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rsc

Tagebuch eines Schissers

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Wieder mal ein Weltklasse FR. Ich lach mich bei deinen texten echt immer schlapp. :D

vor 10 Stunden schrieb rsc:

Ich nutze den Moment der Einsamkeit in der Küche, um mich eine Minute lang kaputtzulachen, weil das so eine behinderte Aktion ist.

Feel you Bro. Beste Momente!

vor 10 Stunden schrieb rsc:

 Ich sage ihm, dass sie da sitzt wie ein Vergewaltigungsopfer, fehlt nur noch, dass sie sich unter die Dusche stellt und stundenlang abschrubbt.
 

Das erinnert mich so hart an meine Clubnacht mit @Faceman. Hey, wir müssen den FR irgendwie noch zu Ende schreiben ;)

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Am 3.9.2017 um 10:56 schrieb DoktorDaygame:

Hach, ich lese Deine Feldberichte zu gerne. Sie sind eindeutig die unterhaltsamsten im ganzen Forum.

Vielen Dank!

Am 3.9.2017 um 19:16 schrieb Exklimo:

Wieder mal ein Weltklasse FR. Ich lach mich bei deinen texten echt immer schlapp. :D

Feel you Bro. Beste Momente!

Das erinnert mich so hart an meine Clubnacht mit @Faceman. Hey, wir müssen den FR irgendwie noch zu Ende schreiben ;)

Dankeschööön. Auf auf, ich will ihn lesen. 

Am 3.9.2017 um 19:19 schrieb Faceman:

Ja, müssen und machen wir!!

Ich nehme euch beim Wort.

Am 3.9.2017 um 19:25 schrieb Ladydomoarigato:

Du hättest bei Alkoholfreien Cocktails bleiben sollen ^^ (hab mich nur für diesen kommentar hier angemeldet) :D

Schön, dass du hier ins Forum gefunden hast, Lady. Ich habe das Gefühl, dass ich mir das bis zum Rest meines Lebens von dir anhören darf. Ich war jung und dumm, lass mich!

Ihr hört am Sonntag von mir. Ich habe wieder Lust, aktiver zu werden. Das ist ein gutes Zeichen. Die nächste Zeit wird witzig, das spüre ich. ChooChoo!

Cheers,
rsc

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Wir müssen uns nicht küssen, wenn du nicht willst

Mit einem fragenden Lächeln sieht sie mich an. Ich gurre innerlich wie ein Täubchen, dem ein Brotkrümel vor die Füße geworfen wird, und stelle mir vor, wie ich es mit feuriger Inbrunst verschlinge. Grumgrum, hmmmhmhmhrmmrm. "Was ist jetzt?" - "Hä?" - "Ob du einen Drink möchtest?" Ah, so langsam geht mir ein Licht auf. Das war es, was sie wissen wollte! "Nein danke, ich nehme erstmal ein Wasser." Ich lasse meinen Blick durch das Zimmer schweifen. Ein riesengroßes Selbstporträt von ihr hängt an der Wand und mustert selbstgefällig meine Kartoffelnase. Wer bitte hängt ein so überdimensioniertes Bild von sich selbst an die Wand? Und überhaupt - wenn ich mich selbst schlage und dann anfange zu weinen, bin ich dann stark, weil ich so fest zuhauen kann, dass ich weine, oder schwach, weil ich weine, weil ich mich geschlagen habe? Oder wenn ich ein Bild von einem Chickenwing an die Wand hängte, in Wahrheit aber ich der Chickenwing bin und ich fettig wäre, würde ich ihn dann trotzdem essen? Ich beschließe die Klärung dieser Fragen auf einen weniger nüchternen Moment in meinem Leben zu verschieben und nehme dankend das Glas Wasser von Sunny entgegen. 

Ich rücke mit der Arschbacke zwei Zentimeter nach links und dann wieder nach rechts, weil der Stuhl so unbequem ist. Ob sich so ein Huhn in seinem Nest fühlt, wenn es brütet und sein Bettchen mit tierischer Akribie zurecht schiebt? Auf der Couch links von mir sitzen Staubsocke und Wendy. Wir kennen uns nicht, also beschränken wir uns auf höflichen Smalltalk. Bald Fußballprofi, bliblablup, ach zieh mir doch einen mit der Pfanne rüber. Es dauert nicht lange, ehe Staubsocke sich als Selbstdarsteller enttarnt. Während er mit mir redet, verwandelt sich seine Brust in rotes Fell und plustert sich auf wie bei einem jungen Rotkehlchen. Er ist sympathisch und spricht alles aus, was er denkt, nur scheint er die Grenze zur Selbstdarstellung noch nicht zu kennen.

Siffredi betritt die Wohnung. Wir sind jetzt zu fünft und beschließen, uns an den Tisch zu setzen, um – naja – das zu tun, wozu wir uns hier eigentlich versammelt hatten. Spieleabend. Bock auf Monopoly hätte ich gehabt! Stattdessen spielen wir wer bin ich. Peter Zwegat. Fickt euch, wie soll ich das denn erraten! „Lust auf Skinny Bitch?“ – „Ja, nehme einen, danke.“ Staubsocke verschwindet in der Küche. Ich latsche ihm hinterher. Sieht aus wie ein Chemielabor, überall Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente, Proteinpulver. Staubsocke reicht mir die Bitch. Ich mag Limetten. Heute trinke ich wohl doch.

Wieder am Tisch. Heidi trudelt endlich ein. Wir sind jetzt zu sechst – 3 Dirnen, 3 Kerle. Ich merke beim ersten Kontakt mit Heidi direkt, dass sie mich verlockend findet. Dieses Gefühl täuscht mich selten. Wir sind eine kunterbunte Mischung. Die Gastgeberin ist die einzige, die alle kennt, der Rest kennt sich untereinander nicht. Es kristallisiert sich heraus, dass wir alle single sind – ein Schelm, wer da taktisches Kalkül der Gastgeberin vermutet. Irgendwer kommt auf die Idee, dass wir Flaschendrehen spielen sollte. Während ich das für einen Witz halte, ist der Rest hin und weg von der Idee. Na klasse.

Bewaffnet mit Kissen machen es uns auf dem Boden gemütlich. Ich habe eigentlich gar keine Lust. Naja, eigentlich habe ich nur Schiss vor solchen Spielen. Wir einigen uns darauf, dass wir miteinander rummachen und so einen Scheiß außen vorlassen. Glück gehabt, ist mir alles zu aufregend. Wir reden über verrückte Sexnächte, Fetische und Lieblingsstellungen. Die drei Mädels in der Runde hatten alle schon Sex im KitKat. Ich bin schockiert, dass ich der Prüdeste in der ganzen Runde zu sein scheine. Es kommt, wie es kommen muss. Jemand gibt Heidi die Aufgabe, mit mir rumzumachen. Als gesetzestreuer Sheriff verweise ich selbstredend auf unsere vor dem Spiel getroffene Abmachung. Meiner Argumentation wird wenig Beachtung geschenkt, also suche ich mir Zuflucht in der Küche und bereite mir eine Bitch zu. Heidi steht auf einmal neben mir und quakt mich an.

„Die sind bescheuert. Wir müssen uns nicht küssen, wenn du nicht möchtest.“
„Es geht nicht darum, dass ich das nicht möchte. Ich entscheide nur gerne selber, wem ich meine Zuneigung schenke.“ (Wer’s glaubt. Schiss hatte ich! )
„Ich meine nur...ist schon in Ordnung, ich sehe das nicht als Beleidigung oder so.“
„Alles klar. Lass uns wieder reingehen.“

Irgendwie schaffe ich es, die Sache mit dem Rummachen abzuwiegeln, oh ich großer Held der Nacht. Der Rest findet das natürlich ziemlich doof von mir. Es fließt nach und nach mehr Alkohol, wobei ich selbst noch bei einem guten Pegel bin. Ein Wechselbad der Gefühle. Ich muss Staubsocke über die haarige Brust lecken, Sunny macht mit Staubsocke rum, Siffredi und Heidi massieren sich, Wendy leckt Sunny Salz von der Brust, Sunny streichelt über meinen Oberschenkel. Den Abend hatte ich mir anders vorgestellt.

Sunny wird irgendwann müde und will ins Bett. Siffredi und Wendy wollen den Heimweg antreten. Ich raffe noch gar nicht, was hier abgeht, als Sunny mich und Heidi fragt, ob wir auf der Couch übernachten wollen. Hä, eigentlich wollte ich nach Hause? Das denke ich natürlich nur. Heidi übernimmt das Antworten für mich und findet den Vorschlag super. Etwas irritiert stimme ich dann auch zu. Was zum Geier passiert denn hier schon wieder. Ich würde den Chickenwing trotzdem essen.

Siffredi und Wendy sind aus dem Haus. Sunny und Staubsocke fragen uns, ob wir irgendwas brauchen, Kondome vielleicht. Mich verblüfft der Grad an Indiskretion, der hier an den Tag gelegt wird. Ich erwidere, dass wir alles haben, was wir brauchen. Sunny und Staubsocke gehen ins Nebenzimmer vögeln, Heidi und ich stapfen in die Küche, um eine Kochsalzmischung für unsere Kontaktlinsen zu kreieren. Hat im Übrigen nicht funktioniert, das brannte am nächsten Tag wie Hulle im Auge! Wir legen uns auf die Couch und liegen Löffelchen. Ich habe natürlich einen Ständer. Ihr gefällt das. Wir machen rum. Rummachen mündet in Rumfingerei und Runterholen. Rumfingerei und Runterholen werden zu Lecken und Blasen. Das wird dann zur Vögelei. Knickknack. Am nächsten Morgen gehen wir gemeinsam zur Bahn und sie holt sich meine Nummer. Sehr merkwürdiger Abend, aber definitiv witzig.

Genießt den Sonntag, Freunde :-)

Cheers,
rsc

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Das wesentliche ist btw. nicht Salz, sondern dass das Wasser abgekocht wird, das macht den Hauptunterschied zwischen 'fühlt sich etwas komische an' und 'SCHEIßE WAS HABE ICH MIR DA INS AUGE GEPACKT'.

Ansonsten halt wirklich nur ne Prise auf 0,5 Liter oder so.

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Es ist an der Zeit für eine neue Welt

Schwere Wolken überziehen den Himmel. Das Plätschern der Regentropfen wirkt hypnotisierend auf dich. Du blickst dich um. Eine Herrschar von Augen ist auf dich gerichtet. Du spürst die Missgunst in den Blicken. Sie wollen dich scheitern sehen. Ein tiefer Atemzug. Du lässt deine Augenlider fallen und saugst das Leben in dich auf. Deine Augenlider erheben sich. Sie spüren, dass der Moment gekommen ist. Du blickst dich noch einmal um, ehe du einen weiteren Atemzug nimmst. Die Missgunst möge dein Antrieb sein. In dir drin weißt du, dass dein Moment gekommen ist. Ein letztes Mal schließt du deine Augen und atmest tief ein.

Und dann…

setzt du vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Du verlässt deine Komfortzone, befindest dich nun in unbekanntem Terrain und hast die Befürchtung, jeder noch so kleine Fehler könnte dich zu Fall bringen. Mit jedem Schritt entfernst du dich weiter von der Menge. Als du dich einen Moment umdrehst, siehst du aus der Entfernung, wie sie ihre Nase rümpfen, weil du das getan hast, was sie sich niemals trauten. Du steigerst dein Tempo und spürst den Wind der Veränderung an dir. „So fühlt es sich also an?“ Ein Gefühl der Zuversicht steigt in dir hoch, mit jedem Schritt gewinnst du an Stabilität. Die Blicke der Menge lassen sich höchtens noch in deinem Rücken erahnen. Ihre Gesichter sind zu verschwommenen Pixeln in weiter Ferne verschwommen. Das flaue Gefühl der Unsicherheit ist immer noch da, verliert aber mit jedem Schritt an Stärke.

Von einem Moment auf den anderen…

steigen die Haare auf deinen Gliedern zu Berge. Du spürst die Gänsehaut. Ein Gefühl der grenzenlosen Energie verdrängt die Unsicherheit von ihrem Platz und wird zu deinem Gefährten. „Das ist es…“ Du weißt, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast. Eine Erkenntnis. Die größten Schritte vermagst du dann zu gehen, wenn du deiner Intuition vertraust. Das breite Grinsen auf deinem Grinsen spricht mehr Bände, als es jeder Euro auf deinem Konto jemals könnte. Dein Herz beginnt wie verrückt zu rasen, weil es endlich in den Genuss deiner Aufmerksamkeit gekommen ist.

Du rennst weiter…

und wunderst dich, mit welcher Leichtigkeit plötzlich alles von statten geht. Während die ersten Schritte noch einen relativ großen Kraftaufwand erforderten, fühlt es sich nun fast an, als würdest du fliegen. Du bist der Stein, der einmal ins Rollen gebracht nicht mehr aufzuhalten ist. Den richtigen Weg in beständigem Tempo zu beschreiten erfüllt dich mit mehr innerer Zufriedenheit als den falschen Weg in hohem Tempo zu beschreiten.

Und du weißt…

dass du auch mal ins Straucheln geraten wirst. Gleichzeitig bist du aber auch der Tatsache gewahr, dass jeder Sturz eine wichtige Lektion beherbergt. Kein Schmerz wird je so stark sein, dass du nicht auch etwas Gutes aus ihm ziehen kannst. Jeder Stolperstein lehrt dich eine Weisheit, die du auf deiner Reise irgendwann gebrauchen kannst. Du kannst einer Lüge die gleichen Kleider anziehen wie der Wahrheit, aber sie wird eine Lüge bleiben. Verdräng diese Tatsache und sie wird dich einmal mit der Macht des Zeus in den Arsch ficken. Umarmst du aber die Wahrheit, dann umarmt das Leben dich.

Jeder von uns hat zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn wir erkennen, dass wir nur ein Leben haben. Das hier wird meine Reise. Begleite mich auf meinem Weg!

Kryptisches Cheers,
rsc

bearbeitet von rsc

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Am 2.11.2017 um 10:06 schrieb Ladydomoarigato:

Dafür hast du dir ein Heineken verdient :D

Ohh yea. Du bist die Beste, vermisse die Fotos von deinen Gerichten im Übrigen sehr  :-)

Am 22.10.2017 um 13:55 schrieb TheCree:

Armer Kerl, klingt ja fast nach sexueller Nötigung... ;)

Sehr stark dein Sarkasmus ist :*

Am 22.10.2017 um 14:24 schrieb Ladydomoarigato:

Nächstes mal legt eure Kontaktlinsen in Bier ihr dummies :D kochsalz wtf . google hätte euch erhellt 

Bist du denn des Wahnsinns?

Am 22.10.2017 um 18:26 schrieb thundercat:

Geh hin und hab Sex im KitKat mit Heidi!!!!

Aber ich habe Angst?

Am 22.10.2017 um 20:32 schrieb zaotar:

Das wesentliche ist btw. nicht Salz, sondern dass das Wasser abgekocht wird, das macht den Hauptunterschied zwischen 'fühlt sich etwas komische an' und 'SCHEIßE WAS HABE ICH MIR DA INS AUGE GEPACKT'.

Ansonsten halt wirklich nur ne Prise auf 0,5 Liter oder so.

Für das nächste Mal bin ich schlauer, danke für den Hinweis. Die Idee kam auch nicht von mir, sondern von ihr. Damit bin ich fein raus!

 

Ich habe für mich beschlossen, hier im Tagebuch wieder mehr Fokus auf den Persönlichkeitsaspekt zu legen. Hoffentlich könnt ihr mir das verzeihen, liebe Leser.

 

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Nachdem die Beziehung mit meiner Freundin im November 2015 zu Ende ging, habe ich im darauf folgenden Dezember mit dem DJBC angefangen, weil ich keine nennenswerten Kontakte zu Frauen mehr hatte. Ich habe mich da dann durchgebissen und das Bootcamp tatsächlich bis zum Ende durchgezogen. Das Ganze lässt sich hier nachlesen. Nach und nach hat das Ganze in mir Prozesse losgestoßen, die mir aufgezeigt haben, wie viel Potenzial nach oben in jedem von uns steckt. Die meisten sind sich dessen nur nicht bewusst und schöpfen ihr eigenes Potenzial nicht mal im geringsten aus.

Nach und nach krempelte ich mein Leben um und legte mir neue Gewohnheiten zu. Ihr solltet wissen, dass ich insbesondere zu Schulzeiten ein ziemlich fauler Penner war und so etwas wie Disziplin nie zu meinen großen Stärken zählte.

Anfangs war das Anlegen neuer Gewohnheiten verdammt zäh für mich und hat sich über Monate hingezogen. In den letzten 3 Monaten habe ich nun gemerkt, wie die Schritte, die ich mache, immer größer werden. Was für mich anfangs noch ein riesiger Kraftakt war, wird immer leichter. Ich merke, dass meine Arbeit ihre ersten Früchte trägt. Der Prozess ist für mich zu etwas geworden, was ich wirklich genießen kann. Ich fühle, wie ich über mich hinauswachse und zu immer mehr im Stande bin. Dabei spüre ich auch, wie meine eigene Zufriedenheit und der Lebensstil, den ich pflege, immer mehr zu dem wird, was ich mir unter einem geilen Leben vorstelle.

Vor allen Dingen aber habe ich eine wichtige Lektion für mich gelernt. Disziplin ist nichts, was du hast oder nicht hast. Es ist wie ein Muskel, den du trainieren kannst. Niemand ist dazu verdammt, als Hänfling zu sterben. Ebenso sind wir dazu verdammt, unsere Träume Träume sein zu lassen. Wenn wir bereit sind, unseren Arsch zu bewegen, lässt sich erstaunlich viel erreichen.

„Commitment is doing the thing you said you were going to do long after the mood you said it in has left you.“

Sofern nicht anders angekündigt, werde ich hier jeden Sonntag einen Beitrag mit euch teilen. Nach und nach führe ich neue Aspekte ein, mit denen ich mich befasse. Viel Spaß.

Diese Woche gelesene Bücher

Cat’s Cradle (205 Seiten, Englisch, Kurt Vonnegut)

Das Buch spielt irgendwann nach dem zweiten Weltkrieg. John, seines Zeichens Schriftsteller, schreibt ein Buch über den Tag, an dem die Atombombe auf Hiroshima geworfen wurde. Hierfür möchte er die Kinder von Felix Honekker - einem der Väter der Atombombe – dazu befragen, was sie noch von dem Tag des Atombombenabwurfs wissen. John landet dann irgendwann auf der Insel San Lorenzo, auf der ein irrer Diktator herrscht und wo die Religion „Bokononism“ praktiziert wird, die auf glücklichen Lügen basiert. Es stellt sich heraus, dass Felix Honekker nicht nur die Atombombe entwickelt hat, sondern seinen Kindern ein noch ein viel gefährlicheres Gemisch mit dem Namen Ice-9 hinterlassen hat. Ein Tropfen Ice-9 ist in der Lage, die Welt zu zerstören.

Fazit: 6/10. Kann man mal lesen, kann man aber auchs ein lassen.

simpify your life (444 Seiten, Werner Tiki Küstenmacher, Lothar J. Seiwert)

Der Name ist Programm. Ziel des Buches ist es, uns dabei zu helfen, unser Leben zu vereinfachen. Dabei werden Schritt für Schritt, von unten nach oben alle Bereiche angegangen, die wir in unserem Leben vereinfachen können.

Schritte:

  1. Vereinfachen Sie Ihre Finanzen
  2. Vereinfachen Sie Ihre Zeit
  3. Vereinfachen Sie Ihre Gesundheit
  4. Vereinfachen Sie Ihre Beziehungen
  5. Vereinfachen Sie Ihre Partnerschaft
  6. Vereinfachen Sie sich selbst
  7. Vereinfachen Sie Ihre Spiritualität

Am spannendsten in diesem Buch fand ich das Enneagramm. Hierbei geht man davon aus, dass jeder Mensch einen speziellen Kern, ein spezielles Lebensthema hat. Mit Hilfe eines Fragenkatalogs, den du für dich selbst beantwortest, kannst du dein eigenes Naturell identifizieren und auf Basis dessen mehr über dich erfahren. Die neun Bereiche des Eneagramms sind eingeteilt in Bauch, Herz und Kopf. Das Ganze weiter auszuführen, ist aber an dieser Stelle zu viel des Guten.

Fazit: 7/10. Die Inhalte sind sehr breit gefächert und hier und da lassen sich interessante Ansätze finden. Wer generell viel liest, wird allerdings 90% des Inhaltes schon aus anderen Büchern kennen, insbesondere im Bereich Selbstorganisation, Selbstfindung, Finanzen usw.

Schalt aus

Schalt einfach aus. Tag ein, Tag aus, immer das gleiche. Du verlässt morgens um halb 9 das Haus, kehrst abends um halb 6 zurück. Was machst du? Du vergewaltigst dein Gehirn. Du schaltest die Glotze an. Du lässt sie deine Gedanken benebeln. Du überlagerst deine Problemlösungskompetenzen im Gehirn mit dem Schund, der dir im Fernsehen vermittelt wird.

Wie soll dein Gehirn da etwas zu Stande bringen? Warum meinst du, dass du diese Art der Zerstreuung brauchst? Du willst dich „erholen“? 8 Stunden Arbeit sind so anstrengend für dich, dass du nicht anders kannst, als dir diesen Moment der Zerstreuung herbeizusehnen? Du fliehst. Du fliehst vor all deinen Problemen. In dem Moment, wo du dein Gehirn ins mediale Dickicht auslässt, verlässt du es. Du lässt es im Stich.

Wie soll es so für dich arbeiten, wenn du ihm immer wieder in den Rücken fällst? Was denkst du, warum du diese Zerstreuung brauchst? Weil du unzufrieden bist. Irgendetwas in deinem Leben läuft nicht so, wie du es gerne hättest, und deswegen bist du erschöpft. Du denkst, du bräuchtest Ruhe. Aber hier ist die Krux. Du brauchst gar keine Ruhe. Was du eigentlich brauchst, ist eine Lösung für ein Problem. Dein Gehirn will arbeiten. Es möchte dieses Problem aus der Welt schaffen.

Der erste Schritt hierzu ist schwer. Er zwingt dich dazu, zu handeln. Aber wenn du einmal begonnen hast, merkst du, dass du plötzlich befreiter bist. Du hast mehr Energie. Du hast Kraft. Und brauchst die Erholung des Fernsehens nicht mehr. Sie ist ein Trugschluss. Die Art des Teufels, dir zu zeigen, dass er dich härter in den Arsch ficken kann als du ihn. Schalt einfach aus, mein Freund, schalt einfach aus.

Küsschen aufs Nüsschen, Gruß mit Fuß.

Cheers,
rsc

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vor 3 Stunden schrieb rsc:

Ohh yea. Du bist die Beste, vermisse die Fotos von deinen Gerichten im Übrigen sehr  :-)

jetzt war ich eine woche in berlin , das wäre ja die möglichkeit gewesen mal auf ein Bier zusammen zu gehen und meine Futterbilder gibts nachwievor bei Instagram :D ladyofhisworld

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Gewohnheiten

Willkommen zurück an diesem wundervollen Sonntag. Mein Rooibos-Vanille-Tee schmeckt noch fabelhafter als er duftet, ich könnte gerade ein ganzes Lobeslied für ihn singen. Tee ist ein Geschenk der Götter.  

Gewooooohnheiten. Jeder hat sie. Es wird davon ausgegangen, dass 30-50% unserer täglichen Handlungen von Gewohnheiten gesteuert werden. Gewohnheiten entstehen, wenn wir eine bestimmte Handlung wiederholt auf eine ähnliche oder gleiche Weise durchführen. Sie sind ein wirksamer Mechanismus, um unser Gehirn vor Überlastung zu schützen. Wenn wir eine Gewohnheit ausführen, dann wird dabei erheblich weniger Energie verbraucht als bei „ungewohnten“ Tägigkeiten. Das ist darauf zurückzuführen, dass bei Gewohnheiten die Basalganglien, eine primitive Struktur unseres Gehirns die Steuerung übernimmt.

Grob gesagt lässt sich das so zusammenfassen:   

  • Gewohnheiten werden vom Hirnstamm gesteuert
  • Entscheidungen treffen oder kreative komplexe Arbeiten werden vom Frontallappen gesteuert

Die Konsequenz daraus ist, dass es zwar viel Selbstdisziplin erfordert, sich eine neue Gewohnheit anzueignen, dafür aber eine einmal gelernte Gewohnheit sehr wenig Selbstdisziplin und Kraftaufwand zur Ausführung benötigt.

Um sich Gewohnheiten aneignen zu können oder bestehende Gewohnheiten zu verändern, ist es äußerst hilfreich, zu wissen, wie Gewohnheiten funktionieren. Die Struktur einer Gewohnheit ist immer gleich:

  1. Ein bestimmtes Ereignis tritt ein (in diesem Beispiel sehen wir das SALE-Schild)
  2. Unser Gehirn erkennt den Auslöser und startet automatisch die „programmierte“ Routine (Ich kauf erst mal den ganzen Laden leer, lebe schließlich nur einmal!)
  3. Nach Durchlauf dieser Routine erfolgt die Belohnung, ein bestimmtes Bedürfnis wird befriedigt (Glücksgefühle werden ausgeschüttet)
  4. Je häufiger auf einen Auslöser eine Routine folgt, die hinterher belohnt wird, desto stärker werden Auslöser und Belohnung verknüpft. Wir beginnen, die Belohnung zu antizipieren und spüren ein sehr starkes Verlangen in uns. Dieses Verlangen ist es, was Gewohnheiten so tricky macht.

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Wenn ich eine Gewohnheit etablieren will, tue ich also gut daran, mir selbst einen Auslösereiz und eine Belohnung zu überlegen. Habe ich den Wunsch, jeden Morgen laufen zu gehen, dann kann ich jeden Abend vor dem Schlafengehen meine Laufschuhe samt Laufkleidung neben das Bett legen, sodass ich sie nach dem Aufstehen direkt als Erstes sehe. Das ist mein visueller Reiz. Ich ziehe dann einfach die Kleidung und die Schuhe an und gib ihm. Ich soll mir eine Gewohnheit so einfach wie möglich gestalten, sodass ich nicht mehr viel über die Umsetzung nachdenken muss. Wenn ich morgens im Halbschlaf erst darüber nachdenken muss, was ich jetzt anziehe, unter welchem Kleidungsberg meine Schuhe liegen oder wo mein Schlüssel liegt, dann setze ich mir den Rahmen zum Scheitern selbst auf.

Nach Ausführung der Tägigkeit belohnst du dich dann dafür. Die Belohnung kann viele Formen annehmen. Für mich persönlich reicht es, in meiner Gewohnheitstabelle vermerken zu können, dass ich Sport getrieben habe. Du solltest beim Auswählen deiner Belohnung allerdings darauf achten, dass sie nicht destruktiv ist. Sich für eine Runde laufen mit einem Schokoriegel zu belohnen ist sicher keine langfristig funktionierende Lösung.

Ursprünglich habe ich mit einer Tabelle gearbeitet, bei der ich einfach nur abgehakt habe, ohne mir Ziel- und Istwerte zu setzen. Das war mir allerdings zu starr und unflexibel. Deswegen habe ich mir vor zwei Wochen eine neue gebastelt. Jetzt lege ich mir immer am Sonntag fest, wie oft ich eine Tätigkeit ausführen will und kann hierbei berücksichtigen, wenn ungewöhnliche Aktivitäten meinen Zeitplan etwas über den Haufen werfen. Mir ist bewusst, dass ich nicht alles immer richtig planen kann, aber nur weil ich nicht alles im planen kann, heißt es nicht, dass ich mich wie eine Schneeflocke mal hierhin und mal dahin wehen lassen muss. 

Für mich hat sich für das Setzen von Gewohnheiten die folgende Tabelle als sinnvoll herauskristallisiert.

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Die farbliche Markierung ist unterteilt in:

  • Grün: alles optimal erledigt
  • Gelb: Zielwert um eins unterschritten, ist noch in Ordnung
  • Orange: Zielwert um zwei unterschritten, etwas mehr Fokus in der kommenden Woche
  • Rot: Zielwert um mehr als zwei unterschritten, Gewohnheit immer noch sinnvoll? Wenn ja, absoluter FOKUS in der kommenden Woche

Im Vermerk notiere ich mir momentan zwei Dinge:

  • Alles, wobei ich meine Komfortzone verlassen musste
  • Alles, was außerplanmäßig viel Zeit beansprucht hat

Auf die Art kann ich dann hinterher nachvollziehen, ob ich in einer Woche faul war, wenn ich Zielwerte nicht erreicht habe, oder ob meine Zeitplanung das Problem war.

So hatte ich zum Beispiel in dieser Woche eine Veranstaltung, die mich von frühmorgens bis spätabends in Beschlag genommen hat. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass sie lange dauern würde, aber das Ausmaß hatte ich nicht so extrem eingeschätzt. Dementsprechend hat ein einziger Tag dafür gesorgt, dass ich die Zielwerte nicht ganz erreichen konnte. Aber wir wissen ja, dass ein Ziel nicht immer nur zum Erreichen da ist, sondern oft nur zum richtigen Zielen dient.

Puhhh, das reicht für heute erst einmal zum Thema Gewohnheiten. In der kommenden Woche werde ich noch einmal detaillierter auf das Thema eingehen. Ansonsten wird dieser Beitrag hier zu lang.

Diese Woche gelesene Bücher

Darren Hardy  - The Compound Effect (Englisch, 172 Seiten)

Endlich mal wieder ein geiles Buch! Zwar sind hier keine weltbewegenden Neuigkeiten enthalten, aber Darren Hardy führt den Leser auf sehr angenehme Art und Weise an seine Weisheiten heran. Die Kernaussage ist, dass winzig kleine Schritte - ausgeführt über einen hinreichend langen Zeitraum - erhebliche Auswirkungen auf dein Leben haben. Wir neigen nur dazu, zu früh abzubrechen, bevor wir die ersten Erfolge unserer Schritte sehen. Und das ist auch der herausfordernde Teil beim Etablieren erfolgsbringender Verhaltensweisen: Bevor wir große Erfolge sehen, müssen wir eine lange Zeit arbeiten, ohne die Lorbeeren sofort ernten zu können. Die Erfolge können sich mitunter erst nach vielen Monaten und Jahren zeigen. Für andere mag es dann so erscheinen, als habe man seine Erfolge über Nacht erreicht. In Wahrheit steht dahinter aber eine konsistente, langfristige Arbeit. Deswegen ist es umso wichtiger für uns, mit der richtigen Motivation an unsere Projekte zu gehen, damit wir nicht aufhören, bevor wir erste Erfolge sehen.

Er vergleicht den Weg zum Erfolg mit einer Brunnenpumpe. Am Anfang müssen wir ewig pumpen, ehe wir die ersten Wassertropfen bekommen. Viele Leute hören an dieser Stelle auf und denken sich: "Was für ein Scheiß, für die paar Tropfen habe ich so lange gepumpt?" Aber genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wenn einmal die ersten Tropfen kommen, dann musst du nur dein Tempo beibehalten und nach und nach kommt immer mehr Wasser, ohne dass du noch viel Aufwand hereinstecken musst. Sobald du einmal dein Momentum aufgebaut hast, passieren fantastische Dinge. Hörst du an dieser Stelle aber auf zu pumpen, dann wirst du später wieder einen enormen Kraftaufwand reinstecken müssen, um an den Punkt zu kommen, wo du schon warst.

Er geht auch auf die Wichtigkeit von Eigenverantwortung ein. Wir sind für unser Leben verantwortlich, so wie es in diesem Moment ist. Verantwortung abzuwälzen ist keine Option, wenn wir etwas erreichen wollen. Dann schneidet er noch das Theme der Selbstregulierung an. Wenn wir mit einem Bereich unzufrieden sind, dann sollten wir anfangen zu dokumentieren, um ein erhöhtes Bewusstsein für den Bereich zu bekommen. Sind wir übergewichtig und wollen abnehmen, sollten wir beginnen, unsere Mahlzeiten zu tracken. Ihr versteht, worauf ich hinaus will. Das Buch hat noch mehr Weisheiten parat, aber das sollte erst einmal reichen. 

Fazit: 9/10. Kaufen, kaufen, kaufen.

Johann Wolfgang von Goethe  - Faust I (160 Seiten)

 Wo fange ich da an. Ich habe während des Lesens mehr als einmal überlegt, mir mit meinem Kugelschreiber die Augen auszustechen. Wikipedia bezeichnet Faust I als bedeutendstes und meistzitiertes Werk der deutschen Literatur. Mag ja sein, liest sich aber trotzdem wie ein überdimensional großer Haufen Scheiße. Ich fasse das mal im Schnelldurchlauf zusammen: Faust ist ein vom Leben gelangweilter Wissenschaftlicher, der rundum unzufrieden ist. Er hat keinen Spaß am Leben und findet keinen Sinn mehr darin. Ihn beschäftigen viele Fragen des Lebens, die er aber nicht beantworten kann. Also schließt er einen Pakt mit dem Teufel (Mephisto) und verspricht ihm seine Seele, der gehirnamputierte Otto. Dafür soll der Teufel dem Faust ein bisschen Action ins Leben bringen. Dann hilft der Mephistodude dem Faust dabei, Gretchen mit ein paar hinterlistigen Tricks klarzumachen, Mephisto ist also ein Pickupper der alten Schule. Dann artet alles in einer Tragödie a la Berlin Tag und Nacht aus. Gretchens Bruder und Mutter sterben, woran Faust beteiligt ist. Gretchen ist schwanger von Faust und tötet ihr eigenes Kind und landet dann im Kerker. Faust probiert sie zu retten, aber sie hat keinen Bock auf ihn mehr und findet Gott eh geiler.

Fazit: 2/10. Trinkt lieber euren eigenen Urin, bevor ihr das Buch anrührt. 

Ehrlichkeit kann schwer sein

Ehrlichkeit. Sie fällt uns schwer. Oft ist es kurzfristig einfacher, zu lügen. Wir vergessen unser zukünftiges Ich in der langen Sicht, um unser momentanes Ich in der kurzen Sicht vermeintlich zu schützen. Aber schützen wir es wirklich?

Wir lügen, um besser dazustehen. Wir lügen, um unangenehme Tatsachen zu vermeiden. Wir lügen, um den Tag überstehen zu können. Wir lügen andere an. Wir lügen fremde Menschen an. Wir lügen Bekannte an. Wir lügen Freunde an. Wir lügen unsere besten Freunde an. Wir lügen unsere Freundin oder unseren Freund an. Wir lügen sogar unsere Ehemänner und Ehefrauen an. Wir lügen unsere Familie an. Wenn es um das Lügen geht, kennen wir keinen Halt.

Aber die Lüge an sich ist nichts Schlechtes. Eine Lüge kann im richtigen Kontext eingesetzt eine sinnvolle Maßnahme sein. Manchmal ist eine Lüge notwendig, um Menschen vor unangenehmen Wahrheiten zu schützen. Gelegentlich wäre es sogar moralisch verwerflich, nicht zu lügen, weil wir mit der Wahrheit jemanden dermaßen tief verletzen würden, dass wir seine Reaktion darauf nicht abschätzen können.

Was wir lernen müssen, ist nicht, nicht zu lügen. Stattdessen müssen wir lernen, im angemessenen Kontext die Wahrheit zu sagen und die Lüge nur dann zu nutzen, wenn sie zwingend erforderlich ist. Wenn wir das nicht tun, dann kommen wir vielleicht einfacher durch das Leben – vermeintlich. Das allerdings geschieht auf Kosten unserer eigenen Integrität, auf Kosten unseres Wohlbefindens und unseres inneren Gleichgewichtes.

Es gibt nur eine einzige Person, die du niemals anlügen solltest – dich selbst. In dir drin kennst du nämlich schon die Wahrheit. Das einzige, was du mit einer Lüge dir selbst gegenüber erreichst, ist, dass du irgendwann nicht mehr in den Spiegel blicken kannst. Du verarschst dich. Du verarschst die Person, die dir schon dein ganzes Leben lang am nächsten steht. Dass du dich selbst verarschst, ist aber noch nicht alles.

Wenn wir uns selbst belügen, verbauen wir uns die Möglichkeit auf persönliche Weiterentwicklung. Wenn wir uns selbst belügen, dann tun wir das gemeinhin, um nicht der Wahrheit ins Auge blicke zu müssen, weil diese zu unangenehm ist. Was passiert aber dabei? Erst lügen wir uns selbst an, um der Wahrheit nicht ins Auge zu blicken. Wir verwischen uns selbst die Sicht, was tatsächlich die Wahrheit ist. Dabei ist es notwendig, uns selbst die Wahrheit zu zeigen, um an ihr etwas ändern zu können. Wenn ich mich selbst belüge, dann nehme ich mir die Möglichkeit, die Wahrheit mit klaren Augen zu sehen.

Die Wahrheit mit klaren Augen und klarer Sicht zu sehen, ist notwendig, um die momentan möglicherweise unschönen Umstände aktiv angehen zu können. Wenn mir nicht vollends bewusst ist, dass etwas im Argen liegt, dann kann ich es auch nicht beheben. Wenn ich die Bedeutung dieses Umstandes, dass etwas im Argen liegt, herunterspiele, dann bin ich auch gar nicht gewillt, etwas an der konkreten Situation zu verändern. Ich empfinde es gar nicht als notwendig.

Ich muss ehrlich zu mir selbst sein, um etwas ändern zu können. Ich muss unangenehme Tatsachen akzeptieren. Erst dann habe ich die Möglichkeit, die unangenehmen Tatsachen voller Tatendrang zu ändern. Ich brauche das Bewusstsein, dass eine Lüge mir selbst gegenüber reine Selbstsabotage ist. Vielleicht bin ich für die nächsten paar kleinen Momente mit meiner Lüge glücklicher, aber der Moment wird kommen, an dem sie mich einholt. Vielleicht genieße ich mit meiner Lüge den derzeitigen Moment mehr, wobei selbst das fraglich ist. Aber in ein paar Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren klopft mir meine eigene Lüge wieder auf die Schulter. Und mit jedem Mal, dass ich sie wieder zurückdränge, geht die Lüge ins Fitnessstudio, frisst ordentlich Putenfleisch und kommt noch mehr gestärkt wieder zurück, um mir erneut auf die Schulter zu klopfen. Das Klopfen wird von Mal zu Mal stärker. Irgendwann klopft sie so stark, dass sie mich damit herunterdrückt. Und dann bleibt nichts Anderes übrig, als mich umzudrehen und der Lüge ins Gesicht zu sehen. Hätte ich ihr direkt, als sie sich mir das erste Mal offenbart hat, ins Gesicht geblickt und ihr die Hand geschüttelt, hätte ich sie leicht wieder aus meinem Leben schieben können. Jetzt aber steht eine muskulöse, mit Anabolika aufgepumpte aggressive Lüge vor mir. Wehe dem, der sie wieder wegschaffen muss.

Cheers,
rsc 

bearbeitet von rsc

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vor 21 Minuten schrieb rsc:

Fazit: 2/10. Trinkt lieber euren eigenen Urin, bevor ihr das Buch anrührt. 

Alter, das Buch ist ein Meisterwerk deutscher Sprache. Ich empfehle dazu mal als weiterführende Literatur: "Bücher, alles was man lesen sollte". Da erklärt der Autor ganz gut, wie sehr Goethe, unter anderem die deutsche Sprache mit diesem Werk geformt hat. Viele Wörter oder Aussprüche, die du dort liest, liest du dort zum FUCKING allerersten Mal. Der Mann hat Sprache geschaffen, wie wir sie heute, viele hundert Jahre später, noch sprechen. Vergleich das mal bitte mit vong, so vong Kreativität her Bruda ;)

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Man sollte Faust nicht wie einen Roman lesen, sondern wie ein Gedicht. Wenn Dir wieder mal nach Goethe ist, lies vielleicht mal "Die Leiden des jungen Werthers".

Hast Du eigentlich nicht Lust, Deine Gewohnheitentabelle ins Netz zu stellen, damit sie andere Leute benutzen können?

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Ich frage mich ja ob man nicht vergisst wirklich zu Leben, wenn man jede Minute Minutiös plant ?! Ist es dann noch Leben , oder ist es nur noch das abspulen von Terminen . Ist es wirklich notwenidig so zu funktionieren...

wenn es dich glücklich macht , bitte soll es so sein.... allerdings hege ich so meine Zweifel ob das was für jedermann is

 

 

Viel Spaß beim Yoga Parker  

 

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vor 9 Stunden schrieb Ladydomoarigato:

Ich frage mich ja ob man nicht vergisst wirklich zu Leben, wenn man jede Minute Minutiös plant ?! Ist es dann noch Leben , oder ist es nur noch das abspulen von Terminen . Ist es wirklich notwenidig so zu funktionieren...

wenn es dich glücklich macht , bitte soll es so sein.... allerdings hege ich so meine Zweifel ob das was für jedermann is

 

 

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Sehe ich ähnlich... Bei dem ganzen Selbstoptimierungswahn heutzutage vermisse ich manchmal die Leute, die einfach 5 gerade sein lassen und ihr leben genießen...

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Am 12.11.2017 um 11:01 schrieb thundercat:

Alter, das Buch ist ein Meisterwerk deutscher Sprache. Ich empfehle dazu mal als weiterführende Literatur: "Bücher, alles was man lesen sollte". Da erklärt der Autor ganz gut, wie sehr Goethe, unter anderem die deutsche Sprache mit diesem Werk geformt hat. Viele Wörter oder Aussprüche, die du dort liest, liest du dort zum FUCKING allerersten Mal. Der Mann hat Sprache geschaffen, wie wir sie heute, viele hundert Jahre später, noch sprechen. Vergleich das mal bitte mit vong, so vong Kreativität her Bruda ;)

Ich habe vor, während und nach dem Verzehr dieser Lektüre verschiedene Interpretationen und Erklärungen zu Faust gelesen, um es besser nachvollziehen zu können. Mag sein, dass er mit dem Buch etwas bewegt hat. Das fließt aber nicht in meine Bewertung des Buches mit ein. Was kümmert es mich, dass er die heutige Sprache verändert hat? Wenn ich ein Buch lese, dann möchte ich entweder gut unterhalten werden oder dadurch meinen Horizont erweitern. Das Buch hat mich nicht gut unterhalten. Möglicherweise liegt das an der Schreibform, das will ich nicht ausschließen. Ich habe noch nie den Vorteil von Gedichten gegenüber normalen Texten verstanden. Liest sich scheiße und nervt. Das ist meine persönliche Meinung. Es gibt sicher genug Leute, die gerne Gedichte lesen. Denen möchte ich das auch gar nicht vermiesen, nur ist es für mich nichts.

Meinen Horizont erweitert hat das Buch auch nicht. Das liegt auch nicht an der altertümlichen Sprache, ich habe schon ältere und umständlicher formulierte Bücher gelesen. Fakt ist: Der Inhalt und die Nachricht, die das Buch transportieren soll, ist nicht auf Anhieb greifbar. Ich bin ein geübter und leidenschaftlicher Leser. Wenn ich schon mit Interpretationen, Analysen und solchen Späßen arbeiten muss, wie soll das denn der Durchschnittsleser machen? Ich will ein Buch nicht erst fünf Mal lesen müssen, ehe mir die Tragweite seines Inhaltes bewusst wird. In der Zeit lese ich lieber 5 Bücher, bei denen mir nicht die Scheiße im Darm zusammenzuckt. 

Deine Buchempfehlung werde ich mir dennoch besorgen. Danach lese ich Faust noch einmal. Wenn es dich interessiert, werde ich dann auch gerne meine Meinung dazu sagen.

Am 12.11.2017 um 13:01 schrieb DoktorDaygame:

Man sollte Faust nicht wie einen Roman lesen, sondern wie ein Gedicht. Wenn Dir wieder mal nach Goethe ist, lies vielleicht mal "Die Leiden des jungen Werthers".

Hast Du eigentlich nicht Lust, Deine Gewohnheitentabelle ins Netz zu stellen, damit sie andere Leute benutzen können?

Die Leiden des jungen Werthers habe ich in der Schule gelesen. Vielleicht finde ich das in irgendeiner verstaubten Ecke, danke für den Tipp. Mir ist bewusst, dass es kein Roman ist. Ich habe einfach noch nie Gefallen an Gedichten gefunden. Die Buchwahl war daher nicht die richtige für mich. 

Die Gewohnheitstabelle ist total simpel aufgebaut und da sind keine speziellen Funktionen hinter. Die kannst du dir in 5 Minuten selbst nachbauen. Ich habe prinzipiell kein Problem damit, die hier hochzuladen. Die Frage ist, ob ich das darf? Vielleicht kann mir dazu thundercat was sagen. 

Am 13.11.2017 um 08:48 schrieb Ladydomoarigato:

ch frage mich ja ob man nicht vergisst wirklich zu Leben, wenn man jede Minute Minutiös plant ?! Ist es dann noch Leben , oder ist es nur noch das abspulen von Terminen . Ist es wirklich notwenidig so zu funktionieren...

wenn es dich glücklich macht , bitte soll es so sein.... allerdings hege ich so meine Zweifel ob das was für jedermann is

 

 

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Wo genau siehst du minutiöse Planung? Die Tabelle nutze ich primär, um neue Gewohnheiten zu etablieren (das Abhaken als Belohnung) und eine Gedächtnisstütze zu haben. Alle Punkte auf der rechten Seite der Tabelle sind Verhaltensgewohnheiten. Das bedeutet, dass ich dort aktiv nichts machen muss. Das einzige, was starr geplant ist, ist meine Zeit des Aufstehens. Das ist aber bei jedem so. Oder willst du mir erzählen, du nutzt keinen Wecker? :-)

Wenn du darauf hinauswillst, dass ich mir an einem Tag viel vornehme, dann kann ich dich da beruhigen. Alles, was auf der linken Seite der Tabelle steht - ausgeschlossen der zusätzliche Sport - , erledige ich, bevor ich zur Arbeit gehe (ich fahre gegen 8:30 zur Arbeit, bin da also schon 4 Stunden auf den Beinen). Nach der Arbeit mache ich das, worauf ich Bock habe. Da ich Sport über alles liebe, mache ich eben gerne mal Sport. 

Mal so als kleines Denkspielchen: 

"Diese Statistik zeigt die Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland. Die durchschnittliche Sehdauer im Jahr 2016 blieb laut der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) mit 223 Minuten pro Tag gegenüber dem Vorjahreswert unverändert. 15 Jahre zuvor sahen die Deutschen täglich 192 Minuten fern. "

Link zur Statistik

Im Durchschnitt sehen Menschen über 15 also 223 pro Tag fern. Geil, oder? Das sind fast vier Stunden. Rechnest du da noch mit rein, wie viel der Durchschnittsherbert am Tag auf sein Smartphone glotzt, dann sind es sicher schon fünf Stunden. Wer so viel "konsumiert", der braucht auch direkt mehr Schlaf, um sich einigermaßen erholt zu fühlen. 

Ich gucke in der Woche maximal eine Stunde fern, eher weniger. Mein Handy ist 3/4 des Tages im Flugmodus und ansonsten gucke ich da alle 2-3 Stunden drauf, weil ich kein Freund dieser ständigen medialen Berieselung und Ablenkung bin. Wer nicht mehr fernsieht, das Handy mal liegen lässt und nicht den ganzen Tag zockt, der wird sehen, wie viel Zeit er zur Verfügung hat. Insofern verstehe ich nicht ganz, was du mit der minutiösen Planung meinst. Ich möchte dich aber gerne dazu einladen, mir das noch mal zu erläutern.

Am 13.11.2017 um 17:49 schrieb TheCree:

Sehe ich ähnlich... Bei dem ganzen Selbstoptimierungswahn heutzutage vermisse ich manchmal die Leute, die einfach 5 gerade sein lassen und ihr leben genießen...

Das finde ich jetzt spannend. Aus dieser Tabelle hast du jetzt geschlossen, dass ich nicht einfach 5 gerade sein lassen und das Leben genießen kann? Mir ist die Tendenz hier schon aufgefallen, Selbstoptimierungswahn zu unterstellen. Sobald jemand sich selbst höhere Ziele steckt als "Wenn hier der dicke Dieter ansteppt und mit vor stolz geschwollener Brust ankündigt: "Ich will von 100 auf 90 Kilo abnehmen, dann hätte ich einen BMI von 30. Ach - und mal eine Frau küssen wäre auch super!" - dann wird das von allen Seiten bejubelt und unterstützt. Da läuft man auch nicht Gefahr, sich selbst eingestehen zu müssen, dass man selbst mal ein bisschen was aus seinem Leben machen könnte. Die Ziele, die sich der dicke Dieter setzt, hat man ja schließlich selbst schon "erreicht".

Kommt dann aber einer an und sagt: "Jo Dicker. Ich fühle mich sauwohl. Mein Leben läuft gerade wie am Schnürchen. Da sind aber noch ein paar Sachen, die mir am Herzen liegen, und ich habe richtig Bock, die mal anzugehen. Lass uns mal schauen, wie ich das hinbekomme. Ich mach die Welt mal zu meiner Leinwand! :-)" - dann ist das bedrohlich. Jemand, bei dem es schon gut läuft, der zufrieden ist, aber dennoch nach mehr strebt, macht den Leuten scheinbar Angst. 

Kommen wir zu deiner Aussage zurück, TheCree. Ich denke, dass sie auf einigen Prämissen beruht, die einfach nicht zutreffend sind. Ausgehend von diesen Prämissen kann die Schlussfolgerung nur falsch sein:

  • Wer sich selbst optimieren will, ist mit sich unzufrieden.
  • Sport macht keinen Spaß.
  • Arbeit macht keinen Spaß.
  • Lernen macht keinen Spaß.
  • Lesen macht keinen Spaß.
  • Früh ist scheiße.

Das ist alles eine Sache deiner persönlichen Geisteshaltung. Du kannst dir gerne vorstellen, dass ich morgens mit verkrampften Gesicht an meinem Schreibtisch sitze und mich selbst "optimiere". Das entspricht allerdings nicht der Realität. Ich stehe mit einem Lächeln auf, mach mir eine Kanne mit gut duftendem Tee und setze mich dann an meinem Tisch, um mich selbst besser kennenzulernen. Ich finde es spannend, mich mit Satzergänzungen zu befassen und dabei herauszufinden, wo bei mir blinde Flecken sind. Mir macht das Schreiben Spaß. Ich mache gerne Yoga. Ich lerne gerne Sprachen. Ich arbeite gerne an meinem Blog. Ich lese gerne. Das sind alles Dinge, die ich gerne mache. Deswegen bin ich auch tiefentspannt, wenn ich morgens das Haus verlasse. Ich habe alles getan, was ich tun wollte, und egal, was an dem Tag noch passiert, ich bin ein Stück weit gewachsen.

Wie der Mensch nun mal so ist, muss er sich aber auch manchmal zu seinem eigenen Glück zwingen. Wer regelmäßig trainieren geht und dafür brennt, weiß, dass es sehr schwierig sein kann, nach einer Verletzungspause oder Erkrankung wieder ans Eisen zu gehen. Wir haben zwar Spaß am Training, aber natürlich ist es bequemer, zuhause auf der Couch zu sitzen und sich die 842. Folge Berlin Tag und Nacht ins Gehirn zu prügeln. Das Hirn ist einfach so. Was nicht zwangsweise zum Überleben getan werden muss, wird eben nicht getan. Mit meiner Tabelle mache ich es mir erheblich einfacher, mich zu meinem eigenen Glück zu zwingen.

Die Tatsache, dass ich mit einem Lächeln zu Bett gehe, mit einem Lächeln aufstehe und unter der Dusche tanze und singe, reicht mir als Zeichen für mich, dass ich den richtigen Weg gehe. Ich möchte dich dennoch gerne dazu einladen, mir noch mal genauer zu erklären, was du mir mit deiner Aussage mitteilen wolltest.

Gewohnheiten - Teil 2

Potzdonner, der Text ist bis hierhin schon viel länger geworden, als er sollte! Naja, sei's drum. Ich werde in jeder Woche detailliert auf je drei Gewohnheiten eingehen und was genau es damit auf sich hat. 

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Früh aufstehen

Schon Opa hat gesagt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Opa ist ein schlauer Kerl, das wusste ich schon damals. Ich glaube, das erste Mal habe ich mich Ende letzten Jahres daran gewagt. Irgendwo hatte ich aufgeschnappt, dass sehr viele erfolgreiche Menschen bewusst früh aufstehen, um Zeit für ihr Morgenritual zu haben und mit einem angenehmen, fluffigen Start in den Tag zu gleiten. Da wurde mit ganz verrückten Zeiten um sich geworfen, 04:30 und so. HALLO! 04:30??? Da steht eine 4 hinter der 0. Das ist doch schon fast Folter. Drauf geschissen, ich habe es trotzdem probiert. Das war vielleicht ein holpriger Versuch. Zwei Tage geschafft, dann wieder drei Tage nicht, dann wieder 4 Tage geschafft und wieder eine Woche unterbrochen. So ging es dann ein paar Wochen, ehe ich den Versuch als gescheitert ansah.

Da lag dann die Vermutung nahe, dass ich einfach eine Eule und keine Lerche bin. Das hätte dann aber auch bedeutet, dass ich abends produktiv bin, war ich aber nicht. Ohnehin gibt es wesentlich weniger Eulen, als die meisten Leute annehmen. Nimm den Menschen ihren Fernseher, ihren Laptop und ihr Handy weg und staune, wie viele von ihnen plötzlich zu Frühaufstehern werden. Wenn ich zwei drei Stunden am Stück vor dem Schlafengehen mir irgendeinen scheiß reinziehe, dann werde ich auch zur "Eule". 

Und so folgte in diesem Jahr dann irgendwann der nächste Versuch. Einige nicht so glorreiche Momente folgten. Da findet man sich dann halt morgens mal auf dem Bidet statt auf der Toilette sitzend wieder, weil das Hirn noch nicht so richtig gebooted hat. Pendelt sich aber fix ein und man lernt, die Stille des Morgens zu genießen. Am Schreibtisch sitzend der Sonne beim Aufgehen zuzusehen kann auch einen gestandenen Mann emotional bewegen. Zu wissen, dass man einen guten Schritt in seinem Leben weiterkommt und mit viel Entspannung in den Tag startet, während der Rest der Stadt noch lebt, ist ein anregender Gedanke. Und irgendwann hast du es dann raus und du hast dich in deinen neuen Rhythmus eingefunden. Dann ist um 04:30 aufzustehen für dich das gleiche wie um 07:30 aufzustehen für andere.

Die Menschen früher sind auch aufgestanden, wenn die Sonne aufgegangen ist. Wenn die das schaffen, warum dann nicht auch wir? Da muss man aber auch ein bisschen experimentieren. So ein Vollblut-Nachttyp wird mit dieser Vorgehensweise nicht glücklich. Wie auch bei anderen Dingen im Leben: Versuch macht klug. 

 „Sechs Stunden Schlaf für einen Mann, sieben für eine Frau und acht für einen Narren“ soll Napoleon gesagt habe. Die Aussage ist mit Vorsicht zu genießen. Fakt ist aber: Je weniger du dein Leben von Medien aller Art beherrschen lässt und je besser deine körperliche Verfassung, desto weniger Schlaf brauchst du auch. 

Satzergänzungen

Diese Übung mache ich derzeit jeden Morgen. Wer sie nicht kennt, dem sei das Buch "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" von Nathaniel Branden ans Herz gelegt. Die Grundidee dahinter ist, dass dir ein Satzstamm vorgegeben wird, den du dann vervollständigst. Auf diese Art kannst du herausfinden, wie du selber tickst und wo bei dir noch blinde Flecken liegen. Das schärft dein Bewusstsein für den Tag und du kannst aktiv daran arbeiten. Ein beispielhafter Satzstamm: "Wenn ich den Werten treu bleibe, die ich für richtig halte, ..."

Wer sich das Buch besorgt, der sollte definitiv auch die Satzergänzungen ausprobieren. Ist am Anfang eine Menge Überwindung, aber die Erkenntnisse sind sehr lehrreich! Mittlerweile hatte ich schon oft Momente, bei denen ich mich über meine eigenen Gedanken gewundert habe. Manchmal weiß man gar nicht, was einem im Kopf rumspukt, bevor man liest, was man schreibt.

Tagebuch führen

Damit fing alles an. Wenn es eine Gewohnheit gibt, die einfach zu erledigen ist und gleichzeitig Berge versetzen kann, dann ist es diese. Angefangen mit meinem ganz persönlichen Tagebuch (also ein nicht öffentliches) habe ich damit 2016. Am Anfang war das eine schiere Herkulesaufgabe für mich. Was schreibe ich da rein? Jeder Satz wurde durchdacht, als wollte ich das nächste literarische Meisterwerk verfassen. Dabei ging es nur um ein beschissenes Tagebuch. Wenn ich da über die Konsistenz meines Stuhlgangs schwadroniere, ist das genauso wichtig wie meine neuste Erkenntnis zu einem Buch von Nietzsche. Es ist schließlich MEIN Tagebuch. 

Und so fing ich dann an zu schreiben. Erst war es ziemlich unregelmäßig. Jede Zeile fühlte sich ein bisschen wie ein Kampf an. Mit der Zeit gewöhnte ich mich dann daran. Aus anfänglich 5 dahin gerotzten Zeilen wurden 10 und später 15. Hier und da habe ich mal geschludert und ein paar Wochen kein Tagebuch geführt. Seit ein paar Monaten jedoch führe ich es fast lückenlos. Mittlerweile sind meine Einträge auf 1-2 Seiten pro Tag in meinem Word-Dokument gewachsen. 

Durch das Tagebuchschreiben schlage ich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen kann ich mir selbst noch mal vor Augen führen, was ich getan habe. So kann ich auch Dinge aufschrieben, die ich sehr zu schätzen wusste und die mir am Herzen liegen. Gleichzeitig kann ich mir hier auch aufschreiben, was ich mir vornehme und meinen Fortschritt protokollieren. Zwischenzeitlich hatte ich auch ein Erfolgsjournal und ein Dankbarkeitsjournal, aber die wurden vom Zahn der Zeit gefressen und sind in mein normales Tagebuch gewandert. Ich habe für mich selbst gemerkt, dass ich die Anzahl an Dokumenten stets so klein wie möglich halten sollte. Ein weiterer Punkt ist, dass man durch das Tagebuchschreiben auch schnell merkt, wenn man faul wird. Kann ich ein paar Tage mal nur 5-6 Zeilen in mein Tagebuch schreiben, weil ich nur vor der Glotze hänge und Chips fresse, dann wird mir das sehr schnell bewusst und ich kann das in sinnvollere Bahnen lenken.

Will ich mal gemacht haben

Beim Durchstöbern meiner Ordner bin ich auf ein interessantes Dokument gestoßen, das ich schon fast vergessen hatte. Im letzten Jahr habe ich mal brain storming gemacht und mir überlegt, was ich irgendwann auf jeden Fall mal machen möchte. Ich haue euch das Ding mal hier rein.

  • Bungee-Springen
  • Heißluftballon-Fliegen
  • Cessna-Fliegen
  • Weltreise
  • Ein Buch schreiben
  • Einen eigenen Blog erstellen
  • Standard-Tanzkurs belegen
  • HipHop-Tanzkurs
  • Gitarre spielen lernen
  • Alle Hauptstädte Europas bereisen
  • Windsurfen
  • Snowboarden
  • Am Iron Man teilnehmen
  • Schwarze Route beim Bouldern schaffen
  • 1km am Stück kraulen
  • Tauchkurs belegen
  • Schlittschuhfahren lernen
  • Inlinerfahren lernen
  • Amnesty International beitreten
  • Ehrenamtlich arbeiten
  • Parkour lernen
  • Einen Rückwärtssalto können
  • Jonglieren können
  • Kickup können
  • Yoga lernen
  • Schauspielunterricht nehmen
  • Surfen lernen

Ich fand das total witzig. Keine Ahnung, warum ich damals einen Kickup können wollte. Diese Liste habe ich aber dann doch als Anlass genommen, um ein bisschen Schwung in mein Leben zu bringen. Nur zwei Punkte davon habe ich seitdem gemacht (1km am Stück kraulen und das Cessna-Fliegen). Also dachte ich mir fuck it und habe mir drei Sachen rausgesucht, die ich spannend finde und mal angehe. So kam es dann, dass ich jetzt wieder regelmäßig bouldern gehe und mich im Yoga übe. Das Wichtigste ist aber, dass ich endlich ein Projekt angehe, dass ich schon machen wollte, seit ich ein rotznäsiger Schüler war - meinen eigenen Blog erstellen.

Mein Herzensprojekt nimmt langsam Gestalt an

Endlich. Das erste Mal hatte ich die Idee mit 12 oder 13. Zehn Jahre sind nun vergangen und ich habe mich in den letzten Wochen ran gemacht, das Ding hier Realität werden zu lassen. Wenn mich eine Idee so fasziniert wie diese, dann stecke ich da eine Menge Aufwand und Arbeit rein und vergesse unheimlich schnell die Zeit. Tatsächlich habe ich in den letzten drei Wochen jeden Tag daran gewerkelt, mittlerweile etwa 30 fertige Texte für den Blog und muss jetzt nur noch den letzten Feinschliff erledigen. Ich bin jetzt so weit, dass ich meinen Blog in der kommenden Woche einem guten Freund zeigen werde und mir ein erstes Feedback einhole. Das finde ich alles total spannend. 

Success Partners

Aus dem Buch The Compound Effect hat mich die Idee fasziniert, mir einen Success Partner zu suchen. Einmal in der Woche unterhältst du dich mit deinem Success Partner. Dabei erklärt ihr euch gegenseitig, was ihr in der Woche vorhabt und wie ihr gedenkt, das zu erreichen. Dabei gleicht ihr auch immer ab, was ihr euch für die Woche davor vorgenommen habt und was ihr tatsächlich geschafft habt. Auf die Art habt ihr einen zusätzlichen regulativen Mechanismus. Es geht nicht darum, sich gegenseitig fertig zu machen, wenn man etwas nicht schafft. Vielmehr kann man gemeinsam auf die Art herausfinden, in welchen hinderlichen Denkmustern man sich gerne mal verfängt.

Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht und lässt sich alle möglichen Ausreden einfallen, warum etwas nicht geht. Dein Succes Partner kann dir da dann den Weg weisen und mir vor Augen führen, wenn ich mal Scheiße labere. Außerdem tut es ohnehin immer gut, sich ein bisschen über das Leben mit einem guten Freund unterhalten zu können.

Ich habe einem meiner engsten Freunde diese Idee unterbreitet. Hat ihm gut gefallen. Wir wollen diesen Sonntag das erste Mal ein Telefonat führen. Mal sehen, was das gibt.  

 

Diese Woche gelesene Bücher

F. Scott Fitzgerald - Tender is the night (Englisch, 434 Seiten)

André Kostolany - Die Kunst über Geld nachzudenken (237 Seiten)

Die Zusammenfassungen für die Bücher folgen nächste Woche, der Beitrag ist schon lang genug geworden :-)

Ignoranz als Wurzel alles Schlechten

Ignoranz ist die Wurzel aller negativen Emotionen, die wir empfinden. Wir ignorieren die tatsächliche Realität und ziehen somit negative Emotionen in unser Leben. Alle negativen Gefühle, die wir empfinden, gehen auf diese Tatsache zurück. Wenn wir wütend auf jemanden sind, dann kann das viele Gründe haben. Vielleicht hat er uns betrogen, vielleicht hat er uns etwas verschwiegen, vielleicht hat er uns bestohlen.

Wir empfinden die Wut, weil wir der Meinung sind, dass wir es nicht verdienen, so behandelt zu werden. Wir empfinden eine Wut, die teilweise stark überproportional zum tatsächlichen Geschehnis aufgebauscht wird. Aber was bringt uns diese Wut? Wenn wir ehrlich sind, vernebelt sie nur unseren Geist. Sie bringt uns auch nicht weiter. Wir betrachten die Situation aus unserer beschränkten Sichtweise und sehen nur das „Schlechte“, was uns angetan wurde. Dabei hinterfragen wir nur selten, was für Beweggründe dieses Verhalten zu Tage gebracht haben. Wir betrachten die Situation lediglich als persönlichen Angriff auf unsere Person. Dabei vernachlässigen wir, dass derjenige, der diese Emotion in uns ausgelöst hat, nicht das Problem ist. Unsere Reaktion auf das Geschehene ist das Problem.

Treten wir einen Schritt zurück und betrachten all das aus einer weiter gefassten Perspektive, dann erkennen wir die Unsinnigkeit unserer Reaktion. Sie fußt auf einer tief empfundenen Unzufriedenheit in uns drin. Unsere Reaktion spiegelt ziemlich genau wider, wie wir die Welt wahrnehmen. Wenn wir die Welt als feindseligen Ort wahrnehmen, an dem uns jeder etwas Böses will, dann sind wir eher dazu geneigt, negative Emotionen zu empfinden, die durch andere verursacht werden. Sehe ich jeden Menschen als ein wundervolles Geschöpf und als vollkommen gleichwertig zu mir an, dann entwickele ich eine andere Geisteshaltung. Ich kann eine Geisteshaltung entwickeln, mit der ich Menschen als etwas Wundervolles ansehe und verstehe, dass jeder Mensch – durch seine individuellen Erfahrungen und Erlebnisse geprägt – stets bestrebt ist, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln.

Natürlich sind die Menschen manchmal zu schwach, um das zu tun, was sie für richtig halten. Was bringt es uns aber, sie für diese Schwäche zu verabscheuen oder gar zu hassen? Es bringt uns genau genommen gar nichts. Wir holen uns mit dieser Umgangsart nur Probleme in unser eigenes Leben. Menschen zu umarmen, ihnen dein Mitgefühl und deine Liebe zu schenken, auch wenn sie dich nicht so behandelt haben, wie es sich eigentlich gehört, ist ein wichtiger Schritt in unserem Leben. Wenn wir verstehen, dass wir am Ende alle der gleichen Spezies angehören und gemeinsam dieses Leben leben, dann versiegt unser Hass. Dann versiegt auch unsere Wut und unsere Angst. Wir haben keine Angst vor der Welt, denn wir wissen, dass wir aufgefangen werden, wenn es hart auf hart kommt. Was du in die Welt schickst, das wird auch unwiderruflich zu dir zurückkehren – nicht immer auf kurze Sicht, aber auf alle Fälle auf lange Sicht.

Cheers,
rsc

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vor 2 Stunden schrieb rsc:

Ich habe prinzipiell kein Problem damit, die hier hochzuladen. Die Frage ist, ob ich das darf? Vielleicht kann mir dazu thundercat was sagen. 

Wenn das rein urherberrechtlich kein Ding ist, why not. @Darkman können wir irgendwas mit upload/download einrichten für solche tabellen ect??

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vor 5 Stunden schrieb rsc:

„Sechs Stunden Schlaf für einen Mann, sieben für eine Frau und acht für einen Narren“ soll Napoleon gesagt habe.

Ich meine, es wären vier gewesen.
 

vor 5 Stunden schrieb rsc:

Jeder Satz wurde durchdacht, als wollte ich das nächste literarische Meisterwerk verfassen.

Danke für die Motivation! Das gleiche Problem habe ich auch. Schreiben ist eine Kunst und Kunst hat immer was perfektionistisches.
 

vor 5 Stunden schrieb rsc:

Alle Hauptstädte Europas bereisen

Immer diese Leute mit dem Hauptstadtfetisch... Die sitzen dann in überteuerten deutschen Käffern wie Luxemburg, Bern und Vaduz rum, anstatt die weite Welt in Barcelona, Venedig und Istanbul kennenzulernen.

 

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    • Von thommieBS
      Moin Ihr Schlingel,
       
      wie in diesem Beitrag
      angedroht, starte ich heute den Versuch ein Tage- oder Wochenbuch whatever zu führen.

      Da ich ein recht ehrgeiziger Mensch bin und mir das Tagebuch von rsc mit seinen später eingefügten Zielen sehr gefiel, werde ich mich daran orientieren. Das Setzen und die Kontrolle von Zielen ist ein wichtiger Aspekt in meinem Leben sei es beruflich oder privat. Ich hasse es mich treiben zu lassen. An meiner Haustür habe ich einen Plan hängen, wie ich die Zeit nach der Arbeit nutze. Klingt behämmert? Man muss dazu wissen, dass ich vor 18 Uhr nie zuhause bin und morgens um 7:30 anfange zu arbeiten. Im Grunde habe ich unter der Woche also nur rund 4,5 – 5 Stunden Zeit für Sport, Einkaufen, Kochen, Körperpflege usw. Und genauso ist das Teil aufgebaut.

      Um dem ganzen Tamtam eine persönliche Note zu verleihen dachte ich mir, dass ich ein Bild von meiner Fresse hoch lade damit Ihr sehen könnt, mit wem Ihr es zu tun habt. Also bitte schön:
      https://picload.org/view/rwipdpil/me.jpg.html
       
      Vorwort
      Im Grunde hatte ich nie Probleme mit Frauen. Eher im Gegenteil. Die meisten sind mir in den Schoß gefallen. Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass ich vor dem Ende meiner letzten Beziehung jemals ein Mädl auf einer Party oder sonst wo angesprochen habe geschweige denn verführt habe. Es war eigentlich immer andersherum.
       
      Meine Geschichte
      Bevor ich loslege möchte ich ein paar Stories aus den letzten Monaten zum Besten geben. Vielleicht ist das für den einen oder anderen ganz erheiternd.
      Meine Geschichte beginnt im April 2016. Ich bin nun stolze 33 Jahre jung und komme frisch aus einer Beziehung.  Mir geht es sehr gut, da meine Ex aus- bzw. weggezogen ist. Ganz stolz bekam ich von Ihr ein Bild per WA von Ihrem Mietvertrag. Wohl ein letzter Versuch mich zu ärgern. Die Beziehung war von vorne bis hinten eine Katastrophe. Geprägt durch riesige Eifersuchtsanfälle und Drama. Also etwas, was ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Wenn ich in einer Beziehung bin, bin ich commited und würde im Traum nicht auf die Idee kommen, den Menschen den ich liebe zu betrügen. Ich bin frei und fühle mich gut.
      Zu dieser Zeit trennte sich ein Bekannter, den ich seit meiner Jugend kenne aber nie wirklich einen Draht hatte, von seiner langjährigen Freundin. Aus irgendeinem Grund kamen wir dann auf die Idee mal feiern zu gehen da wir ja beide nun dasselbe ,,Schicksal“ (Singleleben) teilen. Gesagt getan. Dies sollten die lustigsten Monate 2016 werden. Nicht nur das wir uns blendend verstanden und die Wochenenden durchfeierten, unbewusst, ohne jemals von PickUp gehört zu haben, approachten wir als gäbe es keinen morgen. Hier entwickelten sich einige ONS und Affären.
      Das bekloppteste war wohl, als ich eine ganz Nette HB 6 aus einem Club am Sonntagmorgen 7 Uhr voll wie `n Hammer besuchte und vögelte. Eigentlich lag ich schon um 6 im Bett und kam dann auf die grandiose Idee, die gute Dame anzurufen. Wie dem auch sei, mitm Taxi zu Ihr. Einzelheiten erspare ich euch ganz abgesehen davon hatte ich doch einen leichten Filmriss.
      In dieser Zeit kam ich auch mit Tinder in Kontakt. Der oben genannte Kumpel meinte ich soll das mal probieren. Installiert und probiert, für doof befunden, auf Seite 2 des Handys verbannt und einige Monate nicht reingeschaut.
      Im September saß ich am Bahnhof und hatte eine kurze Wartezeit. Als ich mein Handy so durchschaute was ich denn da so alles installiert habe, entdeckte ich die App wieder. Ok versuchst es nochmal. Und Zack. Eine ganz süße HB 7 aus Venezuela gematcht. Nennen wir sie Laura. Gleich rüber zu Whatsapp, Bilder getauscht usw. und Date an einem Freitag ausgemacht.
      Vorab muss ich sagen, dass ich die Gute weder geküsst noch flach gelegt habe aber bei dem Date merkte ich, dass ich ganz gute Kommunikationsskills besitze ein Gespräch am Laufen zu halten oder zumindest etwas über mein Leben zu berichten habe. Laura hatte nämlich so gar nichts zu erzählen. Nichts. Nada. Niente. Erinnere mich noch gut, nachdem 2,5 Stunden vergangen waren, es war kurz vor 22 Uhr, wie ich innerlich dachte ,,Gott jetzt habe ich mir 2,5 Stunden den Mund fusselig geredet x Fragen gestellt und die sitzt da und schaut wie n Pferd. Ich will nach Hause. Meeeeeeh.“. Jedenfalls gab es keine peinlichen Gesprächspausen aber halt auch null Rückfragen oder Fragen generell von Ihr. Das Einzige, was sie mich 3 oder 4 Mal gefragt hatte, war, ob ich denn bei Rewe einkaufen gehe. Ungelogen 3 oder 4 Mal! Ist das ein Code oder so? Anyway.
      Nachdem wir bezahlt hatten und aufgestanden sind fragt Laura mich allen Ernstes, ob wir noch in eine andere Bar gehen wollen. Mir ist fast die Kinnlade runtergefallen. Da ich eh nichts zu tun hatte willigte ich in der Hoffnung ein, dass sie sich u.U. von ein bis zwei Bier entspannt. Nix da. Sie schwieg eisern.
      Nach weiteren 2 todlangweiligen Stunden brachte ich sie noch kurz heim, um dann am nächsten Morgen per Whatsapp zu erfahren, dass sie zwei Karten für ein Football Spiel organisiert hatte und mit mir dahin wollte. Ich zögerte keine Sekunde und meldete mich krank. War zwar gelogen aber hey so ein Footballspiel in der GFL mit An- und Abreise dauert nun mal ein paar Stündchen. Ich hatte schlichtweg kein Bock mehr. Tinder verbannte ich dann von Seite 2 auf Seite 3 des Handys.
      Im November fing dann bei uns auf Arbeit eine neue Kollegin an. Nennen wir sie Julie. Eine HB7. Julie sah ich das erste Mal im Oktober, als ich um 18 Uhr das Büro verließ und sie auf dem Parkplatz nach dem Vorstellungsgespräch eine rauchte. Ich hatte keine Ahnung wer sie war jedenfalls strahlte sie mich an und begrüßte mich. Wie sich später herausstellte arbeitet eine Freundin von Ihr auch bei uns im Büro, die Ihr wohl mein Facebookprofil gezeigt hat.
      Im November dauerte es keine zwei Tage bis sie mir die erste von x Emails schrieb und laufend in meinem Zimmer stand um mit mir zu reden. Nach Feierabend gingen wir immer öfter gemeinsam zum Bahnhof oder in die Stadt. Irgendwie waren wir auf einer Wellenlänge. Ich bin mir sicher, dass ich sie hätte flachlegen können, wenn ich es drauf angesetzt hätte. Beispiel unserer Kommunikation gefällig?
      Ich: ,, Du willst mich verhauen lassen…alleine traust dich wohl nicht.“
      Sie: ,, Dich schlage ich nur mit der Zunge. ;)“
      Im Endeffekt wurde nichts draus, da Sie im Januar Ihren ,,Traummann“ kennenlernte und sie glücklich vergeben ist. In der Nachbetrachtung bin ich froh drüber, dass es nur Freundschaft wurde. Ich fühlte mich zwar geschmeichelt, aber irgendwie konnte ich mich nicht in sie verlieben. Passiert halt auch mal.
      Bis zum April 2017 gab es dann nur noch eine kleine Affäre mit einer 7 Jahre älteren Frau, die mich auf einer WG-Party Ende Januar wars glaub ich aufgegabelt hat. Die war Bi, lebte in einer heruntergekommen Künstler WG und hatte wohl lange keinen Mann mehr. War irgendwie immer recht unentspannt. Kochen konnte sie dafür ganz Nice.
      Kommen wir nun zu meiner *Trommelwirbel* Oneitis und weshalb ich überhaupt hier bin. Das gute Tinder hatte ich wie oben beschrieben seit September nicht mehr mit dem A**** angeschaut.
      Im März 2017 räumte ich in der Mittagspause mein Handy auf und gelangte natürlich auf Seite 3 mit der besagten App. Anstatt das Teil zu löschen oder nen ordentlichen ,,Kopf auf Tischplatte Move“ zu machen, loggte ich mich ein. Ich war wieder auf aktiv gesetzt und bekam prompt Likes von irgendwelchen Damen. Das juckte mich vorerst nicht, da ich zu viel zu tun hatte.  
      Erst Anfang April kümmerte ich mich weiter um Tinder. Hieraus ergab sich dann ein Match mit oben besagter Frau. Gegenüber Tinder war ich immer noch unschlüssig und beließ es bei dem Match.
      Einen Tag später, ich war gerade am Laufen, summte es in meinen Kopfhörern. Kurzer Blick aufs Handy…Aha Tinder - dir hat jemand geschrieben. ,,Ich soll höflich zu dir sein? Wie denn? Du schreibst ja nichts.“ Kopfschüttelnd die App geschlossen und etwas irritiert weitergelaufen. Wie die Story seinen Lauf nahm, kann man im oben genannten Link (siehe ,,FC und wie man es nicht macht“) nachlesen.

      Unser letztes Treffen war am 05.06.17. Hinzufügen muss ich, dass in den knapp 3 Monaten noch zwei Vorschläge zu einem Treffen von ihr kamen, welche ich abgelehnt habe. Schreiben tuen wir aber immer noch über Whatsapp ab und an. Ich muss gestehen, dass ich keinen Plan habe warum wir seit dem letzten Treffen überhaupt noch Kontakt halten. Das Treffen ist nun fast 3 Monate her. Bei mir war/ist es wohl die leise Hoffnung gewesen, dass sich doch noch etwas ergibt. Das wird es garantiert nicht. Deshalb auch die Absage bzgl. der Treffen.

      Dies war meine Zusammenfassung der letzten Monate.
      Es geht mir darum mich in Bezug auf mich selbst weiter zu entwickeln. Dies umfasst z.B. meine Eskalationsangst, die mir so noch nie bewusst war, vor allem bei Frauen die mir gefallen. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich abgeneigt gegen was Unverbindliches wäre. Mir ist klar, dass es sicher einige Zeit braucht, unten angestrebte Ziele zu erreichen ganz zu schweigen von der bewussten Änderung des Innergames.
      Das Schöne ist, dass ich nichts zu verlieren habe.

      Die Ziele sind sicher nicht vollständig und sollen erweitert werden mit der Zeit.
       
      Meine Ziele
      Größe:          1,75 m
      Gewicht:       82 Kg


      Laufen

      160,5 Km v. 500 Km in 2017 laufen.

      - August:                   80,25 Km
      - September:           0,00 Km von 100 Km
      - Oktober:                0,00 Km von 100 Km
       
      Kraftraining
      Vorerst Adam James 6 Wochen Programm, Start Donnerstag 31.08.2017

      Ziel:
      Laut App 160 Punkte durch Übungen pro Woche verdienen.

      Woche 1: 0 von 160
      Woche 2: 0 von 160
      Woche 3: 0 von 160
      Woche 4: 0 von 160
      Woche 5: 0 von 160
      Woche 6: 0 von 160
       
      Sprachen
      Ziel:
      Französisch: Wortschatz v. 3000 Vokabeln bis 31.12.2017 auf babbel 
      Stand:
      Französisch: 172
       
      Lesen

      Ziel:
      10 Bücher lesen, davon mindestens 2 auf Englisch, bis 31.12.2017
      Stand: 
      0, davon 0 auf Englisch
       
      Frauen
      Ziel:

      200 Frauen ansprechen bis zum 31.12.2017.
       
      Stand: 0/200 (vlt. zu hoch/niedrig gefasst?)
       
      OneItIs
      Ziel: Endlich loslassen. Sobald die Gute aus meiner Birne raus ist, wird dieser Teil gelöscht bzw. nicht fortgeführt.

      Dokumentiert werden die zusammenhängenden Tage, an denen es keinen Kontakt gab sowie das letzte Treffen. Von mir aus wird es keinen Kontaktversuch mehr geben – hoffe ich
      Ich weiß nicht ob es klug ist das ,,Vergessen“ so zu dokumentieren. Man wird ja quasi immer an die Person erinnert. Andererseits ist es ein Anhaltspunkt wie lange sich die Nummer hinzieht und vielleicht ist jeder Tag ohne Kontakt ein, sagen wir, Erfolgserlebnis, nicht irgendein belanglosen Bullshit über Whatsapp gesendet zu haben.

      Stand:           4 Tage, seit 28.08.2017 (Whatsapp)
      Treffen:         05.06.2017
       
      Handwerkern
      Ziel: bis 03.09.17 Bad streichen
      Stand: noch nicht erledigt
       
      Würde sagen: Let‘s go!
    • Von Sin_City
      Guten Tag zusammen,
      Ich habe in diesem Thread ein grösseres Projekt geplant und werde dieses hier nun kurz vorstellen. Ich bin neu in diesem Forum, denke aber nach dem durchforsten der Fieldreports, dass ich für die Dokumentation meines Vorhabens am richtigen Ort gelandet bin.
      Durch einen Freund, mit dem ich in letzter Zeit viel unternehme, bin ich sozusagen ins Game gestolpert. Ich bin vor einem Monat 18 geworden, und hatte zuvor nicht viel Erfahrungen mit Frauen sammeln können. Ab und zu gab es zwar kleinere Erfolge, jedoch hatte ich grosse Probleme was Ansprechen und Eskalation anging. Er ist da schon um einiges erfahrener, und kommt ziemlich gut bei Frauen an. Scheinbar hat Ihm das Buch "Der perfekte Eroberer" von Maximilian Pütz sehr geholfen, seine Techniken zu verfeinern und seine inneren störenden Barrieren und Hindernisse zu überwinden.
      In den letzten Wochen konnte ich während unserer Treffen einiges lernen und direkt in die Praxis umsetzen. Das hat mich dazu veranlasst, zum Einen zu rekapitulieren, was ich in dieser Zeit wie verbessern konnte. Zum Anderen habe ich geplant, für die nächsten Wochen eine Art Tagebuch zu führen. Dieses Tagebuch möchte ich etwa in der Art des Threads "Alpha Frame" (Tut mir Leid ich weiss nicht wie ich das verlinken kann... Probs an den Verfasser für diese geniale Idee...) führen. Ich möchte aber neben der Verbesserung meines Umgangs mit Frauen auch an mir selbst arbeiten. Denn nichts wirkt attraktiver als Selbstbewusstsein und Authentizität. Ich werde nicht versuchen, jemanden zu spielen, der ich nicht bin. Deshalb werde ich mir verschiedene Ziele in Sachen:
      -Persönlichkeitsfindung
      -Offenheit / Kontaktfreudigkeit und
      -Erfolg bei Frauen
      setzen.
      Dann werde ich versuchen, diese in der Praxis umzusetzen und meine Resultate dann wieder hier veröffentlichen. Diese Fieldreports dienen verschiedenen Zwecken. Sie sollen mir helfen, die Ereignisse nochmals Revue passieren zu lassen um eventuelle Fehler etc. zu erkennen und Überblick über meinen Fortschritt zu behalten.
      Des weiteren seid IHR etwaige Leser dazu aufgefordert, mich mit konstruktiver Kritik zu unterstützen. Das wäre mir eine grosse Hilfe!
    • Gast mKay
      Von Gast mKay
      Hi!
      Ich heiße Mario, bin 16 Jahre alt, etwa 170cm groß, schlank, durchschnittliches Aussehen SEHR schüchtern, freundlich, meist gut gelaunt und will mich mit Frauen verbessern - bzw. nicht nur Frauen, sondern allgemein meine Persönlichkeit entwickeln.
      Bei Interesse oder Bedarf, kann ich gerne eine Biografie posten, aber ich denke die ist erst mal nicht notwendig:)
      Ich habe vor etwa einem halben Jahr von PU gehört und viel Theorie gelesen, aber mich NIE wirklich getraut, damit anzufangen. Meine Ausrede war, dass ich warte, bis ich 16 bin und dann ins Clubgame einsteige. Als ich dann 16 war, traute ich mich erst wieder nicht und hab mich letztendlich immer betrunken, wenn ich im Club war, nur damit ich eine Ausrede habe, um nicht damit anzufangen. Ich habe auch grundsätzlich ein Problem mit Frauen zu sprechen. Mit fremden Frauen kann ich grundsätzlich gar nicht sprechen, da mir einfach kein Gesprächsthema einfällt. Mit Frauen die ich bereits kenne, geht das schon besser, aber ich sitze auch oft genug einfach nur da und weiß nicht, worüber ich sprechen soll, bzw. wenn ich am erzählen einer Geschichte bin, welche vielleicht auch noch etwas peinlich ist, dann merke ich wie mein Puls steigt und ich ganz nervös werde, manchmal auch rot... :[
      Wie dem auch sei, das soll nun Vergangenheit sein!
      Ich habe die letzten zwei Wochenenden bereits mit dem Clubgame angefangen und es lief, zumindest für meine Verhältnisse recht gut und ich bin zufrieden. Hätte sogar einen KC geschafft, aber das war ganz am Ende, als ich schon gehen wollte, weil ich so stark Kopfschmerzen hatte (hatte ich schon den ganzen Tag, war also, zumindest nicht NUR, keine Ausrede). Aber beim nächsten mal, wenn ich sie sehe (wird sicher bald wieder sein), werde ich den KC sicher durchführen und suche daher auch noch dafür Tipps... ist dann nämlich mein erster Kuss :[
      Da ich mich aber nicht nur im Clubgame verbessern möchte, sondern auch im Streetgame und allgemein Nachholbedarf habe, was Kommunikation im allgemeinen angeht, habe ich auch das DJBC begonnen, wobei ich mich da jetzt nicht sonderlich hetze um die Aufgabe innerhalb der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Immerhin bin ich schon ein extremer Fall, wen nich mich mal selbst einschätzen darf
      Ich wollte heute anfangen, bin sogar in der Stadt rumgelaufen und wollte wirklich wenigstens ein paar mal "Hi!" sagen. Aber ich bin gleich mal auf Probleme gestoßen und wäre froh, wenn ihr mir ein bisschen unter die Arme greifen könntet.
      Ich habe versucht EC zu halten, aber jedes mal wenn ich ein bisschen länger in die Augen schaue, drehen die angesehenen Personen ihren Kopf weg oder zumindest ihre Augen nach unten. Dies schätze ich mal als normale Reaktion ein und beunruhigt mich nicht, aber es wirft trotzdem eine Frage auf. Wie kann ich EC halten, ohne zu starren? Und noch wichtiger, wie kann ich "Hi" sagen? Soll ich es trotzdem sagen, auch wenn sie nicht mehr hersehen? Außerdem ist das "Hi" sagen für mich irgendwie komisch auf der Straße. immerhin bin ich 16 und wenn ich dann zu älteren Personen "Hi" sage, wirkt das irgendwie respektlos, ist zumindest meine Meinung. Ist das nur ein Gedankenmuster, bzw. eine weitere Ausrede um nichts tun zu müssen, oder sollte ich mit meinem Alter doch eine andere Grußformel benutzen?
      Eine Frage dann noch zum DJBC: Eigentlich sehen mich verhältnismäßig wenig Leute an, dachte immer das wären mehr. Liegt das jetzt an mir? Soll ich mein Styling ein bisschen ändern um mehr aufzufallen, oder ist es normal, das fast alle Personen immer in die Schaufenster sehen, während sie gehen?
      Kurz dann auch noch eine Frage außerhalb des DJBC, dann bin ichs auch schon wieder
      Was macht ihr mit den Armen? Wenn man selbst redet soll man ja gestikulieren schon klar, aber wenn man zuhört? Verschränken soll man sie nicht, starr soll man nicht wirken, einstecken geht auch nicht, da man dann nicht gestikulieren und eskalieren kann... und im Sitzen weiß ich sowieso nicht wohin damit. seitlich runterhängen lassen, auf die Beine legen, sich irgendwo festhalten? Im Bus weiß ich zB auch nicht wie ich eskalieren soll... vor allem im Winter mit der dicken Jacke, mit der ich mich kaum bewegen kann...
      Ich hoffe ihr könnt mir helfen und freue mich schon auf Antworten
      :good:
      mKay
    • Von MixOfBoth
      Hallo Community,
      da ich, was Mädels angeht, einen turbulenten Jahresanfang hatte (vielmehr wegen einer bestimmten) und ich mich die letzten vielen Wochen mit anderen Sachen ablenkte, will ich mich wieder richtig der Frauenwelt widmen. Ich hatte im Herbst bereits eine gute Phase, in der ich die ersten Mädels ansprach. Da und weiter möchte ich wieder hin!
      Euch möchte hiermit teilhaben lassen und hoffe auf Tipps, Hinweise und auch auf "Durchhalte Parolen" ;-) sowie Kritik. Vielleicht färbt es ja auch jemanden ab, so wie es mir oft ging.
      Ich werde hier auch meine Gedanken allgemein zu diesem Thema festhalten und natürlich meine Erfolge und Misserfolge.
      Der Titel ist mein Motto: "Das wird mein Jahr!" :-)
      Ciao MoB
      - - - - - - - - - - - - - -
      Hallo Community,
      ich muss das los werden und hoffe auf ein paar Tips/ Hinweise. Ich halte mich kurz (versuche ich).
      Kurz vorab zu mir: 26, (wirklich) lange Beziehung hinter mir und dementsprechend planlos mit fremden Frauen. Wirkung auf diese habe ich aber.
      Kursiv = meine Gedanken
      Mich sprach am Samstag im Club ein Mädchen bzw. ihre Freundin. Die war wirklich süß und wurde von vielen Typen angesprochen und viele sahen ihr hinterher, wie ich später erleben dürfte. Ich ging hin und wir quatschten und tanzten ein wenig. Sie meinte, als wir draußen standen, ich wäre ein Aufreißer (wohl wg meiner Optik).
      Zu meinen Freunden kam noch ne Freundin nach und da fragte sie, ob diese für mich "bestellt" sei(?).
      Ihre Freundin fragte auch zwischendurch, ob da noch was gehen würde? (Wie meinte Sie das? Soll man darauf ehrlich Antworten? So ungefähr "Ja, ich knall deine Freundin heute noch alle Regeln der Kunst?")
      Als drinne die Musik schlecht wurde schlug ich folgendes vor:
      In 30 Min. sind wir wieder hier bei deiner Freundin. Aber jetzt gehen wir in jeden Club einmal Tanzen und nach 3 Min wechseln wir wieder den Club raus. (Da sind viele kleine Clubs aller Musikrichtungen).
      Sie fand das gut und wir sind los. Da habe ich gleich die Hand genommen um sie nicht zu verlieren in der Menge.
      In den Clubs war es super: Immer neue Musik, neue Leute, man war alleine. Kann ich nur empfehlen, vorrausgesetzt man tanzt gerne.
      Als sie was trinken wollte (sie hatte kein geld dabei), bin ich nicht gleich losgestratzt sondern zog sie ein wenig auf. Von wegen sie solle den Labello eintauschen, den sie in der Tasche hatte.
      Im nächsten Club holte ich aber etwas. Sie meinte, dass würde dazu gehören. Ich erwiederte, ja das stimmt wohl, aber nicht das Getränk ist der Preis sondern ....(ich, natürlich). Darauf meinte sie, ich wäre eingebildet.
      Sie sagte, aber diese "negativ" klingenden Sachen nicht gemein oder so in etwa. Eher schüchtern. Ich glaube, sie hatte auch eine längere Beziehung hinter sich und der Freund hatte die selbe Nationalität wie ich.
      Im letzten Club war es ruhiger und ich hätte wohl zum Kissclose ansetzen können, aber ...naja so viel zu meinen Cojones .
      Zwischen den Clubs hielten wir Händchen oder sie hakte sich wie selbstverständlich ein. Also Kontakt war da. Sie spielte auch viel mit ihren haaren und lächelte est. Ich hatte ein gutes Gefühl!
      Als wir zurück gingen (ca. 30 Min.) waren meine Leute weg und ihre Freundin erstmal auch. Die fanden wir dann aber fix. Sie wollten dann los und ich auch. Auf den Weg zu unseren Autos/ deren Auto traf ich noch eine alte Freundin und blieb stehen. Sie gingen erst weiter, aber (mein) Mädchen blieb stehen und kam auf mich zu als sie sah, dass ich fertig war.
      Da fragte sie als erstes, ob ich sauer wäre? (warum?)
      und dann, wer das mädchen war? und ob ich denn nicht ihre Handynummer haben will? Sie gab mir diese dann. Und wir nahmen uns in den Arm und ich gab ihr einem Wangenkuss (klingt komisch). Sie sagte noch, dass ich mich melden soll.
      Am Sonntagabend rief an um was auszumachen. Mich nervt das künstliche warten und ich habe immer wenig Zeit. Ihre Freundin ging ran (die haben eine WG). Sie würde gerade was raus bringen.
      Da bekam ich noch ne SMS, sie müsste schlafen gehen, weil der Wecker früh klingelt. Ich antwortete darauf und wünschte einen guten Wochenstart und süße Träume (das schreib ich mal ganz gerne, aber irgendwie im nachhinein.... Egal)
      Montagmittag ne SMS von Ihr, von wegen mir auch einen guten Start und blabla. Darauf habe ich nicht geantwortet, habe aber abends versucht anzurufen. Ich wollte ja immer noch ein Date ausmachen. Sie ging nicht ran und seitdem kein Bild kein Ton von beiden Seiten.
      Nun meine Gedanken/ Fragen/ Anmerkungen:
      1. Am Anfang habe ich immer ein Problem in das Gespräch zu kommen. Damit habe ich mir schon mehrfach Sachen versaut. Danach geht es dann.
      2. Ich glaube meine Außenwirkung (wie sie meinte "Aufreißer") und mein Verhalten passt nicht so zu zusammen, was vielleicht zu Irritation führt
      3. Warum der Körperkontakt, das Haare spielen usw. und dann nicht zurück rufen/ ran gehen?
      4. Mich nervt es, weil mein Gefühl am Samstag und die Situation heute zu verschieden sind!!! Sonst wusste ich jedenfalls, woran ich scheiterte bzw. wo ich es vermasselt habe. Aber jetzt weiß ich es nicht wirklich.
      5. Warum die Frage "Bist du sauer?" am Ende? Und das klang ernst gemeint also leicht besorgt. Ist doch egal, wenn ich es wäre, wenn sie eh nicht ans Telefon geht.
      6. Mein Plan ist es jetzt, das WE zu warten, da ich eh nicht da bin und am Sonntag oder Montag nochmal durchzurufen.
      Mein gedanke ist so: Melde ich mich nicht und sie sich nicht mehr, ist sie eh weg. Wenn sie aber beim Anruf reagiert, besteht noch eine Chance ein Date klarzumachen. Wenn sie nicht rangeht, ist es egal was sie von mir denkt (wg needy etc). Sie verpasst ja was!
      Also, ist wohl doch länger geworden. Sorry. Was sind eure Gedanken/ Tips/ Hinweise hierzu.
      Ciao MoB
      P.S. Die Situation war Balsam für meine Seele, da ich momentan nicht klarkam mit der Frauenwelt aufgrund meiner letzten Monate. Bloß statt mich darüber zufreuen, beschäftigt es mich aktuell zu sehr.
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    • Dafür, daß ich als Bafög-Student angefangen habe, habe ichs ganz schön weit gebracht. Trotzdem verdient Mittelschicht-Merz (wohl schon seit seiner Geburt)  jedes Quartal mehr als ich im ganzen Leben zusammenbekomme. Also wenns schon mit der Liebe nicht klappt, hat man wenigstens kein Glück beim Geld. Man kann sich genauso einreden, daß man der Preis wäre, wie daß man als Kunde oder als Wähler etwas verändern könnte. Klappt aber nur, wenn man nicht zwanghaft realistisch denkt.
    • Ich bin sicherlich der letzte, der die magische Kraft der Mantren leugnet, aber wenn es wirklich so einfach wäre, wär ich jetzt schon Multimillionär.
    • Ich meinte ansprechen.  Du kannst nen Typen auf ne Parkbank hocken. Alle 2 Minuten ne HB9 vorbei laufen lassen. Er wird lieber auf sein Handy schauen, stundenlang wischen und chatten um dann nen ganzen Abend zu investieren und in ein Date mit einer HB6 zu fahren.  Und dafür zahlt er auch noch Geld.  Er jammert, dass es immer teurer wird. Man ohne kostenpflichtige Optionen kaum Chancen hat. Und kauft.  https://www.pickupforum.de/topic/159641-tinder-algorithmus-geändert-selbe-fotos-wie-früher-aber-deutlich-wenigere-matches-als-früher/ "Tinder Plus - Problem gelöst."  Tinder Plus gab es seit 2015. Tinder Gold wurde dann Mitte 2017 eingeführt. Da war klar, dass es nun darum geht, Geld zu verdienen (https://blog.gotinder.com/introducing-tinder-gold-a-first-class-swipe-experience/).  Spätestens Ende 2017 war klar, dass da Tinder ganz heftig mit dem Algorithmus anfängt zu optimieren. 
    • Ich kann aber keine Mädels kennenlernen wenn ich auf dem Klo sitze und am Kacken bin. Oder wenn, dann sind das vmtl. keine Mädels.
    • Ich mache mir da keine Sorgen.  Ehrlich gesagt freue ich mich jeden Tag.  Tinder hat mir inzwischen ein Haus, eine Köchin, einen Gärtner und ein Feel-Well Mädel auf den Philippinen auf Lebenszeit finanziert. Und jedes Mal wenn ich mich im Bekanntenkreis umschaue oder hier ins Forum schaue, bin ich absolut sicher, dass die Mädels solange sie nach oben Daten können und Bestätigung und Spaß bekommen die Finger nicht von der App lassen werden. Und die Typen zahlen lieber den 3-fachen Preis als mal vom Handy auzuschauen und Mädels in Natur kennen zu lernen.  Rechne das schon alles hoch in Anzahl "Feel-Well Mädels".  Reicht übrigens auch schon aus, um einmal ein Mädels zu schwängern in DE.   
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