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"Die Richtige" - welche?


mike199

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Hallo Leute,

heute melde ich mich nach einiger Abstinenz (> 2 Jahre) mit einer Frage / einem Diskussionsansatz mal wieder zurück. Und zwar geht es  - wie im Titel kurz angerissen - um die vermeintlich schlichte Frage, woher man weiß, ob eine Partnerin "die richtige" Partnerin ist. 

Um das kurz in den konkreten Kontext zu setzen: mit PU habe ich vor rund 5 Jahren angefangen mich zu beschäftigen und habe den klassischen Zyklus durchlaufen - damals wegen Stress mit einer Freundin hier gelandet, viel gelernt, viel umgesetzt, daraufhin verrückteste exzessive Single-Zeiten gehabt, mehrere glückliche Beziehungen, rundum alles was dazu gehört. Seit über 2 Jahren bin ich nun in einer monogamen Beziehung mit einer Frau, die mich aufrichtig vom kleinen Zehen bis zur Augenbraue liebt, mich unterstützt, viel für mich tut und immer für mich da ist, wenn ich sie brauche - ich aber nicht umhin komme, mich zu fragen: "war's das jetzt?"

Früher war ich der Auffassung, dass eine wilde Zeit, regelmäßiger und wilder Sex mit unterschiedlichsten Frauen dazu beiträgt, dass man "später" ausgetobt und entspannt genug ist, um mit einer Frau längerfristig glücklich zu werden. Rückblickend ist meine persönliche Einschätzung allerdings, dass die Tools die man damals gelernt hat anzuwenden in Verbindung mit dem dadurch gewonnenen selbstsicheren Umbang mit Frauen, der anderen Lebens- und Fraueneinstellung, einem es nahezu unmöglich macht, dauerhaft mit einer (einzigen) Partnerin glücklich und zufrieden zu sein. Einerseits kommen zu oft die Erinnerungen an das aufregende Prickeln beim Gamen / beim Eskalieren / beim ersten Sex mit einer anderen Frau hoch, die einen in die Ferne abschweifen lassen, zum anderen ist die Hemmschwelle / die Hürde faktisch nicht mehr vorhanden, wenn es darum geht, andere Frauen kennenzulernen und zu Gamen - und es ist einfach so leicht! 

Eine Einschränkung an dieser Stelle: möchte diesen Thread nicht nutzen, um unterschiedliche Beziehungsmodelle zu diskutieren oder das bekannte Thema "ist Monogamie mit PU überhaupt vertretbar" mal wieder breitzuschlagen. Mich interessiert hingegen eure Einstellung zu der Frage, unter welchen konkreten Voraussetzungen ihr mit einer Partnerin dauerhaft in einer monogamen Beziehung lebt und wann genau bei euch der Punkt kommt, an dem ihr zu dem Entschluss kommt, eine an sich funktionierende Beziehung dennoch zu beenden.

 

VG

Mike

 

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vor 9 Stunden schrieb mike199:

um die vermeintlich schlichte Frage, woher man weiß, ob eine Partnerin "die richtige" Partnerin ist. 

Es gibt einmal den logischen und physikalischen Aspekt. Wobei sich der Begriff "physikalisch" metaphorisch auf evolutionär bezieht.

Logisch sind fundamentale Sachen wie: Aussehen, Charaktereigenschaften, Glaube, Familienhintergründe und sonstige Werte, die über die man sich Gedanken macht. Dabei variieren diese Werte von Person zu Person.

Physikalisch sind Gefühle, die auftreten ohne den logischen Aspekt zu berücksichtigen. 
Bsp: Beef steht auf Latinas im Alter von 20 - 25 Jahren, sollte blaue Augen haben blablabla. 
Und auf einmal werden alle logischen Grundsätze durch HB xyz widerlegt. xyz ist Polin, 18 Jahre alt und hat braune Augen what ever, trotz jeglicher logischen Anforderungen kann ich HB xyz gefühlstechnisch nicht widerstehen.

"Die Richtige" findet man, indem Kopf und Gefühle mit einem klaren JA antworten. D.h. wenn man über den Charakter des HB nachdenkt, kommt man zum Entschluss, dass das HB perfekt zu einem passt. (selbe Hobbies, man passt gut in die Familie, selbe Lebensziele usw).

Genauso sollte das aber auch physikalisch passen. Ich schau mein HB an und denke mir, ich liebe sie, ich finde sie geil, sie ist perfekt! 

Wenn beide Komponenten zu 100% funktionieren, dann hast du die Richtige gefunden.

BEEF

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Für mich geht es dabei um Entscheidungsstärke (als Grundlage natürlich das, was runnungbeef schrieb).
Viel aufreißen kann Auswirkungen auf verschiedene Ebenen wie z.B. Identität haben.
Du siehst, dass eine Sache (= Beziehung) gut und richtig ist und dann gehst du 100% diesen Weg.
Ich hatt schöner Weise diese Fähigkeit schon immer relativ gut ausgeprägt. Entscheidung kein Fleisch zu essen -> 12 Jahre lang kein Fleisch essen.

Wenn es aber Ziel- oder Wertekonflikte gibt sollte man die bewusst aufarbeiten. Also welche Vorteile siehst du am Aufreißerleben, was ist gut daran, wieso strebt ein Teil von dir noch dahin? Und ist das wirklich besser als mit deiner Freundin zusammen zu sein? Ist das wirklich so toll, wie du dir das im Kopf aus der Distanz konstruierst? etc.
Durch diese Aufarbeitung werden Konflikte neu bewertet und Entscheidungen gestärkt.

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Danke für eure Antworten! 

Ohne jetzt im ersten Schritt auf einen konkreten Fall mit all den Details eingehen und damit etwas von der eher theoretischen Fragestellung abweichen zu wollen, so frage ich mich im Allgemeinen dennoch, woher man(n) weiß, ob die aktuelle Partnerin die (eine?) richtige ist, ob man mit oder ohne sie besser dran wäre und ab welchem Punkt eine Trennung angemessen ist.

Hattet ihr nie einen Punkt in einer Beziehung erreicht, an dem ihr indifferent / hin und her gerissen seid, ob es euch mehr Spaß bereiten würde, wieder Single zu sein oder weiterhin mit der Partnerin / dem Partner zusammen zu bleiben die / der euch gut behandelt und mit der / dem ihr auch glücklich seid?

bearbeitet von mike199
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Ich kann die Frage sehr gut verstehen. Woher will man wissen, dass es nichts "besseres" gibt. Damit meine ich nicht nur andere Personen sondern auch andere Lebensumstände. Vor allem über eine längeren Zeitraum hin betrachtet. Woher will ich jetzt wissen, dass die Beziehung zu dieser Frau das beste für mich ist im Hinblick auf die Zukunft. Woher will ich wissen, dass das in 5 Jahren noch der Fall ist. in 10 Jahren. In 20 Jahren. In 30 Jahren.

Ich denke, dass man sich einfach irgendwann entscheiden muss. Nicht nur für eine Frau, sondern eben auch gegen die anderen (sofern man monogam lebt). Letztendlich wie bei vielen anderen Entscheidungen im Leben auch. Wäre ein anderer Studiengang nicht vielleicht besser gewesen? Ich werde es nie erfahren... Wäre es nicht sinnvoller gewesen in eine andere Stadt zu ziehen? Ich werde es nie erfahren... Irgendwann muss man eben einem Mädel in die Augen schauen und sich bewusst für sie und gegen die anderen entscheiden. Sicher, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, kann man sich dabei nicht sein. Unter Umständen wird man es aber auch nie erfahren, weil man nie das alternative Leben leben wird. Man darf sich an diesem Punkt nicht fragen, ob es nicht etwas besseres gibt, man muss sich unabhängig davon für das entscheiden, was man jetzt hat.

Du musst an dem Punkt, an dem du dich jetzt fragst, ob du lieber single wärst oder lieber mit deiner Partnerin zusammen bist, eben eine Entscheidung treffen. Wenn du nicht bereit bist, dein Singleleben aufzugeben, dann würde ich wohl sagen, dass es nicht die richtige ist. Wenn du bereit bist, diesen Preis zu zahlen, dann ist es schon eher die richtige. Oder eben alternativ doch darüber nachdenken, ob eine monogame Beziehungsform wirklich das richtige für dich ist auf Dauer...

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  • 2 weeks later...

Dieses Problem ist ja eines, mit dem viele konfrontiert sind. Mateo (oder Peter Frahm) hat mal gesagt, dass ein großer Prozentsatz der Beziehungen nur Kompromissbeziehungen sind.

Fragen, die man sich stellen sollte:

1. Ist sie äußerlich dein Typ oder stehst du eigentlich auf einen anderem Typen? (Die Frage stelle ich mir selbst gerade)

2. Macht sie dich im Bett weiterhin und dauerhaft scharf (genug)?

3. Gibt es in der Beziehung typische Streitthemen?

4. Liebst du sie? (Würdest du sie wirklich vermissen, wenn sie morgen mit dem Flugzeug abstürzt?               Fühlt sich der Gedanke gut an, mit ihr gemeinsam euren Enkelkindern beim Spielen zuzuschauen?)

Wenn du eine Frage deutlich zu ihren Ungunsten beantworten kannst, dann ist sie wohl nicht die Richtige.                Wenn alles für sie positiv ausfällt, dann solltest du mit ihr zusammen bleiben. Affären sind ja grundsätzlich trotzdem möglich. 

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Am ‎28‎.‎12‎.‎2016 um 19:23 schrieb mike199:

woher man(n) weiß, ob die aktuelle Partnerin die (eine?) richtige ist, ob man mit oder ohne sie besser dran wäre und ab welchem Punkt eine Trennung angemessen ist.

absolute Sicherheit wirst du nie haben, eigentlich geht nur Trial and Error Methode.

Trenn dich und ziehe dann nach ein paar Monaten Bilanz.

etwas provokativ könnte man natürlich sagen, dass allein die Tatsache, dass du dir die frage stellst, ob sie die richtige ist, zeigt, dass sie es eben nicht ist. (Wenn es die richtige wäre, müsstest du dir die Frage nicht stellen)

 

Ich kann dir gut nachfühlen. Selbstverständlich muss man sich ausleben. ABER nur weil man sich ausgelebt und wilde Zeiten gehabt hat, heisst das nicht, dass man das dann für immer und ewig hintersich gelassen hat oder hinter sich lassen möchte.

Oder anders gesagt: wenn man ein Player ist, dann wird man das wohl für den Rest des Lebens sein. Die Frage ist dann nur noch, wie man damit umgeht.

Zur Ausgangsfrage: Du scheinst mir noch jung zu sein und ich glaube nicht, dass Kinder ein Thema sind bei dir. Falls du mal Kinder und Familie willst, dann würde ich mir die Frage stellen, ob du dir die Frau als Mutter deiner Kinder vorstellen kannst.

Gruss Prometheus

 

bearbeitet von prometheus
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Ich möchte mal provokant schreiben, dass es die "Richtige" gar nicht gibt. Es gibt viele Menschen, mit denen wir soweit zusammen passen, dass man mit ihnen eine monogame LTR führen kann. Davon, wie gut es passt, hängt wahrscheinlich ab, wie lange nun Long in LTR sein wird. Ansonsten laufen bei uns allen biologisch zwei Programme parallel. Einmal "finde körperlich attraktive Frauen und zeuge Kinder" (= Player-Programm) und "finde verlässliche Frau und ziehe mit ihr Kinder groß" (= Familienvater-Programm). Insofern muss man an Beziehungen meiner Meinung nach immer arbeiten, weil es nicht die eine magische Frau gibt, bei der alles automatisch glücklich bis der Tod uns scheidet läuft. Wenn man es gut erwischt hat, läuft aber sehr viel automatisch. Ebenso kommt man, wenn es schlecht läuft, nicht darum herum, im Einzelfall zu prüfen, ob es besser ist, die Beziehung zu beenden, weil es den einen eindeutigen Indikator, dass die Partnerin nicht die "Richtige" ist nicht gibt, weil die "Richtige" ein romantisches Gedankenkonstrukt ist, dass nicht existiert. Und dass man auch in einer monogamen LTR, die gut läuft, hin und wieder den Reiz verspürt, mit anderen Frauen was anzufangen, ist normal, weil das Player-Programm in uns eben weiter läuft. In dem Fall wäre an der Beziehung arbeiten, dass man realisiert, dass das Player-Programm in Verbindung mit monogamer LTR nicht funktioniert und entweder seinen sexuellen Alpha in der Beziehung einbringt (was man ja sowieso sollte) und/oder das Player-Programm jenseits von ein bisschen C&F und hin und wieder zu langen Augenkontakten und Anlächeln bei anderen Frauen eben bewusst stoppt.

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Schließe mich Prince_Boring an. Die richtige gibt es nicht. Und so wie mit Moneyz kann man immer "mehr haben". Man kann immer ne krassere Chick an seiner Seite haben, eine die noch intelligenter, schöner ist als die letzte. Die man noch attraktiver findet. 

Hier ist der springende Punkt: Irgendwo kann man eine Entscheidung treffen, womit man sich zufrieden gibt. Sonst ist das Gras immer Grüner. Es ist wie damals im Club, wenn du 4 Optionen hast, mit wem du nachhause gehen könntest. Triffst du eine Entscheidung besteht die Chance, dass es cool wird, kann aber auch mega schlecht sein. Entscheidest du dich für keine, weil alle Optionen irgendwie gut klingen, gehst du alleine nach Hause. 

Ansonsten hat beef das schon gut erklärt: Was sind deine logischen und emotionalen Gründe? Dies bestimmt ja deine Messlatte. Macht mir aber den anschein, dass dich deine Perle langweilt.  Und da du dir ohnehin schon die Frage stellst, hast du dir dazu schon eine Antwort gegeben.

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So, jetzt komm ich und sage: Es gibt ihn/sie doch.

Ich hab mich locker jetzt, sagen wir 10 Jahre mit dem Thema Partnerwahl/Partnersuche/Dating/Sex beschäftigt. War monogam, war Single, war poly. Probierte und suchte..Und sehr oft kam irgendwann der Punkt oder die Frage auf: "will ich die nächsten 50 Jahre mit dieser Person verbringen?" Irgendwie war die Antwort am Ende dann doch immer "Nein". Das ging dann soweit, dass ich zu dem Schluss kam, das Monogamie absoluter Schwachsinn ist. Weil doch eine einzige Person niemals all unsere Bedürfnisse aufs Vollste bzw. Vollkommenste befriedigen kann. Es gab immer irgendetwas, wozu der Partner keine Lust hatte, kein Interesse ect. Dann hat man sich für diese Aktivität halt jemand anderen gesucht. Daraus entstand dann die für mich Schlussfolgerung, dass es "den perfekten Partner" nicht gibt und Polyamorie die logische Konsequenz ist.

Da kamen dann natürlich auch Fragen auf ala "Sind meine Ansprüche zu hoch?" Ich glaube jeder von uns kennt die Momente, wo er nach einer weiteren gescheiterten mongamen Beziehung zu Hause sitzt, traurig ist und sich viele Fragen stellt:

Warum hat mich irgendwann so vieles gestört? Warum hatte ich das Gefühl, dass mein Partner nicht genug Invest gebracht hat? Hab ich noch genug in die Beziehung investiert? Warum war meine Motivation zu investieren weg?

Ich kann solche Gedankengänge wie:

Man muss sich eben anpassen, die Messlatte anpassen, das Gras auf der anderen Seite ist grüner, der Player-Modus setzt irgendwann ein usw. unfassbar gut nachvollziehen, weil ich sie selbst sehr sehr oft hatte. Mir war aber gleichzeitig auch klar, dass mein "Player-Modus" bzw. der Wunsch, überhaupt mal in den Garten des Nachbars zu schauen, wie dessen Gras denn so ausschaut, in 99% der Fälle daraus resultierte, dass mir grade in meiner LTR was gefehlt hat. Und sei es nur eine winzige Kleinigkeit, irgendwas, was meinen ?viel zu hohen? Erwartungen widersprochen hat. Dann fragt man sich im Umkehrschluss dann wieder: Warum sind meine Erwartungen so verfickt hoch? Hat Disney mir ein falsches Bild von Liebe vermittelt? Ist unsere Generation nicht mehr wirklich bindungsfähig auf Grund des Überangebots? Durch PU kamen dann noch Fragen hinzu wie: Liegt es an meinem Screening? Leide ich an Hypergamie? Oder auch: Haben Beziehungen heute ein kürzeres Halbarkeitsdatum und es gibt "viele Richtige"? Den richtigen für die Partyphase von 2005-2007, den nächsten Richtigen von 2009-2015 für erste Kind usw.?

Andererseits hab ich aber auch mal gelesen: "Du sollst keine Beziehung eingehen, wenn du nicht davon überzeugt bist, dass diese Beziehung ewig halten kann". Und ist es nicht auch so, dass wir jedesmal, wenn wir eine Beziehung eingehen, das Fünkchen Hoffnung in uns haben, dass es diesmal klappen könnte?

Diese ganze Wirrwarr führte bis Mitte 2015 klar dazu, dass ich mich entschied, nie wieder, komme was wolle, eine monogame Beziehung einzugehen. Ich war felsenfest davon überzeugt, den Richtigen gibt es nicht und das Beste wäre wohl, sich den "perfekten Partner" aus mehreren Menschen polyamor zusammenzupuzzlen.

Und dann kam meine LTR und hat das Ganze mal einfach so komplett über den Haufen geworfen. Warum? Weil ich es noch nie erlebt habe, dass es einfach so verflucht gut passt. Natürlich haben wir auch mal Streit und Meinungsverschiedenheiten, aber in 95% der Fälle sind wir uns erschreckend einig. Wir haben ständig auf die gleichen Dinge Lust, dass fängt bei Aktivitäten an und hört beim Essen auf. Es ist schwer zu beschreiben, aber dadurch herrscht bei uns eine besondere Harmonie, die ich ganz selten bei anderen Paaren erlebe. Und auf Grund der Tatsache, dass diese jetzige Beziehung einfach komplett anders verläuft und gelebt wird, als die Beziehungen die ich vorher hatte und auch viele Beziehungen in meinem Umfeld die ich so mitbekomme und ich seit Beginn dieser Beziehung nicht auch nur einmal in den "Player-Modus" gekommen bin, weil andere Menschen sexuell völlig uninteressant sind, behaupte ich ganz dreist "den Richtigen" dann doch für mich gefunden zu haben. Hat nur ne ganze Weile gedauert :D

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@ cat:

das tönt alles wunderbar und schön und ich will dir dein glück nicht vermiesen.

Wie lange seit ihr schon zusammen ?

Bei mir hat sich bis jetzt noch immer nach der Verliebtheitsphase eine Ernüchterung breit gemacht. Manchmal dauerte die Verliebtheitsphase 6 Monate mal im Ausnahmefall 2 Jahre. Aber irgendwann kommt der Moment, wo man wieder einigermassen objektiv sieht.....

Darum meine provokante Frage: Wirst du immer noch so glücklich sein, wenn deine Verliebtheit verschwunden ist ?

bearbeitet von prometheus
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Ich möchte Prometheus zustimmen, dass der Zeitraum etwas kurz ist, um zu sagen, es werden nie Zweifel kommen. Ich fand es sehr ernüchternd aber auch sehr informativ mir 'mal einfach "Liebe" auf Wikipedia anzuschauen. Da gibt es den Abschnitt "Neurobiologie der Verliebtheit" und darin tatsächlich eine Aussage der Weltgesundheitsorganisation, dass Verliebtheit nach 24 bis 36 Monaten zu Ende ist. Vorher ist man im Hormonrausch. Ob eine LTR funktioniert, denke ich, entscheidet sich nach diesen 24 bis 36 Monaten. Vorher ist man im Player-Modus und zwar dem eigenen Partner gegenüber.

Insofern cat glaube ich nicht, dass du den Richtigen gefunden hast, wünsche Dir aber viel Glück dazu, dass du einen Richtigen für dich gefunden hast.

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vor 37 Minuten schrieb prometheus:

Wie lange seit ihr schon zusammen ?

Ungefähr 1 Jahr. Oooooooohhhhhhhh, das triggert dich jetzt sofort schon wieder. Und jetzt komm ich und sag: Aaaaaaaaaaaaaaaaaaber:
Man muss dazu sagen wir kannten uns davor schon 2 Jahre. Und waren mehr oder minder ziemlich sehr gut befreundet. Haben auch zeitweile beieinander gewohnt vor der Beziehung usw. Also man konnte schon sagen, dass man bis auf den Sex und "wissen wie der andere so als Partner ist", doch relativ genau wusste, auf wen man sich da einlässt. Auch was Defizite in bestimmten Bereichen und Verhalten in diversen Zuständen angeht. Wir beide beschreiben es auch so, dass es sich anfühlt, als hätte es diese Freundschaftsphase rückblickend nicht gegeben. Auch wenn wir beide froh sind, dass sie existiert hat, weil man sich eben auf eine andere Weise kennengelernt hat.

vor 37 Minuten schrieb prometheus:

Bei mir hat sich bis jetzt noch immer nach der Verliebtheitsphase eine Ernüchterung breit gemacht.

Ja, das kenn ich auch. Diese Ernüchterung gab es in dieser Beziehung auch, es ist eben auch normal, dass man sich in der Verliebtheitsphase besser darstellt als man ist, sich sehr viel Mühe gibt usw. Und das reduziert sich halt mit der Zeit auf ein gewisses, individuelles Normalmaß. Das gabs in dieser Beziehung natürlich auch. Kann man in jedem Bericht über Beziehungen nachlesen, dass diese immer wieder bestimmten Verläufen folgen. Man sagt ja auch, der erste "Drop" kommt so nach 3-4 Monaten, der nächste manchmal bei 6, dann einer nach ca. 1 Jahr, nach 3 Jahren, nach 7 Jahren usw.

Da wir uns nun schon 3 Jahre kennen, kennt und sieht man auch die Entwicklung des Partners und da ist die Erfahrung extrem positiv. Aber um den Gedanken der Ernüchterung nochmal aufzugreifen. Ich denke, es ist wichtig, wie mit dieser Ernüchterung umgegangen wird und bei uns hat sich das auf ein Maß eingependelt, bei dem ich mich jeden Tag ziemlich glücklich schätze, in genau dieser Beziehung mit diesem Menschen zu sein. Auch wenn der mich manchmal zur Weißglut bringt und ich ihn. Weil wir eben beide nicht perfekt sind. Natürlich sind wir nicht die besten Menschen oder Partner, aber wir haben gegenseitig das Gefühl, dass der andere das beste "Match" ist. Der, der am besten zu einem passt. Könnt ihr auch denken was ihr wollt und "Oneitis" brüllen bis ihr heiser seid, aber ich habe das tiefe Empfinden, dass es unfassbar schwierig bis unmöglich wird, einen gleichwertig "guten/kompartiblen/(für mich nahezu)perfekten" Partner zu finden

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vor 9 Minuten schrieb thundercat:

Ungefähr 1 Jahr.

das ist wenig. Bzw. deine Aussage kann noch nicht aussagekräftig sein.

 

vor 10 Minuten schrieb thundercat:

aber ich habe das tiefe Empfinden, dass es unfassbar schwierig bis unmöglich wird, einen gleichwertig "guten/kompartiblen/(für mich nahezu)perfekten" Partner zu finden

jaja das dachte ich im ersten Jahr der Beziehungen auch schon mehrfach.

und bin froh dass ich damals nicht voreilige Schlüsse oder irreversible Handlungen vollzogen habe.

Berichte in 2 Jahren nochmals. Bin gespannt, wie das Fazit da ausfällt.

Im Übrigen kann die Verliebtheitsphase je nachdem wie häufig man sich sieht oder wie intensiv die Beziehung ist auch "gestreckt" werden.

ich wünsche dir alles gute und gönne es dir, dass du glücklich bist. gleichwohl bin ich etwas skeptisch, ob du in ein paar Jahren das Ganze immer noch so siehst :bulgy-eyes:

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vor 24 Minuten schrieb prometheus:

das ist wenig. Bzw. deine Aussage kann noch nicht aussagekräftig sein.

war so unglaublich klar, dass auf diesem einem Jahr herumgeritten wird und die anderen Umstände völligst außen vor gelassen werden. 1 Jahr Beziehung mit kaum Vorlaufzeit ist ein anderes Kennen als 2 Jahre enge Freundschaft und dann 1 Jahr Beziehung

vor 32 Minuten schrieb prometheus:

Im Übrigen kann die Verliebtheitsphase je nachdem wie häufig man sich sieht oder wie intensiv die Beziehung ist auch "gestreckt" werden.

in welche Richtung gestreckt? Weniger sehen=mehr verliebt, weil Sehnsucht höher?

 

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vor 41 Minuten schrieb thundercat:

war so unglaublich klar, dass auf diesem einem Jahr herumgeritten wird und die anderen Umstände völligst außen vor gelassen werden. 1 Jahr Beziehung mit kaum Vorlaufzeit ist ein anderes Kennen als 2 Jahre enge Freundschaft und dann 1 Jahr Beziehung

ja aber ist auch anders als 3  jährige Beziehung. es geht nicht um das Kennen sondern und den wahrheitsverzerrenden "Verliebtheitszustand" und der ist dann wohl bei dir erst 1 Jahr

 

vor 41 Minuten schrieb thundercat:

in welche Richtung gestreckt? Weniger sehen=mehr verliebt, weil Sehnsucht höher?

weniger intensiver Kontakt = Verliebtheit hält länger an. Sagen wir mal es gibt eine endliche Menge Verliebtheit. Wenn du diese in die Länge streckst, dann hält sie länger.

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vor 8 Minuten schrieb prometheus:

den wahrheitsverzerrenden "Verliebtheitszustand" und der ist dann wohl bei dir erst 1 Jahr

ist schon spannend, dass mir unterstellt wird, ich wäre immer noch in diesem Zustand, weil ich daran glaube, dass er der beste Partner für mich ist.

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vor 7 Stunden schrieb thundercat:

Und dann kam meine LTR und hat das Ganze mal einfach so komplett über den Haufen geworfen. Warum? Weil ich es noch nie erlebt habe, dass es einfach so verflucht gut passt. Natürlich haben wir auch mal Streit und Meinungsverschiedenheiten, aber in 95% der Fälle sind wir uns erschreckend einig. Wir haben ständig auf die gleichen Dinge Lust, dass fängt bei Aktivitäten an und hört beim Essen auf. Es ist schwer zu beschreiben, aber dadurch herrscht bei uns eine besondere Harmonie, die ich ganz selten bei anderen Paaren erlebe. Und auf Grund der Tatsache, dass diese jetzige Beziehung einfach komplett anders verläuft und gelebt wird, als die Beziehungen die ich vorher hatte und auch viele Beziehungen in meinem Umfeld die ich so mitbekomme und ich seit Beginn dieser Beziehung nicht auch nur einmal in den "Player-Modus" gekommen bin, weil andere Menschen sexuell völlig uninteressant sind, behaupte ich ganz dreist "den Richtigen" dann doch für mich gefunden zu haben.

Das deckt sich in etwa mit den Aussagen meiner besten Freundin, die auch schon mehrere LTRs geführt hat und nun für sich meint, den Richtigen gefunden zu haben und keinen Anderen mehr möchte.

Bei ihr kommen dann so aussagen wie "ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen" oder "ich mag mir garnicht vorstellen wie es ohne ihn wäre, weil ich ihn so gerne riechen mag" usw.

Ach ja...die sind verheiratet und über 10 Jahre zusammen.

Wenn ich dann mal mit ihr darüber geredet habe, ob ich eine derzeitige FB zur LTR machen soll und ich an dem Punkt nicht wußte was ich will, dann hat sie zu mir immer gesagt "lass es. wenn du dir Gedanken darüber machst, ob du mit einer zusammenkommen willst oder nicht, dann ist es nicht die Richtige". Das deckt sich auch mit meinen früheren Erfahrungen, als ich mit meinen Ex-Freundinnen eine Beziehung eingegangen bin. Da hab ich mir null Gedanken rüber gemacht ob "ja" oder "nein". Bei denen war die Antwort ohne Zweifel "ja".

@thundercat ich drück dir die Daumen, dass es weiterhin so gut mit ihm läuft.

bearbeitet von Riddik76
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Danke für eure Antworten und die "in Schwung kommende Diskussion" zu dem Thema.

 

Zitat
Am 12.1.2017 um 10:36 schrieb prometheus:

Zur Ausgangsfrage: Du scheinst mir noch jung zu sein und ich glaube nicht, dass Kinder ein Thema sind bei dir. Falls du mal Kinder und Familie willst, dann würde ich mir die Frage stellen, ob du dir die Frau als Mutter deiner Kinder vorstellen kannst.

Finde ich in mehrerlei Hinsicht spannende: 

1) Woraus schließt du, dass ich noch jung zu sein scheine? Bin leider schon Anfang / Mitte 30 und falls damit vermutlich (leider) nicht mehr unter diese Kategorie. Auch hatte ich in den vergangenen Jahren viele LTRs, intensive Single-Zeiten, viele Affären, alles was dazu gehört. Und nicht weil ich das alles nicht hatte sondern gerade weil ich das alles hatte frage ich mich um so mehr: woher weiß man, welche von all den Frauen diejenige ist, mit der man sich längerfristig binden kann? Was unmittelbar zum zweiten Punkt führt:

2) Kinder/Familie: bei grds. gewollt - aber nicht in den kommenden 2-3 Jahren; was bei ihr anders aussieht und langsam immer mal wieder zum Thema / zur Diskussion wird. 

Zitat
Am 13.1.2017 um 13:42 schrieb prometheus:

Bei mir hat sich bis jetzt noch immer nach der Verliebtheitsphase eine Ernüchterung breit gemacht. Manchmal dauerte die Verliebtheitsphase 6 Monate mal im Ausnahmefall 2 Jahre. Aber irgendwann kommt der Moment, wo man wieder einigermassen objektiv sieht.....

Die Aussage finde ich deswegen interessant, da bei mir bislang immer spätestens nach 2 Jahre "der Vorhang gefallen ist" und ich keine Lust mehr auf die Beziehung hatte. 

Zitat
Am 12.1.2017 um 12:48 schrieb Ronmeo:

Ansonsten hat beef das schon gut erklärt: Was sind deine logischen und emotionalen Gründe? Dies bestimmt ja deine Messlatte. Macht mir aber den anschein, dass dich deine Perle langweilt.  Und da du dir ohnehin schon die Frage stellst, hast du dir dazu schon eine Antwort gegeben.

Auch das finde ich spannend: wie definierst du "dass dich deine Perle langweilt"? Diese Frage steht aus meiner Sicht nämlich im engen Zusammenhang mit der Aussage, dass auf der anderen Seite (/beim Nachbar) das Gras immer grüner ist. Konkret: ist es nicht - wenn wir mal alle ehrlich sind - ab einem gewissen Punkt in einer Beziehung immer so, dass man Lust auf was anderes hätte? Dass man irgendwo irgendwann mal eine neue Perle kennen lernt und gerne Sex mit ihr hätte? Und dann "gelangweilt von seiner Perle" ist? 

@thundercat crossed fingers auch von mir. Alles Gute und halte uns auf dem Laufenden

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vor 12 Stunden schrieb mike199:

Auch hatte ich in den vergangenen Jahren viele LTRs, intensive Single-Zeiten, viele Affären, alles was dazu gehört. Und nicht weil ich das alles nicht hatte sondern gerade weil ich das alles hatte frage ich mich um so mehr: woher weiß man, welche von all den Frauen diejenige ist, mit der man sich längerfristig binden kann?

das ist genau das Problem, nicht nur bei dir sondern am PU.

Man lernt nicht mit Problemen umzugehen, sondern "nextet" sie. Sobald es etwas schwieriger wird und das HB nicht spurt oder

Probleme auftauchen, dann wird genextet. Das man es sich dadurch aber etwas sehr einfach macht und nicht lernt, Probleme anzupacken ist klar.

vor 12 Stunden schrieb mike199:

Die Aussage finde ich deswegen interessant, da bei mir bislang immer spätestens nach 2 Jahre "der Vorhang gefallen ist" und ich keine Lust mehr auf die Beziehung hatte. 

und warum hattest du keine Lust mehr ?

2 Jahre findet ich jetzt nîcht sehr lange für eine Beziehung. Vielleicht weil die Verliebtheit weg war und man nun an der Beziehung "arbeiten" musste ? Siehe vorangegangenen Punkt.

 

Wenn du Kinder willst, dann such dir eine Frau, die grundsätzlich ihr Leben im Griff hat und keine egozentrische Dramaqueen ist.

Kinder machen das Leben ziemlich komplizierter und verlangen einem viel ab und jemand der nicht einmal sein eigenes Leben im Griff hat, kann kaum für ein weiteres Leben sorgen.

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  • 1 month later...
Am 27.12.2016 um 00:19 schrieb mike199:

Früher war ich der Auffassung, dass eine wilde Zeit, regelmäßiger und wilder Sex mit unterschiedlichsten Frauen dazu beiträgt, dass man "später" ausgetobt und entspannt genug ist, um mit einer Frau längerfristig glücklich zu werden. Rückblickend ist meine persönliche Einschätzung allerdings, dass die Tools die man damals gelernt hat anzuwenden in Verbindung mit dem dadurch gewonnenen selbstsicheren Umbang mit Frauen, der anderen Lebens- und Fraueneinstellung, einem es nahezu unmöglich macht, dauerhaft mit einer (einzigen) Partnerin glücklich und zufrieden zu sein. Einerseits kommen zu oft die Erinnerungen an das aufregende Prickeln beim Gamen / beim Eskalieren / beim ersten Sex mit einer anderen Frau hoch, die einen in die Ferne abschweifen lassen, zum anderen ist die Hemmschwelle / die Hürde faktisch nicht mehr vorhanden, wenn es darum geht, andere Frauen kennenzulernen und zu Gamen - und es ist einfach so leicht! 

Das, was Du da beschreibst, ist der berühmt-berüchtigte Coolidge-Effekt.

Das bedeutet, dass ein Mann den Drang hat, mit mehreren Frauen Sex zu haben und er sich nicht auf eine Frau beschränken kann.

Dieser Coolidge-Effekt scheint bei Dir relativ stark ausgeprägt zu sein. Ich kenne das und kann das sehr gut nachvollziehen.

Mein Tipp: Habe einfach Sex mit anderen Frauen.

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