Es ist längst nach Mitternacht im Club.
Seit einer Stunde sitze ich mit einem echt süßen Mädchen mit Indierocklook im Sofabereich. Ich bin auch nicht der einzige der es sich hier auf den Sofas mit einer Frau gemütlich gemacht hat. Auf dem Sofa links von mir, Rockaholic mit einer schönen Schwarzhaarigen, gegenüber DonCharlotte, und Jo sitzt mit seiner Eroberung auf dem Ecksofa. Kurzum, alle Sofas sind mit Freunden aus meiner Lair und verschiedenen Frauen, die jeder an diesen Abend kennen gelernt hat, besetzt. Irgendwie schon lustig, wenn wir zusammen in den Club einfallen. Manchmal kommt es mir wie ein Wolfsrudel vor, das sich in eine Schafsherde einschleicht.

Als ich mir das ganze so anschaue und mich daran erinnere, wie schüchtern jeder einzelne von ihnen war, als ich sie kennenlernte, muss ich kurz lachen.. Ihnen ging es damals wie es den meisten Männern heute geht. Frauen machen ihnen Hoffnung, die sie in den siebten Himmel hebt, nur um dann von dort heruntergestoßen zu werden. Frauen spielen mit ihnen, nur um andere Männer zu bekommen. Männer geben Frauen Getränke aus, die sich danach verabschiedeten. Heute passiert meinen Freunden so etwas nicht mehr. Sie kennen jetzt die Spielregeln und spielen das Spiel mit Bravour. Dennoch, keiner von uns würde das Spiel des Flirtens so boshaft – wie diese Frauen – spielen, oder? Was unterscheidet uns heute von den Frauen, denen wir damals auf den Leim gegangen sind?

Im Club sprechen wir nicht nur mit Frauen die einem gefallen, sondern mit allen Menschen die sympathisch wirken. Selbst bei Frauen, an denen kein Interesse besteht, behält man seine freche Art bei. Genau das wirkt auf Frauen so anziehend. Manchen machen wir damit bestimmt falsche Hoffnungen.
Dann nämlich, wenn die Frau, die einem gefällt, ihre Freundinnen dabei hat. Man beschäftigt sich mit der Freundin mindestens genauso, wie mit der Frau des Begehrens selbst. Dabei versucht man natürlich möglichst sympathisch und attraktiv zu wirken. Es ist sehr wenig, was das Spiel mit den Freundinnen mit dem Spiel mit der Frau der eigentlichen Begierde, unterscheidet. Annähernd jeden Abend spielen wir mit Frauen im Club ein spezielles Frage und Antwortspiel, das sie nicht gewinnen können. Als Wetteinsatz wird jedes Mal ein Freigetränk für den Gewinner ausgemacht, das man sich dann wie selbstverständlich von ihr ausgeben lässt.

Was also unterscheidet uns noch von diesen Männer fressenden Frauen?
Wir sprechen mit allen Leuten die sympathisch wirken, flirten mit ganzen Frauengruppen – nur mit dem Ziel uns eine davon heraus zu picken – und erschummeln uns obendrein dann auch noch von dieser einen »auserwählten« Freigetränke. Eine Kleinigkeit, die aber von entscheidender Bedeutung ist.

Unsere Beweggründe!

Wir sprechen mit allen Menschen die uns gefallen mit der Motivation, schöne Frauen zu finden und Spaß zu haben. Der Gedanke, verschiedene Mädchen anzusprechen, nur um zu sehen ob wir sie haben könnten, fänden wir unlogisch, unnütz, unmoralisch und einfach nur ziemlich doof. Wir flirten nicht mit Frauen um zu wissen ob wir sie bekommen können. Wir flirten mit Frauen die wir bekommen wollen.
Wir flirten zwar fast genauso mit denn Begleitungen der gewünschten Frau; doch im Gegensatz zu der Auserwählten beschränken wir uns bei der Begleitung auf eine oberflächliche freche Art. Einblicke in unsere Persönlichkeit, tiefgründige Gespräche oder ein Zugeständnis an Zuneigung bekommt nur eine von ihnen. Meiner Meinung nach sind das grundlegende Punkte, die eine Schwärmerei von echter Zuneigung unterscheiden. Keiner von uns lässt sich ein Getränk um des Getränkes willen ausgeben. Das Freigetränkespiel wird meistens auch erst gespielt, wenn wir die Frau schon etwas kennen und sympathisch finden. Es sind Frauen, an denen wir ehrliches Interesse haben, das auch durch einen Drink nicht gemindert wird. Unsere grundsätzliche Einstellung ist, sie besser zu hinterlassen als wir sie vorgefunden haben. Boshaft mit Frauen zu spielen, sie zu manipulieren oder einfach nur scheiße zu behandeln, wäre uns zu wieder. Dass manche Frauen sich schlecht verhalten, ist für uns kein Grund, dasselbe zu tun.
Ich finde mein Jungs spitze, beuge mich zu meiner Indierockerin und frage sie, ob sie nicht ein kleines Spiel um eine Fritz Cola spielen möchte.

Gruß Monkey

P.S. Danke an AstalPilot

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