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Dokumentation zu Zahlenmanipulation und statistische Täuschung

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Hallöchen :)

Ich weiß dass es noch viele Menschen gibt, die tatsächlich an Wahrheitsgehalt von Statistiken glauben und sich unfassbar leicht auf diversen Seiten irgendwelchen Ideen holen von dem wie die Welt angeblich sei und was angeblich wahr sei...  Tatsächlich jedoch dienen Statistiken größtenteils der Manipulation (Beeinflussung und Täuschung) und nicht der Wissenschaft (= Wissen-schaffen!). Ich hab vohin eine Dokumentation gesehen, die das, was ich schon lange weiß (und auch in der Uni gelernt habe) sehr gut zusammengefasst hat. Die Doku nennt sehr verschiedene Ebenen, wo dadurch Manipuliert wird. Sehr interessant das Ganze, das Thema: Zahlenmanipulation und statistische Täuschung.

Wenn also jemand nochmal versucht mit Statistiken zu argumentieren, sollte dieser Thread genannt werden. Damit spart man sich viel Unwissen und Selbstlüge. 

http://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=2872177635971

 

lg,

Loveling

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Ach, die lieben Zahlen...Was sind sie nun - Fluch, Segen, beides? Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass Menschen in diesem Bereich schwer in der Lage sind zu differenzieren und sich von der Ebene des Schwarz-Weiß-Denkens wegzubewegen.

Ohne dieses Video konkret angesehen zu haben (dafür habe ich schon Bücher zu dem Thema gelesen), kann ich dir ganz genau sagen, was passieren wird. Menschen, die vor dem Anschauen des Videos differenziert mit dem Thema umgingen, Motive und Quellen einer Studie für sich hinterfragt haben, um die Aussagekraft einer Studie einordnen zu können, diese Menschen werden aus diesem Video keinen Benefit ziehen können. Wer vorher ohne nachzudenken mit Studien um sich geworfen hat und allem, was er las, blind vertraute, der wird das auch tun, nachdem er dieses Video gesehen hat, oder - und das ist meiner Meinung nach noch schlimmer - er hält sich jetzt für cleverer als alle anderen, wird zum Statistikrassisten und verurteilt ohne weiteres Hintergrundwissen jede Studie/Statistik mit dem Todschlagargument "Glaube keiner Studie/Statistik, die du nicht selbst gefälscht hat". Ist ein bisschen das gleiche Prinzip wie bei Verschwörungstheorien. Dann ist jeder der Depp außer dem Verschwörungstheoretiker, denn der hat ja all die perfiden Machenschaften genau durchschaut.

Das ist das Problem mit solchen Videos. Sie schüren Paranoia, dass man sich auf kaum eine Studie oder Statistik verlassen kann. Wer wirklich differenziert über solche Dinge Bescheid wissen möchte, der sollte sich einmal in der Tiefe damit beschäftigen. Informiert euch darüber, wie ihr feststellen könnt, wie viel Aussagekraft eine Studie/Statistik hat. Lest etwas über Studiendesigns. Anhand des Studiendesigns könnt ihr ohne euch näher mit einer Studie befassen zu müssen, sehen, wenn sie für den Arsch ist.

Cheers,
rsc

bearbeitet von rsc

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Generell sind Studien immer mit Vorsicht zu genießen. 

Wenn ich in einen sozialen Brennpunkt gehe und 100 Teenie-Mütter befragen,  ob und wie sie verhüten, bekomme ich ein anderes Ergebnis, als wenn ich selbige Befragung in einer Klosterschule durchführe. Da kann ich mir dann aussuchen, welches Ergebnis ich für welche Absicht veröffentliche. Entweder ich will schockieren, Wieviele Frauen nicht verhüten (dann kloster-ergebnis) oder ich will Kondome schlecht reden, da von den Teenie Müttern 65% Kondome benutzen und trotzdem schwanger wurden. Würde sich anbieten wenn ich Konkurrenz zu Kondomen darstelle. 

Selbst Wissenschaftliche Studien, die empirisch weitestgehend belegt sind, bieten oft weniger Aussagekraft als man denkt. 

Die Aussage einer Studie findet man übrigens nicht in dem Ergebnis der Studie, sondern in den Grundannahmen die vorausgesetzt werden und in den Absichten der Studie. 

Einfach mal ein bisschen nachdenken und nicht jede scheiß Prozentzahl oder quote aus der Bild oder Brigitte ernst nehmen. 

Btw layquote: 50%.

Option 1: 50% aller cold approaches 

Option 2: 50% all derer die nicht mehr aus dem Taxi flüchten konnten. 

Option 3: 50% aller, mit deren kc vorangegangen waren. 

Gleiche Kennzahl, unterschiedliche bezugsgröße, null Aussagekraft. 

TT

 

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Wesentlich daran ist aber, dass empirische Studien immer noch das beste zur Verfügung stehende Werkzeug sind, um sich der Wahrheit anzunähern, alles andere wie "einzelne Erfahrungswerte" oder "Anekdoten" "ich kenne mich da aus" etc. ist dagegen NOCH VIEL SCHLECHTER.

Denn empirische Studien sind nichts anderes, als systematisches genaues hinsehen.
Damit wird auch Unfug und Lobbyismus betrieben, deswegen fußt der wissenschaftliche Stand NIE auf Einzelstudien, sondern darauf, dass Studien in X Varianten reproduziert wurden und immer in die selbe Richtung deuten.

Wo man also ganz, ganz vorsichtig sein muss, sind Einzelstudien mit politischem Hintergrund, da wird so viel Unfug getrieben. Und was gar nicht geht ist, nur Artikel über Studien zu lesen, denn diese sind fast immer falsch, wirklich. Journalisten schreiben so viel Schwachsinn zusammen, das gibt es gar nicht.

Auf die Wissenschaft an sich kann man sich insgesamt noch verlassen. Aber wer hat schon direkten Zugang dazu? Wer kann von sich behaupten, sich mit dem wissenschaftlichen Stand außerhalb von Artikeln von Journalisten zu beschäftigen?

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vor 2 Stunden schrieb zaotar:

Auf die Wissenschaft an sich kann man sich insgesamt noch verlassen. Aber wer hat schon direkten Zugang dazu? Wer kann von sich behaupten, sich mit dem wissenschaftlichen Stand außerhalb von Artikeln von Journalisten zu beschäftigen?

Auch als Laie sollte man Studien hinterfragen. Und mögliche Ansätze wären bspw. Wer gab die Studie in Auftrag, wer hat sie durchgeführt, Ist sie öffentlich zugänglich, werden Quellen verlinkt. Damit lässt sich schon mal der grobe Stuss aussortieren.

Generell zu Studien kann ich sagen "Wer tief genug bohrt, wird auch etwas finden." Oftmals reicht es schon eine frage anders zu formulieren um ein Ergebnis zu verfälschen.

Ein Garant für Qualität ist immer, wenn sich der Autor selbst kritisch zur Studie äußert. 

In den meisten Fällen ist das Problem aber nicht die Studie, sondern die Redakteure oder "Facebookuser" die eine Studie zu ihren Zwecken verwursten. Die Leser lesen dann die Überschrift dichten ihre Meinung dazu und teilen es weiter.

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Oh man ey, ich habe mich neulich schon massiv über dieses Thema geärgert und jetzt wird das sogar noch n eigener Thread.... GZ wer hätte es gedacht, man kann mit Statistiken Menschen manipulieren... KRASS! ... mit Worten und Videos geht das aber genauso! Und ist das was du mit diesem Thread tust nicht genauso eine einseitige Manipulation wie in den im Video angegeben Statistiken?

Ich denke, dass du mit dem Thread hier erzeugen möchtest, dass man differenziert mit dem Thema umgeht... wieso regst du dann nicht zu wirklich intelligentem Umgang damit an? Vor allem wo du doch selbst Konzepte der Psychologie, wie z.b. das statistisch untersuchte und bewiesene Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung, benutzt um hier Usern zu helfen... Das Video zeig leider keinen wirklich sinnvollen Umgang mit Statistik sondern zeigt nur schlimme Möglichkeiten der Manipulation auf... nächstes Mal vllt n Video in dem statistische Datenanalyse erklärt wird, damit man sowohl die sinnvolle Seite, als auch das Gemauschel gezeigt wird. Das erste Beispiel findet man z.B. in JEDEM guten Statistikkurs btw...

Wir alle erzeugen mit unserer Wahrnehmung indirekt Statistiken, darauf basiert z.B. das GESAMTE Konstrukt von Game was hier Menschen nahegebracht wird... die sind allerdings, wie zaotar schon sagte, beim Individuum sehr viel biasbehafteter als in einer GUTEN Statistik... und damit im Durchschnitt weniger anwendbar... z.B. wenn die mediierenden Aspekte außer Acht gelassen werden, weil man selbst sie vllt gar nicht bedenkt. Das kann auch in wissenschaftlichen Studien passieren, allerdings werden diese meist mit einem relativ großen Fachpublikum geteilt, durchdacht und überprüft.

Ja, im Studium lernt man differenziert mit Statistiken umzugehen. Das ist richtig und wichtig. Wenn man z.B. im Zuge seines Studiums Statistik 1+2 besucht hat (oder die +-20 Euro ausgibt um sich ein Buch zum Thema zu kaufen...) und sich eine Statistik genauer anschaut (wissenschaftliche Statistik und nicht wie oben schon jmd meinte: Brigitte umfragen!) kann relativ gut anhand der Hypothesen, der dahinter steckenden Zahlen, der Auswahl der Befragten usw. erkennen ob diese Statistik insgesamt sinnvoll ist, sich auf sein Themengebiet/ die eigene Argumentation anwenden lässt oder manipulierende Kackscheiße ist! In den guten Statistiken würde, wie im Bezug auf das Heilbronn bsp. in der Diskussion auch stehen, dass es einen Ausreißer gab und dieser aus Grund X in der Statistik gelassen, oder dieser eben weil man einen sinnvollen Durchschnitt haben will entfernt wurde.

 DAS sollte man im Studium beigebracht bekommen haben und nicht "Traue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast"... Diese Herangehensweise führt nämlich zu undifferenziertem Abwerten sämtlicher Wissenschaft, die auf Statistik beruht wie zb. Psychologie, was hier ja relativ wichtig ist. (Selbst im Deutschunterricht findet man schon teilweise primitive statistische Analyse von Werken...ich sage nur Metaphorische Verklammerung!)

 

bearbeitet von kitsu
dopplungen

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Wobei einige Verzerrungseffekte nicht erkennbar sind bei Prüfung einer Studie (z.B. publication bias).
Daher sollte man es so halten wie es in der Wissenschaft üblich ist und sich in erster Linie auf die allgemeine Studienlage verlassen, also die Gesamtheit an Studien zu einem Gebiet berücksichtigen.

Das kann man als Laie oft nicht machen und Journalisten machen das prinzipiell nicht, aber Wissenschaftler fassen den Stand der Forschung sehr oft ganz gut lesbar zusammen, sei es in Büchern oder Blogs. (Manchmal auch speziell Wissenschaftsjournalisten, über die stolpert man aber insbesondere im deutschsprachigen Raum nicht mal so eben zufällig.)

Als Leitsatz kann man sich merken: Empirische Studien haben so ihre Tücken, sind aber das beste Mittel um sich der Wahrheit zu nähern.

bearbeitet von zaotar

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vor einer Stunde schrieb Trumpete:

Wir leben in einem postfaktischen Zeitalter, in dem es sogar alternative Fakten geben kann.

Nein. Einfach nein. 

Ich unterstelle dir einfach mal ein gewisses Maß an ironie, sonst bereiten wir uns hier auf eine lange Diskussion vor. 

Warum nur... 

TT

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vor 33 Minuten schrieb prometheus:

Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Das ist doch Quatsch. Sowas schreiben Leute im Facebook, wenn eine Statistik nicht mit ihrer eigenen Meinung übereinstimmt.

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vor 17 Minuten schrieb House:

Das ist doch Quatsch. Sowas schreiben Leute im Facebook, wenn eine Statistik nicht mit ihrer eigenen Meinung übereinstimmt.

Churchill hatte keine Facebook. :)

Was ist Quatsch ?

Das mit Statistiken sehr gerne Unfug betrieben wird und dass man ganz genau schauen muss, was von wem untersucht worden ist ?

Von den Interpretationsmöglichkeiten mal ganz zu schweigen.

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vor 1 Stunde schrieb ThinkTwice:

Ich unterstelle dir einfach mal ein gewisses Maß an ironie,

Ich meine das nicht ironisch, sondern durchaus ernst.

 

vor 1 Stunde schrieb ThinkTwice:

sonst bereiten wir uns hier auf eine lange Diskussion vor. 

Lets go.

 

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Generell ist dieses postfaktische wissenschaftsfeindliche (selbstbild ist natürlich nur 'wissenschaftskritisch') Milieu ein extrem großes Problem unserer Zeit, dass sich bisher 'nur' in Trumps Neuausrichtung z.B. bezüglich Klimawandel geäußert hat, aber wie ich fürchte noch schlimmer wird.

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Bin mit dem Begriff nur oberflächlich vertraut, aber ist das nicht genau das?
Entsprungen aus dem postmodernen (falsch verstandenen) radikalkonstruktivistischen Ansatz, wo ja alles gleichwertig sei und "natürlich" Homeopathie mindestens so gut wirke wie 'konventionelle' Methoden, wenn man sich nur nicht durch "sie", "die Medien" die "unkritische Gesellschaft" bzw. den "militär-industriellen-Komplex" hat überzeugen lassen.

 

PS.: Beim zweiten lesen verstehe ich, was du meinst.
Das ist aber imHo immer alles mitgedacht, weil dieses vermeintlich wissenschaftskritisch eigentlich einfach nur ein Angriffsvektor von Homöopathiegläubern und Esoterikern aller Art ist. Zu denen man Loveling im übrigen ja auch glasklar zählen kann.

bearbeitet von zaotar

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vor 9 Minuten schrieb zaotar:

Generell ist dieses postfaktische wissenschaftsfeindliche (selbstbild ist natürlich nur 'wissenschaftskritisch') Milieu ein extrem großes Problem unserer Zeit,

Warum ist das ein Problem?

Ich gehe mal davon aus, dass Du erfolgreich sein möchtest. Sei es in der Liebe, im Spiel, im Beruf oder sonst wo.

Und ist Dir schon mal aufgefallen, dass erfolgreiche Menschen einen Dreck auf Fakten, Studien und Statistiken geben?

Ein "postfaktisches Milieu" gab es also immer schon, nämlich da wo erfolgreiche Menschen sind.

Und ja, Donald Trump ist das beste Beispiel.

 

vor 9 Minuten schrieb zaotar:

dass sich bisher 'nur' in Trumps Neuausrichtung z.B. bezüglich Klimawandel geäußert hat, aber wie ich fürchte noch schlimmer wird.

Es gibt ja auch keinen Klimawandel.

 

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Im Gegenteil sind erfolgreiche Menschen tendenziell gute Analysten, die Situationen = Fakten schnell intuitiv begreifen und müssen sich daher weniger auf allgemeine Wahrheiten verlassen, weil sie in ganz konkreten Situationen erkennen, was hier in dem speziellen Einzelfall zutrifft.
In Studien geht es jedoch nicht darum, was in ganz bestimmten Einzelfällen zutreffen kann, sondern was reproduzierbar im Allgeinen zutrifft. Wenn du einen Apfel hochwirfst, dann fällt er runter, auf Grundlage von physikalischen Naturgesetzen, auch wenn er mitten im Weltraum nicht fällt und auch in einem abstürzenden Flugzeug nicht zu fallen scheint.

bearbeitet von zaotar

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Es kann ja jeder nur für sich selbst sprechen und daher tue ich das auch und spreche nur für mich selbst.

vor 4 Stunden schrieb kitsu:

Ja, im Studium lernt man differenziert mit Statistiken umzugehen. Das ist richtig und wichtig. Wenn man z.B. im Zuge seines Studiums Statistik 1+2 besucht hat (oder die +-20 Euro ausgibt um sich ein Buch zum Thema zu kaufen...) und sich eine Statistik genauer anschaut (wissenschaftliche Statistik und nicht wie oben schon jmd meinte: Brigitte umfragen!) kann relativ gut anhand der Hypothesen, der dahinter steckenden Zahlen, der Auswahl der Befragten usw. erkennen ob diese Statistik insgesamt sinnvoll ist, sich auf sein Themengebiet/ die eigene Argumentation anwenden lässt oder manipulierende Kackscheiße ist! In den guten Statistiken würde, wie im Bezug auf das Heilbronn bsp. in der Diskussion auch stehen, dass es einen Ausreißer gab und dieser aus Grund X in der Statistik gelassen, oder dieser eben weil man einen sinnvollen Durchschnitt haben will entfernt wurde.

 DAS sollte man im Studium beigebracht bekommen haben und nicht "Traue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast"... Diese Herangehensweise führt nämlich zu undifferenziertem Abwerten sämtlicher Wissenschaft, die auf Statistik beruht wie zb. Psychologie, was hier ja relativ wichtig ist. (Selbst im Deutschunterricht findet man schon teilweise primitive statistische Analyse von Werken...ich sage nur Metaphorische Verklammerung!)

Ich gehe mit Studien so um, wie ich es in der Uni gelernt habe:

1) Studien dienen der Zweckerfüllung und bilden keinesfalls eine Abbildung einer absoluten Realität, egal wie korrekt sie durchgeführt wurden. 

Stark vereinfachtes Kurzbeispiel für die Erzeugung einer Studie, die eine Statistik enthalten kann wenn JEMAND ein Zebrastreifen irgendwo etablieren will und möchte dass die Stadt oder ein Unternehmen diesen bauen lässt. Das Unternehmen oder die Stadt will wissen, ob es denn was bringt und möchte daher einen EInblick in die SItuation an der Straße dort und lässt daher eine kleine Studie anfertigen (Umfragen mit Fragebögen, oder einfache Zählmethoden, dann die AUswertung als Statistik gezeigt). Das Ergebnis dann sagt genaugenommen aus: An der Straße x haben Personen B und A in der Uhrzeit y genau x Anzahl von Menschen die Straße überqueren gemessen. Die Fehlerquellen sind: f, g und h (etc...).  Da kann man nehmen was man genau möchte UM DAS ZIEL zu erreichen was man möchte, also wählt man die genau passenden Parameter die dann im Ergebnis dazu führen, dass die Investition in ein Zebrastreifen getätigt wird.

Die Stadt oder das Unternehmen kann dann sehen "ok ein Zebrastreifen wäre sinnvoll an der Stelle.

Dann kommt jemand, der will kein Zebrastreifen und macht eine Gegenstudie, wählt seine Parameter aus und zeigt mit seinen Ergebnis, dass der Zebrastreifen nicht nötig ist.

Dann kann die Stadt oder das Unternehmen sich überlegen, ob das wirklich sinnvoll ist oder nicht. Das ist der Weg der halt üblich ist und dazu dienen Studien: das Unterstreichen der eigenen Argumentation und die belegung eines Sinns des eigenen Vorhabens, also "die Welt braucht das, und das zeige ich mit meiner Untersuchung hier".

Wenn man das weiß und es einfach mal respektiert, dann kann man besser mit Studien umgehen denn dann muss man als Privatperson, die da was mitbekommt durch Medien oder in Zeitschriften, weder eine Überprüfung durchführen, noch sonst was.  Ich weiß es ist kein Wahrheitsgehalt enthalten sondern NUR EINE PERSPEKTIVE EINER LOBBY oder eben INTERESSENTEN abgebildet und soll deren Argumentation stützen sowie Theorien etwas sicherer zeigen um (darum geht es ja am meisten) Forschungsgelder, Investitionen oder Unternehmungen finanziell zu stützen. Die Stadt oder das Unternehmen wollen ja wissen inwieweit es Sinn hat zu Investieren und daher fordern sie nicht nur eine Erklärung, sondern auch weiterführende Messungen zur PROGNOSE eines VOrhabens. Der Anspruch an irgendeinen Wahrheitsgehalt existiert meinerseits nicht, da ich stets davon ausgehe, dass JEMAND ein Ziel mit einer Studie verfolgt und deshalb auch keinen Absolutheitsanspruch vorhanden sein kann.

2. Die Untersuchungsmethode bei Studien ist NICHT ERGEBNISOFFEN! Daher können sie den Anspruch einer Wirklichkeitsabbildung nicht erfüllen. Es gibt ja viele Forschungsmethoden und Studien (dazugehörige Statistiken) sind NUR EINE davon! Es gibt Forschungsmethoden mit Ergebnisoffenen Herrangehensweise, sowie Qualitative Forschungsmethoden wo VORHER kein Ziel genannt wird. Diese haben bei weitem einen höheren Wahrheitsgehalt, sind aber wesentlich teurer und wesentlich aufwändiger, was der Grund ist, dass bei gewissen Vorhaben lieber zu Studien gegriffen wird.

Reine Zahlenauswertungen dienen ja auch nicht der absoluten Realitätserfassung sondern sind Grundsätzlich eingeschränkt (Untersuchungsparameterauswahl). Erst im zweiten Schritt kann daraus eine Vorraussage oder eine Tendenz INTERPRETIERT werden oder eben auf eine Tendenz geschlossen werden. Und das weiß man als Forscher und hat daher auch kein Problem damit dass tudien eben nicht der Realitätsabbildung dienen.

Das Tool Studie bzw Statistik wird natürlich von Unternehmen verwendet um ihre selbstgesetzen Ziele zu erreichen. Da geht es nicht um Wissen oder um Realität, sondern um Gewinn und das Einführen von Innovationen, die sonst schwer durchsetzbar wären.

Es gibt viele solche interesanten Reportagen, die natürlich nicht Wertefrei sind aber auch da habe ich den Anspruch nicht. Es ist klar dass eine Reportage die Nuancen ihres Regisseurs und Finanzies beinhaltet und diese Reportagen und Dokumentationen dienen der Kritik und der Aufdeckung bzw. Aufklärung. Ich würde eher sagen sie dienen der Entmanipulation von der Manipulation die zuvor ja shcon stattfand, eben der Korrektur bzw. Meinungsdiversität. Journalismus dient durchaus der Aufdeckung und ich sehe das nicht so dass man absolut alles stets relativieren kann und man nicht sagen kann "ja die alle Manipulieren, ist doch sowieso egal".... Darum geht es nicht ob alle Manipulieren, sondern ob man zu einen BESSEREN oder einen SCHLECHTEREN Zustand "hinmanipuliert" wird und ob alles, was da durch Studien und Statistiken an "Scheinfakten" erfunden wird, tatsächlich gut für uns Menschen ist oder sinnvoll ist...

Wichtig sind Institutionen, die sich mit der Entmanipulation beschäftigen, wie Lobbycontrol, Foodwatch etc... Da kann man durchaus mehr Erfahren und muss nicht alles selbst recherchieren.

*****************************************************************************************************************

Hier ist eine Reportage, wo es auch (aber nicht hauptsächlich) um Studien geht aber vor ALlem die Hintergründe und Einmischungen von Konzernlbbyisten bis in die Wissenschaft-Ebene aufzeigen. Auch das ist in unseren Wissenschaftsinstitutionen hier alles bekannt und die Wissenschaft in der USA wird daher auch sehr kritisch betrachtet.

Der Fall Monsanto zeigt ja die Tatsache dass alles, was man will mit passeneden Studien belegt werden kann und mit passenden Gegenstudien entkräftet werden kann. Es gibt viele PRIVATINSTITUTE die von Unternehmen geleitet werden und wissenschaftliche Methoden benutzen um ihre Innovationen und Produkte durch Studien zu etablieren und auf den Markt zu bringen!

Mir sagte ein Dozent damals: Science is a bitch, use it.

lg,

LoveLing

bearbeitet von LoveLing

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vor 50 Minuten schrieb prometheus:

Was ist Quatsch ?

Solche pauschalisierten Aussagen.

vor 53 Minuten schrieb prometheus:

Das mit Statistiken sehr gerne Unfug betrieben wird und dass man ganz genau schauen muss, was von wem untersucht worden ist ?

Seriöse Statistiken/Studien sind immer nachvollziehbar. Wenn sich Leute die Zeit nehmen würde, die Studie zu lesen anstatt einfach nur eine Grafik rauszukopieren, würden sie mit Sicherheit über ein Kapitel stoßen, wo die Methoden und die Rahmenbedingungen der Datenerhebung ausführlich erklärt werden.

vor 57 Minuten schrieb prometheus:

Von den Interpretationsmöglichkeiten mal ganz zu schweigen.

Was in den meisten Fällen am Leser selbst liegt. Natürlich spielt gerade fachliche Kompetenz bei wissenschaftlichen Studien/Statistiken eine wichtige Rolle. Wenn ich etwas aber nicht verstehe und erst gar nicht lese, sollte man das mit der "Eigeninterpretation" besser lassen. Die Studie wird nämlich nicht interpretiert, sondern häufig nur die Überschrift und die ersten drei Zeilen aus dem "Brigitte"-Artikel.

vor 23 Minuten schrieb zaotar:

 

Generell ist dieses postfaktische wissenschaftsfeindliche (selbstbild ist natürlich nur 'wissenschaftskritisch') Milieu ein extrem großes Problem unserer Zeit

 

Amen. Siehe die "Reichsbürgerbewegung". Immer ein lacher wert.

vor 18 Minuten schrieb Trumpete:

Und ist Dir schon mal aufgefallen, dass erfolgreiche Menschen einen Dreck auf Fakten, Studien und Statistiken geben?

Wie kommst du denn auf den Trichter ? Und jetzt komm mir nicht mit Trump, der hat doch nur von Steuervorteilen und das Geld von Papa überlebt. Erfolgreiche Firmen habe bspw. immer ein Controlling... soviel zu dem Thema.

 

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19 minutes ago, LoveLing said:

Hier noch ein Video das sehr gut reinpasst: Studien-fälschungen und Wissenschaft

lg,

LoveLing

Da sieht man mal, warum man sich unter gar keinen Umständen auf irgendwelche Aussagen von Esoterikern und Homöopathiegläubigern und ähnlichen verlassen darf, selbst in der Wissenschaft, die Disziplin die sich noch am ehesten der Warheheitsfindung verschrieben haben gibt es schwarze Schafe, gibt es Fehler die zu spät entdeckt werden etc..
Außerhalb der Wissenschft ist das alles aber die Regel und ganz normal an Bullshit zu glauben und zu lügen und zu betrügen bis sich die Balken biegen.

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vor 13 Minuten schrieb zaotar:

Da sieht man mal, warum man sich unter gar keinen Umständen auf irgendwelche Aussagen von Esoterikern und Homöopathiegläubigern und ähnlichen verlassen darf, selbst in der Wissenschaft

Allerdings wird diese Sendung auch irgendwie Absurd, wenn die Unglaubwürdigkeit von Studien mit Studien belegt wird. Und dass 2 näher an 1,45 ist als 1 ist mir auch neu...

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