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AuthenticAttractant

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Über AuthenticAttractant

  • Rang
    hat schon ein paar Beiträge geschrieben

Profile Information

  • Geschlecht
    Mann
  • PU Know-How
    Beginner(in)
  1. Ein PU Buch für fortgeschrittene. Keine schlechte Idee, aber kehren wir mal zum Anfang zurück, als wir alle nach etwas gesucht haben, das uns in der liebe weiterbringt... Wir waren auf der Suche nach etwas, das den gewünschten Erfolg bringt. Man sucht nach etwas, das bei der Verführung hilft, weil das ja das Gebiet ist in dem man hängt. Man stößt auf die perfekte Masche, Lob des Sexismus, Mystery method, der weg wie man sie alle bekommt! Dabei handelt es sich um materalien, techniken und Routine, die ein Mensch aus kommerziellen gründen (mit gewissen Aussichten auf Erfolg) in einem zusammengefasst hat. Durch die Titel geht er genau auf diese Zielgruppe ein, denn die Zielgruppe weiß eigentlich nicht, dass sie durch tiefgründigere Defizite in der Persönlichkeit und deren Entwicklung keinen Erfolg bei Frauen hat. Dies wird erst durch Foren deutlich. Vorallem im fortgeschrittenen PU ist diese Entwicklung essentiell, denn die Routinen erscheinen Fake. Deshalb wäre ein "einsteigerbuch" mit der anleitung zur kontrollierten Persönlichkeitsentwicklung nicht verkäuflich, es weiß ja zu diesem Zeitpunkt keinrer, dass man darin Defizite hat! Erst später wird dies erkannt und meist weiß man auch schon, dass es kein Buch über eine individuelle pers.entw. geben kann, jeder Mensch ist ja in sich einzigartig und muss seine eigenen Wege finden, wie es alle Autoren der oben genannten "Best-seller" gemacht haben und damit Geld verdienen wollen! Gruß
  2. Das könnte direkt ein Drehbuch für ne schnulze auf ARD sein. Lest sich butterweich! Schön bildhaft! Und wenn's mal nix mehr is im Pflegezentrum, einfach Drehbuchautor werden, verdient man auch nich so schlecht! Gruß
  3. Hab den Artikel auch gestern auf Web de gelesen. Auf der Seite sieht man immer wieder recht nützliche und interessante Themen! Letztens stand da was über Stress, auch kein schlechter Artikel. Daumen hoch für den Eye Catcher!
  4. ich hab mal gehört, dass man "gestörte, behinderte, spastiker" anstarrt. Stimmt aber wirklich, war heute in da Stadt als ein verrückt vor sich hinstammelnder, schielender Mann vorbeiging. Reaktion von mir und allen anderen menschen: hinterherstarren generell kann man bei sich selbst sagen: man sieht immer das länger an, was einen interessiert, auf welche unterschiedliche Weise auch immer. Bei anderen spielt z.B. neben dessen Interesse, deine Fähigkeit andere Menschen mit deinem Blick zu fesseln und vielleicht auch das Interesse des anderen zu wecken. Gruß
  5. Um an hypes Anti-Monkey-Boy-Video Forderung anzuknüpfen: wenn es dir auffällt dass du nix weist zum erzählen, hast du den ersten Schritt zur persönlichkeitsentwicklung gemacht. Denn der Grund weshalb du nichts mehr zum erzählen hast, kann seine Gründe in deiner Persönlichkeit haben. Ein extrovertierter Mensch, der zum einen viel erlebt hat und zum anderen viel erleben will, wird eher oder fast immer etwas zu reden haben, sei es was ihm am Nachmittag beim grillen von seinen freunden erzählt wurde und ihn jetzt nochimmer beschäfigt, oder dass er morgen fürs beachen im Freibad noch eine mitspielerin sucht. Bei den meisten fängt PU bei dem verführen von Frauen an. Ich finde es sollte bei der Persönlichkeit ansetzen, denn umsonst braucht und sucht man die Hilfe von konservenmaterial und anderen mustern nicht! Gruß
  6. Zum Thema Gesprächsstoff, von monkey-boy: http://www.pickup-tipps.de/forum/best-medien-buecher-texte-videos-audios/4106-tv-monkeyboy-2.html#post35137
  7. Guter Artikel! Echt erschreckend sowas zu lesen, zumal ich nich aus solchen sozialen Kreisen stamme, bzw in ballungszentren aufgewachsen bin...
  8. Aber komm bitte nich auf die Idee rote und blaue Pillen einzuwerfen... Die helfen nicht weiter, im Gegenteil! N paar hilfreiche Links: http://www.pickup-tipps.de/forum/grundlagen-pick-up-und-verfuehrung/3586-projekt-page-rankinguegel-gegen-eskalationsangst.html http://www.pickup-tipps.de/forum/inner-game-und-persoenlichkeitsentwicklung/4369-p-r-i-d-e-der-weg-zum-richtigen-selbstwertgefuehl.html#post34818 http://www.pickup-tipps.de/forum/inner-game-und-persoenlichkeitsentwicklung/2406-das-geheimnis-des-richtigen-selbstbewusstseins-eine-neue-art-der-anziehung.html Gruß
  9. Gegenargument: es ist nicht immer ratsam, der Mittelpunkt der Gruppe zu sein. Immer und andauernd begrüßt zu werden, zeugt zwar von einem hohen Status und einem hohen Stellenwert in der Gruppe, es ist aber auch lästig wenn immer jemand zu dir kommt um mit dir zu reden. Denn in der Zeit kannst du nicht ungestört mit Frauen reden. Das werden dir auch einige aus diesem Forum bestätigen können, dass dieser Mittelpunkt für einen PU bei seiner Leidenschaft dem gamen hinderlich ist. Ein kleines lebensnahes Beispiel: bei mir war es früher auch eher so, dass ich Partys organisiert habe, weil ständig SMS kamen, ob heut Abend wiedder mal ne Party is, etc... Jetzt zur Zeit lasse ich das immer von anderen machen, denn der Mittelpunkt, die Person die sagt wo's langgeht, sitzt dann n Nachmittag daheim und ist am rumtelefonieren fürs ausmachen des abends. Da finde ich es viel entspannter von solchen Personen angerufen zu werden und zu, bzw absagen. Denn wie es bei mir ist, ich habe mehrere soziale Kreise bei denen ich je nach Laune dazustoßen kann. Es ist schöner den Tag mit Dates, mit Freunden, oder wie ich im Moment mit lernen verbringen zu können! War zwar nicht die Beantwortung der Frage, aber ein Standpunkt der auch hilfreich sein kann! Viele Grüße
  10. 3 eigenständige Fragen, die ich mir zu dem Thema stelle: Stimmt diese These, dass Männer häufiger "betroffen" sind? Was sind Gründe dafür, dass man abwechslung will? Warum nur in abgeschwächter Form bei Frauen, was "haben" sie nicht, was Männer haben?
  11. Hm, das hört sich ähnlich wie bei mir an: man meint man muss etwas machen, weil es ja so in XYZ steht... Regeln sind da um gebrochen zu werden (zumindest manchmal)! Was du betreibst ist ein sehr starres Frame bewahren, wie du selber sagst, du denkst zu stark darüber nach es nach deinem Bild im Kopf zu machen, machst es aber eben deswegen vielleicht noch schlimmer! Meine Art auf so eine Situation zu reagieren, wie in der du steckst, ist die Betrachtung aus einem etwas distanzierterem Standpunkt: mach dir gedanken darüber wie du auf deine Handlungen reagieren würdest; wann ist es noch ein starkes Selbstwertgefühl (Frame) und wann ist es bereits das starre beharren auf regeln? Versuch dich in die Lage eines anderen versetzen, der nichts mit PU zu tun hat, aber trotzdem bei Frauen erfolgreich ist und überlege dir, ob ein freeze out nach diesem "Geheule" sinnvoll ist. Auserdem, ist der Freund, mit dem sie sich getroffen hat ein Konkurrent für dich? Zumindest glaub ih das für dich, denn sonst hättest du nicht die gegenaktion mit deinem Party Abend gestartet. Es ist ganz normal, dass man sich mal wieder trifft. Das nennt man freiräume, die eine gute Beziehung ausmachn. Es sollte keine solche Situation entstehen, dass du daheim sitztund sie mit ihm was macht. Du wartest sozusagen auf sie. Ich selbst habe einen guten Kontakt zu den meisten meiner früheren Partnern. Ohne dass da irgendwas is... Mein bester Tip für jetzt: hör einmal auf dein eigenes Gefühl! Ganz ehrlich: ich seh dich in meiner Situation von vor 2-3 Monaten stecken... Wennst willst kannst mal PM schicken. (trotz Abi Stress... /-
  12. 1. Würde es alle potentiellen Helfern weiterbringen, dein anliegen kurz in der Überschrift zu charakterisieren. "Tipps" wollen ja schließlich alle...sonst Hieße das Forum auch nicht so. 2. Ist es sehr schwer (für mich nicht möglich) zu erkennen was du willst: sie zurück? Sie auf Distanz? Sie als Kumpel Freundin? 3. Wieso fragst du ob du ihr schreiben solltest und machst es dann doch ohne "Hilfe" bzw Antwort erhalten zu haben? Gruß
  13. Soweit ich das jetzt herausgefunden habe gibt es tatsächlich derart mächtige Menschen, jedoch nur sehr sehr selten, was aber positiv zu sehen ist. Ich habe herausgefunden, dabei handelt es sich aber eher um schwammiges Mund zu Mund wissen, dass man bei einer Person ALLES ankern kann was man will, zum Beispiel, dass eine Frau einen Penis besitzt und sie dies auch wirklich glaubt! Doch wie es bei jedem anker ist, er kann auch wieder gelöst werden, bzw "überankert" werden (so die Aussage von dem ich's gehört habe). Für meine Einschätzung und auch für mich selber, ist das kriminell und auch einfach unfair bei einer Frau einzusetzten. Ich will ja schießlich keine durch einwirken auf das Unterbewusstsein durch solch starke Hypnose willenlose Frau... Das gleicht an "liebe aus dem Automaten"! Ich will es aus dem einfachen Grund einmal erlebt haben um es gesehen zu haben, vielleicht auch Grundzüge zu verstehen, aber ncht um es gegen Menschen einzusetzten. Stell dir nur einmal vor, diese Person verharrt in diesem Hypnose Zustand... Worstcase, aber ich glaube möglich. Gruß
  14. Hab ich auch erst während m schreiben gemerkt. Aber ich glaub das is eh der Buchtitel und wenn ich jemandem aufn Geschmack geholfen hab, dann hab ich's Ziel erreicht. Ich muss selber mal nach dem Buch suchen, ich hoff des gibt's billig bei Amazon. Gruß
  15. Derzeitiges Thema des Psychologie Grundkurses. Text von Erich Fromm Ist Lieben eine Kunst? Wenn es das ist, dann wird von dem, der diese Kunst beherrschen will, verlangt, dass er etwas weiß und dass er keine Mühe scheut. Oder ist die Liebe nur eine angenehme Empfindung, die man rein zufällig erfährt, etwas, was einem sozusagen "in den Schoß fällt, wenn man Glück hat? Dieses kleine Buch geht davon aus, dass Lieben eine Kunst ist, obwohl die meisten Menschen heute zweifellos das letztere annehmen. Nicht als ob man meinte, die Liebe sei nicht wichtig. Die Menschen hungern geradezu danach; sie sehen sich unzählige Filme an, die von glücklichen oder unglücklichen Liebesgeschichten handeln, sie hören sich Hunderte von kitschigen Liebesliedern an - aber kaum einer nimmt an, dass man etwas tun muss, wenn man es lernen will zu lieben. Diese merkwürdige Einstellung beruht auf verschiedenen Voraussetzungen, die einzeln oder auch gemeinsam dazu beitragen, dass sie sich am Leben halten kann. Die meisten Menschen sehen das Problem der Liebe in erster Linie als das Problem, selbst geliebt zu werden, statt zu lieben und lieben zu können. Daher geht es für sie nur darum, wie man es erreicht, geliebt zu werden, wie man liebenswert wird. Um zu diesem Ziel zu gelangen, schlagen sie verschiedene Wege ein. Der eine, besonders von Männern verfolgte Weg ist der, so erfolgreich, so mächtig und reich zu sein, wie es die eigene gesellschaftliche Stellung möglich macht. Ein anderer, besonders von Frauen bevorzugter Weg ist der, durch Kosmetik, schöne Kleider und dergleichen möglichst attraktiv zu sein. Andere Mittel, die sowohl von Männern als auch Frauen angewandt werden, sind angenehme Manieren, interessante Unterhaltung, Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit und Gutmütigkeit. Viele dieser Mittel, sich liebenswert zu machen, sind die gleichen wie die, deren man sich bedient, um Erfolg zu haben, um "Freunde zu gewinnen". Tatsächlich verstehen ja die meisten Menschen unseres Kulturkreises unter Liebenswürdigkeit eine Mischung aus Beliebtheit und Sex-Appeal. Hinter der Einstellung, dass man nichts lernen müsse, um lieben zu können, steckt zweitens die Annahme, es gehe bei dem Problem der Liebe um ein Objekt und nicht um eine Fähigkeit. Viele Menschen meinen, zu lieben sei ganz einfach, schwierig sei es dagegen, den richtigen Partner zu finden, den man selbst lieben könne und von dem man geliebt werde. Diese Einstellung hat mehrere Ursachen, die mit der Entwicklung unserer modernen Gesellschaft zusammenhängen. Eine Ursache ist die starke Veränderung, die im zwanzigsten Jahrhundert bezüglich der Wahl des "Liebesobjektes" eingetreten ist. Im Viktorianischen Zeitalter war die Liebe - wie in vielen traditionellen Kulturen - kein spontanes persönliches Erlebnis, das hinterher vielleicht zu einer Heirat führte. Ganz im Gegenteil: Ein Heiratsvertrag wurde entweder zwischen den beiden Familien oder von einem Heiratsvermittler oder auch ohne eine derartige Vermittlung abgeschlossen; der Abschluss erfolgte aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen unter der Annahme, dass sich die Liebe nach der Heirat schon einstellen werde. In den letzten Generationen ist nun aber die Vorstellung von der romantischen Liebe in der westlichen Welt fast Allgemeingut geworden. Wenn in den Vereinigten Staaten auch Erwägungen herkömmlicher Art nicht völlig fehlen, so befinden sich doch die meisten auf der Suche nach der "romantischen Liebe", nach einer persönlichen Liebeserfahrung, die dann zur Ehe führen sollte. Diese neue Auffassung von der Freiheit in der Liebe musste notwendigerweise die Bedeutung des Objektes der Liebe - im Gegensatz zu ihrer Funktion - noch verstärken. Im engen Zusammenhang hiermit steht ein weiterer charakteristischer Zug unserer heutigen Kultur. Unsere gesamte Kultur gründet sich auf die Lust am Kaufen, auf die Idee des für beide Seiten günstigen Tauschgeschäfts. Schaufenster anzusehen und sich alles, was man sich leisten kann, gegen bares Geld oder auf Raten kaufen zu können, in diesem Nervenkitzel liegt das Glück des modernen Menschen. Er oder sie sieht sich die Mitmenschen auf ähnliche Weise an. Der Mann ist hinter einem attraktiven jungen Mädchen und die Frau ist hinter einem attraktiven jungen Mann her. Dabei wird unter "attraktiv" ein Bündel netter Eigenschaften verstanden, die gerade beliebt und auf dem Personalmarkt gefragt sind. Was einen Menschen speziell attraktiv macht, hängt von der jeweiligen Mode ab - und zwar sowohl in körperlicher als auch in geistiger Hinsicht. In den zwanziger Jahren galt ein junges Mädchen, das robust und sexy war und das zu trinken und zu rauchen wusste, als attraktiver; heute verlangt die Mode mehr Zurückhaltung und Häuslichkeit (Kommentar: der text isn bisschen älter, denn zurückhaltung sieht anders aus). Ende des neunzehnten und Anfang unseres Jahrhunderts musste der Mann ehrgeizig und aggressiv sein, um als attraktiv zu gelten. Jedenfalls entwickelte sich das Gefühl der Verliebtheit gewöhnlich nur in Bezug auf solche menschlichen Werte, für die man selbst entsprechende Tauschobjekte zur Verfügung hat. Man will ein Geschäft machen; der erwünschte Gegenstand sollte vom Standpunkt seines gesellschaftlichen Wertes aus begehrenswert sein und gleichzeitig auch mich aufgrund meiner offenen und verborgenen Pluspunkte und Möglichkeiten begehrenswert finden. So verlieben sich zwei Menschen ineinander, wenn sie das Gefühl haben, das beste Objekt gefunden zu haben, das für sie in Anbetracht des eigenen Tauschwertes auf dem Markt erschwinglich ist. Genau wie beim Erwerb eines Grundstücks spielen auch bei diesem Geschäft oft noch entwicklungsfähige, verborgene Möglichkeiten eine betrachtliche Rolle. In einer Kultur, in der die Marketing-Orientierung vorherrscht, in welcher der materielle Erfolg der höchste Wert ist, darf man sich kaum darüber wundern, dass sich auch die menschlichen Liebesbeziehungen nach den gleichen Tauschmethoden vollziehen, wie sie auf dem Waren- und Arbeitsmarkt herrschen. (Kommentar: als Gleichung entspricht demnach die Partnerwahl einem günstigen Tauschgeschäft für beide Seiten) Der dritte Irrtum, der zu der Annahme führt, das Lieben müsste nicht gelernt werden, beruht darauf, dass man das Anfangserlebnis, "sich verlieben", mit dem permanenten Zustand "zu lieben" verwechselt. Wenn zwei Menschen, die einander fremd waren - wie wir uns das ja alle sind -, plötzlich die trennende Wand zwischen sich zusammenbrechen lassen, wenn sie sich eng verbunden, wenn sie sich eins fühlen, so ist der Augenblick des Einsseins eine der freudigsten, erregensten Erfahrungen im Leben. Besonders herrlich und wundervoll ist er für Menschen, die bisher abgesondert, isoliert und ohne Liebe gelebt haben (Kommentar: wichtiger Satz für mich und viele der heutigen Gesellschaft...). Dieses Wunder der plötzlichen innigen Vertrautheit wird oft dadurch erleichtert, dass es mit sexueller Anziehung und sexueller Vereinigung Hand in Hand geht oder durch sie ausgelöst wird. Freilich ist diese Art Liebe ihrem Wesen nach nicht von Dauer. Die beiden Menschen lernen einander immer besser kennen, und dabei verliert ihre Vertrautheit immer mehr den geheimnissvollen Charakter, bis ihr Streit, ihre Enttäuschung, ihre gegenseitige Langeweile die anfängliche Begeisterung getötet haben. Anfangs freilich wissen sie das alles nicht und meinen, heftig verliebt und "verrückt" nacheinander zu sein, sei der Beweis für die Intensität ihrer Liebe, während es vielleicht nur beweist, wie einsam sie vorher waren. Diese Auffassung, nichts sei einfacher als zu lieben, herrscht noch immer vor, trotz der geradezu überwältigenden Gegenbeweise. Es gibt kaum eine Aktivität, kaum ein Unterfangen, das mit so ungeheuren Hoffnungen und Erwartungen begonnen wurde und das mit einer solchen Regelmäßigkeit fehlschlägt wie die Liebe. Wäre das auf irgendeinem anderen Gebiet der Fall, so würde man alles daransetzten, die Gründe für den Fehlschlag herauszufinden und in Erfahrung zu bringen, wie man es besser machen könnte - oder man würde es aufgeben. Da letzteres im Fall der Liebe unmöglich ist, scheint es doch nur einen richtigen Weg zu geben, um ein Scheitern zu vermeiden: die Ursachen für dieses Scheitern herauszufinden und außerdem untersuchen, was "lieben" eigentlich bedeutet. Der erste Schritt auf diesem Wege ist, sich klarzumachen, dass Lieben eine Kunst ist, genauso wie Leben eine Kunst ist; wenn wir lernen wollen zu lieben, müssen wir genauso vorgehen, wie wir das tun würden, wenn wir irgendeine andere Kunst, zum Beispiel Musik, Malerei lernen wollten. Welches sind die notwendigen Schritte, um eine Kunst zu erlernen? Man kann den Lernprozess in zwei Teile aufteilen: Man muss einerseits Theorie und andererseits die Praxis beherrschen. Will ich die Kunst der Medizin erlernen, so muss ich zunächst die Fakten über den menschlichen Körper und über die verschiedenen Krankheiten wissen. (Kommentar: schöne Metapher!) Wenn ich mir diese theoretischen Kenntnisse erworben habe, bin ich aber in der Kunst der Medizin noch keineswegs kompetent. Ich werde erst nach einer langen Praxis zu einem Meister in dieser Kunst, erst dann, wenn schließlich die Ergebnisse meines theoretischen Wissens und die Ergebnisse meiner praktischen Tätigkeit miteinander verschmelzen und ich zur Intuition gelangen, die das Wesen der Meisterschaft in jeder Kunst ausmacht. Aber abgesehen von der Theorie und der Prasix muss noch ein dritter Faktor gegeben sein, wenn wir Meister in einer Kunstwerden wollen: Die Meisterschaft in dieser Kunst muss uns mehr als alles andere am Herzen liegen; nichts auf der Welt darf uns wichtiger sein als diese Kunst. Das gilt für die Musik wie für die Medizin - und auch für die Liebe. Und hier haben wir vielleicht die Antwort auf unsere Frage, weshalb die Menschen unseres Kulturkreises diese Kunst nur so selten zu lernen versuchen, obwohl sie doch ganz offensichtlich daran scheitern: Trotz unserer tiefen Sehnsucht nach Liebe halten wir doch fast alles andere für wichtiger als diese: Erfolg, Prestige, Geld und Macht. Unsere gesamte Energie verwenden wir darauf zu lernen, wie wir diese Ziele erreichen, und wir bemühen uns so gut wie überhaupt nicht darum, die Kunst des Liebens zu erlernen. Halten wir vielleicht nur das für der Mühe wert, womit wir Geld verdienen oder was unser Prestige erhöht, und ist die Liebe, die "nur" unserer Seele nützt und die im modernen Sinne keinen Gewinn abwirft, ein Luxus, für den wir nicht viel Energie aufbringen dürfen? Wie dem auch sei, wir wollen uns im folgenden mit der Kunst des Liebens beschäftigen und wollen dabei folgendermaßen vorgehen: Zunächst soll die Theorie der Liebe erörtert werden - was den größten Teil dieses Buches ausmachen wird - , und an zweiter Stelle wollen wir uns mit der Praxis der Liebe beschäftigen - wenn sich auch hier nur wenig über die Praxis sagen lässt. Gruß AuthenticAttractant
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