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undi

Interessanter Artikel über Monogamie

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Ja das Theoretische Modell der offenen Beziehung.

Theoretisch Top - Praktisch Flopp.

Warum es floppt ist, dass 95% solcher Vereinbarungen auf Lügen basieren.

Im Grunde denkt doch sowieso jeder "Wenn ich das mache ist es ok, aber mein Partner darf es nicht."

Manche stimmen auch nur zu, weil sie Angst haben sonst den Partner ganz zu verlieren.

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Kennt Ihr jemanden, bei dem das auf Dauer wirklich gut funktioniert?

Bin ich dafür nur zu spiessig? Mit einer LTR wollte ich so etwas nicht. Allerdings fällt mir kein Grund ein, warum sich das komisch anfühlt.

Irgendwie seltsam.

Vom Kopf her klingt es logisch, gefühlsmäßig würde ich das aber kaum hinbekommen.

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Genau das ist es.

Es funktioniert, aber nur wenn beide Parteien absolut ehrlich diesen Weg wählen.

Eine Frage stelle ich mir darüber schon lange, undzwar

-Hat das noch etwas mit wahrer Liebe zu tun ?

Ich persönlich finde diesen Weg eher eine billige Rechtfertigung für "Festhalten und Weitersuchen"

Die Problematik ist einfach, dass wir eine Spaßgesellschaft sind, inder niemand mehr bereit ist Opfer zu bringen und/oder Kompromisse einzugehen.

Ich verurteile keine Menschen die Fremdgegangen sind. Ich kann es sogar nachvollziehen. Grade wenn man Jahrelang verheiratet ist.

Ich halte es für OK, wenn man nachsichtiger ist, wenn der Partner irgendwann mal Lust auf jemand anderen hat. Allerdings halte ich es für falsch "Freifahrtsscheine" auszustellen.

Auch solche Sätze wie "Es ist von der Natur nicht vorgesehen, dass wir monogam leben" halte ich für Bullshit.

Beziehung sind zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren auch nicht vorgesehen. Aber sag das mal einen Schwulen.

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Also ich kann nicht behaupten es zu 100% so zu leben, wie die Autorin es beschreibt und sicherlich kann auch da sowieso keine allgemein gültigen Aussagen treffen, sondern nur über das hier und jetzt. Trotzdem beschreibt sie einen Weg den ich mir vorstellen kann.

Ich bin jetzt seit über 5 Jahren in einer Beziehung und habe schon die ein oder andere Erfahrung gemacht, die über traute Zweisamkeit hinaus ging. Wir vertrauen einander, reden offen über alles und wissen was wir aneinander haben und schätzen. Eifersucht war für mich nie ein Problem, da ich es mir nie anmaßen würde, meinen Partner gegen seinen Willen einzuschränken. Entweder Sie möchte mit mir zusammen sein und macht dies aus eigenem Antrieb oder in unserer Beziehung läuft eh etwas falsch und es muss sich etwas ändern.

Besonders die Erwartung der körperlichen und geistigen Treue (keine Fantasien über andere Frauen) über den Zeitraum einer jahrelangen (ggf. lebenslangen) Beziehung halte ich für unrealistisch. Daher bin ich auf der Suche nach einem Weg, der bessere Alternativen als unerlaubtes Fremdgehen oder unterdrückte Bedürfnisse beinhaltet, weswegen ich diese Diskussion sehr interessant finde.

(edit: Auf den Beitrag von House konnte ich nicht eingehen)

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Genau das ist es.

Es funktioniert, aber nur wenn beide Parteien absolut ehrlich diesen Weg wählen.

Ich persönlich finde diesen Weg eher eine billige Rechtfertigung für "Festhalten und Weitersuchen"

Definitiv, anders funktioniert das unter gar keinen Umständen, deswegen kann der zweite Einwand auch nicht der Fall sein. Sicherlich gibt es Paare wo es genau auf so etwas hinaus läuft, aber niemand hat die Garantie, dass sein Partner sich niemals von einem trennen wird. In meinen Augen ist das der ehrlichere Weg damit umzugehen.

Eine Frage stelle ich mir darüber schon lange, undzwar

-Hat das noch etwas mit wahrer Liebe zu tun ?

Eine sehr philosophische Frage, die wohl die Grundproblematik beschreibt. Kann ich es mir überhaupt vorstellen das mein Partner Sex mit jemand anderem hat? Wenn meine Definition von Liebe auf einer exklusiven und lebenslangen Sexualität basiert, mit Sicherheit nicht. Wenn Liebe etwas weiteres beschreibt, also den grundsätzlichen Willen miteinander zusammen zu sein, obwohl man auch noch andere Sexualpartner hat, dann ist das doch ein viel größeres Bekenntnis zueinander oder nicht?

Die Problematik ist einfach, dass wir eine Spaßgesellschaft sind, inder niemand mehr bereit ist Opfer zu bringen und/oder Kompromisse einzugehen.

Ich verurteile keine Menschen die Fremdgegangen sind. Ich kann es sogar nachvollziehen. Grade wenn man Jahrelang verheiratet ist.

Ich halte es für OK, wenn man nachsichtiger ist, wenn der Partner irgendwann mal Lust auf jemand anderen hat. Allerdings halte ich es für falsch "Freifahrtsscheine" auszustellen.

Wer glaubt mit so etwas Probleme zu lösen ist genauso wie auf dem Holzweg wie ein Paar, dass ein Kind bekommt um näher zueinander zu finden. Ohne gesunde und stabile Beziehung kann das nur zu einer Konsequenz -> Trennung führen, aber das wäre dann wohl auch so passiert.

p.s. Ich verurteile Personen die ihren Partner mehrfach hintergehen ohne darüber zu sprechen.

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aber niemand hat die Garantie, dass sein Partner sich niemals von einem trennen wird. In meinen Augen ist das der ehrlichere Weg damit umzugehen.

Natürlich gibt es keine Garantie. Die verlange ich auch nicht.

Wenn Liebe etwas weiteres beschreibt, also den grundsätzlichen Willen miteinander zusammen zu sein, obwohl man auch noch andere Sexualpartner hat, dann ist das doch ein viel größeres Bekenntnis zueinander oder nicht?

Sind es denn die wahren Hintergründe !? Das ist die entscheidene Frage.

Oder bleibt die Frau nur bei mir, weil ich ein Haus und das dreifache Gehalt ihres Stechers habe !?

Es geht mir nicht um den sexuellen Kontakt mit anderen. Es geht mir um die Geste an sich. Den Willen...

Die Hintergründe sind auch entscheidet.

Sind wir 10 Jahre verheiratet, kann ich ihr sicherlich den Wunsch erfüllen Sex mit einen anderen Mann zu haben.

Ab was sagt sowas aus, wenn man schon unter der Vorraussetzung eine Beziehung beginnt !?

p.s. Ich verurteile Personen die ihren Partner mehrfach hintergehen ohne darüber zu sprechen.

Ich denke, da sind wir uns einig.

In erster Linie geht es nunmal mehr um den Vertrauensbruch, als um den sexuellen "Ausrutscher".

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Eine Frage stelle ich mir darüber schon lange, undzwar

-Hat das noch etwas mit wahrer Liebe zu tun ?

Ich würde so weit gehen und sagen "nur das hat mit wahrer Liebe zu tun".

Es ist doch keine Liebe dem Partner Dinge zu verbieten, sondern ihm alle Freiheiten zu lassen. Und auch erst mit richtiger, tiefergehender Liebe ist man auch bereit dazu diese Freiheiten zu gewähren. Mit der rosaroten Brille alleine funktioniert sowas nicht, dazu muss die Beziehung gefestigt sein, bevor man zu so etwas bereit ist.

Ich persönlich finde diesen Weg eher eine billige Rechtfertigung für "Festhalten und Weitersuchen"

Nach vielen Jahren mal wieder mit jemand anderen Sex zu haben um festzustellen, dass es mit dem eigenen doch toller ist hat einfach nur mit Neugierde und Phantasien zu tun. Liebe ist wieder eine andere Baustelle.

Die Problematik ist einfach, dass wir eine Spaßgesellschaft sind, inder niemand mehr bereit ist Opfer zu bringen und/oder Kompromisse einzugehen.

Wozu Kompromisse eingehen, wenn man mit einer anderen Lebensart ein wesentlich erfüllteres Leben haben könnte - und zwar beide Partner?

Auch solche Sätze wie "Es ist von der Natur nicht vorgesehen, dass wir monogam leben" halte ich für Bullshit.

Beziehung sind zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren auch nicht vorgesehen. Aber sag das mal einen Schwulen.

In der Natur gibt es Homosexualität, aber keine lebenslange Monogamie, zumindest nicht bei unseren "Verwandten".

Sind es denn die wahren Hintergründe !? Das ist die entscheidene Frage.

Oder bleibt die Frau nur bei mir, weil ich ein Haus und das dreifache Gehalt ihres Stechers habe !?

Wenn sie nur bei dir bleibt, weil du sehr viel Geld hast hast du ganz andere Probleme. Da ist es im Prinzip egal ob sie nebenher mit anderen Sex hat oder treu bleibt. Das ist in beiden Fällen sehr traurig...

Ab was sagt sowas aus, wenn man schon unter der Vorraussetzung eine Beziehung beginnt !?

Dass es ein sehr reflektiertes Paar sein muss :good:

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Ich würde so weit gehen und sagen "nur das hat mit wahrer Liebe zu tun".

Es ist doch keine Liebe dem Partner Dinge zu verbieten, sondern ihm alle Freiheiten zu lassen. Und auch erst mit richtiger, tiefergehender Liebe ist man auch bereit dazu diese Freiheiten zu gewähren. Mit der rosaroten Brille alleine funktioniert sowas nicht, dazu muss die Beziehung gefestigt sein, bevor man zu so etwas bereit ist.

Sehe ich ehrlich gesagt anders. Ich könnte zwar mit einer Sex haben, die nebenbei noch andere Typen hat, aber direkt fest zusammen sein bzw. sie lieben gar nicht. Bzw. "können" ist dafür eher das falsche Wort, ich würde es eher nicht wollen. Wenn andere das anders handhaben möchten, finde ich das okay, aber mit mir nicht. Ich würde mich vor ihr ekeln und würde das auch selbst keiner zumuten, die mir als feste Partnerin wirklich etwas bedeutet. Da trenne ich mich lieber und such mir eine, die meine Ansicht teilt. So ist jeder happy.

Ich sehe das ähnlich wie wenn ein Freund mich dauernd beklaut und sagt, ich darf das auch wenn ich mich gut genug dabei anstelle, sonst sind wir keine Freunde mehr. Selbst wenn er abgesehen davon nett wäre und alles, hätte ich das echt nicht nötig und meiner Meinung nach etwas besseres verdient. Also würde er schneller vor der Tür sitzen als er schauen kann.

In beiden Hinsichten vertrete ich die Meinung, dass wenn jemandem etwas an mir liegt, er niemals etwas von mir verlangen würde, das schlecht für mich wäre. Sollte er es doch tun oder noch schlimmer als Bedingung für unsere Beziehung, egal welcher Art setzen oder versuchen mich damit zu erpressen, ist diese Beziehung für mich nichts mehr wert bzw. war es nie, ebenso wie sie/er. Wenn diese Erkenntnis erst nach Jahren kommt, kann es sehr schmerzhaft sein, aber mir ist ein Neuanfang in jedem Fall lieber als das.

Im Übrigen heißt das nicht, dass ich die andere Ansicht nicht verstehen würde. Das tue ich in der Tat. Aber das sind eben zwei verschiedene Welten, die man wiederum aus zwei also insgesamt vier verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann und gegen die eine habe ich mich eben aus persönlichen Bedürfnissen entschieden, weil das eine für mich eine höhere Priorität hat als das andere. Das heißt, auch wenn ich eine solche Frau verstehen könnte, passen wir nicht zusammen, weil unsere Prioritäten nicht harmonieren. Deshalb muss weder sie noch ich gleich schlecht sein. Für Sex wäre ich trotzdem offen, dann allerdings mit der Bedingung, dass es auch wirklich nur beim Sex bleibt.

bearbeitet von Arbiter

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Es ist doch keine Liebe dem Partner Dinge zu verbieten, sondern ihm alle Freiheiten zu lassen.

Ich will es nicht verbieten. Ich erwarte von einer Frau, dass sie es von sich aus macht.

Ob sie im Endeffekt doch mit einen anderen Mann schläft ist dabei nicht von bedeutung. Zumal man es sowieso nicht verhindern kann.

Und auch erst mit richtiger, tiefergehender Liebe ist man auch bereit dazu diese Freiheiten zu gewähren.

Das sehe ich ebenso. Wie gesagt, wenn man sich nach einer gewissen Zeit dafür entscheidet und wirklich beide den Weg gehen wollen ist es vollkommen legitim.

Aber auf solch einer Grundlage die Beziehung zu beginnen halte ich für falsch.

Wozu Kompromisse eingehen, wenn man mit einer anderen Lebensart ein wesentlich erfüllteres Leben haben könnte - und zwar beide Partner?

Und genau da trennt sich Theorie und Praxis.

"Beide Partner" - Zu 95% ist ein Partner verletzt.

Ein erfülltes Leben sieht für den anderen dann nicht sehr erfüllend aus.

Sicherlich würde ich meiner Partnerin den Wunsch erfüllen. Das heißt aber nicht, dass ich mich wohl bei der Sache fühle.

Geschweige denn, es dauerhaft ertragen kann.

Dass es ein sehr reflektiertes Paar sein muss

Nein, es sagt mir, dass mein Partner es mit mir nicht ernst meint.

Sowas sagt immer sehr viel über den Charakter eines Menschens aus.

Nämlich das sie nur die positiven Dinge will und bei negativen Dingen das Weite sucht.

Versteht mich nicht falsch, ich würde es begrüßen wenn eine Frau derart Klartext mit mir redet. Denn so wüsste ich, woran ich bin und das sie nicht die Frau fürs Leben ist.

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Ich möchte mich nicht an einzelnen Aussagen aufhalten und eure Antworten hätten vor einigen Jahren auch noch aus meiner Hand kommen können. Mit über 30 und vielen Beziehungsjahren ändern sich einige Auffassungen im Laufe der Zeit, genauso wie das in allen anderen Bereichen des Lebens auch so ist.

Ziel meiner Posts war es ja auch nicht ein "richtig" oder "falsch" heraus zu stellen, sondern über eine Diskussion wie sie bisher schon stattgefunden hat, das Bewusstsein aller Beteiligten zu schärfen. Indem man sich mit der Thematik auseinander setzt, reflektiert man ja, welche der Thesen man für sich für sinnvoll erachtet und welche nicht.

Ich persönlich kenne mehrere Paare die seit mehreren Jahren in sehr glücklichen Beziehungen leben und die diesen Stil leben. Natürlich kenne ich auch streng monogame Beziehungen die glücklich sind. ABER

Ich kenne keine Paare die "eher locker und offen" mit ihrer Sexualität umgehen und unglücklich zusammen sind, dafür einige die monogam unglücklich miteinander sind. Inwiefern das mit der Wegwerfgesellschaft zu erklären ist oder doch falschen Idealen ist eine interessante Frage in meinen Augen ;-)

bearbeitet von undi

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Anstatt zu widersprechen, zuzustimmen oder das Thema fallenzulassen, hab ich mir deine Antwort zwischendurch mal durch den Kopf gehen lassen, undi.

In einem Punkt hast du recht, mit dem Alter ändern sich tatsächlich die Bedürfnisse, wahrscheinlich bei jedem hier. Um mal ganz weit auszuholen, mochte ich als Kind keine Oliven und heute schaufel ich die mir dosenweise rein. Das liegt daran, weil ich diesen Geschmack früher "abstoßend exotisch" fand und heute "interessant exotisch". Du verstehst bestimmt, was ich meine. Ich glaube, bei dem Thema offene Beziehung ist das ähnlich, also der Blickwinkel ist anders.

Aus meiner jetzigen Sicht sprechen für mich persönlich mehrere Aspekte gegen eine solche Form von Beziehung. Erstens wäre da mein Bedürfnis nach Treue. Der Gedanke, dass meine feste Freundin, die mir was bedeutet hinter meinem Rücken tausend Typen über sich drüberrutschen lässt, erscheint mir unerträglich, egal wie oft ich darüber nachdenke. Zweitens würde dann jeder der es nicht besser weiß meinen, ich sei ein Vollidiot, der sich nach Strich und Faden verarschen lässt. Natürlich kann man hier sagen, es kann mir egal sein, denn die Karten liegen ja offen auf dem Tisch und sie verarscht mich ja nicht wirklich, aber dass andere das glauben ändert das trotzdem nicht. Und dann würden Leute meinen, ich verarsche sie ebenfalls und würde sie nicht lieben, gerade wenn das nicht wahr wäre, wäre das für mich schlimm. Natürlich kann man auch hier sagen, Innergame und so, aber das betrifft ja nur meine eigene Realität und nicht die der anderen. Zwar würden mir hier einige widersprechen, aber ich finde es total okay, wenn einem die Meinung anderer oder auch nur bestimmter Leute wichtig ist. Viertens wäre dann das Problem, dass ich mich dann vor ihr ekeln würde. Bei mir ist es so, dass wenn eine Frau was mit einem Typen hat, den ich ekelhaft finde, ich sie dann automatisch ekelhaft finde ohne es böse zu meinen und nach einer Zeit würde ich auch selbst mit ihr nicht mehr ins Bett gehen wollen. Natürlich kann man das aushebeln, wenn ich nichts von denen erfahre, aber die Frage ist halt für wie lange. Fünftens würde dann der Respekt flöten gehen, denn ich könnte niemals jemanden respektieren, der mir so etwas antut. Und Respekt finde ich ist für jede Form von Beziehung grundlegend. Und schließlich sechstens könnte man dann auch mir nicht mehr trauen, weil ich mindestens unterbewusst bei meinen Eskapaden nach Beziehungsmaterial suchen würde, da meine derzeitige mir nicht das geben kann was ich will und auch brauche und an diesem Zeitpunkt würde ironischerweise ich sie verarschen. Vielleicht auch aus Misstrauen, weil mir nichts garantiert, dass sie es nicht selbst tut, wenn es schon so weit mit uns kommen musste. Auch hier kann man sagen, Vertrauen und so, aber das ist für mich schon ein Stück weit Naivität.

Um fair zu bleiben, ist das selbstverständlich nur eine Perspektive. Sie macht für mich nur so lange Sinn, so lange ich das Bedürfnis nach Treue befriedigt haben möchte. Das ist glaube ich auch der Grund, warum ich sofort schluss mache, wenn mich eine betrügt. Nicht weil ich beschissen wurde, sondern eher weil sie einen meiner wertvollsten Werte mit Füßen tritt und ich ihn obendrein nicht mehr uneingeschränkt ausleben kann. Denn man könnte ja auch sagen "hey, war kacke von mir, tut mir leid und passiert nicht wieder, lass uns vertragen", aber ich würde mich nichtmal auf eine Diskussion einlassen. Und auch, so lange ich diesen dafür voraussetze jemanden zu lieben. Denn dafür muss man den anderen ja auch mögen, nicht nur geil finden, aber ich könnte eine solche Frau nichtmal respektieren. Zumindest wenn sie das bei mir macht, was in fremden Betten abgeht, geht mich schließlich nichts an und ich kenne die Hintergründe nicht.

Wie steht es mit dir, undi? Dieses Bedürfnis nach Treue hattest du früher ja auch, wurde es mit der Zeit immer bedeutungsloser bis es dir nichts mehr geben konnte oder hast du den Basisgrundstein darin jemanden zu lieben oder geliebt zu werden in etwas anderem gefunden? Was ist passiert? Ehrlich gesagt habe ich die Befürchtung, dass wenn ich selbst mal an diesem Punkt stehe, ich bereits emotionall gestorben bin und mich schwer tun werde, etwas zu empfinden. Noch mehr befürchte ich, dass es wie bei den Oliven unvermeidbar sein wird und am Meisten befürchte ich, dass ich es gar nicht merken werde. Das wäre für mich sehr schlimm, aber ich habe nicht das Gefühl, dass das bei dir so ist, auch wenn ich dich nicht persönlich kenne.

bearbeitet von Arbiter

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Zweitens würde dann jeder der es nicht besser weiß meinen, ich sei ein Vollidiot, der sich nach Strich und Faden verarschen lässt. Natürlich kann man hier sagen, es kann mir egal sein, denn die Karten liegen ja offen auf dem Tisch und sie verarscht mich ja nicht wirklich, aber dass andere das glauben ändert das trotzdem nicht.

Erstens: Ja, er weiß es nicht besser. Soll er sich eben informieren.

Zweitens: Du bekommst es nicht mit, dass jemand, der es nicht besser, weiß so denkt. Drittens: Spricht dich einer drauf an, kannst du es klarstellen. Wo ist das Problem? Dass du glaubst, dass er dir die Wahrheit nicht abkauft? Und selbst wenn - was ist dann? Richtig, du lebst in deiner Realität - und die berührt ja nicht die der anderen. Aber die Realität der anderen darf deine berühren? Du beugst dich der "Realität" der anderen, obwohl du im Recht bist; obwohl du die Wahrheit kennst?

Und dann würden Leute meinen, ich verarsche sie ebenfalls und würde sie nicht lieben, gerade wenn das nicht wahr wäre, wäre das für mich schlimm. Natürlich kann man auch hier sagen, Innergame und so, aber das betrifft ja nur meine eigene Realität und nicht die der anderen. Zwar würden mir hier einige widersprechen, aber ich finde es total okay, wenn einem die Meinung anderer oder auch nur bestimmter Leute wichtig ist.

So lange du nicht von der Wohlgesonnenheit anderer abhängig bist (z.B. als Politiker, Rechtsanwalt, Autoverkäufer etc.), kann dir die Meinung der anderen egal sein. Jetzt frage ich: Was (materiell oder immateriell) macht dich von den Meinungen anderer über dich abhängig?

Was fürchtest du zu verlieren, wenn sie dich für das halten, was du hier im Beitrag beschreibst?

bearbeitet von Thakos89

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Erstens: Ja, er weiß es nicht besser. Soll er sich eben informieren.

Zweitens: Du bekommst es nicht mit, dass jemand, der es nicht besser, weiß so denkt. Drittens: Spricht dich einer drauf an, kannst du es klarstellen. Wo ist das Problem? Dass du glaubst, dass er dir die Wahrheit nicht abkauft? Und selbst wenn - was ist dann? Richtig, du lebst in deiner Realität - und die berührt ja nicht die der anderen. Aber die Realität der anderen darf deine berühren? Du beugst dich der "Realität" der anderen, obwohl du im Recht bist; obwohl du die Wahrheit kennst?

Du, es läuft doch nur darauf hinaus, dass ich meine Realität hätte und er seine, die gar keine ist, dafür die Wahrscheinlichkeit faktisch nie bei 100% liegt, aber doch weit über dem Durchschitt und man nicht wirklich was dagegen macht, was allerdings nichtmal sein müsste, würde man den Schmarrn einfach lassen.

Das ist für mich unterm Strich unnötiger Ballast und auf den hab ich einfach keinen Bock, weshalb ich mich alleine deshalb nicht auf sowas einlassen möchte. Es lohnt sich einfach nicht.

So lange du nicht von der Wohlgesonnenheit anderer abhängig bist (z.B. als Politiker, Rechtsanwalt, Autoverkäufer etc.), kann dir die Meinung der anderen egal sein. Jetzt frage ich: Was (materiell oder immateriell) macht dich von den Meinungen anderer über dich abhängig?

Was fürchtest du zu verlieren, wenn sie dich für das halten, was du hier im Beitrag beschreibst?

Es geht nicht um eine Art Abhängigkeit. Ich stehe einfach nicht gerne schlecht da und möchte zumindest einen respektablen Eindruck wahren. Das hat einfach nur den Hintergrund, dass ich es will, selbst wenn ich auch ohne könnte. Das war´s. Sicher ist mir klar, dass man nicht von jedem gemocht werden kann und das ist okay, aber ich hab keinen Bock mich freiwillig als Idiot zu verkaufen, nur um mir bewiesen zu haben, dass ich auch so auskomme oder wenn es sich nichtmal lohnt und eventuelle, zukünftige Kontakte für Nichts im Keim zu ersticken.

In diesem Beispiel ist einfach das Preisleistungsverhältnis für´n Arsch. Ich investiere meine Würde und bekomme nur Scheiße, wobei mir gar nichts sogar lieber wäre und selbst dann würde ich mir mindestens einmal unnötig ins Knie schießen. Und das ist mir einfach zu dämlich.

bearbeitet von Arbiter

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Ich kenne dazu ein gutes Zitat aus dem Film Pulp Fiction: "Scheiß auf den Stolz! Stolz tut nur weh, aber er hilft nie! Kämpf dich durch diesen Sumpf durch!".

Sollte man mal auf sich wirken lassen. Mir geht es nur um folgendes: Ich möchte dich nicht dazu überreden, irgendwas zu tun, was deinen Stolz angreifen könnte. Er behindert dich aber oft, sei es, dass du wie hier, eine gewisse Beziehung nicht eingehst oder sonst denkst, was andere von dir halten könnten. Und um ein positives Bild zu vermitteln, beugst du dich der öffentlichen Meinung.

Daher hab ich mich gefragt, was hinter diesem Stolz steckt und deine Antwort darauf liest sich irgendwie nach Katze, die sich in den Schwanz beißt "Es ist eben so, ich will das nicht" (abgesehen von den Neben-Argumenten, die nachvollziehbar sind). Dabei wäre es vllt interessant, rauszufinden, warum ein negatives Bild von anderen dich so sehr runterzieht. Natürlich haben viele ein bestimmtes Bedürfnis nach Anerkennung, doch wieviele davon sind wirklich so empfindlich, was ihren "Stolz" betrifft und wieviele davon hinterfragen ihr Bedürfnis?

An sich brauchst du auf die Nachricht hier nicht zu antworten. Denn es kann kein Disput mit jemand geführt werden, der deine Gefühle nicht kennt. Du allein musst erkennen, wo der Hund begraben liegt. Betrachte es also eher als Anreiz, über einen Sticking-point nachzudenken. Vielleicht meinst du auch, es wäre keiner. Auch in Ordnung.

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Sicher kann der Stolz einem manchmal im Weg stehen. Allerdings kommt es bei einem Deal immer auf das Preisleistungsverhältnis an und ich lasse mich nicht über´n Tisch ziehen. Es hat für mich keinen Sinn, ihn für etwas zurückzuschrauben, das ich nichtmal haben wollen würde, wenn ich dafür sagen wir mal sogar Anerkennung bekäme. Wie gesagt, es rechnet sich einfach nicht.

Wieso es mir wichtig ist, was andere von mir denken, ist eine berechtigte Frage. Der eine Grund ist denke ich, dass aus dem Loch wo ich herkomme jeder auf seinen Ruf angewiesen ist, da man sich hier kennt. Kommt dieser zu Schaden, wird man nicht selten zum sozialen Krüppel und wenn man andere, denen das passierte anschaut, macht einem der Gedanke schon ganz schön Panik. Das liegt aber auch wirklich am Ort, er ist wie ein Gefängnis, in einer Großstadt würde dieser Faktor komplett wegfallen.

Ein anderer Punkt und das gilt immer, ist einfach das Gefühl. Es macht mir einfach ein gutes Gefühl, wenn ich weiß dass jemand ein gutes Bild von mir hat. Es ist wirklich so unkompliziert, wie es sich liest. Natürlich kann man auch ohne leben, aber ich sehe einfach keinen Grund darin, darauf zu verzichten wenn es sich doch gut anfühlt und ich es sowieso haben kann. Ich muss mir in diesem Punkt wie gesagt nicht beweisen, dass ich ohne auskomme. Und wenn ich dieses Gefühl opfern soll, dann wohl doch für etwas, das mindestens (!) genauso toll ist. In diesem Fall wäre das zumindest für mich persönlich Verschwendung.

bearbeitet von Arbiter

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Der Gedanke, dass meine feste Freundin, die mir was bedeutet hinter meinem Rücken tausend Typen über sich drüberrutschen lässt, erscheint mir unerträglich, egal wie oft ich darüber nachdenke.

Dein Blickwinkel ist auch schon der völlig falsche, es sind keine 1000 und sie rutschen nicht drüber. Die Einstellung muss diese hier sein: "Ich möchte, dass meine Partnerin glücklich ist, daher gebe ich ihr alle Freiheiten, gerade WEIL ich sie liebe. Ich weiß, dass es ihr körperlich etwas gibt aber emotional bin ich und bleibe ich eh ihre Nummer 1. Da sie mich ebenfalls liebt wird sie mein Vertrauen nicht missbrauchen und sowieso nur bis zu zwei andere Typen pro Jahr einmalig neben mir haben."

Zweitens würde dann jeder der es nicht besser weiß meinen, ich sei ein Vollidiot, der sich nach Strich und Faden verarschen lässt.

Diskretion ist das oberste Gebot, ich habe meine Geschichten auch immer absolut geheim halten können. Wäre eh nicht mein Stil vor vielen Leuten mit jemandem, der nicht mein Freund ist, herumzumachen, egal ob vergeben oder Single.

Zwar würden mir hier einige widersprechen, aber ich finde es total okay, wenn einem die Meinung anderer oder auch nur bestimmter Leute wichtig ist.

Wie gesagt andere geht euer Sexleben nichts an und sie werden davon auch nichts merken.

Viertens wäre dann das Problem, dass ich mich dann vor ihr ekeln würde. Bei mir ist es so, dass wenn eine Frau was mit einem Typen hat, den ich ekelhaft finde, ich sie dann automatisch ekelhaft finde ohne es böse zu meinen und nach einer Zeit würde ich auch selbst mit ihr nicht mehr ins Bett gehen wollen.

Ohje dann frage keine Frau nach ihrer Vergangenheit, ich glaube so gut wie jede hat den ein oder anderen Typen gehabt, auf den sie nicht sonderlich stolz ist. Somit sind 90% der Frauen in unserem sexuell einigermaßen aufgeschlossenem Deutschland ekelhaft.

Fünftens würde dann der Respekt flöten gehen, denn ich könnte niemals jemanden respektieren, der mir so etwas antut.

Wenn du noch weiter reflektierst wirst du irgendwann von dem Gedanken "sie tut mir damit was böses an" abkommen.

Und schließlich sechstens könnte man dann auch mir nicht mehr trauen, weil ich mindestens unterbewusst bei meinen Eskapaden nach Beziehungsmaterial suchen würde, da meine derzeitige mir nicht das geben kann was ich will und auch brauche und an diesem Zeitpunkt würde ironischerweise ich sie verarschen.

Weil du von deiner Denke noch nicht so weit bist.

Um fair zu bleiben, ist das selbstverständlich nur eine Perspektive. Sie macht für mich nur so lange Sinn, so lange ich das Bedürfnis nach Treue befriedigt haben möchte. Das ist glaube ich auch der Grund, warum ich sofort schluss mache, wenn mich eine betrügt.

Wie lang war denn deine längste Beziehung bisher? Das Thema mit der Treue kommt nach meiner Erfahrung bei jeder Beziehung irgendwann mal auf den Tisch.

Wie steht es mit dir, undi? Dieses Bedürfnis nach Treue hattest du früher ja auch, wurde es mit der Zeit immer bedeutungsloser bis es dir nichts mehr geben konnte oder hast du den Basisgrundstein darin jemanden zu lieben oder geliebt zu werden in etwas anderem gefunden? Was ist passiert?

undi ist eine extrem treue Seele. Er betrügt seine Freundin nicht, beide vertrauen sich und sind ein echtes Vorzeigepaar.

Der Grundstein ist nach wie vor Treue/Vertrauen/Ehrlichkeit.

Ehrlich gesagt habe ich die Befürchtung, dass wenn ich selbst mal an diesem Punkt stehe, ich bereits emotionall gestorben bin und mich schwer tun werde, etwas zu empfinden.

Was hat der Prozess denn mit emotional abgestumpft sein zu tun?

Selbst wenn man persönlich mit der Situation im Reinen ist, die Außenwirkung ist in den meisten Fällen negativ.

Genau aus dem Grund gehen solche Paare auch nicht damit hausieren.

Die meisten Leute in meinem Freundeskreis denken genauso, bzw. respektieren auch diese Lebensweise. Je älter, desto offener für sowas.

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Dein Blickwinkel ist auch schon der völlig falsche, es sind keine 1000 und sie rutschen nicht drüber. Die Einstellung muss diese hier sein: "Ich möchte, dass meine Partnerin glücklich ist, daher gebe ich ihr alle Freiheiten, gerade WEIL ich sie liebe. Ich weiß, dass es ihr körperlich etwas gibt aber emotional bin ich und bleibe ich eh ihre Nummer 1. Da sie mich ebenfalls liebt wird sie mein Vertrauen nicht missbrauchen und sowieso nur bis zu zwei andere Typen pro Jahr einmalig neben mir haben."

Ich hab mich einfach mal in dieses Mindset hineinversetzt bzw. in diese Situation. Man kann jetzt nicht einfach sagen, das ist für´n Arsch, aber ein ganz persönlicher Aspekt passt da immer noch nicht, dieser ist aber wie gesagt persönlich und betrifft nicht jeden.

Denn wenn ich will, dass sie glücklich ist, was generell jedem wünsche, der überhaupt eine Form von Beziehung mit mir führt, erwarte ich vom anderen ebenfalls, dass er will, dass auch ich glücklich bin. Das allerdings macht mich unglücklich, selbst wenn es nur einer ist. Und an dieser Stelle sind wir in einer Ausweglossituation. Entweder sie wird unglücklich, weil sie nicht mit anderen Männern ins Bett darf um mich glücklich bleiben zu lassen oder ich werde unglücklich, weil sie sie mit anderen Männern ins Bett geht, um glücklich bleiben zu können.

Natürlich kann man hier sagen, dass einer kürzer treten kann, aber auf Dauer würde mich das fertigmachen und wenn sie das unbedingt braucht, ist es auch blöd. Und dann wünsche ich mir, dass sie aus freien Stücken treu ist. So gesehen passen wir dann einfach nicht zusammen. Für mich wäre es okay, wenn sie sich auslebt und ich hätte immer noch kein Problem, mit ihr ins Bett zu gehen, aber dann muss es für beide klar sein, dass eine Beziehung mit mir (!) nicht mehr drin ist, da ich mich emotional von ihr loslösen möchte.

Ohje dann frage keine Frau nach ihrer Vergangenheit, ich glaube so gut wie jede hat den ein oder anderen Typen gehabt, auf den sie nicht sonderlich stolz ist. Somit sind 90% der Frauen in unserem sexuell einigermaßen aufgeschlossenem Deutschland ekelhaft.

Das kommt darauf an, ob ich ihn ekelhaft finde, nicht sie. Und dann noch, wie lange es her ist und ob ich ihn persönlich kenne. Das ist einer der Gründe, warum ich generell nicht gerne über unsere vergangenen Sexpartner rede. Ich würde nie einer einen Strick draus drehen und es eher für mich behalten, aber wenns zu krass ist, würde ich mich trotzdem vor ihr ekeln. Das meine ich nichtmal böse, aber so bin ich nunmal.

Wenn du noch weiter reflektierst wirst du irgendwann von dem Gedanken "sie tut mir damit was böses an" abkommen.

Wenn das weg ist, ist das Problem "ihr ist es egal wie ich mich dabei fühle, so lange es ihr selber gut geht". Wenn das dann nicht mehr ist, bleibt immer noch "wir können nicht beide glücklich sein, weil unsere Prioritäten einfach nicht zusammenpassen". Der Nährboden ist einfach schlecht.

Weil du von deiner Denke noch nicht so weit bist.

Ich denke nicht. Ich sehe das als keinen Schritt in der Entwicklung, eher als eine Alternative, die ich nicht haben will weil sie eindeutig gegen meine Bedürfnisse spricht.

Wie lang war denn deine längste Beziehung bisher? Das Thema mit der Treue kommt nach meiner Erfahrung bei jeder Beziehung irgendwann mal auf den Tisch.

Zweieinhalb Jahre. Dieses Thema kam damals auch bei uns auf den Tisch, sogar relativ früh. Allerdings war für uns bis zum Schluss klar, dass wir niemals was mit anderen haben werden. Das lag aber auch daran, dass uns beiden Treue wichtiger war als Sex mit wechselnden Partnern. Wir haben einfach zusammengepasst.

undi ist eine extrem treue Seele. Er betrügt seine Freundin nicht, beide vertrauen sich und sind ein echtes Vorzeigepaar.

Der Grundstein ist nach wie vor Treue/Vertrauen/Ehrlichkeit.

Ach so, also finden sie es okay bei anderen, machen es aber selbst nicht, so wie ich praktisch. Alles klar und alles Gute weiterhin an die Beiden.

Was hat der Prozess denn mit emotional abgestumpft sein zu tun?

Ich definiere Liebe großteils durch Treue, wenn mir das irgendwann egal sein sollte, frage ich mich, ob ich dafür in der Lage sein werde zu lieben. Vielleicht auf eine andere bzw. abstrakte Art, aber ob ich das will ist halt die Frage.

Die meisten Leute in meinem Freundeskreis denken genauso, bzw. respektieren auch diese Lebensweise. Je älter, desto offener für sowas.

Dass ich nicht so denke weißt du ja, aber ich respektiere diese Lebensweise trotzdem und würde auch niemanden verurteilen, der für sich so lebt, aber ich erwarte, dass man auch meine Lebensweise respektiert. So jemand ist für mich halt kein Beziehungsmaterial und umgekehrt genauso, aber ich sehe darin kein Hindernis, sich auf allen anderen, möglichen Ebenen zu verstehen.

By the way, darf ich fragen wie alt du bist bzw. wann du angefangen hast, so zu leben?

bearbeitet von Arbiter

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Es nützt nichts sich "einfach so mal reinzuversetzen", wenn deine Glaubenssätze und Einstellungen einfach komplett verschieden sind zu der Lebensweise. Man kommt dazu ja nicht von einem Tag auf den anderen, das ist ein langer Prozess, daher ist es recht sinnlos darüber zu diskutieren, wenn du innerlich eben noch komplett der Monogame bist.

Entweder sie wird unglücklich, weil sie nicht mit anderen Männern ins Bett darf um mich glücklich bleiben zu lassen oder ich werde unglücklich, weil sie sie mit anderen Männern ins Bett geht, um glücklich bleiben zu können.

Jemand, der sich da nicht nur hineinversetzt sondern das verinnerlicht denkt eben nicht "das macht mich unglücklich" sondern "es ist ok, es hat nichts zu bedeuten, es ist gut für unsere Beziehung".

Ach so, also finden sie es okay bei anderen, machen es aber selbst nicht, so wie ich praktisch. Alles klar und alles Gute weiterhin an die Beiden.

Nein sie finden es ok bei sich selber, man kann andere Sexpartner haben und trotzdem eine absolut treue Seele sein.

Ich definiere Liebe großteils durch Treue, wenn mir das irgendwann egal sein sollte, frage ich mich, ob ich dafür in der Lage sein werde zu lieben.

Klar Treue ist wichtig, die emotionale. Dann noch Vertrauen, sich aufeinander verlassen können, Ehrlichkeit...

Treue ist nur ein wenig anders definiert als bei den "normalen Menschen".

By the way, darf ich fragen wie alt du bist bzw. wann du angefangen hast, so zu leben?

31 und so angefangen zu leben habe ich noch gar nicht wirklich. Bin auch erst seit 7 Monaten vergeben, da ist das noch kein Thema, wir sind aber offen später mal darüber zu reden.

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So, da es mich sehr gefreut hat, dass die Diskussion hier noch einmal weiter gegangen ist und ich Arbiter noch eine Antwort schuldig bin, versuche ich mal alle die Dinge runter zu schreiben, die mir eingefallen sind. Fast keines der folgenden Themen passt direkt dazu, aber irgendwie glaube ich damit besser rüber bringen zu können worum es mir geht.

1. Absatz:

Als erstes möchte ich die Frage in den Raum stellen, wer seiner Freundin/seinem Freund einen einmaligen Seitensprung verzeihen könnte? Man war mehrere Jahre zusammen und an irgendeinem Wochenende ist es passiert und sie/er ist mit einem anderen in der Kiste gelandet. Beendet man an dieser Stelle sofort die Beziehung, weil das Vertrauen nachhaltig und unwiderruflich gestört ist, weil „Wer einmal betrügt, macht es auch wieder!“ und alle anderen Faktoren von dieser Tatsache überschattet werden. ODER hört man sich an, was der Partner einem dazu zu sagen hat, inwiefern man selbst in letzter Zeit das Gefühl hatte, das es nicht mehr optimal läuft und selber schon überlegt hat etwas zu ändern. Vielleicht schafft man es ja sogar diesen einmaligen Ausrutscher ins Verhältnis zu dem zu setzen was man aneinander hat.

Bevor mich jemand falsch versteht, Fremdgehen kann niemals ein Kavaliersdelikt sein oder werden, denn man missbraucht das entgegen gebrachte Vertrauen des Partners auf die hässlichste Art und Weise, die es gibt. Als jemand der diesen Fehler im Leben schon begangen hat und der das Glück hatte einen Partner zu haben, der bereit war den harten und steinigen Weg zurück zu gemeinsamen Vertrauen zu gehen, kann ich nur sagen: Manchmal ist es der Kampf wert, denn jeder Mensch macht Fehler und kann sich ein Leben lang davon frei sprechen. (insofern trifft Lavies Einschätzung bzgl. treue Seele heute zu, hat sie aber nicht immer). Es stimmt halt, dass man erst dann erkannt was man an etwas hat, wenn man glaubt es verloren zu haben.

2. Absatz:

Ein Freund hat mir mal gesagt, dass wenn er anfängt anderen Frauen hinterher zu schauen, dann würde etwas in seiner Beziehung falsch laufen und er müsse diese überdenken. Gleiches gilt natürlich auch für das Szenario in dem sie anderen Männern hinterher schaut. Ich dagegen bin der Meinung, dass etwas falsch läuft, wenn keiner mehr anderen hinterher schaut. Was spricht dagegen auch andere Frauen/Männer attraktiv zu finden?! Man belügt sich doch selbst, wenn man etwas anderes behauptet. Nach vielen Jahren Beziehung passiert es jedem einmal, dass man mal mit Freunden unterwegs ist und auf das Lachen einer Frau stößt, was einen nicht mehr los lässt. Daran finde ich nichts verwerfliches und sehe auch keinen Zusammenhang zu Beziehungsproblemen.

Ein „fremder“ Mensch kann Reaktionen in einem auslösen, zu denen der eigene Partner aufgrund der langen Vertrautheit nicht in der Lage ist. Genauso wie Sex mit dem Partner Emotionen in einem auslöst, die kein One Night Stand zustande bringt. Es sind unterschiedliche Bedürfnisse, die in allen von uns schlummern. Bei manchen sind sie stärker, bei anderen schwächer, einige unterdrücken sie, andere leben aus.

Ich bestreite nicht, dass es Frauen außerhalb meiner Beziehung gibt, die ich attraktiv finde. Deswegen spreche ich meiner Freundin das selbe Recht zu. Das ändert nichts an unseren grundsätzlichen Gefühlen zueinander, sondern stärkt diese sogar noch, weil wir (obwohl Alternativen existieren) trotzdem immer zueinander zurück kehren und das aus freiem Herzen und freiem Willen, ohne etwas unterdrücken zu müssen.

3. Absatz:

Wieso bin ich in einer Beziehung? Dafür muss ich etwas weiter ausholen. Für mich gibt es zwischen normaler Verführung (Pickup) und dem Leben in einer Beziehung nur wenige feine Unterschiede. Jeder weiß, dass das Ende einer Beziehung naht, wenn einer der Partner aufhört sich um den anderen zu bemühen. Natürlich gehören zu einer Beziehung Kompromisse, denn anders können 2 Individuen nicht zu einem Paar werden. Genauso wird in fast jedem Pickup Artikel gepredigt, das man sich nicht verstellen und seine Identität nicht aufgeben darf. Der schmale Grad zwischen „mir“ und „uns“ auf dem ich mich wohl fühle, dass ist mein Ziel, da möchte ich sein.

Ich bin in einer glücklichen Beziehung, die mir das gibt, was ich mir von ihr erhoffe. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass bei uns alles rosa Wolken und Sonnenschein ist, aber wir sind aus all unseren Erfahrungen gewachsen. Nichts ist in Stein gemeißelt und nichts ist selbstverständlich. Wir verstehen uns ohne viel zu sagen, wir haben auch nach fast 6 Jahren noch extrem erfüllenden Sex, wir können Wochen/Monate auf engstem Raum miteinander verbringen, können auch Tage und Wochen ohne Schaden überstehen in denen einer von uns Stress auf der Arbeit hat oder ich mal ein Wochenende mit Kumpels verreise. Wir sind einander sehr nah, halten Händchen, reden offen über Gott und die Welt und das was man am anderen schätzt.

Das alles steht für mich in keinem Widerspruch mit der Tatsache, dass andere Männer ihr hinterher schauen, sie angebaggert wird, zurück flirtet und in extrem seltenen! Fällen auch mal weiter geht. Für mich basiert unsere Beziehung darauf, dass wir beide aus freien Stücken entschlossen haben hier und jetzt zusammen zu sein, während wir uns vor dem anderen nicht verstellen müssen und einen Weg finden, den wir gemeinsam gehen können. Wenn mich jemand fragen würde, ob mir Treue wichtig ist, würde ich antworten: Natürlich. Dazu stehe ich auch, nur definiere ich es anders als andere. Für mich ist es das Gefühl, wenn ich meine Freundin im Arm habe oder wenn ich ihr tief in die Augen schaue und nicht ob oder ob nicht, sie niemals beim Sex an einen anderen Kerl gedacht hat. Ich fühle mich übrigens emotional lebendiger als ich mich jemals zuvor in einer Beziehung gefühlt habe.

4. Absatz:

Nur wenige Leute in meinem Freundes- und Bekanntenkreis wissen im vollen Umfang über meinen Lebensstil bescheid. Ich merke derzeit bei mir eine Verschiebung weg von Leuten die diesem Stil ablehnend gegenüber stehen, hin zu Leuten die dem offen oder wenigstens neutral gegenüber stehen. Ähnliche Phasen habe ich schon nach der 10. Klasse, nach dem Abitur und nach dem Studium gemacht. Übrig bleiben die Freunde, die mich als die Person akzeptieren die ich bin. Natürlich stelle ich mich nicht in der Stadt meiner Eltern auf den Marktplatz und schreie laut heraus was ich in meinem Privatleben so treibe, aber selbst wenn mal was heraus kommt, ich würde nicht vor Scham im Boden versinken, sondern zu dem stehen wer und was ich bin. Leute die mich zurück halten und mein Handeln verurteilen brauche ich nicht und geredet wurde schon immer, dass wird sich niemals ändern.

Es ist mein Leben, es sind meine Entscheidungen und ich bin niemandem außer mir selbst Rechenschaft schuldig.

P.S.: Im übrigen muss sich niemand allein fühlen. Wer sich im Internet kundig macht, wird auf ein Portal stoßen wo über 1 Millionen deutsche Mitglieder einen offeneren Lebensstil probieren als ihn „die Gesellschaft predigt“.

P.S.S.: 32 Jahre und vor ~5 Jahren zu Beginn meiner jetzigen Beziehung begonnen.

P.S.S.: Da ich gerade im Urlaub bin und nur sporadisch Internet habe, konnte ich Lavies Antwort nicht berücksichtigen.

P.S.S.S.: Ich versuche hier niemanden von irgendwas zu überzeugen! Ich versuche nur den ein oder anderen zum Nachdenken anzuregen.

bearbeitet von undi

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Vor allem sollte man sich selbst und andere Mensch sein lassen.

Erstens heißt das zu akzeptieren das Menschen unterschiedlich sind und es nicht "den wahren Menschen/Mann" gibt.

Zweitens heißt das nicht so streng zu sein. Weder zu sich selbst noch zu anderen. Es gibt keine 'perfekten' Menschen, meiner Meinung nach gibt es nicht einmal gute Menschen. Es gibt Menschen. Das genügt. Und die sind unstet, unlogisch, nervig, super, inkonsequent, weise, närrisch und all die Dinge die wir an uns oder anderen finden.

Was kann man von einem Menschen erwarten? Erst einmal, dass er menschlich ist.

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Da bin ich ganz bei itsmagic. Jeder soll seine Beziehung so gestalten wie es ihm und seinem jeweiligen Partner beliebt. Diese ganzen Artikel darüber welche Beziehungsform jetzt die "Bessere" sein soll kann man ohnehin vergessen. Je nach Zeitungsartikel/Forschungsergebnis wird dem Leser was Anderes verklickert. Mal soll die Monogamie aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren, dann wieder soll die Polygamie nicht funktionieren..... anstatt einfach mal zu verstehen dass Menschen unterschiedlich sind und man daher auch nicht alle in eine bestimmte Beziehungsform quetschen kann, weil die gerade die vermeintlich Bessere für alle sein soll.

Ich überbiete Lavie und undi bezüglich der Lebensjahre noch um ein paar Monate und trotzdem kann ich die Aussage nicht teilen, dass sich mit steigendem Alter meine Sichtweise bzgl. sexueller Treue grossartig verändert hat. Ok, eine 10jährige oder längere Beziehungserfahrung habe ich nicht vorzuweisen (d.h. ich kann nicht sagen, inwiefern eine solche Beziehungsdauer meine Sichtweise eventuell verändern würde), aber bis dato war die sexuelle Treue für mich noch nie ein Thema. Auch nicht über mehrere Jahre. Wenn die Beziehung läuft ist das für mich gar kein Ding. Im Gegenteil. Ich bin dann eher froh dass ich mir nicht irgendwo einen -mehr oder weniger vernünftigen :D - Kerl für Sex zu angeln brauche. Auf die paar wenige zu verzichten bei denen es sich wirklich lohnen würde, das fällt dann vergleichsweise nicht ins Gewicht bzw. macht mir nichts aus. Deshalb sehe ich es auch nicht als Beschränkung meiner Freiheit wenn ich mich auf eine monogame Beziehung festlege. Aber deshalb empfinde ich wahrscheinlich andere Dinge in einer Beziehung als einschränkend mit denen andere Leute wiederum keine Probleme hätten und würde mich dann darauf gar nicht erst einlassen....

Tja, und wenn die Beziehung nicht läuft, dann beschleunigt so ein kleines Abenteuer ihr Ende eigentlich nur noch. Mehr nicht. In dem Fall beende ich die Beziehung dann aber lieber gleich, als mir noch einen unnötigen Umweg plus schlechtes Gewissen aufzuhalsen. Dieses Muster hat sich bei mir in den letzten 15 Jahren nicht geändert. Nur dass ich mittlerweile genauer weiss welche Männer ich mir für eine Beziehung aussuchen muss, damit es gut läuft. Insofern wurde die Geschichte mit der sexuellen Treue über die Jahre also nur noch leichter als sie ohnehin schon war.

Von daher, wie gesagt, leben und leben lassen. Auch die ü30er ;) Mann/frau muss halt nur die passenden Deckel finden, dann passt das schon alles.

@undi:

Ob ich einen einmaligen Seitensprung verzeihen würde? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Ich war bisher noch nicht in dieser Situation. Ich glaube aber dass das ganz schön schwierig werden würde, weil dann plötzlich ein Thema im Raum stehen würde mit dem ich mich befassen müsste und auf das ich aber eigentlich gar nicht erpicht bin. Dadurch könnte mir imo auch recht schnell die Lust an der Beziehung vergehen. Deshalb stelle ich mir Polygamie auch so schwierig vor. Keine Ahnung wie die Leute es schaffen sich neben dem Beziehungsalltag und dem ganz normalen Invest auch noch mit ONS/Affären/Zweitbeziehungshandling, Einfühlen in die Reaktionen des Partners auf diese Geschichten, sich selbst und seine Gefühlswelt in diesen Konstellationen hinterfragen etc. etc. zu beschäftigen. Da würde ich dann tatsächlich mein erstes graues Haar bekommen, bzw. würde das Weite suchen, weil mir das zuviel Stress ist, den ich eigentlich gar nicht haben möchte. Wobei für mich der Lohn für diesen Stress ja auch gar nicht im Verhältnis stehen würde....also bin ich keine Referenz ;)

bearbeitet von Lady

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Ich muss sagen, das ist ein sehr schöner Thread hier. Das Niveau auf dem hier diskutiert wird gefällt mir, es kommen viele verschiedene Meinungen gut begründet rüber. Es werden Erfahrungen und nicht nur Theorien ausgetauscht. Top.

Ihr bereichert mich.

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Vor 7 Jahren (während meiner vorherigen Beziehung) hätte ich über meine Beiträge hier wahrscheinlich nur geschmunzelt, mit dem Kopf geschüttelt und es als abgefahren abgetan. Es hätte auch einfach nicht zu meinem damaligen Leben gepasst. Heute bin ich viele Erfahrungen reicher und kann es mir anders nicht mehr vorstellen. Angefangen hat alles wahrscheinlich mit einem 3er den ich mit meiner Freundin erlebt habe.

In allen Beiträgen in diesem Thread habe ich immer wieder versucht zu betonen, dass es für mich hier nicht falsch oder richtig bzw. schwarz oder weiß gibt. Jeder soll seinen Weg finden und gehen, aber mir hat dieses Forum an so vielen Stellen geholfen, wo es nicht der geschriebene Text, sondern meine Reflextion daraus war, die mich weiter gebracht hat.

@Lady: Ich hoffe das du nie in die Situation kommen wirst und deine Argumentation, dass du überhaupt kein gesteigertes Interesse hast, dir einen zusätzlichen kompatiblen Typen anzulachen, kann ich nur zu gut verstehen. Dagegen kann und möchte ich überhaupt nicht argumentieren. Trotzdem (das habe ich in meinem letzten Beitrag ja schon beschrieben) gibt es in meinen Augen etwas, was einem der Partner nur unzureichend geben kann. Auch für mich ist das kein Beinbruch, ich bin in einer glücklichen Beziehung und sehe das als Bonus, wenn es mal passt. Wenn man "rumknutschen" zu all dem worüber wir schreiben mal mit zählt, dann habe ich das auch erst 5+ Male in meinem Leben gemacht.

Für mich ist es einfach so, wenn ich in meiner Beziehung glücklich bin, dann (muss ich natürlich in der Situation dann auch erst nochmal neu beurteilen) wäre so etwas kein automatisches KO Kriterium.

Wenn man den Umfragen zum Thema Seitensprung in langjährigen Beziehungen und Ehen, die es immer wieder gibt, glauben schenken mag, dann liegt die Quote bei über 50%. Je nachdem welche man sich anschaut, ist sie für Frauen oder Männer höher, in keiner liegt sie aber weit unter 50%. Natürlich ist da die Frage, wo fängt der Seitensprung an. Bei einigen schon beim Küssen und für andere ist selbst Oralsex noch kein richtiger Sex.

Ich selbst hatte lange das Gefühl etwas zu verpassen, auch wenn ich im Nachhinein festgestellt habe, dass das großer Quatsch war und man den besten Sex eh innerhalb einer Beziehung hat.

p.s. Bin gerade im Urlaub und habe irgendwie so eine Phase in der ich mir viele Gedanken mache und diese niederschreibe.

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    • @Hoodseam Du missinterpretierst. Fegan ist trotz Horke aktiv, nicht wegen. Was mich angeht, bin ich kurz davor, mich vom Betreiber für immer bannen zu lassen, weil das PUT nur noch ein Trollhaus ist. Anfangs war die Anarchie noch ganz witzig, jetzt hätte ich gern, dass das PUT wieder ein geregeltes Forum über Verführungskunst wird. Zwar kann ich Eni nicht leiden, aber das ist mein Problem; immerhin publiziert er zu männlichen Sexualstrategien. Horke gehört hier nicht hin. Er möchte aktiv dem PUT jeglichen Ratgeber-Status und Austausch-Charakter zum Frauen aufreißen nehmen. Und animiert Nichtficker wie Dissident, ihren Frauenhass auszubreiten. Mir ist klar, dieses "Er oder ich" ist lächerlich. Doch Ende der Woche reiche ich meine Kündigung ein, wenn nichts passiert.  
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    • Was für ein Aufwand, sich so in die Sonne zu stellen, daß die vorderen zwei Zoll Kesselfleisch im Schatten verschwinden. Ich wüßte gerne, wo es Frauen gibt, und wo es Single-Frauen gibt. Ist mir in den letzten 20 Jahren nicht gelungen herauszufinden. Bin mittlerweile Ü40, für die Statistik. Meine einzigen Frauen habe ich aus dem Netz, (Ausnahmen aus dem echten Leben in homöopathischer Dosis), als im Netz noch Frauen waren. Also auch schon bald wieder 10 Jahre her, spätestens ab da war Ende Gelände. Wann immer ich  Frauen kennenlerne, sind sie vergeben. Genauer, sie gehen nur aus dem Haus, weil sie von ihrem Typen mitgenommen werden. Bei jeder Art von Gesellschaft sind daher mindestens die Hälfte Männer und der Rest Paare. Das war vor 20 Jahren aber meist schon genauso scheiße: Im Studentenwohnheim zieht zu einem Semesterbeginn ein halbes Dutzend Mädels neu ein. Vier Wochen später waren alle vergeben, bis zum Ende des Studiums, Heirat, Kinder, Scheidung. Jetzt dürften einige in ziemlich gebrauchtem Zustand wieder auf dem Markt sein. Vollkommen lächerlich. Im Sommer war ich mal bei einer Veranstaltung, die eine renommierte Disco mit einer ebenso renommierten Tanzschule gemacht hat. In der Tanzschule, um das ältere Publikum aus beiden Welten anzulocken. Naja, das mit dem Alter ist nur eine Schlußfolgerung von mir, weil einfach niemand unter 30 war, außer ein paar Pärchen, die vermutlich von den aktuellen Tanzkursen der Schule waren. Es gab zwei Schnupperkurse an dem Abend. Beim ersten bin ich von einer Frau angesprochen und aufgefordert worden. Super Erfolg von mir, ich bin echt toll! (Ich merke mir sowas tatsächlich, auch wenn im Supermarkt eine neue Kasse aufmacht und ich rüberrenne und 20 Minuten Wartezeit spare. )War leider älter als ich, und war auch die einzige Frau, die nicht als Pärchen dawar. Beim zweiten Schnupperkurs waren dann nur noch Pärchen da, so daß ich da also nicht tanzen konnte. Und in der Zeit davor, dazwischen und danach auch nicht, weil alles nur Pärchen waren. Vollkommen lächerlich. Ich tanze seit 5 Jahren was südamerikanisches. In der Zeit konnte ich immerhin drei Nummern abgreifen. Allerdings hat keine der Frauen je mit mir telefoniert, sondern ging nicht ran und schrieb dann eine Absage-SMS. Und so habe ich in den Jahren, seit ich PU mache, einfach sämtliche Arten von Veranstaltungen und Freizeitbeschäftigungen durch: Es gibt keine Frauen. Vor ein paar Tagen erst bei einer halböffentlichen Veranstaltung gewesen, so mit Alkohol und netter Weihnachtsstimmung. Mich kurz nachdem ich ankam schon super mit einer Frau unterhalten. War natürlich mit ihrem Freund da. Wie alle anderen Frauen dort auch. Es kann sich wohl keiner der PU-Superficker vorstellen, daß man nach Jahrzehnten irgendwann keine Kraft mehr hat, in dieser Tretmühle weiterzumachen. Zumal es nicht nur objektiv sinnlos ist, sondern ich die einzige Chance pro 5 Jahre, wo mir zufällig mal eine, die nur 99% vergeben ist, weil es gerade ein bißchen mit ihrem Freund kriselt, und ich als Chad Thundercock eine 1%-Chance hätte, sie zu kriegen, es dann versemmle, weil mir die sieben Hinweise von ihr, daß sie vergeben sind, Ablehnung genug sind.
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