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Pick Up Tipps Forum
Garlin

Die auswirkungen meines ersten jahres pick-up auf mein soziales umfeld

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Das jahr 2012 neigt sich langsam aber sicher dem ende zu, und damit auch mein erstes aktives pick-up jahr. Es ist zwar nicht so, dass ich mich erst seit einem jahr mit pick-up beschäftige, das tue ich schon seit über drei jahren. Allerdings war ich, wie so viele andere auch, lange zeit zu versunken in der theorie und meinte es wäre genug, wenn ich die neu erlernten prinizpien im freundeskreis anwende. Nun, ich lag falsch. Die erfahrung des cold approach pick-up ist durch nichts zu ersetzen. Diese erkenntnis habe ich aber erst vor einem jahr begonnen in die tat umzusetzen, und welche auswirkungen das bisher auf mein leben hatte, davon möchte ich erzählen.

Ich weiß aber natürlich, dass es schon eine menge solcher erfahrungsberichte hier im forum gibt, deswegen werde ich mich auf einen sehr bestimmten teil beschränken, ein bereich der sonst oft zu kurz kommt: nämlich wie sich mein verhalten im sozialen umfeld verändert hat, und wie mein umfeld auch anders auf mich reagiert.

Natürlich habe ich auch die üblichen erfolge des ersten jahres an mir beobachten können: ich hatte mehr dates als je zuvor, mehr sex als je zuvor, und mit mehr frauen als je zuvor. Aber ich konnte mehr und mehr beobachten, dass die veränderung tiefer gingen als nur das. Das hing mit einigen günstigen faktoren zusammen, und der wichtigste war sicherlich, dass ich in ein studentenhaus gezogen bin, in dem es einige jungs gab, die auch gamen. Einer davon wurde mein treuer wingman und wir waren zusammen fast jeden abend unterwegs. Es wurde teil unseres tagesablaufs, dass wir zusammen gamen gingen, es war teil der täglichen routine. Wir stellten unser leben danach um, besser gesagt: wir integrierten es (was als vollzeit-masterstudent nicht immer ganz einfach ist). Nach einer weile fühlten wir uns unbefriedigt, wenn wir mal einen abend zu hause blieben!

Dieses intensive gamen hatte mehrere nebeneffekte, positive wie negative. Ein willkommener war, dass wir nach einer weile fast immer bekannte beim weggehen trafen. In einer kleinen stadt wie maastricht kennt man nach einen paar monaten einfach jeden, der regelmäßig feiern geht. Dadurch hatte ich schnell das image, ein party-animal zu sein, und wurde zu umso mehr parties eingeladen. Allerdings hatte dieses image den negativen nebeneffekt, dass frauen mich oft für a)oberflächlich hielten, oder B) selber oberflächlich waren. Ersteres war sicherlich zum teil meine schuld. Jeden tag wegzugehen war ein teil meiner persönlichkeit geworden, und kein kleiner, deshalb redete ich mit frauen (zu) viel übers feiern und party machen. Das vergraulte einige von ihnen, und die die übrig blieben hatten teilweise nicht wirklich tiefgang.

Ein weiterer effekt, den pick-up auf mein soziales leben hatte, zeigte sich im stellenwert, den ich in meiner hausgemeinschaft einnahm. Ich lebe seit februar in einem haus mit 30 leuten, und mit der zeit entwickelte sich eine gewisse hirarchie, in der ich zu meiner eigenen überraschung weit oben stand. Ich hatte es weiß gott nicht darauf angelegt, eigentlich sind mir diese alpha-männchen-spielchen unter männern ziemlich zuwider. Aber meine mitbewohner bekamen natürlich meinen lebensstil mit, bekamen auch mit dass ich hin und wieder ein mädel mit nachhause brachte, und machten mich einfach zum alpha-männchen, ob ich wollte oder nicht. Das zeigte sich oft in kleinigkeiten: wenn bei einem dvd-abend uneinigkeit über die filmwahl herrschte, wandten sich alle nach mir, damit ich für sie entscheide; wenn ich einen schlechten witz machte, lachten die leute trotzdem; wenn ich jemandem in einer diskussion widersprach, knickten sie oft ein und begannen ihre meinung zu rechtfertigen. Ich sage nicht, dass das gut so ist, oder dass mir das gefällt. Aber ich merke deutlich, dass gerade unsichere männer mich viel mehr als leitfigur sehen als noch vor ein oder zwei jahren.

Diese rolle kann man sich nicht aussuchen, man muss sie einfach annehmen. Man wird in sie hinein gedrängt. Naturals sind sie von klein auf gewöhnt, die kennen das nicht anders. Aber für jemanden wie mich, der erst durch pick-up besser in sozialer interaktion geworden ist, war das, und ist immer noch, eine große herausforderung. Denn mit dieser rolle kamen auch automatisch leute, die meine stellung in frage gestellt haben. Noch nie habe ich mich mit so vielen leuten gestritten in einem jahr. Mit mitbewohnern, mit freundinnen, mit AMOGs im club…

Aber ich sehe mittlerweile, dass streiten nichts schlechtes ist. Früher habe ich streits um jeden preis vermieden, und es wollte sich auch niemand mit mir streiten, weil ich es jedem immer recht gemacht habe. Heute stehe ich sehr viel mehr zu meiner eigenen meinung, was eben automatisch angriffsfläche bietet. Das gibt männern die möglichkeit für reibereien, über die sich dann eine hirarchie in der gruppe heraus kristallisiert. Und frauen haben so erstens die möglichkeit, meinen frame zu testen um zu sehen ob ich wirklich der kerl bin, der ich vorgebe zu sein, und zweitens auch eine vielzahl von emotionen mit mir zu erleben. Die ‚fähigkeit‘ zu streiten macht mich emotional vielseitiger und tiefer.

Nach meinem ersten jahr pick-up kann ich also durchaus sagen, dass es alle bereiche meines lebens betrifft: uni, dating und freundeskreis. Wer pu ernsthaft bereibt, der versucht sich selbst tiefgreifend und nachhaltig zu ändern, und das geht nun mal nicht halbherzig. Es ist unheimlich viel arbeit, und schon jetzt merke ich, dass mein soziales leben facettenreicher und um einiges stressiger geworden ist. Nichtsdestotrotz ist es das aber auf jeden fall wert, und eben nicht nur für den sex. Die player-attitüde geht mir stück für stück in fleisch und blut über und es macht spaß zu sehen, wie mir dadurch zunehmend mehr wertschätzung entgegen gebracht wird.

Der vielleicht schönste erfolgsmoment des jahres war denn auch nicht etwa sex mit einem heißen mädel, sondern was eine meiner mitbewohnerinnen neulich zu mir sagte. Wir waren nie zusammen feiern (hat mich also nie in aktion gesehen) und sie kennt mich auch sonst nicht sonderlich gut, eigentlich nur von gelegentlichen gesprächen in der küche. Sie sagte, dass sie mich für ‚party-smart‘ hält. Als ich fragte, was sie damit meinte, druckste sie erst so ein bisschen rum und antwortete dann “you seem like the kind of guy who gets laid a lot“. Noch nie zuvor in meinem leben bin ich allein durch mein verhalten für jemand gehalten worden, der viel sex hat…

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