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Moin1988

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Über Moin1988

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Profile Information

  • Geschlecht
    Mann
  • PU Know-How
    Beginner(in)
  1. Moin1988

    Corona crisis

    Hi Leute, Ich: 32 Sie: 31 ich stecke ca. seit 1,5 Jahren in einer Beziehung. Seit November haben wir eine gemeinsame Wohnung. Seit Anfang März/Corona ging's aber rapide Berg ab mit der Beziehung. Höchstwahrscheinlich hatten wir uns direkt am Anfang März mit Corona angesteckt, sodass wir danach ca. 3 Wochen in freiwilliger Quarantäne aufeinander hockten. (Zu dem Zeitpunkt wollte uns keiner testen, da wir uns nicht offiziell in einem Krisengebiet oder nachweisbar Kontakt zu Infizierten gehabt hatten. Allein diese Ungewissheit war für uns schon auch psychisch belastend. Mir ging es bis auf leichte Symptome (leicht schwerere Atmung) körperlich gut und ich freute mich sogar schon auf die kommenden Wochen auf ein entspanntes Home-Office (und nebenbei Fernstudium) am Schreibtisch. Sie dagegen hatte, so vermute ich stark, große Angst, sie wirkte schon die Woche vor Corona mega hysterisch, war extrem zickig und rechthaberisch. Wenig später war sie die kompletten vier Wochen dann auch ziemlich platt, hatte die ersten 1,5 Wochen auch heftige Grippesymptome. Und sogar bis heute ist immer noch ihr Geschmackssinn teilweise verloren bzw. er ist merkwürdig verstellt, sodass kaum noch irgendein Essen schmeckt. Entsprechend hat sie 12kg abgenommen. Das Ding ist, auf mich wirkte sie die Zeit nach den ersten 1,5 Wochen eher wie depressiv. Die meiste Zeit hat sie eigentlich nur geschlafen und in den Momenten, wo sie wach war, hat sie sich extrem mit Kopfhörer abgekapselt und total stumpfsinnig täglich 10h am Stück irgendwelche LetsPlays auf Youtube reingezogen - so, als wenn sie sich auch mit Absicht irgendwie betäuben wollte. Wenn man mal was wollte (belanglose versuchte Nettigkeiten meinerseits wie: "Ich frühstücke jetzt. Möchtest du auch etwas haben?") hat sie meist ziemlich unfreundlich und mega zickig auf mich reagiert. Ich hab mir da die ganze Zeit über ziemliche Sorgen um sie gemacht. Gespräche waren so gut wie gar nicht möglich, schon allein, weil sie ständig den Kopfhörer trug. Ich wollte mir ihr eigentlich unbedingt die ganze Zeit mal ernsthaft sprechen, einfach weil sie auch psychisch nicht gesund auf mich wirkte und deshalb immer wieder mal versuchte, ein Gespräch zu beginnen. Ich bin schon ein Typ, mit dem man ruhig auch über seine Sorgen sprechen kann - aber bitte freundlich eben. Leider kam aber immer nur sehr zickiges und negatives Feedback. Ja, ganz ehrlich, ich hab während dieser Zeit mich nicht mehr wie ihr Freund, sondern eher wie ein ratloser Psychiater gefühlt und dadurch fing ich an, sie immer kritischer zu beobachten und habe mich gewissermaßen "entliebt". Da von ihr immer nur Ablehnung kam, hab ich irgendwann auch keine große Lust mehr gehabt, mich mit ihr weiter zu beschäftigen und ab da haben wir eigentlich 100% parallel aneinander vorbeigelebt. Ich hab mich ab dann ziemlich workaholic-mäßig in die Arbeit gestürzt und die Nächte durchgemacht und weitergearbeitet. Ich muss leider sagen: Es war die Hölle. Ich frage mich mittlerweile, ob ich wirklich so ein extrem unsensibler, empathieloser Vollidiot bin, wie sie mir nun vor kurzem vorgeworfen hat. Das Ding ist, ich kann mir ihr nicht vernünftig reden. Ich wollte ihr versuchen klar zu machen, dass ich bei ihr auch teilweise eine Depression (oh - das war ein wunder Punkt, da ist sie mega ausgerastet) oder zumindest einen Lagerkoller (in unserer Situation war das nun wirklich nicht so weit hergeholt) vermutet hatte. Und dass ich freundlich behandelt werden möchte. Stattdessen kam ein Bombardement von 1000 Vorwürfen (Kleinigkeiten: Z.B. Zahnpasta nicht in den Schrank getan oder soetwas.) und Grundsatzdiskussionen, ob man freundlich sein muss, wenn es einem schlecht geht. (Meine Meinung ist halt entschieden "Ja!". Ja, sogar auch bei Krebspatienten im Endstadium usf.) Was die Vorwürfe betrifft: Mega Drama und natürlich sei ich nun an allem schuld. Joa, was soll man davon halten. Ich fand ihre Vorwürfe sogar alle ziemlich harmlos. Bei vielen Dingen konnte ich auch mich eindeutig schuldig bekennen - hab ich kein Problem mit. ABER diese ganzen Belanglosikeiten sind doch nicht der Punkt. Auch nach dem Streit wollte ich unbedingt herausfinden, was denn wirklich ist. Stand jetzt ist, wir haben uns zwar vertragen, aber gelöst ist es trotzdem nicht. Ich war zwischendurch immer wieder mal kurz davor, offiziell Schluss zu machen. Bei unserem letzten Streit waren wir beide am Ende ziemlich davon überzeugt, dass wir uns trennen sollten. Das Ding ist, so eine gemeinsame Wohnung ist jetzt schon ein Klotz am Bein. Derzeit wegen der Corona-Krise wäre aus materiellen Gründen ein Auszug für uns beide nicht möglich. Noch dazu hab ich überhaupt kein Bock auf Umzugsstress gerade. Ich bin wirklich ein harmonieliebender Mensch, wenig Ansprüche, genügsam. Ich hasse aber Theater und Drama, habe keinen Sinn dafür und will mich auch mit soetwas nicht beschäftigen müssen. Mittlerweile wollen wir es aber nochmal versuchen. Es langsam angehen. Küssen ist mittlerweile wieder drin, aber Sex noch nicht. Komischerweise gelingt es uns nun leider aber immer wieder, kontroverse Gesprächsthemen zu finden, wo sie (so habe ich das Gefühl), immer automatisch schon die Gegenposition von mir einnimmt, auch wenn es manchmal wirklich bescheuert ist. Sie wirft mir dann aber vor, nicht zuzuhören und ich empfinde sie als rechthaberisch, die mir dann auch noch ständig versucht, das Wort im Munde umzudrehen. Das ist wirklich sehr, sehr anstrengend. Dabei diskutiere ich normalerweise immer gern und mag Kontroversen. Aber diese Art gefällt mir nicht. Tja, was kann man machen?
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