Martin91

Rejection Therapy - aufbauend oder zerstörend?

    8 posts in this topic

    Posted (edited)

    Guten Tag liebe Community,

    ich bin der Christian, 26 Jahre alt und seit anderthalb Jahren in einer glücklichen Beziehung.

    Kennengelernt habe ich meine Freundin tagsüber und habe sie angesprochen. Anfangs zu der Zeit, als ich sie kennenlernte, also nachdem ich in "diese tolle Welt" der vielen Frauen kam, wollte ich noch andere Frauen daten usw. Doch irgendwann habe ich gemerkt, dass das alles nur Ego Befriedigung für mich war und habe mich für eine feste Beziehung mit ihr entschieden. Bereut habe ich es bis heute nicht!

    Mein Interesse gilt deshalb weniger Frauen als vielmehr meiner persönlichen Weiterentwicklung, Steigung des Selbstbewusstseins, eine bessere Ausstrahlung, Glück, Zufriedenheit usw.

    Ich bin letztens über das Videoformat Ted auf Jia Jiang gestoßen, der seine Rejection Therapy vorgestellt hat.

    Man muss sich absichtlich 100 Tage lang verschiedenen Situationen aussetzen, in denen man eine Zurückweisung erhält. Es ist zwingend notwendig, dass man eine Zurückweisung erhält.

    Meine Frage nun: Ich kann mich erinnern, dass Orlando Owen in einem seiner YouTube Videos sagt, dass der normale Mensch nur, ich glaube es waren 5-8 Zurückweisungen erträgt und dass viele Zurückweisungen das Selbstwertgefühl schädigen würde, weshalb es seiner Meinung nach übrigens auch schwachsinnig ist so viele Frauen anzusprechen. Er sagt man solle sich "anders" weiterentwickeln und so zieht man die Frauen schon von alleine an. Kann man das auch so auf die Rejection Therapy übertragen? (https://www.youtube.com/watch?v=GM28YaIxNUg - Das ist das besagte Video, ab Minute 9 erzählt er davon.)

    Ich wollte gerne ab Montag mit der Rejection Therapy anfangen, eine Spycamera kaufen und das ganze aufnehmen.

     

    Der einzige innere Konflikt in mir ist die Gefahr, dass ich mir mit der Rejection Therapy mehr schade als gut tue. Dass ich mein Selbstwertgefühl zerstöre statt Selbstbewusstsein aufzubauen.

    Was sagt ihr dazu? Ich höffe ihr könnt mir helfen und mir zu dem einen oder anderen raten.

    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

    Edited by Martin91

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    vor 22 Minuten schrieb Martin91:

    Man muss sich absichtlich 100 Tage lang verschiedenen Situationen aussetzen, in denen man eine Zurückweisung erhält. Es ist zwingend notwendig, dass man eine Zurückweisung erhält.

    Es kann nicht schaden, sich abzuhärten. Aber das kann man auch mit kalten Duschen.

    Wenn Du unbedingt so ein 100-Tage-Programm durchziehen willst, dann mach das doch so, dass Du jeden Tag einen etwas grösseren Erfolg erzielen musst.

    Es gibt da auch so ein Sprichwort: "Success breeds Success".

    Mature5Man likes this

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    vor einer Stunde schrieb Trumpete:

    Es kann nicht schaden, sich abzuhärten. Aber das kann man auch mit kalten Duschen.

    Wenn Du unbedingt so ein 100-Tage-Programm durchziehen willst, dann mach das doch so, dass Du jeden Tag einen etwas grösseren Erfolg erzielen musst.

    Es gibt da auch so ein Sprichwort: "Success breeds Success".

    „Quantity produces quality“

    – Ray Bradbury

    Dein Nervensystem kennt durch die behavioristische Konditionierung des immer wieder wiederholten Ansprechens, des „Fuck it“, „Let’s go“, „Angriff“ -Selbstgesprächs ganz kurz vor der „Kein Zurück“- Mobilisierung deines Körpers und der darauffolgenden Exekution des Approaches das Muster des Unmittelbaren Ansetztens.

    Das hat einen Überschwapp (Spill Over) Effekt auf buchstäblich alle deine Aktionen im Leben. Du sagst schneller, was dich anpisst, springst schneller in den kalten See und triffst schneller wichtige Entscheidungen, die Risikoreich sind. Deine Wiesel-Wartezeit wird verkürzt und du bist insgesamt und allumfassend ein besserer, effizienterer Mensch (Mann). Dein Leben hat verkürzte Stopps und mehr Momentum.

    Je mehr, desto mehr.

    Immer wieder drauf und Spill over mäßig alle Grenzen zerstören.

    Überall und Immer. Push. Push. Push.

    Und 8h Schlaf nicht vergessen zur Restrukturierung deines Gehirns

    best

    -IJ

    themachine and CR7Doggystyle like this

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    Spannendes Thema!

    Erstmal hierzu:

    vor 4 Stunden schrieb Mature5Man:

    „Quantity produces quality“

    Dein Nervensystem kennt durch die behavioristische Konditionierung des immer wieder wiederholten Ansprechens, des „Fuck it“, „Let’s go“, „Angriff“ -Selbstgesprächs ganz kurz vor der „Kein Zurück“- Mobilisierung deines Körpers und der darauffolgenden Exekution des Approaches das Muster des Unmittelbaren Ansetztens.

    Sowohl das Zitat als auch die Erklärung mit Konditionieren finde ich unangemessen. Zitat, weil es um Zurückweisung geht... und eine Vielzahl an Zurückweisungen keine Qualität produziert (außer vllt dass die Frau beim dritten nervigen Angaben qualitativ hochwertiger zurückweist...)

    Zum Thema Konditionierung... Was hier beschrieben wird fällt a) eher in den Bereich des Operanden Konditionierens, da der TE Einfluss nimmt und es Verstärker gibt. Und b ) sind diese Verstärker in dem Fall NICHT positiv (also weder Belohnung (sie sagt ja) noch die Reduktion von etwas unangenehmen (die Angst die Chance zu verpassen/ frustriert von dir selbst zu sein, dass du es nicht versucht hast), wie beim normalen Approach der Fall sein KANN). Der Verstärker in dem antizipierten Fall ist eine Bestrafung im sinne von Zurückweisung. Und Strafe führt dem Operanden Konditionieren zufolge eher zu einem Aversion Verhalten. Und nein, grundsätzlich möchte man sich nicht angewöhnen unterbewusst Ansprechen mit Zurückweisung zu verknüpfen...

     

    Insgesamt kommt es bei sowas stark darauf an, wie man diese Challenge gestaltet und Zurückweisung sicherstellt. Klar, kratzt ein Korb weniger, wenn man sich scheiße anzieht, an dem Tag stinkt und seine schäbigsten, sexistischten, dümmsten Anmachsprüche raushaut. Denn dann ist das Mindset auf oberflächliche Zurückweisung gepolt, und man weiß, in hübsch, gut riechend und nett würde das vermutlich sogar klappen und es killt das Ego nicht. Aber 100Tage richtige Zurückweisung, bei maximaler Mühe und in Bereichen, die weh tun... glaube ich roasted die meisten Menschen richtig.

    Ich weiß aber nicht ob der erste Versuch einen wirklich abhärtet, denn... ja, hat eben nicht viel mit einem selbst zu tun, iwie und es besteht dennoch die Möglichkeit von dem Verknüpfen von Ansprechen mit Zurückweisung... wäre mir also zu blöd :D

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    vor 19 Stunden schrieb Martin91:

    Man muss sich absichtlich 100 Tage lang verschiedenen Situationen aussetzen, in denen man eine Zurückweisung erhält. Es ist zwingend notwendig, dass man eine Zurückweisung erhält.

    Das darf man nicht! Das ist Gift für die Seele. Da hat der gute Herr recht.

    vor 19 Stunden schrieb Martin91:

    Der einzige innere Konflikt in mir ist die Gefahr, dass ich mir mit der Rejection Therapy mehr schade als gut tue. Dass ich mein Selbstwertgefühl zerstöre statt Selbstbewusstsein aufzubauen.

    Was sagt ihr dazu? Ich höffe ihr könnt mir helfen und mir zu dem einen oder anderen raten.

    Meiner Meinung nach machst du dir dein Ego kaputt... viele Menschen lernen den Schmerz stark zu lindern weil sie ihn über längere Zeit ertragen mussten. Es lindert nicht nur das negative Gefühl "schmerz" sondern auch die positiven Gefühle "liebe, nähe, glück usw". 

    Ich persönlich halte davon nichts. Es hinterlässt immer spuren, wenn man längere Zeit kassiert. Man ist danach nicht mehr der Selbe wie vorher. 

    Ein mit Gaffertape umwickelter Ast hält vielleicht mehr aus... aber man sieht er hat ein Gaffer um sich herum. Gebrochen ist er dennoch innerlich.^^

    Lass es sein.

    BEEF

     

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    Was ist, wenn ich die Rejection Therapy so auslege, dass ich mich jeden Tag in eine Situation begebe, in der ich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Zurückweisung erhalte, die Aufgabe des Tages aber auch geschafft habe, wenn ich keine Zurückweisung bekommen habe, sondern einfach deshalb geschafft habe, weil ich mich getraut habe, etwas zu machen, wo ich eine Zurückweisung erwartet hätte?

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    Was ist denn eigentlich mit Deinem Selbstbewustsein los? Du schreibst, dass Du Deine Freundin angesprochen hast und eine glückliche Beziehung führst - aber scheinbar scheinst Du doch nicht so glücklich zu sein, sonst kämst Du ja nicht auf solche Gedanken.

    thundercat likes this

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    Irgendwie versteh ich das Projekt nicht. Es ist die Aufgabe, dass man sich absichtlich (!) in eine Situation begibt, in der man dann eine Zurückweisung erhält, damit man gegen Zurückweisung abgehärtet wird. Soweit so gut. Aber das Problem sehe ich darin, dass man versucht sich selbst zu verarschen. Man erfährt ja keine wirkliche Zurückweisung sondern nur "gefakte". Und davon härtet man nicht ab, da man sich selbst nicht verarschen kann. Beispiel: Wenn ich mich für nen Job bewerbe, für den ich qualifiziert bin, und dann nicht genommen werde, dann erfahre ich wirkliche Zurückweisung. Aber wenn ich mich jetzt bei der Queen als persönlicher Berater bewerbe, dann weiß ich, dass ich da einen Korb bekomme und dann juckt mich der Korb doch nicht. Es stand ja nie zur Debatte, dass ich da hätte genommen werden können.

    Oder als alternatives Beispiel: Ich kann unter druck konzentrierter arbeiten. Wenn also eine Deadline bevorsteht, bin ich viel produktiver. Jetzt dachte ich schon oft, dass ich mir einfach selbst eine Deadline setze, dadurch dann der Druck entsteht und ich produktiver arbeite. Aber das funktioniert nicht, da ich weiß, dass die Deadline keine echte ist und ich mich selbst nicht verarschen kann. Der Druck entsteht nicht und ich bin auch nicht produktiver.

    Das gleiche doch auch bei den Mädels. Wenn ich eine in der Absicht anspreche, eine Korb zu bekommen, dann tut der Korb ja nicht weh. Es tut mir ja auch nicht weh, wenn ich meinen 5jährigen Cousin beim Fußball gewinnen lasse...

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