Schlafbedürfnis kann ebenso befriedigt werden indem man rechtzeitig ins Bett geht und fit um 6 Uhr morgens aufsteht

    Wir sind darin geübt unser natürliches Empfinden zu unterdrücken. Die folgen sind teilweise gravierend. Je strickter nach  Norm / Gesellschaft gelebt wird, desto unsicherer wird man. Man verliert seinen Selbstwert bzw. sein Selbstbild mit all den Eigenschaften, Fassetten und Werten. [...] Hört sich sehr dramatisch an, ist es aber in erster Linie auch. Je nach dem wie stark die eigene Natürlichkeit unterdrückt wird desto schlimmer sind die Auswirkungen.

    Die Unterdrückung von "natürlichem Empfinden" hat auch nicht automatisch mit einem Niedergang des Selbstwertgefühls zu tun. Unsere Steinzeitvorfahren mussten auch bei der Jagd in der Lage sein ihre Angst zu "unterdrücken" und trotzdem sind diese nicht depressiv geworden oder verloren ihr Selbstwertgefühl. Das Stichwort hierfür heißt Emotionsregulation und Resilienz.

    Laut deiner Aussage dürften sehr wenige Menschen Selbstwertgefühl haben, da jeder Mensch (ausser Menschen die alleine auf einer einsamen Insel aufgewachsen sind) in einer "normierten" Gesellschaft aufgewachsen ist, sprich gesetzlichen oder kulturellen Normen (Regeln) unterliegen oder in Ihrer Kindheit erlernt haben. Diese Normen bilden sogar zum größten Teil die eigenen Werte die jeder Mensch in sich trägt.

     

    Ein Beispiel: Peter H. arbeitet seit 2 Monaten in einer neuen Firma. Da Peter H. es sich nicht leisten kann, arbeitslos zu werden, gibt er alles. Bei Kundenbesuche zeigt er sich von seiner besten Seite. 

    Dass gekünsteltes Auftreten stressig ist, ist offensichtlich.  

    Dieses Beispiel hat auch nichts mit den Normen zu tun. Peter H. führt ganz offensichtlich einen Beruf aus, der ihm keinen Spaß macht oder ihn unglücklich macht. Nicht die Gesellschaft oder Norm hat Peter in diesen Job aufgezwungen sondern er sich selbst hat den Arbeitsvertrag unterschrieben. Und selbst wenn die Gesellschaft ihn dazu gezwungen hätte, führt ein Beruf der einem keinen Spaß macht / man sich anders präsentieren muss nicht automatisch zu einem schlechten Selbstwertgefühl oder Depression/niederem Selbstwert (ist oft beides gekoppelt) sofern die positiven Emotionen in seinem Alltag die negativen in dem Beruf überwiegen (gibt es ganz häufig bei Eltern die in ihrem Beruf "gefangen" sind).

    Wenn der Beruf allerdings gegen die Werte von Peter H. geht, z.B. arbeitet er für einen Menschenorganhändlerring in Asien die unschuldigen Menschen Nieren klauen und verkaufen, sein wichtigster Werte ist jedoch Menschenliebe, dann kann es natürlich sein Selbstwertgefühl beeinflussen. Nichtsdestotrotz hat er immer noch die Option sich einen anderen Job zu suchen

    Daher sag ich ja, es gibt Normen damit unsere Gesellschaft funktioniert. Ohne Normen geht es nun mal nicht. Aber teilweise kultivieren wir gesellschaftliche Regeln, ohne darüber genau nach zu denken. 

    Das stimmt

    Nehmen wir an, du lernst ein Mädchen kennen und wie es so kommt verliebt ihr euch. Der nächste Schritt ist ganz klar das heilige Wort "Beziehung". Beziehung ist ein Konstrukt der Gesellschaft das echt mies ist. Durch das akzeptieren der Beziehung werden gerne Regeln definiert, an die sich Beide halten sollen. Diese Regeln werden ausnahmslos aus Unsicherheit, besitzergreifendes Verhalten und aus Minderwertigkeitskomplexen getroffen! Einen anderen Grund haben diese Regeln nicht.... 

    Völliger Pickup Brainwash Käse. Ja eine monogame Beziehung ist nach heutigem Stand der Wissenschaft ein in der Gesellschaft entsprungenes Konzept, jedoch hat dies nicht automatisch etwas mit "Unsicherheit, besitzergreifendes Verhalten und aus Minderwertigkeitskomplexen" zu tun. Dieser Gedanke geistert tatsächlich nur in der Pickup Community rum, dass jeder der sich eine monogame Beziehung wünscht "Schwach, nicht selbst reflektiert, Unsicher, Eifersüchtig, nicht Selbstbewusst oder voller Komplexe ist". Hierin ist automatisch eine Abwertung und Verurteilung eines mongamen Lebensstils oder Wertes enthalten. Sowas geht garnicht und vermittelt völlig falsche Ansichten!

    Selbstbewusst ist derjenige, der zu seinen tiefsten inneren Bedürfnissen, Zielen und Werten steht (vorausgesetzt er ist sich dieser bewusst) und diese nach außen kommunizeren und leben kann (Stichwort Nathaniel Branden, die 6 Säulen des Selbstwertgefühls: 4 davon sind - selbstsicher behaupten, Integer leben, bewusst leben, zielgerichtet leben) . Wenn es dein inneres und tiefstes Bedürfnis ist mit deiner Partnerin eine monogame Beziehung zu führen (und ihres auch) und du dies tust, dann bist du per se Selbstbewusst und weder komplexbehaftet noch schwach denn du stehst / lebst deine eigenen Bedürfnisse

    Wenn du einen Menschen liebst, möchtest du ihm doch nur das Beste für ihn oder? Wieso also nicht mit der Freiheit anfangen? Glaubst du, dein Partner vögelt mit wem anderen, weil du ihm die Freiheit lässt tun und lassen zu können was immer er für richtig hält?

    Freiheit ist ein wichtiger Wert, wenn jedoch beide Partner sich eine monogame Beziehung wünschen, schränkt doch niemand den anderen in seiner Freiheit ein! Sowas ist nur der Fall, wenn ein Partner in der Beziehung das Bedürfnis hat mit anderen rumzuvögeln und der andere eben nicht und ihm seine Freiheit durch "monogame Beziehung" entzieht. Diese Beziehung wäre aber rein logisch von vornerein nicht zustande gekommen, vorausgesetzt beide sind selbstbewusst genug und kommunizieren ihre Bedürfnisse ("ich will Monogamie / ich will keine Monogamie in einer Beziehung").

    Es steht doch keinem Menschen die innersten Bedürfnisse eines anderen (gesunden und nicht attestierten psychisch Kranken) Menschen in Frage zu stellen/ zu kritisieren / in Frage zu stellen! Oder gehst du zu einem 10 jährigen Kind das gerne Erdbeereis isst und sagst du ihm "Es ist falsch und schwach das du gerne Erdbeereis isst"? Am Ende des Tages kannst nicht nämlich nie sagen ob das Kind gerne Erdbeereis isst weil seine Geschmacksnerven es lecker finden, oder weil Mami/die Gesellschaft/Norm ihm immer eingeredet hat Erdbeereis sei lecker (2. ist doch eher unwahrscheinlich)

    Sowas machen tendenziell eher Menschen welche sich selbst aufwerten wollen und nicht welche, die mit sich selbst und ihrer Umwelt im reinen sind (Stichwort Glaubenssätze und Toleranz). Sie kümmern sich um ihre eigenen Bedürfnisse und tolerieren diejenigen anderer (sofern diese nicht ihre Werte oder Bedürfnisse) verletzen statt diese kritisieren oder zu hinterfragen.

    Eine ungezwungene Beziehung, wo jeder tun und lassen kann was er will, sind die besten Beziehungen. weil sie völlig natürlich neben einher laufen.

    Dieser Satz macht nur Sinn im Bezug auf Monogamie / Polygamie wenn:

    [...]  Partner, der die selben Werte auslebt wie man selber. [...]

    Sprich beide wollen von vornerein Monogamie oder beide wollen Polygamie wie oben beschrieben. Du favorisiert Polygam, das ist okay, aber das macht deine Ansicht nicht richtiger und Monogamie falscher

    Lass ab von der Kontrolle, lass ab vom besitzergreifenden Verhalten

    Richtig, krankhaft besitzergreifendes Verhalten (Agression etc) deutet eher auf eine psychische Störung im Bezug auf den Selbstwert hin

     

    In diesem Sinne bin ich gespannt auf weitere Beiträge und Diskussionen

    bearbeitet von Naughty_Boy

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    Am 15.10.2018 um 13:12 schrieb runningbeef:

    Nehmen wir an, du lernst ein Mädchen kennen und wie es so kommt verliebt ihr euch. Der nächste Schritt ist ganz klar das heilige Wort "Beziehung". Beziehung ist ein Konstrukt der Gesellschaft das echt mies ist. Durch das akzeptieren der Beziehung werden gerne Regeln definiert, an die sich Beide halten sollen. Diese Regeln werden ausnahmslos aus Unsicherheit, besitzergreifendes Verhalten und aus Minderwertigkeitskomplexen getroffen! Einen anderen Grund haben diese Regeln nicht....

    Mir fällt dazu wirklich nur noch wenig ein BIFI , ausser ES TUT MIR LEID :D hast du deine freundin denn jetzt endlich mal abgeschossen ? Ah stimmt ja, ihr seid in keiner wie auch immer gearteten BEZIEHUNG ....ich kenne wirklich nur wenige Menschen die auf dieses Wort so allergisch reagieren....

    Ich wiederhole mich gern, ich hoffe für dich das du diese ANgst irgendwann ablegen kannst

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    vor 13 Minuten schrieb Naughty_Boy:

    Sorry das ich hier so reingeschrätsche aber ist der Thread deine persönliche Meinung zum Thema Selbstwert oder die deiner Coachingdame? Wer ist deine Coachingdame wenn ich fragen darf?

    Servus, der Thread basiert auf den Inhalt meiner Sitzungen die ich bei der Coachingdame hatte. Die Dame wirst du nicht kennen.

    vor 14 Minuten schrieb Naughty_Boy:

    Stimmt nicht, wenn die Norm nach der Lebst mit deinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Werten übereinstimmt verbiegst du dich nicht. Als Beispiel sind unsere Gesetze eine Norm welche bei mir keinen Stress auslösen und mich auch nicht in meiner Entfaltung hindern (sofern meine Entfaltung nicht die Freiheit anderer beschränkt).

    Das stimmt. Das habe ich vergessen zu erwähnen. Mein Beispiel richtet sich eher an die Normen, die man auslebt obwohl man dagegen ist bzw. das eigene Empfinden sich quer stellt.

    vor 16 Minuten schrieb Naughty_Boy:

    In diesem Beispiel hat man sich selbst "die Norm" gesetzt. Niemand zwingt dich einen Beruf zu ergreifen in dem du um 6 Uhr morgens aufstehen musst ausser du selbst. Das Schlafbedürfnis kann ebenso befriedigt werden indem man rechtzeitig ins Bett geht und fit um 6 Uhr morgens aufsteht

    Siehe oben, wenn man selbst es möchte, dann ist es auch der richtige Weg. 

     

    vor 18 Minuten schrieb Naughty_Boy:

    Die Unterdrückung von "natürlichem Empfinden" hat auch nicht automatisch mit einem Niedergang des Selbstwertgefühls zu tun. Unsere Steinzeitvorfahren mussten auch bei der Jagd in der Lage sein ihre Angst zu "unterdrücken" und trotzdem sind diese nicht depressiv geworden oder verloren ihr Selbstwertgefühl. Das Stichwort hierfür heißt Emotionsregulation und Resilienz.

    Laut deiner Aussage dürften sehr wenige Menschen Selbstwertgefühl haben, da jeder Mensch (ausser Menschen die alleine auf einer einsamen Insel aufgewachsen sind) in einer "normierten" Gesellschaft aufgewachsen ist, sprich gesetzlichen oder kulturellen Normen (Regeln) unterliegen oder in Ihrer Kindheit erlernt haben. Diese Normen bilden sogar zum größten Teil die eigenen Werte die jeder Mensch in sich trägt.

    Natürlich. Wenn ich mein Empfinden unterdrücke verliere ich ein ein Gefühl für mich und meiner selbst. Unsere Steinzeitvorfahren haben um ihr Überleben gekämpft. Das hat einen ganz anderen Stellenwert als heute unser Überleben in der Gesellschaft. Wir haben keine Überlebensangst verglichen zu damals. Depressionen ist eine Krankheit der Neuzeit genauso wie Burnout etc. Je reicher das Land desto mehr Psychiater braucht das Land auf die Einwohnerzahl hoch gerechnet.

    Ich weiß nicht ob du meine anderen Beiträge gelesen hast. Da behandle ich die Thematik Selbstwert, Duwert und Wirwert.

    Ja ich möchte behaupten, dass viele Menschen keinen gesunden Selbstwert pflegen. Facebook, Instagram und co. sind alles gesunder Nährboden für einen schlechten Selbstwert. Was passiert, wenn man ein Aktionsmuster für jeden Menschen benutzen würde das wie folgt aussehen würde: Facebookprofil löschen, Instagramprofil löschen, Arbeitserfolge welche durch Mitarbeiter / Firma anerkannt wurden auf 0 resetten. Wie selbstbewusst wäre dann jeder noch?

    Da passt auch zu meiner Aussage, warum viele Menschen in reichen Ländern mehr psychische Probleme hegen als Menschen in armen Ländern. Siehe soziale Medien.

    Solange man kulturelle Normen und Regeln für sich selbst verwirklichen kann, ist das auch der richtige Weg. Aber sind wir mal ehrlich... wie oft beugst du dich einem System ohne dir jemals Gedanken zu machen ob es richtig oder falsch ist? Und wenn du genau darüber nachdenkst erkennst du auch evtl. dass du fungierst wie ein Roboter und dass es nicht deinem Selbst entspricht. Fängt schon mit GEZ Gebühren an und endet mit der Ökosteuer von Treibstoff. 

    vor 28 Minuten schrieb Naughty_Boy:

    Dieses Beispiel hat auch nichts mit den Normen zu tun. Peter H. führt ganz offensichtlich einen Beruf aus, der ihm keinen Spaß macht oder ihn unglücklich macht. Nicht die Gesellschaft oder Norm hat Peter in diesen Job aufgezwungen sondern er sich selbst hat den Arbeitsvertrag unterschrieben. Und selbst wenn die Gesellschaft ihn dazu gezwungen hätte, führt ein Beruf der einem keinen Spaß macht / man sich anders präsentieren muss nicht automatisch zu einem schlechten Selbstwertgefühl oder Depression/niederem Selbstwert (ist oft beides gekoppelt) sofern die positiven Emotionen in seinem Alltag die negativen in dem Beruf überwiegen (gibt es ganz häufig bei Eltern die in ihrem Beruf "gefangen" sind).

    Wenn der Beruf allerdings gegen die Werte von Peter H. geht, z.B. arbeitet er für einen Menschenorganhändlerring in Asien die unschuldigen Menschen Nieren klauen und verkaufen, sein wichtigster Werte ist jedoch Menschenliebe, dann kann es natürlich sein Selbstwertgefühl beeinflussen. Nichtsdestotrotz hat er immer noch die Option sich einen anderen Job zu suchen

    Ich glaube, ich versteh was du meinst. Du beschränkst dich auf die Normen welche rein von der Gesellschaft als ganzes anerkannt sind. In diesem Sinne gebe ich dir recht. Evtl. etwas unglücklich ausgedrückt: Ich meine eig. dass wenn sich Peter H. verbiegt (sich einem System hingibt für das gefühlstechnisch gar nicht ist) dann treten die genannten Probleme auf. Ja mit gesellschaftlicher Norm hat das nichts zu tun. Eher mit einer Verhaltensnorm in einer gezielten Berufsgruppe.

    vor 37 Minuten schrieb Naughty_Boy:

    Völliger Pickup Brainwash Käse. Ja eine monogame Beziehung ist nach heutigem Stand der Wissenschaft ein in der Gesellschaft entsprungenes Konzept, jedoch hat dies nicht automatisch etwas mit "Unsicherheit, besitzergreifendes Verhalten und aus Minderwertigkeitskomplexen" zu tun. Dieser Gedanke geistert tatsächlich nur in der Pickup Community rum, dass jeder der sich eine monogame Beziehung wünscht "Schwach, nicht selbst reflektiert, Unsicher, Eifersüchtig, nicht Selbstbewusst oder voller Komplexe ist". Hierin ist automatisch eine Abwertung und Verurteilung eines mongamen Lebensstils oder Wertes enthalten. Sowas geht garnicht und vermittelt völlig falsche Ansichten!

    Selbstbewusst ist derjenige, der zu seinen tiefsten inneren Bedürfnissen, Zielen und Werten steht (vorausgesetzt er ist sich dieser bewusst) und diese nach außen kommunizeren und leben kann (Stichwort Nathaniel Branden, die 6 Säulen des Selbstwertgefühls: 4 davon sind - selbstsicher behaupten, Integer leben, bewusst leben, zielgerichtet leben) . Wenn es dein inneres und tiefstes Bedürfnis ist mit deiner Partnerin eine monogame Beziehung zu führen (und ihres auch) und du dies tust, dann bist du per se Selbstbewusst und weder komplexbehaftet noch schwach denn du stehst / lebst deine eigenen Bedürfnisse

    Monogamie hat nichts mit Minderwertigskeitkomplexen zu tun. Wobei... gehen wir genauer auf Monogamie ein. Konkret bedeutet es nur mit einem Partner zu leben. Aber die Evolution hat uns Menschen nicht für eine ewige Monogamie konstruiert. Sondern lediglich für das Lieben auf Zeit. Jeder von uns kennt diese Zeitspanne von 1 - 2 Jahren. Dann nehmen die Gefühle ab. 

    Da viele jedoch das Konstrukt im Kopf haben von der ewigen Liebe, entsteht natürlich viel Leid. Weil jeder Versuch immer ein großes Leiden mit sich zieht (weil dieses Konstrukt immer und immer wieder fehl schlägt). Dadurch entstehen diese genannten Probleme. Es wird nicht verstanden, dass die Evolution das so möchte, dass wir uns für gewissen Zeit an den Partner binden und dann weiter ziehen. Ja Beziehungen können auch länger als 2 Jahre anhalten. Gibt man sich jedoch seinen Gefühlen voll hin, dauert es in der Regel 2 Jahre. Fernbeziehungen und co ausgeschlossen, da man sich seinen Gefühlen nicht zu 100% hingeben kann.

    Ich selber bin für den monogamen Lebensstil. Jedoch kann auch ich nicht damit leben, dass die Beziehung in der Zukunft in die Brüche geht (der Gedanke stimmt mich traurig). Es fühlt sich immer an wie eine Niederlage bzw. als würde ich etwas verlieren. Seitdem ich jedoch den Gedanken pflege nicht einen Menschen "besitzen" zu wollen, kann ich ihn auch nicht verlieren. Das ist wie mit einem guten Freund. Zuerst ist man wie Feuer und Flamme und auf einmal sieht man ihn weniger und weniger bis der Kontakt eben erlischt. Das kann Tage, Wochen oder Monate dauern und auf einmal findet man wieder zusammen. Das Ganze funktioniert auch mit Lebensabschnittspartner welche eben für eine gewisse Zeit dein Leben bereichern. 

    Du sprichst etwas interessantes an. Selbstbewusst ist derjenige, der zu seinen Bedürfnissen, Zielen und Werten steht. Klammerndes Verhalten als Bedürfnis, Kontrollwahn bzw. ewige Bindung als Ziel und Minderwertigkeitskomplexe als Wert hat nichts mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu tun. Und genau da fangen viele Beziehungen an. Nicht alleine sein wollen, klammerndes Verhalten, Kontrollwahn etc. sind keine Seltenheit. Ich habe mir sagen lassen, dass die besten und längsten Beziehungen sind, welche ohne jeglichen Druck und Regeln auskommen. Die jeweiligen Partner laufen ohne jegliche Anstrengung nebeneinander her.

    Wenn du jedoch die Monogamebeziehung als ultimative Beziehungsform anerkennst ohne jegliche negativen Gedanken zu hegen (wie oben aufgelistet) dann ist es auch dein tieferes Bedürfnis welchem natürlich nachgegangen werden soll. 

    vor 14 Stunden schrieb Naughty_Boy:

    Freiheit ist ein wichtiger Wert, wenn jedoch beide Partner sich eine monogame Beziehung wünschen, schränkt doch niemand den anderen in seiner Freiheit ein! Sowas ist nur der Fall, wenn ein Partner in der Beziehung das Bedürfnis hat mit anderen rumzuvögeln und der andere eben nicht und ihm seine Freiheit durch "monogame Beziehung" entzieht. Diese Beziehung wäre aber rein logisch von vornerein nicht zustande gekommen, vorausgesetzt beide sind selbstbewusst genug und kommunizieren ihre Bedürfnisse ("ich will Monogamie / ich will keine Monogamie in einer Beziehung").

    Da stimmt nur bedingt so. Viele Menschen gehen in eine Beziehung mit der Intension das auch bis open end durch zu ziehen. Es ist das typische monogame Verlangen. Wundern sich jedoch nach einer Zeit, dass die Gefühle verloren gehen. 

    vor 14 Stunden schrieb Naughty_Boy:

    Du favorisiert Polygam, das ist okay, aber das macht deine Ansicht nicht richtiger und Monogamie falscher

    Nein ich bin Monogamiefan. Jedoch bin ich ich der Meinung, dass die Monogamie ein Ende hat wenn man nicht bereit dazu ist diese in einer Polygamie fortzusetzen.

    BEEF

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    Ich hab das Gefühl, dass du überkompensierst. 

    Du sagst, die gesellschaftlichen Normen erdrücken einen und wem das so ergeht, der hat hat kein Selbstwert und im Gegenzug nimmst du deine Normen und drückst sie der Gesellschaft auf und sagst, da sie die nicht annimmt, haben die alle keinen Selbstwert.

    @Naughty_Boy hat gut dargelegt, dass deine Beispiele eher jemanden zeigen der kein Selbstwert hat und sich zum Spielball der Erwartungen anderer machen lässt und nicht, dass wenn man "den Normen" folgt kein Selbstwert hat.

    Wenn Frauen sagen, dass sie mit dir keine Beziehung eingehen wollen, weil deine Einstellung zur Monogamie für sie nicht diskutabel ist, dann ist es ziemlich anmaßend daraus zu schließen, dass die alle kein Selbstwert haben, ihren Partner besitzen wollen und endlich die wahre Wahrheit® über Beziehungen erkennen müssen um ein glückliches Leben leben zu können.

    Da mein Post dir einige Aussagen in den Mund legt, will ich an einem Beispiel deutlich machen, wieso ich deinen Text so empfinde:

    Am 15.10.2018 um 13:12 schrieb runningbeef:

    Eine ungezwungene Beziehung, wo jeder tun und lassen kann was er will, sind die besten Beziehungen. weil sie völlig natürlich neben einher laufen. So wie man sich vorher ungezwungen kennen gelernt hat, verbringt man auch seine Zeit ungezwungen.

    Eine solche Beziehung ist nur für solche Menschen die beste Beziehung, die wollen, dass jeder tun und lassen kann was er will. Wenn ich nicht will, dass mein Partner mit fremden Menschen fickt, ich ihm dieses Recht aber zusprechen "muss", dann wird das mit Sicherheit nicht die beste Beziehung für mich. Du nimmst hier deine Werte und erklärst sie für allgemeingültig.

    Schau, ich steh nicht drauf beim Sex angekackt zu werden. Vielleicht weil es gesellschaftlich nicht der Norm entspricht, vielleicht mag ich aber auch einfach den Geruch von Scheiße nicht. Wenn ich jetzt jedes mal darüber Sorgen machen muss, dass mir meine Freundin bei 69 in den Mund kackt, dann ist das für mich nicht die beste Beziehung.

    Das ist jetzt etwas übertrieben, aber mit Polygamie ist es im Endeffekt genauso. 

    bearbeitet von IAmLux

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    vor 5 Minuten schrieb IAmLux:

    Du sagst, die gesellschaftlichen Normen erdrücken einen und wem das so ergeht, der hat hat kein Selbstwert und im Gegenzug nimmst du deine Normen und drückst sie der Gesellschaft auf und sagst, da sie die nicht annimmt, haben die alle keinen Selbstwert.

    Es erdrückt den Selbstwert ja. Ich sage nicht, dass gar kein Selbstwert vorhanden ist. Was du als "meine Normen" betitelst ist lediglich das völlig autonome Denken eines Menschen ohne jeglicher Prägung. So wie dich Natur schaffen würde. So wie es bei jedem Tier auch funktioniert. Völlig autonom.

     

    vor 10 Minuten schrieb IAmLux:

    Eine solche Beziehung ist nur für solche Menschen die beste Beziehung, die wollen, dass jeder tun und lassen kann was er will.

     

    vor 10 Minuten schrieb IAmLux:

    Wenn ich nicht will, dass mein Partner mit fremden Menschen fickt, ich ihm dieses Recht aber zusprechen "muss", dann wird das mit Sicherheit nicht die beste Beziehung für mich.

    Wieso willst du das nicht? Weil du besitzergreifend bist. Besitzergreifendes Verhalten ist keines Weges positiv. Sondern ein LSE Merkmal. LSE Merkmale ziehen deinen Selbstwert herunter. Ein negatives Gefühl bestimmt sogesehen deinen Frame (ich will nicht dass meine LTR fremdfickt weil mimimi).

    vor 12 Minuten schrieb IAmLux:

    Du nimmst hier deine Werte und erklärst sie für allgemeingültig.

    Tust du doch hier auch? Tun doch alle auch oder wieso gibt es die Normen?! Ich breche aus der Norm aus und beziehe mich auf das völlig autonome Handeln. 

    vor 13 Minuten schrieb IAmLux:

    Schau, ich steh nicht drauf beim Sex angekackt zu werden. Vielleicht weil es gesellschaftlich nicht der Norm entspricht, vielleicht mag ich aber einfach auch nicht den Geruch von Scheiße. Wenn ich jetzt jedes mal darüber Sorgen machen muss, dass mit meine Freundin bei 69 in den Mund kackt, dann ist das für mich nicht die beste Beziehung.

     

    vor einer Stunde schrieb runningbeef:

    Monogamie hat nichts mit Minderwertigskeitkomplexen zu tun. Wobei... gehen wir genauer auf Monogamie ein. Konkret bedeutet es nur mit einem Partner zu leben. Aber die Evolution hat uns Menschen nicht für eine ewige Monogamie konstruiert. Sondern lediglich für das Lieben auf Zeit. Jeder von uns kennt diese Zeitspanne von 1 - 2 Jahren. Dann nehmen die Gefühle ab. 

    Da viele jedoch das Konstrukt im Kopf haben von der ewigen Liebe, entsteht natürlich viel Leid. Weil jeder Versuch immer ein großes Leiden mit sich zieht (weil dieses Konstrukt immer und immer wieder fehl schlägt). Dadurch entstehen diese genannten Probleme. Es wird nicht verstanden, dass die Evolution das so möchte, dass wir uns für gewissen Zeit an den Partner binden und dann weiter ziehen. Ja Beziehungen können auch länger als 2 Jahre anhalten. Gibt man sich jedoch seinen Gefühlen voll hin, dauert es in der Regel 2 Jahre. Fernbeziehungen und co ausgeschlossen, da man sich seinen Gefühlen nicht zu 100% hingeben kann.

     

    vor einer Stunde schrieb runningbeef:

    Wenn du jedoch die Monogamebeziehung als ultimative Beziehungsform anerkennst ohne jegliche negativen Gedanken zu hegen (wie oben aufgelistet) dann ist es auch dein tieferes Bedürfnis welchem natürlich nachgegangen werden soll. 

    Wurde bereits von mir erwähnt. 

    BEEF

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    vor 1 Minute schrieb runningbeef:

    So wie dich Natur schaffen würde. So wie es bei jedem Tier auch funktioniert. Völlig autonom.

    Unsinn. Die Natur hat den Menschen so geschaffen, dass er sich als Herdentier in die Gemeinschaft seiner Mitmenschen integriert und mit ihr einem kooperativen Geben und Nehmen zusammenlebt.

     

    vor 1 Minute schrieb runningbeef:

    Wieso willst du das nicht? Weil du besitzergreifend bist.

    Natürlich entspringt der Wunsch nach Monogamie zum Teil auch der gesellschaftlichen Prägung. So wie ich eher Schweinefleisch esse als Hundefleisch. Und so wie Zwangsehen mit meinem Gerechtigkeitsgefühl kollidieren, Zwangsabgaben, wie die GEZ, aber weniger.

    Wenn ich eine gesellschaftliche Norm jetzt für mich annehme, dann ist das nicht automatisch unreflektiert. Monogamie hat auch unabhängig davon, dass Eifersucht es ein legitimes Gefühl ist, Vorteile. Zum Beispiel: Ihr Baby ist auch mein Baby und die Wahrscheinlichkeit an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu erkranken ist deutlich geringer.

    Wenn ein Mensch für sich entscheidet, eine monogame lebenslangen Partnerschaft führen zu wollen, obwohl er weiß, dass bio-chemisch die Gefühle nachlassen werden, dann ist das sein gutes Recht und statt "besitzergreifend, ohne eigenes Denken und mainstream-geprägt" könnte man auch sagen "nach einem Ideal strebend, dass nicht einfach zu erreichen ist". Und es gibt gute, lebenslange monogame Partnerschaften. Dieser Wunsch ist also nicht mit dem Plan gleichzusetzen, sich nur noch von Licht zu ernähren.

     

    vor 18 Minuten schrieb runningbeef:

    Tust du doch hier auch? Tun doch alle auch oder wieso gibt es die Normen?! Ich breche aus der Norm aus und beziehe mich auf das völlig autonome Handeln. 

    Nein, tue ich nicht. Ich habe kein Problem mit verschiedenen Lebensentwürfen. Du darfst gerne für dich eine monogame Beziehung als Ziel haben, die langfristig polygam werden kann (und das von Anfang an fordern). Ich verwehre mich lediglich dagegen, dass jemand der sich weigert diesen Entwurf zu teilen, einen Fehler macht, weil er wider der Natur handelt.

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    vor 1 Minute schrieb IAmLux:

    Unsinn. Die Natur hat den Menschen so geschaffen, dass er sich als Herdentier in die Gemeinschaft seiner Mitmenschen integriert und mit ihr einem kooperativen Geben und Nehmen zusammenlebt.

    Herdentiere definieren aber keine Regeln an denen sie selber kaputt gehen... 

    vor 4 Minuten schrieb IAmLux:

    Natürlich entspringt der Wunsch nach Monogamie zum Teil auch der gesellschaftlichen Prägung. So wie ich eher Schweinefleisch esse als Hundefleisch. Und so wie Zwangsehen mit meinem Gerechtigkeitsgefühl kollidieren,

    Und genau da ist das Problem. Du siehst Schweinefleisch als normal an und Hundefleisch nicht. Wenn ich sagen würde, dass man genauso Hund essen soll würde ich auf Empörung und Spott stoßen. Und genauso bekomme ich Kontra für die Einstellung, dass eine Monogamie für Ewigkeit keinen Taug hat. Aber du vergisst eins. Ich definiere nicht diese Norm. Sondern sie ist allgegenwärtig. Ich definiere das Rad nicht wie Beziehungen ablaufen und wie Gefühle funktionieren. Ich definiere auch nicht ob Polygamie oder Monogamie funktionieren. 

    Frag dich doch selber mal wie unsere Natur funktioniert. Dann weißt du auch wie wir als Menschen funktionieren. Völlig autonom... Tiere haben auch ein Verhältnis ohne es als Monogamie, Polygamie oder what ever zu betiteln. Es gibt auch Zwischenlösungen. Wir Menschen müssen für alles immer eine Schublade haben. Und was ist, wenn man weder noch in eine Schublade passt? Genau dann definiert man eine neue. 

    Witzigerweise funktionieren weder Polygamie noch Monogamie zu 100%. Und warum? Genau weil wir ständig einen definierten Zustand benötigen. Das ist der Zustand der Kontrolle.

    Wenn das Ziel sein soll, eine 100% funktionierende Beziehung zu führen, muss ich meiner Meinung nach jeden enttäuschen. Den gibt es nämlich nicht. Weil keine Beziehung für die Ewigkeit gemacht worden ist. Und diese Einstellung hat weder mit Poly noch Monogamie zu tun. Ob ich in den ersten 2 Jahren Monogam bleiben und anschließend auf Poly wechsel. Oder doch ne MLTR daraus mache oder gleich nen ganzen Harem aufbaue, ist doch Jacke wie Hose solange es sich gut anfühlt. 

    Das Gegenüber muss eben auch erkennen, dass solche Dynamiken von alleine passieren. Und wenn man mit der Dynamik nicht einverstanden ist => trennen sich die Wege.

    Nochmal zurück. Wie hält man am längsten eine Beziehung zu einem Menschen => indem man seinem Gegenüber die Dynamik ermöglicht. Und das geht nur, wenn man Tolerant und selbstbewusst genug ist die Freiheit deines Partners an oberste Stelle zu setzen.

    BEEF

     

     

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    vor 3 Minuten schrieb runningbeef:

    Du siehst Schweinefleisch als normal an und Hundefleisch nicht. Wenn ich sagen würde, dass man genauso Hund essen soll würde ich auf Empörung und Spott stoßen.

    Schweinefleisch ist für unsere Gesellschaft nun mal normal, Hundefleisch nicht. Manche Sachen sind einfach so gewachsen und austauschbar, andere haben gute Gründe (die zum Teil nicht mehr zutreffen). Wenn du Hund isst, weil es viel gesünder ist oder lecker schmeckt, dann mach meinetwegen. Wenn du es nur tust, weil die wahre Wahrheit ist, dass wir alle Hund essen sollten, dann liegst du einfach falsch.

     

    vor 4 Minuten schrieb runningbeef:

    Herdentiere definieren aber keine Regeln an denen sie selber kaputt gehen... 

    1. Stimmt das nicht. Der Silberrücken der den Kampf gegen den jüngeren Herdenführer verliert und dann aus der Gemeinschaft verbannt wird, wäre sicherlich dafür, dass man ihm eine Bannanenrente für die langen Jahre der erfolgreichen Führung der Gruppe gewährt. Das Gnu mit dem verstauchten Knöchel möchte lieber, dass die Gruppe umdreht und die Löwen vertreibt, statt als schwächstes Glied dem Rest einen Vorsprung zu verschaffen.

    2. Ist der Mensch nun mal mehr ist, als nur ein Tier.

    3. Welche Regeln werden denn definiert an denen man kaputt gehen muss? 

     

    vor 13 Minuten schrieb runningbeef:

    Wie hält man am längsten eine Beziehung zu einem Menschen => indem man seinem Gegenüber die Dynamik ermöglicht.

    Nein, das stimmt einfach nicht. Wenn mein potentieller Partner für mich nicht akzeptable Bedingungen stellt, dann kommt es gar nicht erst zu einer Beziehung. Und das ist auch gut so.

    Eine Beziehung hält am längsten, wenn zwei Menschen die gleichen Werte haben und Lebensziele verfolgen und dann noch das Glück haben, dass sie sich ähnlich zueinander weiterentwickeln und nicht auseinander divergieren.

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    Gerade eben schrieb IAmLux:

    Schweinefleisch ist für unsere Gesellschaft nun mal normal, Hundefleisch nicht. Manche Sachen sind einfach so gewachsen und austauschbar, andere haben gute Gründe (die zum Teil nicht mehr zutreffen). Wenn du Hund isst, weil es viel gesünder ist oder lecker schmeckt, dann mach meinetwegen. Wenn du es nur tust, weil die wahre Wahrheit ist, dass wir alle Hund essen sollten, dann liegst du einfach falsch.

    Wenn ich etwas aus eigener Überzeug tue, ist es vollkommen richtig. Monogamie und co. wurden uns in die Wiege gelegt. Und ich sage nicht, dass Polygamie die wahre Wahrheit ist. Habe ich auch nie behauptet. Das behauptest nur du. Ich habe Polygamie nie erwähnt.

    vor 2 Minuten schrieb IAmLux:

    1. Stimmt das nicht. Der Silberrücken der den Kampf gegen den jüngeren Herdenführer verliert und dann aus der Gemeinschaft verbannt wird, wäre sicherlich dafür, dass man ihm eine Bannanenrente für die langen Jahre der erfolgreichen Führung der Gruppe gewährt. Das Gnu mit dem verstauchten Knöchel möchte lieber, dass die Gruppe umdreht und die Löwen vertreibt, statt als schwächstes Glied dem Rest einen Vorsprung zu verschaffen.

    Auch hier gehst du auf überlegensbedinge Normen ein. Es geht ums blanke Überleben bzw. Fortpflanzung. Hier greift wie Beiträge vorher eine Ausnahme. Aber diesen Zustand haben wir nicht mehr! Wir müssen nicht mehr ums Überleben kämpfen. Oder willst du mir verklickern, dass definierte Essverhalten am Mittagstisch in irgendeiner Form überlebensnotwendig ist?

    vor 5 Minuten schrieb IAmLux:

    2. Ist der Mensch nun mal mehr ist, als nur ein Tier.

     

    vor 43 Minuten schrieb IAmLux:

    Die Natur hat den Menschen so geschaffen, dass er sich als Herdentier in die Gemeinschaft...

    Wenn du Vergleiche anstellst mit Herdentiere solltest du auch dabei bleiben.

    vor 6 Minuten schrieb IAmLux:

    3. Welche Regeln werden denn definiert an denen man kaputt gehen muss? 

    Perfektes Aussehen z.B. wird durch unsere Gesellschaft dank Verblendung definiert.

    vor 7 Minuten schrieb IAmLux:

    Nein, das stimmt einfach nicht. Wenn mein potentieller Partner für mich nicht akzeptable Bedingungen stellt, dann kommt es gar nicht erst zu einer Beziehung. Und das ist auch gut so.

    Was ist, wenn dein Partner gar keine Bedingungen an dich stellt und ich so mag wie du bist? Auch wenn du dich veränderst?

    vor 7 Minuten schrieb IAmLux:

    Eine Beziehung hält am längsten, wenn zwei Menschen die gleichen Werte haben und Lebensziele verfolgen und dann noch das Glück haben, dass sie sich ähnlich zueinander weiterentwickeln und nicht auseinander divergieren.

    Divergieren geht nur, wenn man einen Zustand einnimmt! Du sagst es sehr schön. Ich habe einen Wert, den vertrete ich. Mag Partner diesen Wert nicht => driften wir auseinander.

    Aber wenn ich keine Werte einnehmen bezüglich Beziehung und co. wie soll ich dann auseinander driften? Menschen denken immer zu viel. Du auch. Ständig irgendwelche Vergleiche, Werte definieren und co. Die Evolution spuckt dir da aber gehörig ins Essen. 

    Weil es kommt NUR auf die Gefühle drauf an. Da ist es egal, ob mein Partner, Rechtsradikal, Raucher, Querschnittsgelähmt, dumm, treu, beliebt, blond, fett oder what ever ist. 

    Alle deine definierten Werte, auf die du GERADE denkst Wert zu legen, werden zur Nichte gemacht, wenn deine Gefühle dir einen Strich durch die Rechnung machen. 

    Nochmal Kopf und Gefühle passen nicht zusammen. Definierte Zustände, Normen und co. kannst du vergessen wenn es um Gefühle geht. Und Gefühle kommen und gehen trotz irgendwelchen definierten Zuständen. Du kannst höchsten deine Intension mit ins Boot holen wobei... wer sagt dass diese richtig ist und nicht falsch gepolt ist durch all die Verblendung? 

    Fragen über Fragen. 

    BEEF

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    Ehrlich gesagt lässt mich die Diskussion etwas ratlos zurück...

    vor einer Stunde schrieb runningbeef:

    Und ich sage nicht, dass Polygamie die wahre Wahrheit ist. Habe ich auch nie behauptet. Das behauptest nur du. Ich habe Polygamie nie erwähnt.

    Ja, ich habe gelesen, dass du das sagst, aber dennoch schreibst Sachen wie

    Am 15.10.2018 um 13:12 schrieb runningbeef:

    Beziehung ist ein Konstrukt der Gesellschaft das echt mies ist. Durch das akzeptieren der Beziehung werden gerne Regeln definiert, an die sich Beide halten sollen. Diese Regeln werden ausnahmslos aus Unsicherheit, besitzergreifendes Verhalten und aus Minderwertigkeitskomplexen getroffen!

     

    Am 15.10.2018 um 13:12 schrieb runningbeef:

    Ich habe mich lange mit der Monogamie des Menschen beschäftigt. Ich habe das kultiviert weil mir die Gesellschaft das vorgelebt hat. Jeder redet von Treue in der Partnerschaft aber nur wenige sind bis zum Lebensende wirklich treu gewesen. Warum also das Ganze?

     

    Am 15.10.2018 um 13:12 schrieb runningbeef:

    Lass ab von der Kontrolle, lass ab vom besitzergreifenden Verhalten und gebe deinem Gegenüber die Freiheit.

    Aber ja, lass uns nicht über Monogamie und Polygamie reden, da liegen wir wahrscheinlich dicht beieinander. Ersetze das in meinen Texten durch "vorab kommunizierte Vorstellungen und Regeln" und "Verzicht auf festgelegte Regeln".

    ---

    vor einer Stunde schrieb runningbeef:

    Es geht ums blanke Überleben bzw. Fortpflanzung. Hier greift wie Beiträge vorher eine Ausnahme.

    Fragwürdig, ob es die Regeln der Gruppe tatsächlich das Optimum darstellen oder andere Regeln nicht viel eher das Überleben langfristig sichern würde. Wie viele Löwen würden Gnus jagen, wenn einige Jahrhunderte lang jede Löwen-Jagdgesellschaft in einer Stampede zu Tode getrampelt wurde?

    Und der Affe der verbannt wird, wird verbannt, egal ob es genügend Essen gibt oder nicht. 

    Alle Regeln in der Natur dienen der Fortpflanzung oder dem Überleben. Das gilt, mit genügend Abstraktion, auch für alle menschlichen Regeln. Und ohne Abstraktion für gar keine menschlichen Regeln. Mit Tischmanieren zeige ich Status und dass ich geeignet bin, mich in eine Familie zu integrieren, die genügend Wohlstand besitzt um mich und meine Nachfahren zu versorgen.

    ---

    vor einer Stunde schrieb runningbeef:

    Wenn du Vergleiche anstellst mit Herdentiere solltest du auch dabei bleiben.

    Wo bin ich davon abgewichen?

    ---

    vor einer Stunde schrieb runningbeef:

    Perfektes Aussehen z.B. wird durch unsere Gesellschaft dank Verblendung definiert.

    Was der Mensch als gutaussehend ansieht, ist genetisch kodiert und von gesellschaftlichen Trends beeinflusst. Perfektes Aussehen zeigt Gesundheit und die Fähigkeit, seinen Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Gesellschaftlich zeigt Körperpflege von geistiger Gesundheit und einem guten Sozialverhalten, mit jemanden zusammen zu sein, der perfekt aussieht, führt zu einem hohen gesellschaftlichen Status (in manchen Augen). Alles höchst wünschenswerte Eigenschaften bei einem Partner.

    Aber selbstverständlich stimme ich dir zu, dass viele Menschen sich von unrealistischen Schönheitsidealen zu schädlichem Verhalten hinreißen lassen. Ich bin mir sicher, dass wir hier aber vom Thema abkommen... wir sind uns bestimmt einig, dass jeder Mensch gesunde und reflektierte Verhaltensweisen an den Tag legen sollte.

    ---

    vor 1 Stunde schrieb runningbeef:

    Was ist, wenn dein Partner gar keine Bedingungen an dich stellt und ich so mag wie du bist? Auch wenn du dich veränderst?

    Das klingt für mich zunächst ein mal ziemlich beliebig und nicht sonderlich zukunftssicher. Wie kann ein Mensch, der sein Leben nach seinen Vorstellungen gestaltet, keine Ansprüche an seinen Partner haben? 

    Außerdem klingt es für mich wie ein Nice-Guy-Hidden-Contract. Ich verlange nichts von dir und deswegen, hast du auch keinen Anspruch darauf irgendwelche Ansprüche an mich zu stellen. Das impliziere ich aber nur und erzähle dir nichts davon

    ---

    vor 1 Stunde schrieb runningbeef:

    Aber wenn ich keine Werte einnehmen bezüglich Beziehung und co. wie soll ich dann auseinander driften? Menschen denken immer zu viel. Du auch. Ständig irgendwelche Vergleiche, Werte definieren und co. Die Evolution spuckt dir da aber gehörig ins Essen. 

    Naja, wenn ich nicht weiß wo ich hin will, dann kann ich mich auch nicht verlaufen...

    Und die Evolution ist doch überwunden, weil der Mensch den Überlebenskampf gewonnen hat? 

    Aber ja, ich denke tatsächlich noch zu viel... ich arbeite daran.

    vor 1 Stunde schrieb runningbeef:

    Alle deine definierten Werte, auf die du GERADE denkst Wert zu legen, werden zur Nichte gemacht, wenn deine Gefühle dir einen Strich durch die Rechnung machen.

    Was für ein Quatsch. Der Mensch, als denkendes und planendes Wesen, ist gut beraten, KEINE Beziehung mit einem rechtsradikalen polygamen Kinderhasser einzugehen, wenn er selbst eine tolerante, monogame Beziehung führen will und Nachfahren zeugen will. Auch wenn die Schmetterlinge im Bauch was anderes behaupten.

    Du widersprichst dir übrigens auch selbst, denn das hast du auch schon geschrieben:

    Am 15.10.2018 um 13:12 schrieb runningbeef:

    Und wenn er das nicht tun würde, dann habt ihr nie zusammen gepasst weil seien Werte nicht deinen Werten entsprechen.

    ---

    vor 1 Stunde schrieb runningbeef:

    Du kannst höchsten deine Intension mit ins Boot holen wobei... wer sagt dass diese richtig ist und nicht falsch gepolt ist durch all die Verblendung?

    Ich sehe mich halt nicht als verblendet an, auch wenn ich Normen für mich übernommen habe, von denen ich weiß, dass es dafür keinen anderen Grund als die gesellschaftliche Prägung gibt. Als verblendeter bin ich Opfer der Umstände und nicht Herr meines Lebens, so will ich mich nicht sehen.

    Und ich unterstelle auch nicht anderen, dass sie verblendet sind. Das schließt natürlich nicht aus, dass es einige unreflektierte Menschen gibt, denen es sehr gut tun würde, wenn sie sich mal Gedanken darüber machen würden, was sie selbst im Leben wollen.

     

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    Wer ist denn die Coachingdame? Wenn ich den Titel lese mit "Therapie zum gesunden Selbstbewusstsein" dann gehe ich mal aus, dass die Coachingdame eine Therapeutin ist? Die Mehrheit deiner Behauptungen hier sind psychologisch nicht haltbar und auch in keiner Weise durch iwelche Studien belegt was mir umso mehr Sorgen macht falls sie von einer Therapeutin kommen.

    Ich hab mich sehr viel mit dem Thema Selbstwert mit vielen Psychologie Büchern auseinandergesetzt und tue es bis heute

    Ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust drauf dich iwie zu überzeugen aber wenn ich vieles hier von dir lese fühle ich mich verpflichtet dazu, das klar zu stellen weil einiges davon schlichtweg falsch ist.

    Hier ein paar Beispiele:

    "Natürlich. Wenn ich mein Empfinden unterdrücke verliere ich ein Gefühl für mich und meiner selbst."

    Die Aussage ist richtig, hat aber mit dem Peter Beispiel nichts zu tun. Es ist richtig, dass unterdrückte (der psychologisch korrekte Ausdruck ist verdrängte) Gefühle ein psychisches Leiden (nicht zwangsläufig Selbstwert) verursachen können (nicht müssen). Jedoch hat dein Beispiel mit Peters Beruf, in welchem er sich zwischenzeitlich verstellt oder der ihn keinen Spaß machen in den seltensten Fällen automatisch mit dem verdrängten von Gefühlen zu tun. Verdrängung kann z.B. stattfinden, wenn du die negativen Gefühle nicht zulässt die du empfindest/empfunden hast, z.B. wenn du ein traumatisches Erlebnis / starken Liebeskummer / Verlust eines Verwandten hattest und statt die negativen Gefühle zuzulassen (eine Zeit lang traurig zu sein) und wahrzunehmen dein Bewusstsein immer davon abbringst indem du dich mit Alkohol/Drogen zuballerst oder permanent dein Bewusstsein mit etwas anderem beschäftigst.

    Deswegen ist der PU Ratschlag "Fuck 10 over women" wenn du Oneitis oder frisch getrennt bist aus psychologischer Sicht mal so richtig schädlich weil das Problem/Gefühl verdrängt statt aufgelöst/an der Wurzel gepackt wird.

    Jeder Beruf und jedes erreichen von Zielen geht mit der Überwindung von temporären Unlustgefühlen einher. Oder glaubst du ein Schüler der gerne Arzt werden will, wird es, indem er ständig auf sein Gefühl hört und statt in dir Schule zu gehen auf der PlayStation rumdaddelt? Sowas geschieht durch Willenskraft/Volition und Resilienz und diese ist erlernbar.

    Zum Thema auf der Arbeit verstellen: Jeder Mensch verstellt sich in verschiedenen Situationen z.B. die meisten Menschen verhalten sich anders wenn Sie mit ihrem Chef reden als wenn Sie mit ihrer Mutter, Freundin oder besten Freund reden (Stichwort Inneres Team von Schulz von Thun). Dies hat auch in den seltensten Fällen negative Folgen sofern es sich im normalen zeitlichen Rahmen wie Beruf wiederspiegelt. Ich rede auch auf meiner Arbeit anders mit Geschäftspartnern als mit Freunden.

    Wenn Peter bewusst merkt dass ihm der Beruf keinen Spaß macht dann kann er ihn wechseln oder sucht er sich in der Regel Kompensationstrategien (der Begriff klingt böse, ist aber letztendlich einfach ein anderes Wort für mentale Anpassungsstratgie) z.B. indem er sich er schöne Gefühle im privaten Leben sucht. Natürlich hast du recht, dass langfristig es eine bessere Lösung ist sich einen Beruf zu suchen der ihm Spaß macht, oder die Sicht auf den Beruf so zu verändern das sie ihn weniger Unglücklich macht (Stichwort Refraiming).

    Unsere Steinzeitvorfahren haben um ihr Überleben gekämpft. Das hat einen ganz anderen Stellenwert als heute unser Überleben in der Gesellschaft. Wir haben keine Überlebensangst verglichen zu damals.

    Ich glaube du verwechselst dein westliches Leben mit der ganzen Welt. Die Mehrheit der Menschen auf unserem Planeten lebt in bitterer Armut ohne Zugang zu genug Essen und Wasser. Bei denen geht es tagtäglich ums nackte Überleben. Abgesehen davon hat jeder von uns ins sich eine Überlegenensangst wenn er in eine Situation gerät in der er um sein Leben fürchtet. Das ist unsere Biologie und an dieser ändert unserer westlicher Lebensstil nichts.

    "Depressionen ist eine Krankheit der Neuzeit genauso wie Burnout etc. Je reicher das Land desto mehr Psychiater braucht das Land auf die Einwohnerzahl hoch gerechnet."

    Vollkommen falsch. Psychische Erkrankungen gab aller wahrscheinlich schon immer und diese Zahl ist laut Studien ziemlich konstant gleich geblieben in dem letzten Jahrzehnt. Die moderne Psychologie, welche die Diagnose Depression stellen kann gibt es auch noch nicht mal 60 Jahre.
    Mit anderen Worten: Da es früher keine Klassifizierung / Psychologen dafür gab, gab es auch wenige Daten zum Thema. Dann wurde Jahre lang das Thema tabuisiert und erst langsam sprechen mehr Menschen offen darüber. Und je mehr darüber sprechen, umso präsenter ist es in unserem Köpfen, dadurch ensteht der Eindruck, es sei mehr geworden, dabei ist die Zahl statistisch recht konstant gleich geblieben.

    Ja ich möchte behaupten, dass viele Menschen keinen gesunden Selbstwert pflegen. Facebook, Instagram und co. sind alles gesunder Nährboden für einen schlechten Selbstwert. Was passiert, wenn man ein Aktionsmuster für jeden Menschen benutzen würde das wie folgt aussehen würde: Facebookprofil löschen, Instagramprofil löschen, Arbeitserfolge welche durch Mitarbeiter / Firma anerkannt wurden auf 0 resetten. Wie selbstbewusst wäre dann jeder noch?

    Das ist nun eine ziemlich verallgemeinerte Hetze gegen soziale Medien. Zunächst ist Instagram ein Medium das völlig unterschiedlich genutzt wird. Ich gucke mir darauf lustige Katzen und Hundevideos an. Falls die Frage darauf abzielt das Frauen Likes durch Selfies bekommen oder sich mit Models vergleichen hat dies auch nicht automatisch etwas mit Selbstwert zu tun.

    Denn der Selbstwert eines Menschen bildet sich zum größten Teil durch den Umgang seiner Pflegepersonen mit ihm vom Lebensjahr 0 - 7. Hier entwickelt er eine Sicht über sich, seine Gefühle, die Welt und ein sogenanntes Urvertrauen.

    Der Nährboden für einen guten Selbstwert sind daher die eigenen Eltern/Pflegepersonen und nicht die Nutzung von Instagram oder berufliche Erfolge.

    Instagram kann aber natürlich von Menschen (mit bereits vorher vorhandenem) geringem Selbstwert als Kompensationstrategie genutzt werden. Allerdings haben alle Menschen mit geringem Selbstwert eine eigene Kompensationstrategie wie z.B.: Die einen werten sich damit auf, dass sie ganz viel Geld verdienen oder sich teure Markenklamotten/Autos kaufen, die anderen gehen ins Fitnessstudio/legen sich unter Messer um besser als andere auszusehen und einige Menschen der Marke Pickupper labern und legen haufenweise Frauen flach um ihren minderen Selbstwert zu kompensieren.

    "Da passt auch zu meiner Aussage, warum viele Menschen in reichen Ländern mehr psychische Probleme hegen als Menschen in armen Ländern. "

    Jaaaaaaa ganz genau, geh mal in die Ghettos der USA, nach Somalia oder die Republik Congo und schau dir an wie viele traumtisierte uns verstörte Menschen es dort gibt. Krieg, Armut und das fehlende Wissen von Eltern ihre Kinder mit gesundem Selbstwert statt "traditionell Old School (vll auch noch mit Prügel)" aufzuziehen führt sehr viel eher zu psychischen Problemen als Wohlstand, gesundheitliche Versorgung und Bildung. Glaubst du ernsthaft, dass ein Kleinkind in Südostasien welches seinen Wanderarbeiter Vater 4x mal im Jahr sieht oder mitbekommt wie die Mutter mental am Ende weil sie anschaffen muss um es durchzufüttern psychisch gesund aufwächst? Oder das ein Kind, dass in Afrika oder Indien vergewaltigt wurde? Oder ein Mensch, der sich den Regeln/Normen seiner Religion (z.B. Zwangsehe) beugen muss, weil er sonst aus seiner eigenen Familie verstoßen wird? Und jetzt kommst im Vergleich dazu mit soziale Medien um die Ecke.

    Der große Unterschied der viel wahrscheinlicher ist, ist das der folgende: Es gibt in armen Ländern weniger medizinische Versorgung, Bildung und Bewusstheit zu dem Thema, ergo existiert dort sehr wahrscheinlich eine riesige Dunkelziffer an psychisch Kranken. Und passen diese sich nicht an oder werden sie nicht von ihrer Familie durchgefüttert weil diese nicht dazu in der Lage ist, dann verhungern ganz einfach, weil sie nicht wie bei uns der Staat durchfüttert.

    Ich habe mir sagen lassen, dass die besten und längsten Beziehungen sind, welche ohne jeglichen Druck und Regeln auskommen. Die jeweiligen Partner laufen ohne jegliche Anstrengung nebeneinander her.

    Ja also wenn du dir das hast sagen lassen, dann muss darin ja eine allgemeine Wahrheit drin stecken die für alle Menschen gilt;)

    Aber die Evolution hat uns Menschen nicht für eine ewige Monogamie konstruiert. Sondern lediglich für das Lieben auf Zeit. Jeder von uns kennt diese Zeitspanne von 1 - 2 Jahren. Dann nehmen die Gefühle ab. (...) Es wird nicht verstanden, dass die Evolution das so möchte, dass wir uns für gewissen Zeit an den Partner binden und dann weiter ziehen. Ja Beziehungen können auch länger als 2 Jahre anhalten. Gibt man sich jedoch seinen Gefühlen voll hin, dauert es in der Regel 2 Jahre.

    Ich frage mich worauf diese Thesen beruhen. Bis heute ist sich die Evoltionsforschung nicht einig über den Sinn und Unsinn von der von dir angesprochenen sexuellen Monogamie (welche aber nicht automatisch mit menschlicher Liebe gleichzusetzen ist). Aber du hast schon in dem Punkt recht, dass es im Tierreich sehr wenige Tiere gibt die sexuelle Monogamie praktizieren. Unsere nähersten genetischen Verwandten, die Bonobos sind da ein gutes Beispiel für Polyamorie. Jedoch verfügen die wenigsten Tiere wie wir über Werte und eine Selbstreflektion was die Sache eben komplizierter gestaltet

    "Viele Menschen gehen in eine Beziehung mit der Intension das auch bis open end durch zu ziehen. Es ist das typische monogame Verlangen. Wundern sich jedoch nach einer Zeit, dass die Gefühle verloren gehen."

    Das verlieren von Gefühlen für eine andere Person hat doch nicht automatisch etwas mit Monogamie zu tun. Oder redest du von sexuellem Begehren?

    Was du als "meine Normen" betitelst ist lediglich das völlig autonome Denken eines Menschen ohne jeglicher Prägung. So wie dich Natur schaffen würde. So wie es bei jedem Tier auch funktioniert. Völlig autonom.

    Es gibt keinen autonomen Menschen ohne gesellschaftliche Prägung. Da jeder Mensch als hilfloses Baby geboren wird, wird es so lange von einer Gesellschaft ernährt und gleichzeitig geprägt bis es sich selbst ernähren kann. Das was du als dein "automes Denken" betitelst, ist letztendlich eine Summe deiner Prägungen/Erfahrungen+genetischer Faktoren. Der Vergleich von Mensch zu Tier funktioniert nicht, schon alleine weil es Tierarten gibt die sich untereinander prägen (z.B. das Jagen voneinander lernen).

    "Auch hier gehst du auf überlegensbedinge Normen ein. Es geht ums blanke Überleben bzw. Fortpflanzung. Hier greift wie Beiträge vorher eine Ausnahme. Aber diesen Zustand haben wir nicht mehr! Wir müssen nicht mehr ums Überleben kämpfen."

    Siehe oben bereits.

    "Perfektes Aussehen z.B. wird durch unsere Gesellschaft dank Verblendung definiert."

    Was ist denn perfektes Aussehen? Das sind bestimmte Eigenschaften die Vitalität und gute Gene ausstrahlen. Gibt es das nur bei uns Menschen dank unserer Gesellschaft? Oder gibt es auch Tiere die sich nur mit dem größten und stärksten Männchen paaren?

    "Alle deine definierten Werte, auf die du GERADE denkst Wert zu legen, werden zur Nichte gemacht, wenn deine Gefühle dir einen Strich durch die Rechnung machen. "

    Das ist leider wirklich nicht richtig. Gefühle werden durch Vielerlei erzeugt: Gedanken, Werte, Wahrnehmungen/Erlebnisse und gesellschaftliche und genetische Prägungen.

    Wenn deine Aussage stimmen würde, dann würden nahezu 70% jeder psychologischen Interventionen und dadurch garkeine Psychotherapie funktionieren. Die kognitische Verhaltenstherapie welche zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wird als Beispiel. Oder das sogenannte Refraiming. 

    bearbeitet von Naughty_Boy

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    Danke für Deine Mühe. Man kann niemanden überzeugen, das stimmt. Aber es ist für Mitleser sehr angenehm zu lesen, wenn sich mal jemand äußert, der Ahnung hat. Und nicht einfach nur seine Bindungsangst mit kruden Behauptungen rationalisiert und mit der Macht der Kompetenz einer angeblichen Therapeutin im Hintergrund den ahnungslosen Lesern schadet.

    bearbeitet von Wildchild

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     Vielen Dank für die ehrlichen Worte. Da ich hier vermehrt auf starken Widerstand stoße und ich lediglich einen Beitrag für das Forum liefern wollte, habe ich mich dazu entschlossen hier nicht´s mehr weiter aufzuführen.

    Am 19.10.2018 um 23:53 schrieb Naughty_Boy:

    Wer ist denn die Coachingdame? Wenn ich den Titel lese mit "Therapie zum gesunden Selbstbewusstsein" dann gehe ich mal aus, dass die Coachingdame eine Therapeutin ist?

    Hättest du von Anfang an meinen Thread verfolgt, könntest du dir die Frage und viele andere Fragen selber erschließen.

    Am 20.10.2018 um 15:56 schrieb Wildchild:

    Und nicht einfach nur seine Bindungsangst mit kruden Behauptungen rationalisiert und mit der Macht der Kompetenz einer angeblichen Therapeutin im Hintergrund den ahnungslosen Lesern schadet.

    Wenn du schon nicht das Rückrat besitzt, mir im Chat unter die Augen zu treten, hast du in meinen Threads erst gar nichts mehr zu melden! Such dir erstmal nen Satz Eier bevor du so Pseudobehauptungen in den Raum wirfst.

    In diesem Sinne @Cliprex machst du hier dicht?

    BEEF

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      • Von the_nameless
        Hallo,
        Eigentlich geht es noch nicht mal so sehr um das Thema Frauen, es ist zwar alles miteinander verknüpft, steht aber doch irgendwie an zweiter Reihe. Es geht mehr um mich selbst, mein Verhalten anderen gegenüber, wie ich mich selbst sehe und wie ich mich fühle!
        Zu meiner Person und Problematik 
        Ich bin Rechthaberisch, Arrogant, verbal sehr verletzend wenn ich Sauer bin, ich kann nicht unterscheiden wann welche Worte angebracht sind und wann nicht, ich habe kein Selbstbewusstsein und ein niedriges Selbstwertgefühl was ich auf andere durch meine Launen und Worte projiziere.
        Wenn ich Sauer bin sage ich Dinge die für andere sehr verletzend sein können. Wie oft hat meine Mutter wegen mir geweint, weil ich Ihr verletzende Worte gesagt habe. Sie sagt auch, dass ich auf Menschen herabschaute und dies mir alles kaputt macht. Vor paar Wochen hatte ich eine Auseinandersetzung mit meiner Ex gehabt und ich war so wütend dass ich mir den verwundbarsten Punkt rausgesucht und diesen mit Anlauf angegriffen, ich habe Sie sehr verletzt und im Nachhinein als ich mich beruhigt habe ist mir erst klar geworden was ich da angerichtet habe! Das war bis jetzt in jeder Beziehung so. Genauso mache ich aus einer Mücke einen Elefanten, nur weil ich mal wieder was falsch verstanden habe! Ich verstehe in manchen Dingen den Sinn dahinter nicht, echt schwierig
        Der andere Punkt hat mehr berufliche Auswirkung, wobei ich sagen muss dass ich ja auch selbst dafür verantwortlich bin und es eigentlich in der Hand hatte was ich daraus mache, habe ich aber nicht! Ich hänge sehr an der Vergangenheit und dass zieht mich komplett runter! Ich setze mir quasi ein Clownsmaske auf und tue so als wäre alles ok, aber innerlich bin ich schon sehr am Boden zerstört! Mein Onkel sagte mir, ich solle damit aufhören darüber nachzudenken was war, denn die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber ich kann mein leben für die Zukunft besser machen und dass habe ich jetzt auch vor, denn ich habe beschlossen einen neuen Berufsweg einzuschlagen und nächstes Jahr eine neue Ausbildung anzufangen, auf der ich meine Zukunft aufbauen kann! Ich versuche meine Gedanken über die Vergangenheit durch meine Ziele in der Zukunft komplett aus meinen Leben zu verdrängen
        Zum Thema Frauen, tja, ich brauch mich theoretisch erstmal nicht auf eine neue Beziehung einlassen oder generell mich mit dem Thema Frauen beschäftigen, solange ich so bin wie ich bin, tue ich keiner Frau einen gefallen, auch wenn ich mir immer vornehme vorher zu überlegen was ich sage, irgendwann lande ich wieder zu der alten Gewohnheit.. Aber vielleicht ist es doch nicht so verkehrt mich damit etwas zu beschäftigen und mein Selbstwertgefühl zu steigern, das ich da mit erhobenen Haupt durch das Leben gehen kann! Ich weiß es aber im moment ehrlich gesagt selbst nicht
        Ich bin durch Zufall auf das Buch "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" gestoßen, was anscheinend auch hier empfohlen wird, ich hoffe das bringt mich etwas weiter, denn mittlerweile bin ich schon soweit dass ich sage, ich bekomme es nicht hin und brauche vielleicht Professionelle Hilfe
        Mit freundlichen grüßen 
         
         
         
         
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